Lucie Flebbe - Das Monster (KrimiSnack)

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    Auf Leserunden.de gibt es ab dem 24.01. einen kleinen Snack für den Hunger zwischendurch. :zwinker: , denn wir starten die autorenbegleitete Leserunde zu Lucie Flebbe - Das Monster (KrimiSnack)


    Amazon-Kurzbeschreibung: Manchmal muss es nicht der dicke Schinken sein. Lieber was Kleines, Appetitliches als Lesefutter für Zwischendurch. Eine wohlschmeckende Delikatesse zum Genießen auf der Parkbank, am Strand, im Schwimmbad, im Zug oder als Betthupferl. Den Gaumen kitzeln soll es, den Heißhunger stillen, den Appetit befriedigen. Und spannend sein. Die Lösung: der ars vivendi KrimiSnack! Renommierte Autoren haben packende Kriminalerzählungen geschrieben: Literarische Glanzstücke von Friedrich Ani, Jörg Steinleitner, Lucie Flebbe und Jan Beinßen in der Länge einer dreistündigen Bahnfahrt eröffnen die Reihe handlicher Bändchen, die man gerne mitnimmt und die am besten sofort verschlungen werden wollen vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Der Luxushappen unter den Krimis. Mörderisch lecker eben.
    Seit sie denken kann, wird Kriminalkommissarin Tessa Schwarz von grausigen Visionen verfolgt. Als sie nach der Geburt ihrer Tochter wieder ins Berufsleben einsteigt, werden die Bilder zu einem allgegenwärtigen Problem. Bei einer Zeugenbefragung lernt sie Merle kennen, die offenbar von ihrem krankhaft eifersüchtigen Mann häuslich misshandelt wird. Trotzdem weigert sich Merle, das »Monster« anzuzeigen. Der Fall geht Tessa sehr zu Herzen, und sie gerät durch den schweren Balanceakt zwischen dem Dasein als Mutter, Ehefrau und Polizistin immer mehr aus dem Gleichgewicht. Als dann Merles Fall eskaliert, muss Tessa sich ihrem ganz persönlichen Monster stellen …


    Wer nun ein bisschen Appetit verspürt ist gerne eingeladen, spontan noch mit uns zu essen .... äh lesen. :winken:

  • Kriminalkommissarin Tessa Schwarz wird seit der Geburt ihres Kindes von schrecklichen und lebendigen Visionen heimgesucht. Als Kind hatte sie ebenfalls diese Hallzuinationen, die aber dann verschwanden und sie jahrelang in Ruhe gelassen haben. Während ihr Freund Tom in der Elternzeit ist, steigt sie wieder in ihren Beruf ein, trotz der Visionen, die jederzeit auftauchen können. In ihrem ersten Fall geht es um einen Fall von möglicher häuslicher Gewalt: eine Nachbarin hat den Mann der jungen Merle Kellermann angezeigt wegen des Verdachts, daß er seine Frau verprügelt. Merle streitet jedoch alles ab, während Tessa sich sicher ist, daß Charly Kellermann gewalttätig ist.


    Meine Meinung:
    Da ich kein großer Freund von Kurzgeschichten bin, bin ich meist bei Büchern mit gut 100 Seiten etwas skeptisch. Aber bei einem Büchlein von Lucie Flebbe hat sich mir die Frage nicht gestellt, da ich ihre anderen Kriminalromane um Lila Ziegler und Ben Danner sehr gerne lese. Als erstes fällt das kleine Format des Büchleins auf, das kleiner als ein Taschenbuch ist, mit einer Lasche geschlossen werden kann und damit beinahe ein Büchlein für die Hosentasche ist.


    Der Leser wird direkt in die Handlung geworfen und bekommt die nächsten 116 Seiten eine spannende und nachdenkliche Geschichte serviert. Die Autorin legt geschickt mehrere falsche Spuren, denen ich blindlings gefolgt bin, außerdem hält sie einige überraschende Wendungen parat. Das Ende erfolgt wie ein Paukenschlag und hat mich als Leser nachdenklich zurückgelassen. Auch noch Tage später hat mich der Inhalt beschäftigt, ob die Entwicklung hätte anders verlaufen können und was dafür notwendig gewesen wäre.


    Trotz der geringen Seitenzahl hat die Autorin die Charaktere sehr liebevoll und detailliert beschrieben, und ihre Entwicklungen bzw. wahren Eigenschaften werden nach und nach freigelegt.


    „Das Monster“ ist eher ein psychologischer Krimi, der nicht durch Blutrünstigkeit besticht, sondern eher durch das raffinierte Verschmelzen von Tessas Leben mit Merles Schicksal.


    Ich bin von dem KrimiSnack positiv überrascht und bin auf weitere Snack sehr gespannt.


    4ratten

    Liebe Grüße

    Karin

  • Hier ist noch mein Eindruck:


    Inhalt
    Kriminalkommissarin Tessa kehrt nach einem Jahr Elternzeit wieder an ihren Arbeitsplatz zurück, allerdings nicht mehr in die Mordabteilung, sondern die Abteilung für häusliche Gewaltverbrechen. In ihrem aktuellen Fall hat sie mit der jungen Frau Merle zu tun, die nach Tessas Meinung von ihrem Mann geschlagen wird, auch wenn diese es abstreitet. Bei den Ermittlungen wird Tessa immer wieder von Monstererscheinungen heimgesucht und auch zuhause lassen diese Visionen nicht nach. Zuletzt quälten sie diese Monster in ihrer Kindheit und sie glaubte eigentlich, diese Phase sei damals überwunden worden. Warum erscheinen diese Monster seit einiger Zeit wieder? sie Ist sie vielleicht doch überfordert von ihrer selbst erwählten Doppelbelastung als berufstätige Mutter in einem aufreibenden Job? Tessa macht einfach weiter, aber die Monster werden in der Zwischenzeit immer bedrohlicher...


    Meine Meinung
    KrimiSnack. Allein dieses Wort hat mich neugierig gemacht auf die kleine Geschichte. Eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten habe ich den Krimi trotzdem gelesen, da ich die Krimireihe der Autorin über die Detektivin Lila sehr liebe (und etwas länger als eine Kurzgeschichte ist es ja doch). Ich war also sehr gespannt, ob auf recht kurzer Strecke eine spannende Handlung aufgebaut werden kann.


    Es kann! Ich hatte überhaupt nicht das Gefühl, dass etwas fehlt und auch das Ende war für mich ein runder Abschluss. Ein unerwarteter und damit überraschender Paukenschlag, der aber keiner weiteren Worte bedurfte. Vielleicht hätte man in einem Krimi „normaler“ Länge noch ein paar Nebenstränge eingebracht oder ein paar Nebenfiguren mehr Platz gegeben, aber das ist gar nicht nötig. Der Kern der Geschichte ist hier nach meinem Empfinden getroffen und spannend erzählt worden. Alles andere wäre schmückendes Beiwerk.


    Trotz der Kürze wurden die Figuren aber auch hier wieder sehr lebendig geschildert. Wie auch in ihren anderen Krimis bekommen sie schnell eine ganz besondere Persönlichkeit, nicht nur die Hauptperson, sondern auch die Nebenfiguren werden liebevoll dargestellt. Auch wenn wir durch die gewählte Ich-Form und das Präsens natürlich ganz nah an der Figur Tessa dran sind und ihre Entwicklung damit ganz direkt mitbekommen.


    Die Handlung ist spannend und bietet einige unerwartete Wendungen. Selbst, wenn man ahnen sollte, worum es geht, folgt man schnell mal falschen Fährten und wird noch überrascht. Mir ging es zumindest so. Auch bietet die Geschichte Raum zum Nachdenken, was ich daran merkte, dass mir der Schluss noch eine ganze Weile nachhing.


    Es hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, diesen Snack zu mir zu nehmen. Und gerade, wenn man mal nicht so viel Zeit oder Muße für große Geschichten hat, bietet sich dieses Büchlein an. Für eine längere Zugfahrt ist das kleine Format zudem sehr praktisch. Es passt in die Jacken- oder Handtasche hinein und hat sogar eine Lasche zum Verschließen.


    5ratten

  • Tessa Schwarz ist nach der Schwangerschaftspause wieder in ihren Beruf als Kriminalbeamtin zurückgekehrt. Ihr Mann kümmert sich währenddessen rührend um ihr gemeinsames Töchterlein und alles könnte wunderbar sein. Doch zum einen ist Tessa nicht auf ihre alte Stelle in der Mordkommission zurückbeordert worden, sondern muss sich nun gemeinsam mit einem wenig beliebte Kollegen, der sie noch dazu als Mentor betreut, um die ungeliebten Fälle von häuslicher Gewalt kümmern. Für die ehrgeizige und vor ihrer Schwangerschaft sehr erfolgreiche Tessa ein klarer Rückschritt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie seit der Schwangerschaft immer wieder gruselige Visionen hat, in denen sie von einem Rattenmonster verfolgt wird. In eine Stadt wie Hameln tauchen zwar überall Ratten auf, aber im Kopf einer Kripobeamtin haben solche Halluzinationen doch nichts zu suchen! Tessa hat Angst, sich jemandem anzuvertrauen, denn sie fürchtet natürlich, dass sie sich dann endgültig von ihrem Job verabschieden kann. Noch dazu haben sie und ihr Partner nun auch einen speziellen Fall. Die junge Merle scheint von ihrem Mann misshandelt zu werden, auch wenn sie selbst das leugnet. Tessa ist fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden und Merle zu helfen, doch ist sie dazu momentan überhaupt in der Lage?


    Ich kenne die Autorin Lucie Flebbe von ihrer Reihe um Lila Ziegler und Ben Danner. Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, aber hier war ich dann doch neugierig und wurde auch nicht enttäuscht, der Inhalt war auch auf wenigen Seiten spannend und ausführlich genug.


    Das Format des Krimi-Snacks hingegen ist nicht so wirklich mein Geschmack. Einerseits durchaus hübsch und lustig gemacht, mit der Verschlusslasche, ist es schon ein Hingucker und praktisch für unterwegs. Dennoch bevorzuge ich lieber ein normales Buchformat, aber ich denke, das ist Geschmackssache und ich kann mir den Krimi-Snack auch durchaus gut als kleines Geschenk oder Mitbringsel für Bücherfreunde vorstellen.


    4ratten

    LG, Dani


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