01 - "Ich nehme mir ..." bis einschl. "Für meine Mitschüler" (Seite 73)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Jaqui.

  • Hallo ihr Lieben!


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Boy Nobody: Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder" von Allen Zadoff. Schön, dass ihr dabei seid!


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorauseilt, damit wir größtenteils zusammen bleiben können, also bitte nicht schneller als ein Abschnitt pro Tag.


    Bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure Rezensionen zum Buch sind und stellt diese am Ende der Runde hier im Forum und auch literaturschock.de direkt ein. Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Ich wünsche nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Hier könnt Ihr über die ersten Kapitel schreiben. Angefangen mit "Ich nehme mir einen Baseballschläger" bis einschließlich "Für meine Mitschüler ist es ein ganz normaler Schultag" (bis einschl. Seite 73).


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Liebe Grüße
    nimue :winken:

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

    Einmal editiert, zuletzt von nimue ()

  • "Boy Nobody" liegt in meinen Händen und ich muss sagen, ich finde ihn bisher gut.
    Wer aber ist dieser Ich-Erzähler? Er ist noch jung, er hat Vater und Mutter, die nicht Vater und Mutter sind, aber von ihnen erhält er Aufträge. Er tötet.
    Ich war vollkommen schockiert, als er nach dem Spiel mit zu seinem Freund fährt und dort mal eben den Vater tötet. Wer steckt hinter den Aufträgen? Wer zieht die Fäden im Hintergrund?


    Die Geschichte ist spannend, aber natürlich suche ich noch nach dem Sinn hinter diesen Morden. Sind es immer reiche oder/und einflussreiche Persönlichkeiten, die getötet werden müssen?


    In jedem Fall merkt man jetzt schon, dass es beim nächsten Opfer anders sein wird, aber warum muss hier die Zeitspanne vom Kennenlernen bis zur Tat so kurz sein? Warum wurde der Ablauf von Vater oder Mutter oder sonst wem verändert?


    Unser Boy Nobody Ich-Erzähler tut mir auch irgendwie leid, denn scheinbar hat man auch seine eigenen Eltern irgendwann getötet und ihn dann zu dem gemacht was er jetzt ist. Hat er gar keine Gefühle mehr?

    Lesen ist meine Leidenschaft

  • Ok. Ich bin erst mal recht schnell durch die ersten fünfzig, sechzig Seiten gekommen. Ich bin zweigespalten, einerseits liest es sich immer wie die Geschichte, wie man als 16-Jähriger wohl gern wäre: cool, erfolgreich, viele Freunde, Handy, Auto fahren können (auch wenn das in den USA spielt) und so weiter. Und: keine echten Eltern, eigentlich hat man immer frei, bzw. kann wirklich machen was man will. Es liest sich wie so manche Parodie auf Agentenfilme, in denen dann "kleine Jungs" auf coolen Ermittler/ Agent usw. tun. Liest sich so zum Teil recht witzig, wie ein 16-Jähriger so alles allein machen kann... Das hätte man auch gern gekonnt...


    Andererseits kann man eben nicht machen, wie man möchte, selbst wenn man frei hat, ist man immer noch, und das ist der Abgrund, das Leben als Killer. Nix mit geschüttelt-gerührt, sondern eher ödes Leben im Hotelzimmer...


    Der erste Mord, ich vermute mal stark, es kommen noch mehrere?, geschah schon recht nebenher, leichtgleitend. Gruslig. Aber eigentlich erst, wenn man überhaupt versteht, was da gerade passiert ist... Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das Morden hier schön nebenbei passiert. Wird das einem jugendlichen Leser klar, wenn er das so liest? Oder unterschätze ich da die Zielgruppe?


    Ok, da sind immer noch die Rückblicke auf seine Anfänge, wie er zu diesen ominösen Mutter und Vater-Leuten gekommen ist, die dann das Ganze eben doch nicht so passabel erscheinen lassen, wie man es am Anfang denkt.


    Ich frag mich bei der ganzen Sache: wie hätte mir das Buch mit 16 gefallen? Wär so ein Killer wirklich realistisch? Mit 16 war mir wohl viel eher bewusst, wo die Grenzen sind, was alles nicht möglich ist. So ein paralleles Universum ist irgendwie nicht recht vorstellbar. Ok, runde 20 Jahre später hab ich genügend unsinnige Agenten-Hollywood-Filme gesehen, in denen genau das "plausibel" dargestellt wurde... Und ich glaub irgendwie noch immer nicht dran.

  • Ich habe bisher 37 Seiten gelesen,und finde das Buch durchaus realistisch.
    Es gibt in unserer heutigen Zeit sehr viel Kindersoldaten und ich denke nichts anderes ist Boy Nobody.
    Sein damals scheinbar bester Freund, war mit Sicherheit in der gleichen Rolle wie er heute.
    Ich frage mich nur warum?
    Warum macht er nun das gleiche wie Mike?
    Warum nimmt er diese Aufträge an?
    Warum hat er sich ausbilden lassen?
    Ich hoffe das ich am Ende des Buches dieses Warum beantwortet bekomme.


    Ansonsten muss ich sagen, fand ich den Schreibstil anfangs gewöhnungsbedürftig, diese kurzen Sätze und kurzen oft nur 2Seiten lange Kapitel, habe mich schon etwas irritiert und mir fehlt dadurch noch etwas der Lesefluss.
    Aber ich denke noch ein paar Seiten und dann habe ich mich daran gewöhnt.

    :biene:liest :lesen: und hört 🎧


    20/60


  • Ich war vollkommen schockiert, als er nach dem Spiel mit zu seinem Freund fährt und dort mal eben den Vater tötet.


    Ich hatte eher damit gerechnet das er seinen Freund umbringt, als er mit diesem nach Hause fuhr.
    Als die Sache danach mit den 4 Chinesen passierte, dachte ich nur: Der hat es echt drauf!

    :biene:liest :lesen: und hört 🎧


    20/60


  • Ok, unter dem Aspekt Kindersoldat wirkt es schon realistisch, die Eltern sind tot, es gibt keinen mehr drumrum. Das wär auch hierzulande vorstellbar. Aber schon sehr sehr wild...


    Andererseits ist gerade die Massenschlägerei mit den Chinesen der Punkt gewesen, wo ich mir gedacht habe: hey, das ist deinem Hirn entsprungen, das hättest du gern... Aber ok, dann kam die Story hinterher, wie er ausgebildet wurde usw.

  • Ich habe nun auch den ersten Teil gelesen und das ging doch ziemlich flott, wie ich feststellen musste. Bei so kurzen Kapiteln sind ja viele Seiten gar nicht voll beschrieben.



    Ansonsten muss ich sagen, fand ich den Schreibstil anfangs gewöhnungsbedürftig, diese kurzen Sätze und kurzen oft nur 2Seiten lange Kapitel, habe mich schon etwas irritiert und mir fehlt dadurch noch etwas der Lesefluss.
    Aber ich denke noch ein paar Seiten und dann habe ich mich daran gewöhnt.


    Ja das stimmt. Ich fand es auch irgendwie komisch, weil es durch die kurzen Sätze irgendwie anders war, so "unerzählerisch". Aber mittlerweile habe ich mich ein bisschen dran gewöhnt und mir gefällt das Buch ganz gut.



    Die Geschichte ist spannend, aber natürlich suche ich noch nach dem Sinn hinter diesen Morden. Sind es immer reiche oder/und einflussreiche Persönlichkeiten, die getötet werden müssen?


    In jedem Fall merkt man jetzt schon, dass es beim nächsten Opfer anders sein wird, aber warum muss hier die Zeitspanne vom Kennenlernen bis zur Tat so kurz sein? Warum wurde der Ablauf von Vater oder Mutter oder sonst wem verändert?


    Das frage ich mich auch! Welche Leute genau werden getötet? Klar, Leute, die anscheinend irgendeinen "Fehler" gemacht haben. Ich hoffe sehr, dass sich das noch aufklärt und wir uns das nicht selber ausmalen sollen.
    Was genau sein Vater gemacht hat, weiß er selber nicht oder? Oder hab ich das jetzt falsch in Erinnerung?


    Als der 1. Mord von Boy Nobody durchgeführtwurde, war ich (wie ihr) total überrascht. Ich musste die Stelle direkt noch einmal lesen, weil ich mich gewundert habe wie platt das mal eben so beschrieben wurde. Vor allem vorher wurde gerade von den Red Sox gesprochen und das fand ich so cool, weil ich selber bei denen schonmal zugeguckt habe und ZACK aufmal ein Mord. Da war ich doch überrascht.


    Außerdem finde ich auch sehr interessant wie doll sein Handy verschlüsselt ist und wie er seinen neuen Auftrag entschlüsselt hat. Ich finde gut, dass die das so genau beschrieben haben :breitgrins: Sehr interessant.


    Jetzt bin ich sehr gespannt, wie das ganze mit seinem neuen Auftrag weitergeht, vor allem weil er nur 5 Tage Zeit hat...

  • So, nun bin ich auch gestartet. Ziemlich abgefahrene Story bisher, aber das war bei der Buchbeschreibung ja zu erwarten.


    Wir Leser werden gleich in das Tun von Boy Nobody eingeführt, der einen seiner Jobs erledigt und den Vater seines "Freundes" umbringt. Das ist sein "Beruf", er freundet sich mit Jugendlichen an und tötet dann ihre Eltern oder jemand aus ihrem Umfeld.
    Genauso ist es ihm selbst ergangen, bevor er angeworben wurde. Ein Junge namens Mike hat seinen Vater umgebracht und danach wurde er in das Programm integriert. Er war damals 12, dann wurde ihm eine ordentliche Gehirnwäsche/Ausbildung verpasst und nun mordet er munter vor sich hin, wen immer ihm seine "Eltern" auch als Zielobjekt vorgeben.


    Es ist ein Jugendbuch, daher darf man wohl nicht erwarten, dass alles total realistisch ist. Aber ich hoffe doch sehr, dass ein Kind, das die ersten 12 Lebensjahre normal aufgewachsen ist, so etwas wie ein Gewissen, ein Bewusstsein für Richtig und Falsch entwickelt hat und dass es daher nicht einfach bedenkenlos Leute umbringt. Schließlich ist er nicht mehr in unmittelbarer Gefahr und könnte seinen Auftraggebern bei einem dieser Aufträge, die sich oft über Monate hinziehen, doch auch entwischen - oder stelle ich mir das zu einfach vor?


    Die ganzen technischen Spielereien zielen mir ziemlich klar auf die eigentliche Zielgruppe ab, die finden das wahrscheinlich voll cool, mit iPhone, Apps, etc - ich benutze zwar auch ein Smartphone, bin aber bei den Details hier geistig schon ausgestiegen, muss ich gestehen :breitgrins:


    Und auch, dass er allein mal eben die 4 Chinesen verhaut, ist natürlich etwas überzogen, aber durchaus amüsant zu lesen.
    Ich habe bisher das Gefühl, dass das kein Buch ist, dass ich allzu ernst nehmen werde, aber es könnte durchaus ein paar unterhaltsame Lesestunden bieten!

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • So, mit dem ersten Abschnitt bin ich durch. Der Grundton des Buches ist düster und brutal, aber es liegt auch eine humorvolle Ebene darüber. Die kurzen Kapitel und die einfache, lakonische Sprache sind zwar ungewöhnlich, aber ich konnte mich schnell damit anfreunden. Die Geschichte lässt sich relativ schnell lesen, was ich ganz angenehm finde, da es an Spannung nicht gerade mangelt. :zwinker:


    Der Mord an Jacks Vater war auch für mich ein Schockmoment. Das haben ja hier einige ähnlich empfunden. Man merkt, dass es für den Erzähler Routine ist, seine Aufträge auf diese Weise zu erledigen. Nichts Besonderes, einfach nur "Arbeitsalltag". :entsetzt:
    Schon alleine die Masche von Boy Nobody, das Vertrauen von Jugendlichen zu gewinnen, die dem Opfer nahe stehen und so an die eigentliche Zielperson heranzukommen, jagt mir eine Gänsehaut über den Rücken. Dazu gehört schon einiges an Kaltblütigkeit. Der Protagonist behauptet ja auch, er habe keine Gefühle mehr. Ich bin gespannt, ob er sich da nicht täuscht und seine Gefühle vielleicht zur Unzeit wieder erwachen...


    Boy Nobody tut mir aber auch leid, denn tief in seinem Inneren sehnt er sich doch nach einem normalen Teenager-Leben, auch wenn er sich seinen "Job" gerne schönredet. Die Erinnerungen des Jungen finde ich sehr interessant. Er hat seine Eltern also auch durch einen Auftragskiller verloren. Aber warum wurde ausgerechnet er selbst rekrutiert? Das scheint ja nicht üblich zu sein, denn Jack durfte ja ganz normal weiterleben und das ganze wurde wie ein Unfall inszeniert. Es scheinen ja auch kaum Teenager im Programm tätig zu sein.


    Wir erfahren nur so viel, dass wir die Situation des Protagonisten ein wenig nachvollziehen können, aber dennoch bleibt alles sehr geheimnisvoll. Was hat sein Vater getan, welchen Verrat wollte er begehen, dass sie ihn getötet und seinen Sohn zum Auftragskiller gemacht haben? Sind seine richtigen Eltern wirklich tot? Weshalb werden seine Zielpersonen überhaupt zu Zielpersonen? Was ist das für eine Organisation, für die Boy Nobody arbeitet? Was wollen diese Leute, für wen arbeiten sie? Diese ganzen Fragen machen das Buch sehr interessant.


    Wir wissen nun, dass der Protagonist als zwölfjähriger Junge seine Eltern durch genau einen solchen Auftragskiller verloren hat, wie er nun selbst einer ist. Dieser Mike - was ist mit ihm geschehen? Es scheint ja einen heftigen Kampf gegeben zu haben, wovon Boy Nobodys Narbe zeugt. Ich habe den Eindruck, dass Mike diesen Kampf nicht überlebt hat.


    Der Kampf gegen die vier chinesischen Agenten war spannend und amüsant zu lesen, wenn auch natürlich etwas dick aufgetragen. Klar, es handelt sich ja auch um ein Jugendbuch. :smile:
    Diese ganzen geheimen Codes und das verschlüsselte I-Phone finde ich sehr interessant. Da zeigt sich, wie professionell diese Organisation arbeitet. Sehr raffiniert gemacht. Bin schon höchst gespannt, wer da dahintersteckt.


    Jetzt wird es erstmal spannend, jetzt muss er den New Yorker Bürgermeister töten. Und seine Kontaktperson ist seine hübsche Tochter, was das Ganze nicht unbedingt leichter macht. Außerdem darf er nur fünf Tage brauchen. Ich bin gespannt, wie er das bewerkstelligen will. Der Tod von Sams Mutter in Israel kommt mir auch seltsam vor. Ob da nicht mehr dahintersteckt? Außerdem dann noch die Nachrichten im Hotel, wo es ja auch um Israel ging. Ich frage mich, ob das vielleicht etwas zu bedeuten hat...

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • Bisher gefällt mir das Buch ganz gut, auch wenn es anfangs ziemlich klischee-behaftet und etwas dick aufgetragen ist, zB der Kampf gegen die vier Asiaten mit seinem I-Phone!!! Aber gut wir lesen ein Jugendbuch! :zwinker:


    Toll ist Zadoffs flotter, jugendlicher Schreibstil. Die kurzen, abgehackten Sätze passen irgendwie zur sehr nüchternen Art des Protagonisten und bringen Tempo in die Erzählung.
    Interessant sind auch die einleitenden Kapitelüberschriften als Eingangssätze.


    So wie seine Vergangenheit geschildert wird, kann ich mir fast wirklich vorstellen, wie man nach der Ermordung seiner Eltern und anschließender Gehirnwäsche aus diesem entwurzelten Jungen einen Killer gemacht hat.
    Ganz schön heftig, ein Kind zu rekrutieren und so auszubilden, dass es auf Missionen Menschen tötet.
    Wie ihr auch war ich von seinem ersten Mord sehr überrascht und ziemlich geschockt, das war schon sehr abgebrüht.
    Seine Gedanken und sein emotionsloses Verhalten finde ich aber recht schlüssig dargestellt, wenn man seine hervorragende Ausbildung zum Killer bedenkt.
    Ich bin natürlich schon sehr gespannt, was hinter der Organisation nun wirklich steckt und welche Ziele sie anstreben.
    Durch die eingestreuten Andeutungen über seine Vergangenheit erzeugt der Autor geschickt Spannung und man ist neugierig, was da noch alles hinzukommt. Kommen die Aufträge etwa von "ganz oben"?
    Was war sein Vater, wenn die Organisation mangelnde Loyalität bei ihm bemängelt hat?
    Was ist zwischen ihm und seinem „Bruder“ Mike passiert?
    Die Charaktere an der High School empfinde ich recht glaubwürdig dargestellt und sehr amüsant ist es, wie unser Boy Nobody die ganzen sozialen Mechanismen durchschaut und sich zunutze macht.


    Spannend fand ich das Kennenlernen mit dem neuen Zielobjekt Sam, über die er an ihren Vater als neues Opfer herankommen soll. Man merkt schon, dass beide Charaktere vielschichtiger angelegt sind, als man auf den ersten Blick vermutet, und Sam nicht nur ein verwöhntes Mädchen reicher, berühmter Eltern ist.
    Ich gehe ja mal stark davon aus, dass unser Profikiller Gefühle entwickeln wird und Skrupel bekommt.
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht, vor allem, ob es ihm in dem kurzen Zeitrahmen gelingen wird, an sein Opfer ranzukommen. :breitgrins:
    Soll das ganze etwa ein Test für ihn sein?


  • Es ist ein Jugendbuch, daher darf man wohl nicht erwarten, dass alles total realistisch ist. Aber ich hoffe doch sehr, dass ein Kind, das die ersten 12 Lebensjahre normal aufgewachsen ist, so etwas wie ein Gewissen, ein Bewusstsein für Richtig und Falsch entwickelt hat und dass es daher nicht einfach bedenkenlos Leute umbringt. Schließlich ist er nicht mehr in unmittelbarer Gefahr und könnte seinen Auftraggebern bei einem dieser Aufträge, die sich oft über Monate hinziehen, doch auch entwischen - oder stelle ich mir das zu einfach vor?


    Nun ja, er hat ja eine beträchtliche Gehirnwäsche durch seine neuen "Eltern" erhalten. Diese beiden waren dann nach dem Tod seiner richtigen Eltern auch die einzigen Bezugspersonen und er war auf Leben und Tod von ihnen abhängig. Ich kann mir schon vorstellen, dass das einiges mit der Psyche eines heranwachsenden Jungen macht.
    Ich denke, er hat sich an seine Ausbildung und an seinen neuen "Beruf" geklammert, weil er ja keine andere Möglichkeit hatte, er war ja praktisch "Gefangener". Und dann hat er Lob erhalten und gemerkt, dass er gut darin ist. Zwischendurch meldet sich ja immer mal wieder auch sein Gewissen, nur versucht er zwanghaft, das zu unterdrücken.
    Ob er flüchten könnte, das habe ich mir auch schon überlegt. Aber ich denke, der Junge wird bestimmt von der Organisation überwacht. Die spionieren ja auch die Kontakt- und Zielpersonen unbemerkt aus, also bestimmt auch Boy Nobody...

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich konnte erst heute mit dem Lesen starten, aber die ersten 73 Seiten sind wie nichts verflogen. Mir gefallen diese kurzen Kapitel und diese kurzen Sätze bringen für mich von Anfang an ein hohes Erzähltempo in die Geschichte. Ohne die Leserunde wäre das wohl ein Buch, dass ich innerhalb von ein paar Stunden durchlesen würde.


    Der Ich-Erzähler hört sich bis jetzt doch noch ziemlich kalt und wirklich emotionslos an. Eher nach einer Maschine, als nach einem Menschen. Da er aber bis zu seinem 12. Lebensjahr anscheinend ein ganz normaler Junge war, muss im Rahmen der Ausbildung wirklich einiges mit ihm passiert sein.


    Ok, unter dem Aspekt Kindersoldat wirkt es schon realistisch, die Eltern sind tot, es gibt keinen mehr drumrum. Das wär auch hierzulande vorstellbar. Aber schon sehr sehr wild...


    Unter dem Aspekt "Kindersoldat" habe ich das Ganze noch gar nicht betrachtet, aber ich denke auch, dass dieser Vergleich da sehr gut hinkommt. Unser Ich-Erzähler ist wohl auch maximal traumatisiert, wurde wahrscheinlich während der Ausbildung noch stärker traumatisiert und fühlt jetzt quasi nichts mehr. Schrecklich diese Vorstellung, wie das sein muss. Aber ich vermute mal, dass Sam seine Mauer zum bröckeln bringen wird... :breitgrins:



    Spannend fand ich das Kennenlernen mit dem neuen Zielobjekt Sam, über die er an ihren Vater als neues Opfer herankommen soll. Man merkt schon, dass beide Charaktere vielschichtiger angelegt sind, als man auf den ersten Blick vermutet, und Sam nicht nur ein verwöhntes Mädchen reicher, berühmter Eltern ist.
    Ich gehe ja mal stark davon aus, dass unser Profikiller Gefühle entwickeln wird und Skrupel bekommt.
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht, vor allem, ob es ihm in dem kurzen Zeitrahmen gelingen wird, an sein Opfer ranzukommen. :breitgrins:
    Soll das ganze etwa ein Test für ihn sein?


    Ui, die Idee, dass das alles ein Test für ihn ist, finde ich ja höchst spannend. Vielleicht aber auch eine weitere Prüfung, ob er zu sich weiter entwickelt und ihm jetzt schwierigere Aufgaben übertragen werden können? Ich bin gespannt. Auf jeden Fall denke ich auch, dass auch Sam vielschichtiger ist, als auf den ersten Blick angenommen und auf die weiteren Diskussionen der beiden freue ich mich schon.


    Zum Thema realistisch: Keine Ahnung, kann ich schwer einschätzen. Kindersoldaten sind auch ziemlich brutal und ich denke, dass die auch ohne Probleme Erwachsene platt machen können. Ob ein richtig gut ausgebildeter 16jähriger Chance gegen 4 ausgewachsene und tranierte Männer hat, weiß ich nicht. Aber ich fand den Kampf gut beschrieben und nachvollziehbar. Wenn auch ganz schön brutal.


    Ich bin gespannt, wie es weitergeht. :lesen:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Hallo :winken:


    Mir geht es ganz ähnlich wie Tammy. Die kurzen Sätze und kurzen Kapitel führen dazu, dass man sich vorkommt, als würde die Geschichte unheimlich schnell voran gehen. Jedoch hat mich auch der Erzählstil von Allen Zadoff gefesselt. Er hat es mittels dieser kurzen Sätze und der Erzählperspektive geschafft, dass ich sehr schnell mich als Teil der Geschichte fühlt habe. Was ich bisher gelesen habe, hat mir ausgesprochen gut gefallen!



    Der Ich-Erzähler hört sich bis jetzt doch noch ziemlich kalt und wirklich emotionslos an. Eher nach einer Maschine, als nach einem Menschen. Da er aber bis zu seinem 12. Lebensjahr anscheinend ein ganz normaler Junge war, muss im Rahmen der Ausbildung wirklich einiges mit ihm passiert sein.


    Das frage ich mich auch, was da passiert ist. Es wird beschrieben, dass er ein knallhartes Programm absolviert hat, in dem er neben der Kampf- und Psychologieausbildung auch noch den kompletten Lehrstoff der Middleschool und Highschool absolviert hat. Alleine das erscheint mir schon sehr viel, wenn man bedenkt, dass er zu dem jetzigen Zeitpunkt erst 16 ist und schon seit einiger Zeit aktiv ist.


    Was man bisher von seiner Ausbildung erfahren hat und wie er überhaupt in das Programm gekommen ist, frage ich mich, wie er zu dem geworden ist, zu dem er geworden ist. In seinen Rückblenden kann man den Eindruck gewinnen, dass sein Vater ermordet worden ist, ein völlig normaler Junge gewesen ist und dass er aufgrund seiner Willensstärke ausgewählt worden ist. Wie haben sie es dann geschafft, ihn so schnell zu einem skrupellosem, effizienten und flexiblen Auftragsmörder auszubilden? Ich bin sehr gespannt, was wir im weiteren Verlauf der Geschichte darüber erfahren werden!


    Die erste Begegnung mit Sam empfand ich als spannend. Sie scheint anders zu sein, als er es erwartet hatte. Ich glaube, dass sie ihn fasziniert. Ich bin gespannt, wie er es anstellen wird, dass er sich in vier Tagen ihr soweit nähert, dass er sich auch ihrer Familie insbesondere ihrem Vater nähern kann!


    Liebe Grüße
    YRachel :winken:

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30


  • Die erste Begegnung mit Sam empfand ich als spannend. Sie scheint anders zu sein, als er es erwartet hatte. Ich glaube, dass sie ihn fasziniert. Ich bin gespannt, wie er es anstellen wird, dass er sich in vier Tagen ihr soweit nähert, dass er sich auch ihrer Familie insbesondere ihrem Vater nähern kann!


    Ich bin auch darauf gespannt, wie er es anstellen will so schnell an die Familie und den Vater heranzukommen.
    Bei der ersten Begegnung zwischen Boy Nobody und Sam hat es richtig geknistert. Es ist als würde Sam ihn durchschauen. Vielleicht ist er doch nicht clever genug für dieses Mädchen oder aber sie umgibt ein Geheimnis. In jedem Fall ist Sam ganz schön pfiffig und wird bestimmt eine harte Nuss für unseren Ich-Erzähler.

    Lesen ist meine Leidenschaft

  • Ich bin auch darauf gespannt, wie er es anstellen will so schnell an die Familie und den Vater heranzukommen.
    Bei der ersten Begegnung zwischen Boy Nobody und Sam hat es richtig geknistert. Es ist als würde Sam ihn durchschauen. Vielleicht ist er doch nicht clever genug für dieses Mädchen oder aber sie umgibt ein Geheimnis. In jedem Fall ist Sam ganz schön pfiffig und wird bestimmt eine harte Nuss für unseren Ich-Erzähler.


    Ganz genau. Sie ist einfach anders als andere Mädels. Mit seinen Maschen, die er sonst abzieht, um Vertrauen/Freundschaft zu erlangen zieht bei Sam nicht. Das macht die ganze Sache interessant, weil er sich was anderes einfallen lassen muss. Und das in der 5 Tagen...ohhhje


    Ich bin schon ganz gespannt, aber ich war gestern den ganzen Tag unterwegs, aber jetzt kann ich endlich weiter lesen :smile:

  • Ja, so sehe ich das auch. Bei Sam kann Boy Nobody die Strategien, die er in seiner Ausbildung gelernt und dann jahrelang eingeübt und angewandt hat, nicht gebrauchen. Jetzt ist er auf sich allein gestellt und benötigt seinen ganzen Einfallsreichtum, muss aus den gewohnten Bahnen ausbrechen. Dazu der knappe Zeitrahmen. Da kann er beweisen, was in ihm steckt - oder gnadenlos scheitern. Spannend...

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • Hallo zusammen,


    die Geschichte lässt sich gut an, denn sie liest sich flüssig und durchaus spannend - aber der Mord an Jacks Vater ist auch ganz schön gruselig, weil er so durchgeplant und kalt ausgeführt ist und im Grunde so "nebenbei" geschieht. Der Ich-Erzähler hat sich in Jacks Leben geschlichen und sich als dessen Freund arrangiert - nur um dessen Vater umbringen zu können?! Woher hat er diese Aufträge? Von seinen ominösen, nicht-echten Eltern, klar - aber warum soll er in ihrem Auftrag töten und nach welchen Kriterien suchen sie sich die Opfer aus? Hat es etwas mit dem Thema Sicherheit zu tun oder damit, dass Wu unter anderem auch für die Regierung gearbeitet hat?
    Der Ich-Erzähler ist ja aber selbst ein Opfer dieser Machenschaften, denn immerhin wurden vor Jahren ja auch seine Eltern von einem anderen Jungen getötet... Doch warum? Weil er der richtige Junge für solche Aufträge ist und deshalb seine Eltern aus dem Weg geräumt werden mussten? Irgendwie unwahrscheinlich.
    Diese kurzen Kapitel mit der eingebundenen Überschrift gefallen mir jedenfalls: sie sind ein wenig speziell, aber gleichzeitig ziemlich eingängig. Mit der Hauptfigur muss ich allerdings noch etwas warm werden, denn momentan weiß ich zu wenig über sie, um eine Meinung zu haben. Gerade habe ich eher den Eindruck, dass wir nicht unbedingt Freunde werden. :zwinker:
    Spannend ist die Geschichte allemal und ich freue mich schon auf's Weiterlesen!


    Liebe Grüße
    dubh

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Sorry, dass ich jetzt erst einsteige. Ich bin in den letzten Tagen irgendwie nicht richtig zum Lesen gekommen.


    Bisher gefällt mir das Buch aber recht gut, auch wenn ich es teilweise unrealistisch finde, wie die Sache mit den Chinesen oder dass ein 16-Jähriger so total selbstständig ist. Zudem kann ich mir nicht vorstellen dass niemand einen Zusammenhang herstellt wenn in der Nähe von Boy Nobody ständig Menschen sterben. Irgendjemand muss das ja mal auffallen.


    Die kurzen Kapitel finde ich dagegen sehr gut, man kommt schnell voran und man hat wirklich das Gefühl wie wenn die Handlung nur so dahin rast. Nun bin ich schon sehr gespannt wie er näher an Sam ran kommen will und sie in wenigen Tagen näher kennen lernen will.


    Vor allem aber frage ich mich was die Leute getan haben dass sie Nobody umbringt und wer Vater und Mutter sind die ihn ausbilden und natürlich was sein eigener Vater getan hat dass er den Tod anscheinend verdient hat.


    Und nun wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.


    Katrin


  • Als der 1. Mord von Boy Nobody durchgeführtwurde, war ich (wie ihr) total überrascht. Ich musste die Stelle direkt noch einmal lesen, weil ich mich gewundert habe wie platt das mal eben so beschrieben wurde. Vor allem vorher wurde gerade von den Red Sox gesprochen und das fand ich so cool, weil ich selber bei denen schonmal zugeguckt habe und ZACK aufmal ein Mord. Da war ich doch überrascht.


    Ich musste auch noch mal drüber gelesen, weil ich dachte ich hätte mich verlesen, aber er hat wirklich einfach mit der Nadel zugestochen.




    Es ist ein Jugendbuch, daher darf man wohl nicht erwarten, dass alles total realistisch ist. Aber ich hoffe doch sehr, dass ein Kind, das die ersten 12 Lebensjahre normal aufgewachsen ist, so etwas wie ein Gewissen, ein Bewusstsein für Richtig und Falsch entwickelt hat und dass es daher nicht einfach bedenkenlos Leute umbringt. Schließlich ist er nicht mehr in unmittelbarer Gefahr und könnte seinen Auftraggebern bei einem dieser Aufträge, die sich oft über Monate hinziehen, doch auch entwischen - oder stelle ich mir das zu einfach vor?


    Darauf hoffe ich auch sehr stark, das Gewissen und alles andere hat sich schon ausgeprägt. Ich denke nicht dass man das so einfach auslöschen kann.
    Wegen dem Entwischen: Heutzutage ist das sicher nicht mehr so einfach einfach unterzutauchen. Man wird ständig überwacht und seine "Eltern" haben ihn sicher voll im Griff.


    Katrin