01 - Anfang bis Seite 64 (einschl. Kapitel 3)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • Zitat


    Ah, die Mutter! Natürlich. Wieso habe ich nur angenommen, dass sie nicht da war? Aber das ist einleuchtend. Hat sie dann zugestimmt ihr letztes Kind gehen zu lassen? Dann würde mich jetzt aber brennend interessieren, was die Dame ihr ausrichten ließ.


    Erstens dass wäre sehr Interessant zu wissen und ist der Junge unter den 9 Toten oder sind es andere Kinder und ja das könnte ganz schön greulich sein, allerdings gibt es die Variante das es Doppelgänger sind also hüllenlose Puppen, die sie nachstellen und nur zwietracht zwischen dem Bündniss zu schaffen was wie man ja sieht schon erste resultate im rathaus nach sich zieht.
    Z.B. das einer den Krieg zwischen zwei Parteien anstiftet und dann jeder auf den anderen losgeht bis Partei drei alles hat.


    Aber ist nur so eine Idee...


    Bartholomew liegt auf dem Dachboden.
    Er sieht immer noch die Dame vor seinen Augen obwohl sie schon längst mit dem Nachbarsjungen weg ist, der ihr gefolgt ist.


    Bartholomew schleicht sich zum Nachbarhaus und entdeckt den Kreis und auch nach anfänglichem Grübel erfährt er schneller als ihm lieb ist was dann passiert...

    Einmal editiert, zuletzt von Solara300 ()

  • Awww..Yanni..nein, lach, ich habe auch diese ausschweifende Fantasie, deswegen verselbstständigte sie sich
    auch gleich, als ich deinen "Obduktionsbericht" las..
    Ich musste eben doch laut schmunzeln.. :zwinker:
    Aber was die Mutter Buddelbinster betrifft, glaube ich kaum, das sie zugestimmt hätte, wenn sie eine Wahl gehabt hätte.
    Liebe Grüße, SABO, :trost:
    Solara, ja das habe ich mir natürlich auch überlegt, ich glaube, die Chancen für den armen kleinen Dornenkopf stehen nicht gut..
    :sauer:
    Bis später, Garten ruft, die Sonne scheint, hoffentlich sehe ich jetzt nicht lauter "Seltsame" zwischen Dornen und Gestrüpp.
    :boah:

  • Ich habe die erste 3 Kapitel eben auch beendet und bin sehr angetan von der Geschichte bisher. Steampunk ist eigentlich gar nicht so mein Genre, aber das hier empfinde ich auch nicht als klassischen Steampunk. Wobei ich den auch nicht wirklich definieren könnte :redface:


    Der Prolog ist schrecklich. Krieg ist immer schrecklich. Und die Vorstellung von Elfen und Feen, die gegen Menschen kämpfen, ziemlich unheimlich. Und traurig, dass am Ende doch die pure Waffengewalt siegt.


    In den ersten Kapiteln scheint sich die Lage dann aber beruhigt zu haben. Ein Sidhe ist immerhin Justizminister. Allerdings wirkt das ganze Parlament auf mich nicht sonderlich tatkräftig. Naja, Politiker halt :breitgrins:
    Mr. Jelliby ist irgendwie putzig, aber etwas weltfremd und bequem. Ich bin gespannt, was für eine Rolle er noch spielen wird.


    Bartholomew ist ein neugieriger Junge und diese Neugier wird ihm zu Verhängnis. Erst beobachtet er diese fremde Frau und dann muss er auch noch in ihren komischen Pilzkreis springen, der wohl eine Art magisches Portal ist.
    Schade, dass er so in Panik gerät und nicht abwartet, wer da ins Zimmer kommt.
    Ich bin mir gar nicht sicher, ob die Pflaumen-Dame wirklich böse ist. Natürlich ist so ein Gruselgesicht am Hinterkopf nicht gerade vertrauenerweckend, aber vielleicht wollte sie den Nachbarsjungen auch nur aus seiner traurigen Lage herausholen, er hatte ja nun wirklich nicht viel Hoffnung auf ein schönes Leben bei seiner Familie, so traurig das ist. Genausogut könnte sie natürlich auch eine Hexe sein und kleine Kinder fressen :breitgrins: , noch wissen wir es nicht.

    LG, Dani


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  • Jelliby..wird nie ein guter Politiker werden, weil er zu nett ist.. aber macht totzdem am liebsten Augen und Ohren zu..
    :verlegen:

  • Hallo zusammen,


    das Buch sieht nicht nur gut aus, es lässt sich auch wunderbar lesen. Bisher stelle ich mir die ganze Zeit beim Lesen vor, dass es wie gemacht ist um von Tim Burton verfilmt zu werden.


    Unglaublich, wie kann man in so jungen Jahren so ein Buch schreiben, wo kommen die Ideen her?


    Zum Inhalt muss ich wohl nichts mehr schreiben, dass habt ihr wohl schon zur Genüge getan (ich werde die Kommentare gleich lesen), aber mir ist bisher nicht so ganz klar ob Elfen und Feen nun unterschiedliche Wesen sind oder nicht. Na mal schauen.
    Spannend finde ich irgendwi, dass die Feen und die Menschen begonnen haben Familien zu gründen. Aber warum mag man ihre Kinder nicht? Wir werden es wohl noch erfahren.
    Wir werden wohl auch noch erfahren, was damals in Barth geschehen war. Wurde damals irgendwas verschlossen, so dass die Feen nicht mehr zurück können? Warum sind sie überhaupt in England gelandet?
    Und warum wird keiner wahnsinnig wenn alle 5 Minuten ein Glöckchen läutet?

  • Als ich eben noch mal über die Sitzung des Staatsrates nachdachte, fiel mir ein, dass Mr. Lickerish bevor er mit seiner Rede begann eine Hand in die Tasche steckte und nach etwas fingerte, worauf Jelliby den Eindruck hatte es würde nach Erde riechen. Ich frage mich, ob der Elf irgendwelche Kräuter zerrieben hat, die die Stimmung der Politiker beeinflusste.



    Zum Inhalt muss ich wohl nichts mehr schreiben, dass habt ihr wohl schon zur Genüge getan (ich werde die Kommentare gleich lesen), aber mir ist bisher nicht so ganz klar ob Elfen und Feen nun unterschiedliche Wesen sind oder nicht.


    Das habe ich mich auch schon gefragt. Ist Fee nun der Überbegriff für alle Wesen, egal ob Elf, Kobold, Gnom etc. oder sind das ganz unterschiedliche Wesen. Weil anfangs mal vom Feenreich die Rede war.


  • Der Prolog


    Ich finde den Anfang sehr mysteriös und man kann sich wirklich in Fragen wieder finden, was soll das mit den Federn und warum hat man Bath das letzte mal so gesehen, was passiert so schreckliches das Menschen verschwinden und nur noch ein Trümmerfeld da bleibt.
    Es fesselt mich vom ersten Moment an und auch das jetzt die Elfen darin integriert sind macht Neugierig auch der Schlusssatz des Prologs das die Sidhe mit allen Waffen vertraut waren, weshalb wollen Sie Krieg, den Platz wieder erobern da Sie vor den Menschen da waren. Oder wollen Sie die Spezies Mensch vernichten Stück für Stück...


    Das frage ich mich auch. Ist der Prolog eine Vorgeschichte? Warum sind die Feen aus ihrer Welt in die Welt der Menschen eingedrungen? Hat der Mensch ihre Welt bedroht? Es fehlt uns das Motiv.

  • Für mich war der Angriff auf Bath (und ganz England) ein Übernahmeversuch der Elfen. Grund? Seit wann hätte man einen Grund gebraucht, um einen Krieg zu beginnen? Man will mehr Macht, ein größeres Territotium... Ich denke mal, dass das für die Elfen gilt wie für die Menschen. Nun ging es nicht ganz so, wie es sich die Elfen gedacht hatten. Ihr Angriff wird zurückgeschlagen und dann geht es ihnen, wie es den Verlierern eines Krieges üblicherweise geht, nämlich ziemlich übel.


    Die Frage ist natürlich, wieso sie sich nach dem misslungenen Versuch nicht wieder in ihr eigenes Reich zurückziehen. Dazu sagt Mr Lickerish, der hochelfische Parlamentsvertreter, dass die Elfen nicht zurückkehren können: "The road home has vanished, the door is closed." Das wäre eine Erklärung, aber ob man Lickerish glauben kann? Er manipuliert (verzaubert) ja die anderen Parlamentsmitglieder, die anscheinend die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Verzauberungen vernachlässigt haben. (Jelliby empfindet die eiserne Uhr von Lord Locktower, der sich gegen Lickerish ausspricht, als altmodisch - und dabei ist Eisen ja ein bekanntes Gegenmittel gegen Elfenzauber.)


    Dafür, dass Lickerish vielleicht doch die Wahrheit spricht, könnte ein Satz aus dem Bericht des Wissenschaftlers aus dem Prolog sprechen: Der Wissenschaftler spricht von "a long shadowy highway dissolving in a wisp of ash", meiner Meinung nach die Straße, auf der die Elfen gekommen sind. Haben sie hinter sich sozusagen "die Brücken abgebrochen" und so den Rückweg versperrt? Oder ist vielleicht das Elfenreich seinerseits von jemand anderem überfallen worden, die Elfen sind geflüchtet und haben den Weg für ihre Verfolger gesperrt?



    Hier sind wir also im armen Feenviertel gelandet. Statt akzeptiert zu werden, müssen sie sich aber noch immer verstecken. Ich hatte aber angenommen wegen der Menschen, dabei scheinen es die unheimlichen Wesen zu sein, die sie nicht entdecken dürfen.


    Sowohl wegen der Menschen als auch der Elfen, würde ich sagen. Die "Seltsamen", die Mischlingswesen, werden wohl von beiden Seiten nicht akzeptiert (und eventuell gelyncht).



    Die Mutter gibt schon erste Hinweise auf die Elfenwelt, ist euch das aufgefallen? Als Bathy nach dem Hausgeist fragt.... sie sind hier überall, meilenweit, aber nicht hier. Und er sollen das Tor nicht öffnen. Also passt es ganz gut ins Bild mit einer paralleln Realität. Die Vorstellung ist unheimlich. Außerdem scheint die Mutter nicht zu wollen, dass sich die Elfenwelt öffnet. Sie versteckt sich tatsächlich lieber mit den Kindern unter den Menschen. Was mag da nur warten? :entsetzt:


    Ich habe die Szene nicht als Hinweis auf die Elfenwelt aufgefasst. Die Elfen sind ja in New Bath; sie leben gemeinsam mit armen Menschen in dem Slumviertel, in dem auch Barthy mit Familie lebt. Die Tür, die Bartholemew den Elfen nicht öffnen soll, ist meiner Meinung nach ganz banal die Wohnungstür. Die ist schon einmal geöffnet worden (not again) und das Ergebnis davon waren vielleicht die beiden Mischlingskinder?

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Ich habe den Abschnitt nun auch komplett gelesen. Das mit den hohlen Leichen ist ja unheimlich. Vielleicht wurden die Mischlinge einfach nur in die Elfenwelt geholt und bei "uns" bleibt nur die Haut. Sind das dort dann auch so hässliche Fratzen, wie es sich bei der lila Dame schon angedeutet hat? :entsetzt:


    Dieser Hochelf im Parlament - Mr.Lickerish - hat doch gezaubert. Er wollte, dass sich alle an die Gurgel gehen. Das gehört wahrscheinlich mit zum Plan, Zwietracht säen. Und bei einem Parlament kann das noch ganz nützlich sein.


    Barthy ist wirklich unvernünftig. Ich dacht erst, er will nur kurz vor das Haus, damit man sein Versteck oben nicht bemerkt, Stattdessen rennt der mitten in den Zauberkreis. Was war das dort... ein Luxuswelt, ein Studierzimmer...hmmm. Wor er jetzt wohl landen wird, wenn die Symboe nicht vollständig waren.


    Ich finde das Buch toll! :smile:


    Das habe ich mich auch schon gefragt. Ist Fee nun der Überbegriff für alle Wesen, egal ob Elf, Kobold, Gnom etc. oder sind das ganz unterschiedliche Wesen. Weil anfangs mal vom Feenreich die Rede war.


    Da schließe ich mich an. Für mich ist das ebenfalls unklar. Ich stelle mir aber die Elfen hochrangigere Wesen vor und die Feen sind niedere Arbeiter. Mal schauen, was darüber noch berichtet wird. :gruebel:


  • Das frage ich mich auch. Ist der Prolog eine Vorgeschichte? Warum sind die Feen aus ihrer Welt in die Welt der Menschen eingedrungen? Hat der Mensch ihre Welt bedroht? Es fehlt uns das Motiv.


    Es ist schon seltsam, dass das nicht klargestellt wurde. Aber es könnte sein, dass der Grund für diesen Übergriff mit den weiteren Geschehnissen in Zusammenhang steht und erst mal besser unerwähnt bleibt.

  • Immer wenn ich von dem Justizminister lese, denke ich an den Halbelben Ellrond aus HDR..
    :elch:
    Aber ja, er ist verbittert, das er keinen Rückweg in die alte Heimat mehr findet und auch
    das seine gesellschaftliche Stellung bei den Menschen nicht wirklich viel gilt, er hasst die Menschen,
    hält sie für unwürdig ihm auch nur die Schuhe zu putzen, aber er muß sich in die Menschenwelt
    fügen, hinterhältig Chaos und Unfrieden stiften kann er gut.
    :karate:

    Einmal editiert, zuletzt von SABO ()

  • Hallo ihr Lieben :winken:


    Nachdem die beiden letzten Tage doch voller waren als es mir lieb gewesen ist, bin ich nun auch endlich dazu gekommen, mich dem Buch zu widmen. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch Schwierigkeiten habe, mich voll und ganz auf das Buch einzulassen. Ich kann noch nicht benennen woran es liegt, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich das bald ändern wird :breitgrins: Bisher wurde auch viel erklärt und beschrieben, wobei ich Schwierigkeiten habe mir das Aussehen von Bartholomew und Hettie vorzustellen. Besonders die Vorstellung das Hettie zweigartige Haare hat, will mir nicht in den Kopf. Naja, vielleicht kommt das noch.


    Die Parlamentssitzung empfand ich auch spannend. Dadurch konnte man einen guten Eindruck davon gewinnen, wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zueinander stehen. Diese Mordserie, von der sie gesprochen haben, ist wirklich gruselig. Wenn von den Opfern nur die Hauthülle übrig bleibt, frage ich mich, was mit den Kindern bloß gemacht wird. Ziemlich gruselig! :entsetzt:


    Ansonsten finde ich den Schreibstil von Stefan Bachmann gut. Es ist leicht und flüssig zu lesen und ich glaube, sobald ich mich besser auf diese, für mich fremde, Welt eingelassen habe, könnte das Buch ein wahrer Page-Turner für mich werden. Ich bin gespannt, was jetzt noch alles passieren wird!

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30


  • Dieser Hochelf im Parlament - Mr.Lickerish - hat doch gezaubert. Er wollte, dass sich alle an die Gurgel gehen. Das gehört wahrscheinlich mit zum Plan, Zwietracht säen. Und bei einem Parlament kann das noch ganz nützlich sein.


    Genau, Lickerish hat gezaubert, das sehe ich auch so. Allerdings hat er es nicht nötig, Zwietracht zu säen; das bekommen die Politiker auch ohne ihn sehr gut hin :zwinker: . Im Gegenteil wollte er sie einigen, was aber Dank Lord Locktowers eiserner, ihn gegen Magie unempfindlich machenden Uhr nicht ganz geklappt hat. Lickerishs viel weiterreichender Plan deutet sich durch den Ruf "Nieder mit England!", den irgendeiner der Parlamentarier im Durcheinander ausstieß, an. Lickerish benutzt das Parlament (den Ausschuss?), um die Macht der Elfen wiederherzustellen.



    Barthy ist wirklich unvernünftig.


    Vernünftig handelt er wirklich nicht, aber sehr menschlich (und wahrscheinlich auch elfisch :breitgrins: ). Er ist schlicht und einfach neugierig und in seiner sehr eingeschränkten Welt, die sich im Prinzip ja auf seine Wohnung beschränkt, "muss" man als Kind jede Gelegenheit, etwas zu erleben, nutzen.



    Ich finde das Buch toll! :smile:


    Volle Zustimmung! Ich finde es sowohl sprachlich als auch inhaltlich und vom Aufbau her sehr gelungen. Das hätte ich nicht erwartet.


    Es ist schon seltsam, dass das nicht klargestellt wurde. Aber es könnte sein, dass der Grund für diesen Übergriff mit den weiteren Geschehnissen in Zusammenhang steht und erst mal besser unerwähnt bleibt.


    Ich finde es klasse, dass wir das noch nicht wissen. Ich möchte in einem Buch die Zusammenhänge erst nach und nach verstehen und nicht alles von Anfang präsentiert bekommen. Außerdem wird der Prolog ja aus der Sicht der Menschen beschrieben, und die wissen schlicht und einfach nicht, was und wieso passiert ist.

    Wir sind irre, also lesen wir!


  • Ich finde es klasse, dass wir das noch nicht wissen. Ich möchte in einem Buch die Zusammenhänge erst nach und nach verstehen und nicht alles von Anfang präsentiert bekommen. Außerdem wird der Prolog ja aus der Sicht der Menschen beschrieben, und die wissen schlicht und einfach nicht, was und wieso passiert ist.


    Mir scheint jedoch inzwischen einige Zeit seit dem Übergriff vergangen zu sein. Zeit genug um die Hintergründe zu erforschen, was nun mal in der Natur des Menschen liegt, und sei es nur darum ein weiteres Mal zu verhindern. Daher nehme ich an, dass man inzwischen weiß, oder glaubt zu wissen, was damals der Auslöser/Anlass war aus der Anderswelt in die hiesige einzudringen.


    Wie unterschiedlich die verschiedenen Feewesen behandelt werden. Ein Sídhe kann es bis zum Justizminister bringen, während die kleinen Flammenfeen wie Kanarienvögel gehalten werden.


  • Wie unterschiedlich die verschiedenen Feewesen behandelt werden. Ein Sídhe kann es bis zum Justizminister bringen, während die kleinen Flammenfeen wie Kanarienvögel gehalten werden.


    Das ist wie mit den Menschen auch. Manche "arbeiten" im Parlament (oder auch gar nicht), andere schuften in einer Fabrik. Die Flammenfeen befinden sich an ihrem Arbeitsplatz - wobei ich ihre Arbeitsbedingungen nicht gutheißen möchte - aber in der frühindustriellen Welt ist das ganz "normal". Ob Fee oder Mensch - wenn man weder Macht noch Geld hat, geht es einem dreckig.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • So heute Abend habe ich mir dann auch den ersten Abschnitt von „Die Seltsamen“ vorgenommen und ich muss sagen, dass die Geschichte doch wirklich sehr seltsam ist und ich noch nicht so ganz weiß was ich davon halten soll.


    Die Einführung in die Geschichte gefiel mir gut, das verschwundene Bath hatte wirklich etwas Mysteriöses und dass nun New Bath vollgestopft ist mit Feenwesen, sehr ominös.


    Mir würde es ja arg auf den Zeiger gehen, wenn alle 5 Minuten die Kirschenglocken schlagen, wer kann da noch einen klaren Gedanken fassen, geschweige denn schlafen? :spinnen:


    Ansonsten lernen wir Bartholomew (was für ein komplizierter Name) und seine Schwester Hattie kennen. Beide sind Mischlinge, d.h. sie sind halb Mensch und halb Feenwesen und deswegen absolut unbeliebt und zudem hässlich. Die Familie lebt ärmlich in einem Slum.


    Gut gefallen hat mir das Geheimversteck von Barthy.


    Krass sind nun wirklich die Morde an den Mischlingskindern und gruselig, dass die Leichen innen hohl sind, sprich ohne Knochen. Wie geht das nur? Bei der Beschreibung fühlte ich mich ehrlich gesagt an eine uralte Buffy (die Vampirjägerin) Folge erinnert, da gab es so etwas glaube ich auch mal. Da wurden die Opfer von irgendeinem Vieh ausgesaugt und übrig blieb nur die Haut… :kotz:


    Die Dame, die den Nachbarsjungen verschleppt hat, ist auch alles andere als normal. Was ist sie, wenn sie ein zweites Gesicht am Hinterkopf hat? :confused:


    Die letzte Szene habe ich nicht so recht verstanden bzw. konnte sie mir nicht so ganz vorstellen als Barthy über den magischen Kreis in ein hübsches Zimmer flutscht. :confused:


    Ehrlich gesagt schwirrt mir nach der Lektüre wirklich der Kopf, denn ich stelle mir 1000 Fragen, die hoffentlich alle noch beantwortet werden.


    Die Namen der Straßen und der Protagonisten erinnerten mich vom Stil her an Harry Potter. :zwinker:


    Das Geschriebene ließ sich für mich leicht lesen, jedoch hatte ich manches Mal das Gefühl, dass der noch sehr junge Autor nicht immer einem roten Faden folgt. Manche Stellen empfand ich als überfrachtet bzw. fluteten zu viele Infos auf einmal auf mich ein.


    Ich bin jedenfalls mächtig gespannt wo das Ganze noch hin führen wird…

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Zitat

    Mir würde es ja arg auf den Zeiger gehen, wenn alle 5 Minuten die Kirschenglocken schlagen, wer kann da noch einen klaren Gedanken fassen, geschweige denn schlafen? :spinnen:


    Also ich muss sagen das sich das auf den ersten Gedanken schlimm anhört. Aber ich kann bestätigen das man sich daran gewöhnt. Ich habe selbst schon neben einer Kirche gewohnt und (ausser wenn ich mich drauf konzentrierte z.b wenn ich keine Uhr dabei hatte) nie gemerkt wann und wie oft die Kirchenglocken schlagen. Das ist das Selbe mit Zügen, Flugzeugen... man gewöhnt sich einfach daran.

  • Huhu,


    ich komme nun auch endlich dazu, meinen Senf hier abzugeben! :breitgrins:


    Ich muss sagen, ich bin ganz verzaubert von der bisherigen Geschichte, wenngleich sie ziemlich düster zu sein scheint.


    Der Prolog hat mir eine Gänsehaut eingebracht und ich fand ihn toll. Der "heitere Krieg" ging ja zugunsten der Menschheit aus, fragt sich nur, wie lange die Menschen auch die Oberhand behalten.


    Barthy ist mir sehr sympathisch und er tut mir auch ehrlich sehr leid. Wie schlimm muss es für ein Kind sein, das nur eingesperrt im Haus lebt und nicht mal auf der Straße spielen kann?


    Dass die Tante ihren Neffen verkauft, denn so habe ich es verstanden, hat mich ziemlich schockiert. Allerdings wissen wir ja auch nicht, was die Dame ihr gesagt oder versprochen hat.


    Das zweite Kapitel empfand ich als etwas anstrengend. Dieser Jelliby scheint mir ziemlich oberflächlich zu sein. Allerdings macht er keinen bösartigen Eindruck. Da gibt es im Parlament schon ganz andere Konsorten... Lickerish scheint mir diesen Tumult auch absichtlich vom Zaun gebrochen zu haben und dieser modrige, merkwürdige Geruch kam bestimmt vom Zaubern...
    Was genau er allerdings von diesen Unruhen hat, erschließt sich mir noch nicht.


    Ich fand es übrigens sehr grausam, dass die Mischlingskinder gehängt oder lebendig begraben werden. :entsetzt:
    Ich finde es ziemlich furchtbar, wie diese Mischlingskinder - oder auch die Seltsamen - behandelt werden. :(



    Ich habe den Abschnitt nun auch komplett gelesen. Das mit den hohlen Leichen ist ja unheimlich. Vielleicht wurden die Mischlinge einfach nur in die Elfenwelt geholt und bei "uns" bleibt nur die Haut. Sind das dort dann auch so hässliche Fratzen, wie es sich bei der lila Dame schon angedeutet hat? :entsetzt:


    Das finde ich ganz interessant, allerdings frage ich mich dann, wieso die anderen Elfen kein Portal in ihre eigene Welt erschaffen können? Wenn ich es richtig verstanden habe, sind sie ja doch dort gefangen, oder?


    Das dritte Kapitel war sehr spannend. Bartys Geheimversteck finde ich klasse, und es war sehr gruselig, als das "zweite oder das wahre (?) Gesicht" der Dame ihn direkt angesehen hat. Ich habe mich ziemlich erschrocken.
    Ich kann Barthy schon verstehen, dass er nach draußen geht. Er ist halt neugierig, das sind Kinder nunmal und Feen wahrscheinlich auch. Barthy scheint ja für einen Mischling noch relativ normal auszusehen, seine Schwester Hattie hat mir aber auch sehr gut gefallen.


    Dass er dann in dieses Portal gesogen wird, musste ja schon fast so kommen. Ich frage mich auch, wo er wohl gelandet ist und was mit den Kindern geschieht, die entführt werden. Ich glaube nicht, dass sie alle umgebracht worden sind. Denn bis jetzt wurden ja "nur" 9 Kinder gefunden.
    Es bleibt mysteriös. Wer wohl dort die Tür eingeschlagen hat? Irgendwie finde ich es merkwürdig, dass die Tür abgeschlossen war und die Person, die dort rein wollte, keinen Schlüssel hatte. Ob sie vielleicht gar nicht dorthin gehört? Oder ob Barthy Fähigkeiten besitzt, von denen er noch gar nichts weiß und er die Tür vielleicht unbeabsichtigt verschlossen hat?


    Wo er wohl landet? Ich glaube kaum, dass er wieder vor dem Nachbarshaus erscheinen wird. Ich denke mal, er hat da etwas an den Zeichen verändert und somit ändert sich auch das Ziel des Portals. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

    Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. ~ Altirischer Segenswunsch

  • Ich habe gestern abend nun auch mit dem Buch angefangen konnte es kaum noch aus der Hand legen.
    Die Geschichte hat mich vom ersten Satz an gefesselt; ich finde den Aufbau mit dem Prolog, der einiges andeutet, aber nichts verrät klasse und auch der Schreibstil von Herrn Bachmann sagt mir zu.


    Die Ereignisse in Bath, die im Prolog beschrieben werden, sind ja mehr als mysteriös und auch unheimlich. Durch die Aufzeichnungen eines der ermordeten Wissenschaftler wird klar, dass es sich um das Werk der Elfen- und Fabelwesen handelt, die ihr Reich verlassen haben um die Menschen heimzusuchen. Ob es Gründe für dieses Verhalten gab, wird nicht erläutert, das stört mich aber soweit auch noch nicht, da ich ja nicht schon am Anfang alle Rätsel gelöst haben will :smile:. Über Lizzy habe ich mir ehrlich gesagt keine großen Gedanken gemacht, ich denke das ist einfach die Freundin oder Frau des Mannes, der die Notizen verfasst hat.
    Es kommt zum Krieg zwischen den Menschen und den Feen (der Begriff "heiterer Krieg" ist natürlisch schon etwas zynisch und makaber), den - zu meiner Überraschung - die Menschen gewinnen. Die überlebenden Elfen werden getauft und mehr oder weniger eingebürgert, ihre Magie wird unterdrückt und taucht nur noch im Geheimen auf.


    In Kapitel eins lernt der Leser den Mischlingsjungen Bartholomew kennen. Kinder, die aus Beziehungen zwischen Feen und Menschen hervorgegangen sind, werden anscheinend verfolgt und ausgegrenzt und so muss Barthy mit seiner Schwester Hettie sein Leben versteckt in der Wohnung verbringen. Besonders die kleine Hettie mit ihren Zweigen auf dem Kopf tut mir ja sehr leid. Wie schrecklich muss es sein, wenn einem überall nur Hass und Mißtrauen entgegenschlägt, so dass man sich sein Leben lang verstecken muss?
    Barthys Rückzugsort ist eine kleine Dachkammer, von der aus er beobachtet, wie eine geheimnisvolle Damen den Nachbarsjungen, ebenfalls ein "Seltsamer", mit sich nimmt. Mich hat auch sehr schockiert, dass die Tante ihren Neffen verkauft, aber kaum jemand außer den Müttern scheint ein Herz für diese Kinder zu haben :sauer:. Das Gesicht im Hinterkopf der geheimnisvollen Frau fand ich sehr gruselig, damit hatte ich gar nicht gerechnet :entsetzt:.


    Kapitel zwei hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Figur des Mr. Jelliby ist dem Autor meiner Meinung nach sehr gut gelungen und ich habe musste einige Male schmunzeln, als die Trägheit und das Desinteresses an allem, was irgendwie unangenehm oder anstrengend werden könnte, beschrieben wurde.
    Im Parlament geht es dann aber sehr schnell heiß her und die scheußlichen Morde an den Seltsamen enden sogar in einer Prügelei. Ich musste sofort an den armen verkauften Nachbarsjungen von Bartholomew denken, ich befürchte, dass er unter den Opfern ist :sauer:.
    Auf jeden Fall ist dadurch klargeworden, dass die Spannungen zwischen den Elfen und den Menschen keinesfalls beseitigt sind. Mr. Lickerish scheint seine Freude daran zu haben. Anscheinend ist es so, dass das Portal ins Elfenreich zerstört wurde und die Elfen nicht wieder zurückgelangen können. Ob die Morde an den Kindern damit in Zusammenhang stehen?


    In Kapitel drei passiert dann ziemlich schnell ziemlich viel. Barthy findet an der Stelle, an der der Nachbarsjunge mit der Frau verschwunden ist einen Kreis am Boden, in den er hineinspringt. Prompt landet er in einen vornehmen Arbeitszimmer, wo ihm mechanische Vögel auffallen. Als jemand an der (glücklicherweise verschlossenen) Tür rüttelt, wird der Junge panisch, im letzten Augenblick gelingt es ihm, durch den Kreis wieder zu entkommen. Aber wo war er? Und ist auch der Junge mit der Frau dort gelandet? Sehr spannend, das alles....

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  • Sowohl wegen der Menschen als auch der Elfen, würde ich sagen. Die "Seltsamen", die Mischlingswesen, werden wohl von beiden Seiten nicht akzeptiert (und eventuell gelyncht).


    Ich habe es auch so verstanden, dass die Mischlingswesen von keiner Seite akzeptiert werden. Die sechs Geschwister des Nachbarjungen wurden von einer aufgebrachten Menschenmenge aus dem Haus geholt (ich mag mir gar nicht vorstellen, was den armen Kindern geschehen ist :entsetzt:); im Parlament erfährt man, dass die Feen die Mischlingskinder bei lebendigem Leib unter irgendwelchen Büschen begraben :sauer:. Die Frage ist natürlich, warum das so ist. Aber wahrscheinlich gibt es gar keinen besonderen Grund dafür und es liegt einfach daran, dass sie eben nirgends richtig dazu gehören und für jede der beiden Parteien etwas fremdes an sich haben.

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