02 - "Der Zottelbär ..." bis einschl. "Der Profi steht ... (Seite 74 - 144)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 22 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Jaqui.

  • Hier könnt ihr zu den Kapiteln "Der Zottelbär wartet vor dem Kursraum auf mich" bis einschl. "Der Profi steht vor dem Arbeitszimmer" (Seiten 74 bis 144) schreiben


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbegrenzung nicht vorgesehen.

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

  • Ich frage mich schon die ganze Zeit ob der Zottelbär einfach nur aus heimlicher Liebe auf Sam aufpasst oder ist er ein eingeschleuster Security?


    Inzwischen finde ich den Schreibstil von Zadoff auch klasse, ich muss mich immer wieder ermahnen das Buch nicht in einem Rutsch zu lesen.


    Sam ist irgendwie faszinierend, kein Wunder das jeder in sie verliebt ist. Aber sie tut mir auch leid.
    Als Tochter des Bürgermeisters hat sie es bestimmt nicht leicht "echte Freunde" zu finden.Ihr Misstrauen wundert mich daher nicht.
    Ihr Vater scheint auch sehr nett zu sein aber, mir kommt es vor als wenn er auch "müde"ist. Die Amtsperiode ist bald zu Ende und er könnte seinen altwn Job weitermachen, aber ich habe das Gefühl auch das möchte er nicht.

    Ich glaube nicht das "Benjamin" seinen Auftrag erfüllt. Er denkt inzwischen zu viel nach. Schweift ab, ist nicht wirklich bei der Sache und das hängt meiner Meinung nach nicht nur mit Sam zusammen.


    Wahrscheinlich möchte er ein Teenager sein wie jeder andere. Sich verlieben, zu jemanden gehören.


    Er kann einem nur leid tun und die Frage warum er rekrutiert wurde und das ganze mitmacht ist noch nicht geklärt


    Der Vater scheint etwas zu ahnen, oder warum testet er Benjamin? Zweifelt er an dessen Loyalität?


    Und was hat das mit dem Schatten auf sich? Wer schickt diesen? Und warum?
    Wie ihr seht wieder Fragen über Fragen.


    Ich bin wirklich so gespannt wie es weiter geht

    :biene:liest !

    SUB: 01.01.2019: 246

    SLW 2019: 09/10

    gelesen:48/50

  • Mir gefällt die Geschichte nach wie vor. Wir sind zwar noch nicht viel schlauer geworden, aber man merkt an Benjamin Veränderungen. Er verhält sich zwar sehr konzentriert, aber er kann seine Gefühle nicht mehr so ausblenden wie zu Beginn der Geschichte. Da ist doch etwas auch am Bürgermeister, das ihn davon abhält sofort zu handeln. Vermisst er etwas? Hat er hier einen liebenden Vater gesehen? Beeinflusst ihn die Beziehung zwischen Sam und ihrem Vater?


    Wen ich gar nicht einschätzen kann, dass ist der Vater von Benjamin. Die Telefonate die die beiden führen sind mehr als sonderbar und eigentlich interpretiert Benjamin ja nur die Aussagen des Vaters. Aber ist diese Interpretation auch richtig? Was bezweckt diese Organisation wirklich und wenn es schon damals so war, dass er eine Prüfung überstehen musste, die in einem Kampf gegen Mike ausuferte, dann kann das jetzt eine ähnliche Situation sein. Und dann weiß man gar nicht mehr wer hier auf welcher Seite steht. Da kann ich mir sogar vorstellen, dass Sam und ihr Vater Eingeweihte sind.



    Wie ihr seht wieder Fragen über Fragen.


    Das ist bei mir genauso, aber ich finde es spannend hier ein wenig zu spekulieren. Das ist so ein Buch, wo man mit seinen Vermutungen voll ins Schwarze treffen oder auch völlig danebenliegen kann. Hier ist in meinen Augen alles möglich.

    Lesen ist meine Leidenschaft


  • ich finde es spannend hier ein wenig zu spekulieren. Das ist so ein Buch, wo man mit seinen Vermutungen voll ins Schwarze treffen oder auch völlig danebenliegen kann. Hier ist in meinen Augen alles möglich.


    Da gebe ich dir vollkommen recht
    Die Spekulationen machen richtig Spaß.


    Inzwischen hat Benjamin seine 2. Chance verstreichen lassen, da dachte ich aber zwischendurch, jetzt zieht er seinen Auftrag durch. Aber nein, wieder nicht!
    Nun ist er schon wieder der Verfolgte.
    Würde mich jetzt wirklich interessieren wer da hinter ihm her ist!


    schlumeline , denkst du Sam und ihr Vater könnten wirklich eingeweiht sein?
    Das wäre ja der Wahnsinn.
    Nein das kann ich mir nicht vorstellen.
    Oh man ist das gemein,

    :biene:liest !

    SUB: 01.01.2019: 246

    SLW 2019: 09/10

    gelesen:48/50

  • Spannend geht es weiter und die Geschichte gewinnt langsam an Fahrt.
    Nobody gelingt es tatsächlich ziemlich schnell, Sam auf sich aufmerksam zu machen und wird zur Party am gleichen Abend eingeladen. Besser könnte es eigentlich kaum laufen!
    Als Benjamin dann aber trotz des ganzen Sicherheitspersonals die Chance hat, den Bürgermeister zu töten, zögert er zu lange.
    Mir war schon vorher klar, dass Nobody wegen Sam mit diesem Auftrag an Grenzen stoßen könnte.
    Doch sein kurzes Gespräch mit dem Bürgermeister zeigt ihm eine interessante Persönlichkeit – und dies wird ihm sicher beim 2. Mal bei der Erfüllung seiner Mission im Wege stehen. Der eiskalte Nobody zeigt erste Schwächen, das wird sicher noch sehr spannend seine emotionalen Veränderungen mitzuerleben. :zwinker:


    Sam gefällt mir immer noch sehr gut: eine sehr clevere junge Frau, temperamentvoll, schlagfertig, schön – kein Wunder, dass sie von allen umschwärmt wird.
    Auch wenn man bei ihrer Verabschiedung schon deutlich merkt, dass Sam sich sehr für Ben interessiert und sich da etwas zwischen den beiden anbahnt, wird sie sicher eine echte Herausforderung für Nobody werden, denn so leicht lässt sie sich nicht um den Finger wickeln.
    Die gute Erica, die sich an Ben ranmacht, fand ich allerdings ein bisschen zu übertrieben und klischeehaft dargestellt.
    Mal abwarten, was sich daraus noch entwickeln wird, denn die kleine Eifersuchtsszene zwischen Sam und Erica deutet auf weitere Konflikte hin.
    Recht sympathisch ist auch der Zottelbär Darius, der hoffnungslos in Sam verknallt ist und sicher nie eine Chance außer als GUTER Freund bei ihr haben wird.
    Welch tragische Geschichte wohl hinter Sam's Ex steckt, die ihr das Herz gebrochen hat?
    Etwas gewundert habe ich mich allerdings, dass von vor ein paar Jahren die Rede war – damals waren sie doch noch halbe Kinder!!! :rollen:
    Interessant fand ich auch, dass der Bodyguard intuitiv etwas an Bens Auftreten erkannt hat, das ihn als „ vom Fach“ ausweist.
    Ich frage mich nur, warum er so lange gewartet hat, bis er eingegriffen hat. Das war merkwürdig!


    Sehr gespannt bin ich auch auf den ominöse „Schatten“, der Ben so hartnäckig auf den Fersen ist.
    Eine weitere Organisation, die jemanden auf Ben angesetzt hat?
    Seine „Eltern“ scheinen jedenfalls etwas beunruhigt zu sein!
    Ich freue mich schon darauf, nachher weiter zu lesen! :breitgrins:


  • Er verhält sich zwar sehr konzentriert, aber er kann seine Gefühle nicht mehr so ausblenden wie zu Beginn der Geschichte. Da ist doch etwas auch am Bürgermeister, das ihn davon abhält sofort zu handeln. Vermisst er etwas? Hat er hier einen liebenden Vater gesehen? Beeinflusst ihn die Beziehung zwischen Sam und ihrem Vater?


    Ja, das sind spannende Fragen.
    Mir ist auch aufgefallen, dass ihn die Persönlichkeit und Offenheit von Sams Vater sehr angesprochen hat.
    Vielleicht hat Du wirklich recht, dass ihn da im Arbeitszimmer Flashbacks an seinen leiblichen Vater und seine Kindheit eingeholt haben.

    Zitat


    Wen ich gar nicht einschätzen kann, dass ist der Vater von Benjamin. Die Telefonate die die beiden führen sind mehr als sonderbar und eigentlich interpretiert Benjamin ja nur die Aussagen des Vaters. Aber ist diese Interpretation auch richtig? Was bezweckt diese Organisation wirklich und wenn es schon damals so war, dass er eine Prüfung überstehen musste, die in einem Kampf gegen Mike ausuferte, dann kann das jetzt eine ähnliche Situation sein.


    Die Reaktion des Vaters in Bezug auf den Schatten hat mich auch sehr gewundert.
    Er weiß auf jeden Fall mehr als er Nobody sagen will.
    Ich grübele auch schon die ganze Zeit darüber nach, ob es wirklich ein Wettbewerb sein könnte.
    Dann könnte es ja sogar ein weiterer Killer aus den eigenen Reihen sein, der ebenfalls die gleiche Mission erfüllen soll - nach dem Motto "The Fittest will survive"?.
    Vielleicht soll Nobody aber auch den "Gegner" am Attentat auf den Bürgermeister hindern?
    Also ein Charaktertest wie damals mit seiner "Mutter"?


    Zitat

    Das ist bei mir genauso, aber ich finde es spannend hier ein wenig zu spekulieren. Das ist so ein Buch, wo man mit seinen Vermutungen voll ins Schwarze treffen oder auch völlig danebenliegen kann. Hier ist in meinen Augen alles möglich.


    Das finde ich bei diesem Buch auch total spannend - noch ist alles offen und denkbar! :breitgrins:
    Allerdings: Dies ist schon wieder kein Einzelband und ich kann mir kaum vorstellen, dass Zadoff in diesem Teil schon alles preisgeben wird. :zwinker:

  • Das Buch lässt sich unglaublich schnell verschlingen, ich muss mich schon richtig bremsen. :smile:


    Dieser Zottelbär Darius, ob er wirklich nur ein harmloser Verehrer von Sam ist? Ich kann mir gut vorstellen, dass da noch mehr ist. Vielleicht ist er einer der Sicherheitsleute vom Bürgermeister. Oder aber jemand von der Organisation, der eigentlich ein Auge auf "Benjamin" haben soll...


    Sehr spannend finde ich Benjamins Verfolger, den Schatten. Ich hatte erst auch sofort an jemanden von der Organisation gedacht, aber "Vater" scheint ja genauso überrascht zu sein wie Benjamin. Wenn es nicht nur gespielt ist.
    Ich vermute mittlerweile auch, dass es sich bei diesem Auftrag um einen Test handelt.


    Sam finde ich auch sehr interessant. Sie ist engagiert, mit dem "Loser" der Klasse befreundet und hat ihren eigenen Kopf. Ob sie sich wirklich in Benjamin verliebt hat? Ihre anfängliche Distanz und ihr Misstrauen kann ich jedenfalls gut verstehen. Erst der Verlust ihrer Mutter, dann auch noch dieser geheimnisvolle Ex, der ihr das Herz gebrochen hat. Und natürlich der berühmte Vater - das alles trägt natürlich nicht dazu bei, schnell zu anderen Menschen Vertrauen aufzubauen.


    Die Begegnung mit Sam verändert auch Boy Nobodys Innenleben; er ist nicht mehr so konzentriert und effizient, zögert häufiger und denkt mehr nach. Die Erinnerungen an seine Vergangenheit werden auch immer häufiger. Das wird natürlich vom Programm nicht gewünscht, dass er sich so viele eigene Gedanken macht. Vielleicht ja deshalb der Test.


    Dieser eine Sicherheitsmann scheint wohl etwas zu ahnen. Auf jeden Fall misstraut er Benjamin sehr stark. Er hätte ihn glatt erwischt, wenn er den Bürgermeister in seinem Arbeitszimmer ermordet hätte. Ich bin sehr gespannt, ob Benjamin den Auftrag noch ausführt. Er findet den Bürgermeister ja sehr sympathisch und hat durchaus Skrupel. Aber noch ist er anscheinend gewillt, den Mord durchzuführen.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass diese Firma des Bürgermeisters, GRAM, etwas mit dem Auftrag zu tun hat. Vielleicht soll verhindert werden, dass er wieder die Leitung übernimmt?


    Hm, sehr mysteriös, das Ganze. Ich freue mich schon aufs Weiterlesen. :lesen:

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • Hmm: Wird dieser Auftrag eigentlich so glatt gehen, wie der erste? Wenn man einen 16-Jährigen in die Nähe eines intelligenten, gutaussehenden Mädchens bringt... Oh oh, bei mir wär der Auftrag versemmelt worden. Aber ich hatte weder eine Ausbildung zum Killer *hust* noch sonstwas. Interessant finde ich die Schule, in die Boy Nobody reinkommt, für mich ist das gar keine so untypische Konstellation, dass die vermeintlichen Verlierer/ Zottelbären rund um ein sehr hübsches Mädchen schwirren. Ich glaub nicht, dass Darius irgendwie von einer anderen Organisation kommt. Sind das Geheimdienste? Oder irgendwelche Verbrecher, die irgendwas kontrollieren wollen? War der erste Mord auch an einem Politiker? Muster bitte!...


    Aber schon wieder reichlich unrealistisch, wie schnell er Anschluss findet. Ok, entweder ist da meine eigene Erfahrung zu prägend oder der Typ ist halt zu gut ausgebildet. Und ich glaub: das macht das Buch dann auch für die Jugendlichen interessant. Ich würds gar nicht so für Jugendliche allein sehen wollen, übrigens. Für mich auch sehr schwer, langsam zu lesen.
    Interessanter, einfacher Schreibstil, ok: keine hohe Literatur, aber es unterhält.


  • schlumeline , denkst du Sam und ihr Vater könnten wirklich eingeweiht sein?
    Das wäre ja der Wahnsinn.
    Nein das kann ich mir nicht vorstellen.
    Oh man ist das gemein,


    Eigentlich gehe ich davon nicht aus, aber ich finde es ist eine der offenen Möglichkeiten, die die Geschichte hergibt und wollte das nur als Beispiel anführen, was hier in meinen Augen alles denkbar ist.



    Dieser eine Sicherheitsmann scheint wohl etwas zu ahnen. Auf jeden Fall misstraut er Benjamin sehr stark. Er hätte ihn glatt erwischt, wenn er den Bürgermeister in seinem Arbeitszimmer ermordet hätte.


    Der Sicherheitsmann ist wirklich eine interessante Figur. Ich weiß nicht, ob er nur etwas ahnt oder sogar etwas weiß. In jedem Fall hat er ein feines Gespür für außergewöhnliche Aktivitäten.

    Lesen ist meine Leidenschaft


  • Ich glaub nicht, dass Darius irgendwie von einer anderen Organisation kommt. Sind das Geheimdienste?


    Ich schätze Darius auch als völlig harmlos ein.
    Aber als der Schatten ins Spiel kam, habe ich auch gleich an Geheimdienste denken müssen, weil doch Sams Mutter aus Israel kam.
    Damit käme ja eine spannende Komponente mit ins Spiel ... :zwinker:

    Zitat


    Aber schon wieder reichlich unrealistisch, wie schnell er Anschluss findet. Ok, entweder ist da meine eigene Erfahrung zu prägend oder der Typ ist halt zu gut ausgebildet.


    Allein schon die Tatsache, dass genau an diesem Tag die Party bei Sam im Beisein des Vaters steigt, ist ja ein sehr großer Zufall!
    Du hast schon recht, Nobody kriegt extrem schnell Anschluss - aber er wird bestimmt optisch auch kein Typ Marke Zottelbär sein und ist in psychologischer Hinsicht sicher auch geschult. :breitgrins:


  • Allein schon die Tatsache, dass genau an diesem Tag die Party bei Sam im Beisein des Vaters steigt, ist ja ein sehr großer Zufall!
    Du hast schon recht, Nobody kriegt extrem schnell Anschluss - aber er wird bestimmt optisch auch kein Typ Marke Zottelbär sein und ist in psychologischer Hinsicht sicher auch geschult. :breitgrins:


    Stimmt, das ist schon ein großer Zufall, dass die Party in der Wohnung des Bürgermeisters ausgerechnet an dem Tag stattfindet, an dem Boy Nobody auf der Bildfläche erscheint. Vielleicht sogar ein wenig zu unwahrscheinlich, um wirklich ein Zufall zu sein? Das bestärkt wieder die Theorie mit dem Test und dass Sam und der Bürgermeister eingeweiht sind. Oh, ist das alles undurchsichtig...

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • Das Buch liest sich wirklich extrem flott, ich musste mich am Abschnittsende erstmal zwingen es beiseite zu legen.


    Bei diesem Auftrag ist alles anders. Nicht nur die knappe Zeit und das prominente Ziel, unser "Benjamin" hat zudem noch das Gefühl verfolgt zu werden, und bei seiner Kontaktperson Sam funktionieren seine üblichen Spielchen auch nicht.


    Trotz allem gelingt es ihm dann doch sehr schnell, in die Wohnung des Bürgermeisters vorzudringen. Schon ein arger Zufall, dass ausgerechnet an dem Abend direkt eine Party stattfindet, oder? Ist das nicht noch der gleiche Tag, an dem er an die Schule gekommen ist? Und erzählte er nicht, er fängt immer Mittwochs (oder war es Donnerstag?) an neuen Schulen an? Was für Eltern erlauben ihrem Kind, unter der Woche abends eine Party zu geben?


    Inzwischen haben wir aber noch eine ganze Reihe anderer Personen, allen voran natürlich Sam, dann ihren Beschützer, den Zottelbär, ihre wohl etwas komplexbehaftete Freundin Erica, die dies vehement zu überspielen versucht, dann den Jungen, der verprügelt wurde (Name schon wieder vergessen), etc.
    Bei den Erwachsenen natürlich den Bürgermeister, der sich offensichtlich mit schwerwiegenden Entscheidungen herumplagt (aber warum er in diese Gedanken einen zufällig hereinstolpernden Jugendlichen einweiht, erschließt sich mir nicht, außer er weiß deutlich mehr über "Benjamin" als er eigentlich sollte). Interessant auch der eine Security-Mann, der unseren Attentäter unbewusst als eine Art Kollegen wahrnimmt...


    Sehr interessant finde ich ja, dass ausgerechnet bei diesem Auftrag bei unserm Boy Nobody immer wieder Erinnerungen hochkommen, das scheint ihm ja sonst nicht so zu gehen.
    Und da wird er dann auch anfällig für die Sympathie, die er seinem Auftragsziel gegenüber spontan empfindet. Wobei sich im Nachhinein ja auch herausstellt, dass er erwischt worden wäre, wenn er die Sache da durchgezogen hätte, denn der Bodyguard stand ja schon vor der Tür...

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Der Junge, der verprügelt wurde, heißt Howard. Ich hoffe ja irgendwie, dass dieser Auftrag eher dazu führt, dass dieses eiskalte Morden aufhört und Benjamin oder Boy Nobody Freunde gewinnt. Das wär ja was. So eine Art Bande Jugendlicher gegen den Geheimdienst oder irgendeine Organisation...


  • Der Junge, der verprügelt wurde, heißt Howard. Ich hoffe ja irgendwie, dass dieser Auftrag eher dazu führt, dass dieses eiskalte Morden aufhört und Benjamin oder Boy Nobody Freunde gewinnt. Das wär ja was. So eine Art Bande Jugendlicher gegen den Geheimdienst oder irgendeine Organisation...


    Das finde ich auch eine schöne Vorstellung! :breitgrins:
    Aber es wäre ja schon toll, wenn es Nobody mit Hilfe neuer Freunde gelingen könnte, aus der Organisation auszusteigen, die sich sicherlich nicht "wohltätige" Zielen gesteckt haben.
    In der Regel ist aber solch ein Ausstieg unmöglich ... :sauer:

  • Interessant, interessant...


    Ich bin immer noch ganz fasziniert von den detaillierten Beschreibungen wie z.B. von seiner eingerichteten Wohnung. Sie ist perfekt fein-säuberlich eingerichtet worden. Die ganze Organisation von Boy Nobody arbeitet so unglaublich sauber, dass keiner etwas nachweisen kann. Dass er sich sogar das Bild seiner "Eltern" vom Nachtschränkchen einprägt, falls er sie mal beschreiben soll, finde ich sehr witzig. Aber tatürlich auch sinnvoll, weil ja alles professionell ablaufen muss, damit nichts schief geht. Das ganze finde ich auf jeden Fall sehr interessant.


    Bei dem Verfolger, also dem Schatten, habe ich zu Erst an den Zottelbären gedacht, aber den Gedanken auch schon wieder verworfen, da er vieel auffälliger für Benjamin gewesen wäre und er ihn sofort entdeckt hätte.Ich bin gespannt wer oder was es tatsächlich war.
    Ich glaube aber nicht, dass Darius irgendeine tiefere Bedeutung hat. Ich vermute, dass er "nur" in Sam verliebt ist und deshalb ein Auge auf Benjamin wirft. Aber wir werden sehen :smile:



    Die Begegnung mit Sam verändert auch Boy Nobodys Innenleben; er ist nicht mehr so konzentriert und effizient, zögert häufiger und denkt mehr nach. Die Erinnerungen an seine Vergangenheit werden auch immer häufiger. Das wird natürlich vom Programm nicht gewünscht, dass er sich so viele eigene Gedanken macht. Vielleicht ja deshalb der Test.


    Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Es ist nämlich auffällig, dass er häufiger Erinnerungen an seine Vergangenheit hat und bei einem "perfekten Soldaten", der keine Gefühle hat und nicht zögert, da sind Erinnerungen wohl eher unangebracht. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass es ein Test ist. Und das vermuten Benjamin ja auch.


    Der Sicherheitstyp kommt mir aber auch komisch vor, was war das mit seinem Nicken? Das hat Boy Nobody ja ein wenig aus der Bahn gebracht. Und zum Glück hat er seine erste Chance den Bürgermeister zu töten, nicht genutzt. Dann wäre er auf frischer Tat ertappt worden.



    Allerdings: Dies ist schon wieder kein Einzelband und ich kann mir kaum vorstellen, dass Zadoff in diesem Teil schon alles preisgeben wird. :zwinker:


    Jaa?? Das wusste ich gar nicht? :entsetzt:


  • Trotz allem gelingt es ihm dann doch sehr schnell, in die Wohnung des Bürgermeisters vorzudringen. Schon ein arger Zufall, dass ausgerechnet an dem Abend direkt eine Party stattfindet, oder? Ist das nicht noch der gleiche Tag, an dem er an die Schule gekommen ist? Und erzählte er nicht, er fängt immer Mittwochs (oder war es Donnerstag?) an neuen Schulen an? Was für Eltern erlauben ihrem Kind, unter der Woche abends eine Party zu geben?


    haha stimmt, du hast Recht! Es ist noch der gleiche Tag und es ist mitten in der Woche. Da habe ich ja gar nicht drüber nachgedacht :lachen:

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich kann euch allen nur zustimmen: Das Buch liest sich wirklich wie nichts, wäre ich nicht so viel unterwegs, hätte ich es wohl auch schon durch.


    Ich finde es auch total faszinierend Boy Nobody zu beobachten und dieses doch sehr ausgeklügelte "Programm" zu bewundern. Da gibt es Sicherheits-Apps auf dem Handy, eine komplett eingerichtete Wohnung, die auch noch bewohnt aussieht und v. a. riecht! Und die Telefonate, die er mit "Vater" und "Mutter" führt, finde ich auch absolut perfide. Wenn man nicht weiß, dass die sich eigentlich über Auftragsmorde unterhalten, würde man nie auf die Idee kommen, dass das der Inhalt sein könnte. Es hört sich echt jedesmal so an, wie wenn Vater oder Mutter mit ihrem Sohn telefonieren. Spannend.


    Gleichzeitig finde ich es total spannend, was für eine irre Ausbildung Boy Nobody haben muss. So gut, wie er Menschen "lesen" kann, auf Körpersprache etc. achtet und auch noch weiß, wie er reagieren muss. Krass! Wenn nicht immer wieder diese Momente werden, wo er sich an früher erinnert oder ein leichtes ziehen in der Brust spürt, würde ich echt denken, ich erlebe einen Roboter. Gleichzeitig kommt er aber bei anderen so "menschlich" normal an, dass er sofort die Aufmerksamkeit doch so weit auf sich zieht, dass die Mädels sich schon fast um ihn streiten. Und auch Sam hat er genau richtig behandelt. Echt erschreckend, wenn man das so liest.



    Der Sicherheitstyp kommt mir aber auch komisch vor, was war das mit seinem Nicken? Das hat Boy Nobody ja ein wenig aus der Bahn gebracht. Und zum Glück hat er seine erste Chance den Bürgermeister zu töten, nicht genutzt. Dann wäre er auf frischer Tat ertappt worden.


    Ja, der Sicherheitstyp hat "Benjamin" wohl doch etwas zumindest durchschaut. Zumindest scheint er ihn auffällig zu finden, sonst hätte er ihm ja nicht so omniös zugenickt und würde dann "plötzlich" direkt vor der Tür vom Bürgermeister stehen... Ob er wohl der Verfolger ist? Aber das kann ja nicht sein. Aber wer ist dann der Verfolger?
    Interessieren würde mich ja auch, warum der Bürgermeister überhaupt getötet werden soll. So wie es sich anhört, ist seine Amtszeit ja eh bald beendet, also warum ihn noch töten? Macht doch eigentlich keinen Sinn, oder?


    Fragen über Fragen!


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)


  • Ich finde es auch total faszinierend Boy Nobody zu beobachten und dieses doch sehr ausgeklügelte "Programm" zu bewundern. Da gibt es Sicherheits-Apps auf dem Handy, eine komplett eingerichtete Wohnung, die auch noch bewohnt aussieht und v. a. riecht! Und die Telefonate, die er mit "Vater" und "Mutter" führt, finde ich auch absolut perfide. Wenn man nicht weiß, dass die sich eigentlich über Auftragsmorde unterhalten, würde man nie auf die Idee kommen, dass das der Inhalt sein könnte. Es hört sich echt jedesmal so an, wie wenn Vater oder Mutter mit ihrem Sohn telefonieren. Spannend.


    Oh ja, das finde ich auch immer wieder spannend zu lesen, wie gründlich und professionell das Programm arbeitet. Die Ausbildung scheint auch hammerhart zu sein, so professionell wie Boy Nobody sich mit seinen sechzehn Jahren schon verhält. Besonders wenn man bedenkt, dass er erst seit vier Jahren dabei ist...

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • Hallo zusammen,


    das Buch fasziniert mich zunehmend, denn der Stil gefällt mir wirklich gut: die kurzen Kapitelchen mit dem einleitenden Überschriften machen die Lektüre irgendwie schnell und prägnant. So habe ich das noch nie zuvor gelesen... Nach wie vor gibt mir die Story Rätsel auf: wer sind die 'Eltern' des Ich-Erzählers, was ist ihre Motivation? Sie bezeichnen ihre Vollstrecker als Patrioten, deshalb überlege ich natürlich, ob sie für irgendeine Regierungsorganisation arbeiten - andererseits kann ich mir die Methoden einfach nicht vorstellen, vor allem, dass ein 12jähriger so 'angeworben' und geschult wird.
    Auch die Szene, über die der Ich-Erzähler nachdenkt, mit der letzten Begegnung mit seinem wirklichen Dad, ist wirklich schockierend und zugleich rätselhaft. Was kann der Vater bloß falsch gemacht haben, dass sie ihm die Zukunft seines Sohnes noch einmal vor Augen führt bevor er getötet wird?
    Und dann Sam. Sie gefällt mir, weil sie einen eigenen Kopf hat und ziemlich straight auftritt. Aber auch ihr Vater verursacht bei mir nur Fragezeichen: er wirkt auf mich relativ entspannt und überhaupt sehr freundlich. Zudem denke ich, dass nach Sams Äußerungen, der Vater ein Demokrat ist - was kann der Feindliches planen, dass er so umgebracht werden soll? Vor allem auch noch so dringend? Puh, ich habe keinen blassen Schimmer, wie und wo die Zusammenhänge sein können.
    Die technischen Möglichkeiten von Boy Nobody sind natürlich ein wenig übertrieben und wirken fast schon ein bisschen 007-mäßig, finde ich. Alleine diese gewöhnlichen Portale, hinter denen irgendwelche Sonderfunktionen stecken... Aber die Art und Weise der Kommunikation gefällt mir: die kleinen Hinweise während der Telefonate und dann die versteckten Hinweise bei Youtube, Facebook und so weiter.
    Jetzt bin ich vor allem gespannt, wie der Ich-Erzähler weiter vorgeht, denn ich habe erstmals das Gefühl, dass zum ersten Mal Skrupel entstehen könnten. Denn der Bürgermeister New York Citys scheint ja wirklich ganz sympathisch zu sein und erwachsen mit ihm zu sprechen. Zumal er natürlich wahnsinnig gut geschützt ist. Was hat es mit dem einen Personenschützer auf sich? Warum nickt er bei der ersten Begegnung?


    Liebe Grüße
    dubh

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Ob er je wieder so eine tolle Chance bekommt? Ich bezweifle es ja stark aber mal sehen.


    Sam finde ich toll, sie sagt was sie sich denkt und das gefällt mir. Auch ihren Vater finde ich nett, warum soll er bloß ausgeschaltet werden? Ich hoffe das erfahren wir noch.


    Alles in allem finde ich das Buch bisher gut. Später werde ich mir alle Beiträge mal durchlesen und schauen was ihr zu dem Buch sagt.


    Katrin