02 - Kapitel 7 bis 14 (Seite 88 - 152)

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  • Hier könnt ihr über Kapitel 7 bis 14 (Seite 88 - 152) schreiben.
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    LG, Dani


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  • Da ich gestern so gar nicht müde war, habe ich einfach noch einen Abschnitt gelesen und es geht wirklich lustig weiter.


    Matt bekam das Dope für 9000 Dollar natürlich nicht sofort, aber die erste kleine Menge vertreibt er schon mal mit super Gewinn an seinen Finanzberater Richard. Na wenn das nicht klappen sollte mit der zukünftigen Karriere als Dealer? Zudem erfährt Matt, dass egal mit wem er spricht, alle im Erwachsenenalter kiffen, nur er nicht. Gefährlich finde ich jedoch, dass er es jedem mehr oder weniger auf die Nase bindet…


    Interessant fand ich die Darstellung der Zeitungsepochen von 1950 bis heute und was den Ruf der Zeitungen kaputt gemacht hat.


    Ansonsten erfahren wir noch etwas über die Beziehung von Matt und Lisa. Sie haben sich auf der Pressekonferenz eines Krankenhauses kennengelernt, sie als Mitarbeiter des Krankenhauses, er als einziger, anwesender Journalist. Lisa verlor ihren Vater wohl bereits mit 12 Jahren und musste mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen leben, weshalb sie nun sehr auf finanzielle Sicherheit bedacht ist. Ob Matt ihr die noch lange bieten kann?


    Lisa will mit ihrer Freundin auf ein Konzert. Ist das wirklich so? Für mich riecht das ganz stark nach einem Vorwand, dass sie etwas anderes vor hat als auf ein Konzert zu gehen, das sie gar nicht interessiert. Selbst der Bandname klang doch stark nach erfunden. Ob sie sich mit dem tollen Chuck treffen will?


    Mittlerweile wird mir Matt etwas unheimlich: er inspiziert die Mülleimer in seinem Haus. Igitt wie ekelig ist das denn? Dass er den Müll wegbringt ist ja sehr löblich, alles andere einfach nur widerlich.


    Matts Kontaktperson für den Drogenbezug ist der Anwalt Dave. Dieser stellt den Kontakt mit dem „Hersteller“ her, wo Matt dann das „Medizinprodukt“ erwerben kann. Hier weiß also jemand, dass er etwas Illegales tut, will es aber legal aussehen lassen. Ob Matt dann im nächsten Part an „die Medizin“ kommt oder ob es da auch wieder Probleme gibt?


    Übrigens ein interessantes Bild: die eigenen Kinder auf eine katholische Schule schicken, obwohl man selbst nicht katholisch ist und das Schulgeld durch den Verkauf von Drogen beziehen.


    Im Übrigen finde ich, dass der Autor eine vor Metaphern strotzende Sprache verwendet, die mir gut gefällt. Es waren nur so viele Sätze, dass ich mir diese nicht alle notiert habe und hier nicht so wiedergeben kann, aber ich denke ihr wisst was ich meine.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Matt tut es tatsächlich. Aber bevor ich Einzelheiten erfahre, lässt er sich mal wieder über alles mögliche aus. So erfahre ich u. a. wie er Lisa kennen gelernt hat und viele Dinge über seinen Vater. Und das alles erzählt er mir in teilweise ellenlangen Sätzen. Ich ertappe mich schon dabei, dass ich quer lese, weil ich einiges uninteressant bzw. seine Art zu erzählen langweilig finde.


    Matt wird mir immer unsympathischer. Einerseits badet er in Selbstmitleid, andererseits dieses schon fast zwanghafte „hinterher spionieren“. Die Abhandlung über die Mülleimer fand ich einfach nur krank. Ich kann Lisa sehr gut verstehen, dass sie sich nach jemand anderem umschaut. Und scheinbar ist sie so mit sich beschäftigt, dass sie es völlig normal findet, dass Matt abends immer Milch kaufen fährt?


    Scheinbar kifft ja fast der gesamte Bekanntenkreis. Da sollte es nicht schwer sein, das Dope an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Aber so blauäugig wie Matt ist, kann das ja nur schief gehen. Schon krass, dass er das ganze Geld mit sich rum trägt. Da konnte ich nur den Kopf schütteln.


    Ich bin immer noch zwiegespalten. Manche Passagen sind sehr witzig, andere regen zum Nachdenken an und dann gibt es auch Passagen, die mich so langweilen …


  • Interessant fand ich die Darstellung der Zeitungsepochen von 1950 bis heute und was den Ruf der Zeitungen kaputt gemacht hat.


    Ja, das hat mir auch gefallen :)



    Im Übrigen finde ich, dass der Autor eine vor Metaphern strotzende Sprache verwendet, die mir gut gefällt. Es waren nur so viele Sätze, dass ich mir diese nicht alle notiert habe und hier nicht so wiedergeben kann, aber ich denke ihr wisst was ich meine.


    Schreib doch mal ein paar Bespiele auf. Ich kann mit der Sprache gerade nicht so viel anfangen ...

  • Matt ist also wirklich wild entschlossen, ins Drogendealergeschäft einzusteigen und Dope für die 9000 Dollar zu kaufen, die ihre letzte Geldreserve darstellt!
    Seine Absatzmärkte scheinen ja riesengroß zu sein, denn sein gesamtes Umfeld zeigt Interesse – irgendwie kein Wunder, dass jeder seiner persönlichen Misere zu entfliehen sucht bei der allgemeinen, desolaten Lage. :zwinker:


    So unprofessionell wie er sich anstellt, wird er bald in den Knast wandern – allein, dass er wirklich jedem erzählt, dass er demnächst mit Dope dealen will und sogar noch das Bargeld zu den Treffen mitbringt ...
    Eine wirklich gewagte Geschichte hat er sich ja da auch für seine zwei Söhne zurechtgelegt, sollten sie jemals nach Daddys Drogenkarriere fragen ... :breitgrins:
    Köstlich fand ich ja auch das Treffen, mit seiner Kontaktperson, diesen gewieften Anwalt Dave, der sich gleich in jeglicher Hinsicht absichert. Der Deal scheint sich doch noch etwas hinzuziehen bei all den Formalitäten...
    Die Beziehung von Matt und Lisa scheint ja auch immer weiter den Bach runterzugehen.
    Es scheint sie auch nicht mehr wirklich zu interessieren, was Matt unternimmt, um den sozialen Abstieg zu verhindern und was er so den lieben langen Tag treibt.
    Sehr interessant fand ich hier den Aspekt, dass Lisa, die mit ihrer Mutter schon ärmliche Verhältnisse kennen gelernt hat, großen Wert auf Wohlstand und Sicherheit legt – all das wird Matt ihr in Zukunft nicht mehr bieten können, auch wenn sie die wirkliche Katastrophe noch gar nicht ahnt.
    Ich glaube ja, dass sie innerlich den Absprung schon vollzogen hat!
    Die Sache mit dem angeblichen Konzertbesuch mit Dana ist ja so offensichtlich vorgeschoben, um sich mit Chuck zu treffen, dass ich einfach nicht verstehen kann, wieso Matt dann doch so schnell klein beigibt und nicht um Lisa kämpft.
    Er ist wirklich ein totales Weichei – bei allem kneift er!
    Lieber durchwühlt er die Abfalleimer der Familie und zieht hieraus seine Schlüsse – ich muss schon sagen, dies ist echt gestört!


    Auch bei wirklich wichtigen Sache mit dem Haus und ihrem Kredit, kommt er so weit und gibt dann er in der entscheidenden Phase, eine Zusage für den Aufschub zu bekommen, auf ???
    Diese Hotline-Sache fand ich übrigens echt genial absurd beschrieben!!! :breitgrins:


    Mal sehen, wie es weitergehen wird ...


  • Ich bin immer noch zwiegespalten. Manche Passagen sind sehr witzig, andere regen zum Nachdenken an und dann gibt es auch Passagen, die mich so langweilen …


    Genauso geht es mir auch, einiges ist echt genial geschrieben und bei anderen Passagen schießt er einfach übers Ziel hinaus und man möchte sie am liebsten überblättern .... :zwinker:



    Übrigens ein interessantes Bild: die eigenen Kinder auf eine katholische Schule schicken, obwohl man selbst nicht katholisch ist und das Schulgeld durch den Verkauf von Drogen beziehen.


    Nun ja, auf diese Schule gehen die behüteten Söhnchen ja auch nur, damit sie ein sicheres und einigermaßen geregeltes Schulleben durchlaufen können. :zwinker:
    Ansonsten hat er mit dieser Religion ja wenig am Hut und macht sich ja sogar über sie lustig ...
    und außerdem haben wir ja gelernt, dass er lediglich ein Medizinprodukt auf Rezept zur Verfügung stellen wird. :breitgrins:


  • Zudem erfährt Matt, dass egal mit wem er spricht, alle im Erwachsenenalter kiffen, nur er nicht. Gefährlich finde ich jedoch, dass er es jedem mehr oder weniger auf die Nase bindet…


    Interessant fand ich die Darstellung der Zeitungsepochen von 1950 bis heute und was den Ruf der Zeitungen kaputt gemacht hat.


    Ja, ist schon ein bissl seltsam, aber ich glaube in U.S.A. haben die eh ein ganz anderes Verhältnis dazu, da wird in jedem
    Alter in jeder Bevölkerungsschicht geraucht, man bedenke "Colorado"..


    Die Zeitungsfallstudie war interessant, stimmt, hat mich sofort an das Lied "Video killed the Radio Star" erinnert..



  • Im Übrigen finde ich, dass der Autor eine vor Metaphern strotzende Sprache verwendet, die mir gut gefällt. Es waren nur so viele Sätze, dass ich mir diese nicht alle notiert habe und hier nicht so wiedergeben kann, aber ich denke ihr wisst was ich meine.


    Als er seinen Exchef beschreibt, ist das echt ein "who´s who" der "kalten" Kriege..ihn mit Diktatoren zu Vergleichen
    hatte schon was, Idi Amin des Journalismus..
    Ein Vergleich hat mich jedoch geärgert, das sein Chef, den Journalismus so liebe, wie ein Pädophiler Kinder..
    hat ihn benutzt und beschmutzt..so etwas muß echt nicht sein.
    Er schmeisst mit Metaphern um sich, wie ein Kölner die Bonbons beim Karneval.. :-)))

  • Gleich am Anfang des Abschnitts kommt er mir ein bisschen geläutert vor, demütig erzählt er,
    was er ales für tolle Chancen hatte und was er alles in den Sand gesetzt hat..
    aber ehrlich gesagt habe ich immer noch kein Mitleid mit ihm, so viel Geld..
    -------
    Schon "nett", wie er im gleichen Atemzug, Amber heiss findet und ihren Büro-Schlampen-Look anprangert..
    Da hat er doch bestimmt an Ally McBeal und ihre Mitstreiterinnen gedacht..

  • Mit Matt werde ich irgendwie nicht warm. :sauer:
    Nicht nur das er das jetzt wirklich durchzieht und ins Drogengeschäft einsteigen will, nein er spioniert seiner Frau hinterher, die ich denke sich schon nach einem anderen umschaut.
    Theroretisch würde ich sagen das Matt nicht lange im drogengeschäft mitmischt mit seiner unbeholfenen Art, aber mal schauen.
    Ich bin bis jetzt noch nicht wirklich begeistert, weder von den Rückblenden wie Matt Sie hat, noch seiner Art manches so nett auszudrücken. :rollen:


  • Das finde ich gut und das mit den Bonbons ist genau treffend formuliert! :smile:

  • Das finde ich gut und das mit den Bonbons ist genau treffend formuliert! :smile:


    Ja manche Kommentare sind schon sehr grenzwertig.


    Metaphern werfen wie Bonbons an Karneval, das ist wirklich mal eine tolle Beschreibung. SABO mach dem Herrn Autor keine Konkurrenz. :zwinker:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Ich bin gerade mehr als erstaunt. Gerade bin ich mit diesem Teil fertig geworden und überlege noch welchen Teil ich am besten gefunden habe und ich mich nicht entscheiden kann, da lese ich eure Beiträge und kann irgendwie nicht verstehen warum ihr nicht so begeistert über dieses Buch seid wie ich.


    Und wo soll ich da anfangen? Die Methapern des Autors, mit denen er wie Bonbons an Karneval (wie ihr beschreibt) um sich wirft: Fantastisch! Ich habe selten einen Autoren gelesen der Situationen so meisterhaft und treffend schildern kann.
    Besonders gefällt mir die Situationskomik. Zum Beispiel wie er seinen Freunden erzählt das er jetzt Drogendealer ist ("Heilige Scheiße!", "ich weiß!"), die zwar schockiert sind, die aber trotzdem gleich bei ihm bestellen oder ihm was abkaufen.
    Oder wie er sich bei Dave so ungeschickt anstellt und Jamie, ganz Jugendlich, beschämt die Augen verdreht.
    Die dauernden Aufzählungen, die Erklärungen über den Absturz der Zeitungen, ich finde das alles so gekonnt beschrieben.


    Und dann wird der Autor auch wieder ernst. Wie er über Matts Vater erzählt der ständig nach den Zigaretten greift die nicht mehr da sind und nur noch kurze, klare Momente hat. Wie Matt im Garten steht und sein Leben Revue passieren lässt, wie er versucht seine Frau zurück zu bekommen aber gleich der Wind aus den Segeln genommen wird, als er merkt das sie schon wider mit Bretter-Chuck simst.


    Ich finde nicht das Matt oberflächlich ist. Dafür macht er sich zu viele Gedanken um sich und um seine Zukunft. Er sorgt sich um seine Kinder und das sie auf der "Alcatraz-Schule" untergehen würden weil sie nicht HART genug für diese Schule sind. Sie gehen ja nicht auf die katholische Schule wegen der Religion. Sondern weil die Kinder dort besser aufgehoben sind. Matt wird mir immer symphatischer und er versucht ja wirklich seine Schulden in den Griff zu bekommen.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Mittlerweile wird mir Matt etwas unheimlich: er inspiziert die Mülleimer in seinem Haus. Igitt wie ekelig ist das denn? Dass er den Müll wegbringt ist ja sehr löblich, alles andere einfach nur widerlich.


    Komisch, auch das habe ich irgenwie ganz anders aufgefasst als ihr. Er macht die Mülleimer in seinem Haus leer und sieht dabei beiläufig den Inhalt und macht sich daraufhin ein paar Gedanken. Der Kleine hat "süßen" Müll (selbst gemaltes Bild, eine Buchseite mit einem Monster drauf das ihn erschreckt hat), der Große futtert zu viele Süßigkeiten,...
    Aber er wühlt doch nicht im Müll herum???

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Ich bin voll bei dir nanu! Ich finde es ist ein ganz großartiges Buch. So leicht, ohne oberflächlich zu sein... mit interessanten Charakteren, die polarisieren.
    Matt ist mir immer noch sympathisch - ich verstehe nur nicht, warum er immer noch an dieser Frau hängt. Da wäre doch ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. So eine unmögliche Frau. :grmpf:


    Leider liegt mein Buch im Firmenwagen - hab den Schlüssel aber schon abgegeben - ich hoffe heute Nacht fährt keiner mehr damit. Gestern Abend hatte ich es auf der Fortbildung mit, da ist es auch sofort aufgefallen.
    Hätte gar nicht gedacht, dass so viele Leute so schnell ein Canabis-Blatt erkennen. :breitgrins: Na sowas...
    Daher weiss ich gar nicht genau, wo jetzt der Abschnitt hier aufhört - ob ich mich hier schon so arg über Lisa geärgert habe oder erst später. Weiss auch nicht so genau, wo ich stehen geblieben war. Doof.


    Grob über die Mülleimer schauen macht man doch automatisch. Warum muss er das überhaupt machen? Nur weil er zu Hause ist? So einen tollen Job hat seine Frau ja auch nicht - vor allem nicht viele Stunden, aber zu Hause ist sie trotzdem nie - oder am PC - oder am Handy. Bei dem leeren Mülleimer wäre ich ja nicht so ruhig geblieben. :grmpf:


    Auf jeden Fall bin ich sehr angetan von dem Buch, von der Sprache und dem Wortwitz.

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


    Help me, help me ~ Won't someone set me free? ~ There's no right side of the bed ~ With a body like mine and a mind like mine

    ~ IDLES ~


  • Also irgendwas geht bei Matt und Lisa gehörig schief. Matt wird immer unsympathischer, finde ich. Was er alles für Ideen hat, und dann diese ganze Dope-Geschichte. Ich verstehe Lisa total, dass sie von Matt weg will, aber hat sie mittlerweile wirklich total auf Durchzug geschaltet und merkt nicht mehr, was mit Matt los ist? Oder weiß sie es im Unterbewusstsein, aber es ist ihr egal?


    Ansonsten finde ich das Buch toll. Es hat zwar einige Abschnitte drin, die ich ein bisschen langweilig finde, aber hauptsächlich gefällt es mir sehr gut. :) Es macht richtig Spaß, es zu lesen.


    Auch der Schreibstil ist toll und bringt mich immer wieder zum Lachen. So muss ein Buch sein. :)