Ja geht das denn?

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Es gibt 288 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Saltanah.

  • Knie um 90° anwinkeln, kenne ich. 180° bedeutet vielleicht, dass derjenige sich auf seine Fersen gesetzt hat. Kalumas Beschreibung klingt natürlich viel :rollen:

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.


  • Das war auch mein erster Gedanke, aber 180 Grad sind das trotzdem noch nicht ganz :breitgrins:


    All dies ging mir auch durch den Kopf, aber wenn jemand sich auf die Fersen setzt, sind es tatsächlich noch lange keine 180°, und warum dann so eine genaue Zahl nennen? Ich vermute eher, jemand hat 180° mit 90° verwechselt.


    Irgendwoanders las ich neulich, dass jemand, ich weiß nicht mehr ob im übertragenen Sinne oder mit dem Auto/zu Fuß, eine 360°-Wende machte. Kann man machen, ist aber nicht sehr sinnvoll :breitgrins: - Vielleicht war es ein Schnitzer in diesem Sinne. Das Hörbuch war sowieso voll von merkwürdigen Formulierungen, so als hätte ein Übersetzungsprogramm es aus dem Englischen übersetzt, z.B. kam da auch sowas vor wie "er überhörte ein Gespräch im Nebenraum". :rollen:

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.


  • Das war auch mein erster Gedanke, aber 180 Grad sind das trotzdem noch nicht ganz :breitgrins:


    Schriftstellerische Freiheit? Zumindest hat das mal eine Autorin zu mir gesagt, als ich sie auf einen Schnitzer im Buch hingewiesen habe.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Schriftstellerische Freiheit in allen Ehren - manche Dinge sind einfach Quatsch. Oder, wie im Fall von "er überhörte ein Gespräch im Nebenraum", schlechte Übersetzung. "To overhear" heißt nicht "überhören", sondern "mithören".

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)





  • Schriftstellerische Freiheit? Zumindest hat das mal eine Autorin zu mir gesagt, als ich sie auf einen Schnitzer im Buch hingewiesen habe.


    Naja, da wollte sie wohl nicht zugeben, dass ein Fehler gemacht wurde und hat dich angezickt.


  • Schriftstellerische Freiheit?


    Das war der Grund, warum ich leserunden.de verlassen habe. Bei mir als Physiker ist da irgendwo im Hinterkopf ein Männlein, das die Story auf physikalische Plausibilität abklopft. Und Gold ist so ein beliebtes Sujet, bei dem das Gewicht total unterschätzt wird. Als ich dem Autor vorrechnete, was da sein Held so zu schleppen hätte, wurde daraus künstlerische Freiheit. Selbst in einer SF Story kann ich das nicht akzeptieren.

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym, 2001

  • So ähnlich ging es mir damals auch bei der Autorin und ihrer schriftstellerischen Freiheit. Ich war in dem Thema, um das es ging schon tief drin. Sie eigentlich auch und trotzdem hat sie es sich zurecht gebogen. Dazu noch ihr Kommentat und den nächsten Teil ihrer Reihe habe ich mir geschenkt.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Das war der Grund, warum ich leserunden.de verlassen habe. Bei mir als Physiker ist da irgendwo im Hinterkopf ein Männlein, das die Story auf physikalische Plausibilität abklopft. Und Gold ist so ein beliebtes Sujet, bei dem das Gewicht total unterschätzt wird. Als ich dem Autor vorrechnete, was da sein Held so zu schleppen hätte, wurde daraus künstlerische Freiheit. Selbst in einer SF Story kann ich das nicht akzeptieren.


    Bin kein Physiker, aber auf der Enterprise groß geworden. Und wenn ich von magischmystischer Überlichtgeschwindigkeit lese, die durch Psifaktoren und Gerödel erreicht wird, dann mag ich das Buch auch nicht mehr. Gleiches gilt für andere unmögliche Dinge.


    Als in meinem aktuellen Schmöker jemand auf nahezu-Lichtgeschwindigkeit beschleunigt hat, es auf dem Raumschiff in dem Moment keine Schwerkraft gab und niemand auch nur ein geplatztes Gefäß oder ein bisschen Ruckeln verspürte, war ich schon kurz vorm Abbrechen. Kurz vorher hatte in Schwerelosigkeit jemand auf den Boden gespuckt und "der blutige Fleck klebte am grauen Metall" - was hat der bloß gegessen, dass das so klebt und nicht in kleinen roten Bläschen durch die Gegend wabbelt... :gruebel:

  • In Geheimer Ort hört man Fledermäuse schreien. Wenn ich sie bis jetzt gehört habe, haben sie immer gefiept, geschrieen noch nicht. Weiß jemand, ob sie das tatsächlich machen?

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Fledermäuse rufen beim Flug ständig, um sich zu orientieren. Das ist für Menschen allerdings nicht hörbar (außer mit einem Fledermausdetektor). Wenn man sie ärgert, zierpen/fiepsen sie auch mal für uns hörbar. Das war's aber auch schon. Deshalb finde ich es in Filmen auch immer lächerlich - wenn da jemand in eine Höhle geht, ist die Chance groß, dass ihm lautstark ein Schwarm Fledermäuse entgegen kommt.

  • Zank: ich habe in einem Urlaub in Australien eine Kolonie Flughunde vorbeifliegen sehen. Die waren ziemlich laut. Deshalb kann es schon sie in einer Höhle klingen, als ob sie schreien. Aber die kleinen Fledermäuse, die es hier gibt, sind zu leise. Da stimme ich dir zu.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Danke, wieder was gelernt :winken:

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Die Männer steckten alle in denselben Stiefeln.


    Nicht eher in den gleichen Stiefeln? Ich hab jetzt die ganze Zeit das Bild einer Horde Männer vor Augen, deren Füße alle in einem einzigen Paar Stiefel stecken. Das ist doch sicher total unbequem ^^

    LG, Dani


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  • Die müssen dann wirklich unglaublich gerne Kuscheln ^^

    Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

  • Ach ... der Unterschied zwischen "derselbe" und "der gleiche" ist mehr akademisch. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind das Synonyme. Dasselbe gilt übrigens für "scheinbar" und "anscheinend". Auch da gibt es den Unterschied nur für selbsternannte Sprachschützer...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Stellt euch mal folgende Situation vor:

    Der Ich-Erzähler kehrt nach langer Zeit (Monate? Jahre?) zu seinem völlig ausgebrannten Stoffladen zurück und stellt fest, dass dort nichts zu retten ist. Aber dann fällt ihm ein: "Das Kellergeschoss. Das Kellergeschoss."

    Er schlägt also die Luke kaputt, die den Keller verschließt, geht die Treppe runter und findet dort alles unversehrt vor. So weit, so gut. (Außer dass ich mich frage, aus welchem Material die Luke gemacht ist, dass sie dem Feuer so total widerstehen konnte, dass sie den Keller staubdicht verschlossen hielt, aber mit einem rumliegenden Stück Metall zerschlagen werden konnte.)


    Jedenfalls geht er die Treppe runter, sieht sich um und konstatiert:

    "Alles stand an seinem rechten Platz. Es war genau wie es zu sein pflegte, wenn ich am Abend den Blick herumschweifen ließ, nachdem ich das Licht gelöscht und die Fallluke verschlossen hatte."


    Er hat also allabendlich durch die verschlossene Luke in einen lichtlosen Keller geblickt, vermutlich um zu kontrollieren, dass auch alles in Ordnung ist. :hm:  :rollen:


    Entweder der Erzähler hat übernatürliche Kräfte, oder die Übersetzung (oder das Original) ist Schrott.


    (Aus Hoda Barakat - Vattenplöjaren; meine Übersetzung.)

    Wir sind irre, also lesen wir!