Jeffrey Archer - Paths of glory (Berg der Legenden)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link

     

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link


    Inhalt
    Nach dem Scheitern der ersten Expeditionen 1921 und 1922 versuchte die Royal Geographic Society gemeinsam mit dem
    Mount Everest Committee erneut, den Gipfel zu bezwingen. Der Leiter war George Mallory, der schon 1922 dabei war. Gemeinsam mit Andy Irivine unternahm er den dritten Versuch bei dieser Expedition. Nachdem die beiden Männer auf 8500 Meter noch einmal gesichtet wurden, verschwanden sie in den Wolken. Sie kamen nie zurück. Erst 1999 wurde Mallorys Leiche gefunden. Irvine wurde nie gefunden, obwohl eine chinesische Gruppe schon Jahre vorher die Leiche eines englischen Bergsteigers gefunden hatte, von dem man annimmt, dass es Irvine ist.


    Meine Meinung
    Das Buch beginnt, als die Leiche George Mallorys gefunden wird. Sie ist gut erhalten, aber eine sehr wichtige Sache fehlt: das Bild von Ruth, das Mallory auf dem Gipfel aufstellen wollte.


    Auf den ersten Seiten war ich mir nicht sicher, ob ich das Buch weiterlesen wollte. George Mallory war ein faszinierender Mann, aber seine frühe Jugend war sehr langweilig. Er ist schon früh geklettert, oft ohne nachzudenken und mit viel zu großem Risiko. Seine Familie war typisch für die damalige Zeit: der Vater war Pastor, die Söhne sollten aufs College und die Mädchen... warten bis ein passender Ehemann kommt.


    Und gerade da hat George angefangen, mich zu interessieren. Er ergreift Position für seine Schwestern und fragt, warum sie nicht die gleichen Chancen bekommen sollten wie ihre Brüder. Für ihn gibt es mehr als nur die Berge, auch wenn es ihm gerade in jungen Jahren sehr schwer fällt, auch etwas anderes in seinem Leben zuzulassen.


    Das ändert sich, als er Ruth kennenlernt. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick und er läßt nichts unversucht, um sie davon zu überzeugen, dass er der Richtige ist. Nicht, dass er viel Überzeugungsarbeit gebraucht hätte.


    Ruth hat es schwer mit ihrem Mann. Egal, was er macht, er ist immer mit ganzem Herzen dabei. Ob als Bergsteiger, Lehrer oder auch als Soldat: immer bringt er sich voll ein. Auch als die gemeinsamen Kinder auf die Welt kommen, kann er von seinem Traum keinen Abschied nehmen. Erst auf der ersten Expedition fällt ihm die Trennung von Ruth so schwer, dass er seinen Traum aufgegen will. Und was macht sie? Anstatt glücklich zu sein, dass er sicher bei ihr daheim ist, überredet sie George, bei der letzten Expedition mitzumachen.


    Ich habe mich beim Lesen oft gefragt "was wäre wenn..."... Wenn sich Finch besser benommen hätte und auf die letzte Expedition hätte mitgehen dürfen. Schließlich hat selbst George gesagt, dass er der liebste Seilpartner war. Wenn der Sherpa, dem George so vertraut hatte und den er eigentlich auf den Gipfel mitnehmen wollte, nicht ums Leben gekommen wäre. Wenn er nicht einen Teil seines Proviants vergessen hätte... hätte all das ausgereicht, um die beiden auf den Gipfel und heil wieder zurück zu bringen?


    Die Frage, wer der erste Mensch auf dem höchsten Gipfel der Welt war, ist noch nicht beantwortet. Vieles spricht gegen Mallory und Irvine, aber auch vieles dafür. Ich würde es den beiden wünschen, dass sie gestorben sind, nachdem sie sich ihren großen Traum erfüllt haben.


    Ich muss sagen, dass ich noch nie so froh war, ein Buch nicht abgebrochen zu haben.
    5ratten


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Being alone isn't something to endure - it's something to relish.