Ursula Poznanski - Die Vernichteten

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von niklas-1804.

  • Ursula Poznanski - Die Vernichteten (Band 3 der Eleria-Trilogie)


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    Meine Rezi:


    Perfekter Abschlussband einer spannenden Trilogie


    Die Eleria-Reihe:
    - Die Verratenen
    - Die Verschworenen
    - Die Vernichteten


    Inhalt:
    Ria ist wieder zurück bei den Schwarzdornen. Sie hat Unglaubliches über das Projekt Dhalion erfahren. Nun will sie die große Katastrophe verhindern und vor allem auch Aureljo und Dantorian in der Sphäre Vienna 2 retten. Nach und nach wird dabei ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf gestellt.


    Meine Meinung:
    Die Handlung setzt nahtlos am Ende des 2. Bandes „Die Verschworenen“ an. Man sollte die ersten beiden Bände auf jeden Fall zuvor gelesen haben, sonst wird man wohl nicht nachvollziehen können, worum es geht. Einige Details werden zwar nebenbei noch einmal wiederholt, doch ist das mehr eine kleine Auffrischung, um bereits Bekanntes wieder ins Gedächtnis zu holen, keine Erklärung, was bisher geschah.


    Wie man es von Ursula Poznanski gewohnt ist, geht es auch in diesem Buch gleich spannend los. Der 1. Satz „Wir sehen sie kaum in der Dunkelheit, sie sind Schatten zwischen dem Flackern der Fackeln.“ (S. 7) ließ bei mir gleich mal den Adrenalinspiegel ansteigen. Und der sank erst wieder, als ich das Buch aus der Hand legte. Es ist durch und durch spannend geschrieben und vermochte mich vom Anfang bis zum Ende zu fesseln.


    Die Protagonisten handeln in aller Regel logisch und nachvollziehbar. Erzählt wird, wie schon in den anderen Bänden, aus Rias Sicht. Ihre Fähigkeit, durch ihre Sprechweise und ihre Gesten andere Menschen zu beeinflussen, hat sie noch nicht verloren. Ebenso wenig die Fähigkeit, in anderen Menschen zu lesen. Dadurch, dass Ria in der Ich-Form erzählt, wird man ständig mit ihren Analysen der Mitmenschen konfrontiert. Ich fand das sehr interessant.


    Immer wieder gelingt es der Autorin, den Leser zu überraschen. Es tauchen Personen auf, wo man sie nicht vermutet hätte. Andere stellen sich als Freund heraus, obwohl man ihnen von Anfang an nicht getraut hat. Und dann gibt es natürlich noch die eine große Überraschung, die die Ursache für den ganzen Schlamassel ist. Ich muss zugeben, darauf wäre ich nie gekommen, das hatte ich wirklich nicht so erwartet.


    Als wohltuend empfand ich, dass die Handlung nicht von einer schnulzigen Romanze wie in vielen anderen Jugendromanen dominiert wird. Es gibt zwar auch eine Liebesgeschichte, aber das Hauptaugenmerk liegt hier eindeutig auf den Thriller- bzw. Dystopie-Elementen.


    Ich fand schon die ersten beiden Bände dieses dystopischen Jugendthrillers hervorragend und unglaublich spannend geschrieben. Der dritte Band steht diesen in nichts nach. Die Handlung wird konsequent weiter geführt und zu einem runden Abschluss gebracht. Nach vielen Schrecken und wirklich üblen Aussichten entlässt Ursula Poznanski den Leser mit einem versöhnlichen Schluss, der Hoffnung für die Zukunft aufkommen lässt.


    Fazit:
    Eine unglaublich packende Trilogie, die ich allen Fans von Dystopie-Romanen gerne empfehlen möchte.


    5ratten

    Liebe Grüße, Lilli

    Einmal editiert, zuletzt von Lilli33 ()

  • Inhalt:
    Nachdem Ria von den schrecklichen Geheimnis rund um Dhalion erfahren hat, will sie die betreffenden Personen retten, bevor es zu spät ist, allen voran ihre Freunde in den Sphären. Doch das ist leichter gesagt als getan. Allein schon die Beschaffung des Heilmittels stellt sich als schier unüberwindbares Hindernis heraus. Noch dazu gibt es einige Probleme im Clan Schwarzdorn. Doch Ria kämpft und ist dabei einem Geheimnis auf der Spur, dass ihre gesamte Welt auf den Kopf stellen könnte…


    Meine Meinung:
    Wenn man schon die ersten beiden Teile einer Trilogie super findet, dann hat man natürlich riesige Erwartungen an das große Finale, und genauso war es bei „Die Vernichteten“. Aber ich habe eigentlich nicht daran gezweifelt, dass Ursula Poznanski es wieder einmal schafft, mich absolut zu fesseln, und ich wurde auch nicht enttäuscht. „Die Vernichteten“ steht seinen Vorgängern in nichts nach und ist ein würdiger Abschluss einer tollen Trilogie!
    Schon am Ende von Teil 2 hat man von einer riesigen Verschwörung erfahren, aber es waren auch noch viele Fragen offen, und die werden in Teil 3 endlich beantwortet. Allein schon deshalb war es toll, dieses Buch zu lesen: Über zwei Bücher entstehen total viele Fragen im Kopf des Lesers, und in diesem Abschluss-Band kriegt man dann eine Antwort nach der anderen, das ist einfach toll! Gleichzeitig kommt man aber wieder mal einem riesigen Geheimnis auf die Spur, das alles erklärt und mich persönlich ziemlich geschockt hat. Von allein wäre ich auf sowas niemals gekommen, aber im Nachhinein ist die Enthüllung, die da gemacht wird, wirklich logisch. Dabei ist es auch toll, dass dieses Ende und dieses Geheimnis wirklich nicht vorherzusehen sind, sodass man richtig überrascht ist.
    Der größte Vorteil des Buchs, und der ganzen Trilogie, ist wahrscheinlich die Spannung. Von der ersten bis zur letzten Seite schafft die Autorin es, dass man wissen will, wie es weitergeht, und dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das hat auch mit den grandiosen Schreibstil zu tun, der die Atmosphäre der Geschichte wirklich toll wiedergibt.
    Was mir außerdem noch gefallen hat, ist, dass man so gut wie alle Figuren, die in der Trilogie vorgekommen sind, nochmal wiedertrifft und noch etwas Neues über sie erfährt, das macht das Buch nochmal zusätzlich spannend. Das ist auch deshalb so toll, weil die Autorin es schafft, wirklich tolle Charaktere zu gestalten. Nicht nur die Protagonistin Ria ist super, sondern vor allem die Nebencharaktere wie Tycho oder Andris haben es mir angetan, es macht einfach Spaß, über die Geschichte hinweg Zeit mit ihnen zu verbringen.
    Tja, eigentlich habe ich an „Die Vernichteten“ nur einen kleinen Kritikpunkt: Am Ende werden einem zwar alle wichtigen Fragen beantwortet, aber ich hätte doch gerne noch etwas mehr über die Zukunft aller Charaktere erfahren, die mir mittlerweile so ans Herz gewachsen sind. Ein paar mehr Details wären einfach schön gewesen.


    Fazit:
    Wer die ersten beiden Teile schon mochte, der wird „Die Vernichteten“ lieben! Ein absolut würdiger Abschluss dieser tollen Trilogie!

  • "Die Vernichteten" ist der Abschluss einer Trilogie, daher möchte ich über den Inhalt gar nicht so viel sagen.


    Nur so viel: Ria begegnet in diesem Band Menschen, mit denen sie nicht gerechnet hat. Sie lernt etwas über ihre Vergangenheit und über sich selbst.


    Außerdem ist Ria mal wieder auf der Flucht, doch natürlich nicht alleine. Sie hat Menschen, die ihr beistehen, und mit denen sie manche gefahrvolle Situationen meistern muss.


    Ich muss gestehen, dass ich anfangs Probleme hatte, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Das lag aber sicherlich nicht am Buch, sondern leider an meinem schlechten Gedächtnis. Vieles war mir aus den Vorgängerbänden nicht mehr so präsent, so dass ich mich erst einmal wieder einlesen und zurechtfinden musste.


    Die erste Hälfte des Buches fand ich dann dementsprechend auch nicht ganz so spannend. Einiges kam mir etwas langgezogen vor.


    Ab der Hälfte dann aber wurde es auch für mich wieder interessant und spannend. Ich war wieder voll in der Geschichte drin und konnte mit Ria und ihren Gefährten mitfiebern und Abenteuer erleben.


    Besonders ans Herz gewachsen von allen Figuren ist mir eigentlich Tycho, doch auch in andere Figuren konnte ich mich gut hineinversetzen bzw. mir ein gutes Bild von ihnen machen.


    Ursula Poznanski hat einen sehr schönen Schreibstil. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen.


    Für mich ist "Die Vernichteten" ein sehr gelungener Abschluss der Trilogie!

    Lesen aus Leidenschaft

  • Bei Trilogien bin ich mittlerweile etwas skeptisch. Meist ist der zweite Band extrem lang und langweilig und beim Letzten bekommt man ein konstruiertes und so wie es scheint schnell hingeschriebenes Ende präsentiert.
    Wenige Reihen haben mich beim Lesen in der Beziehung überzeugt. Ich glaube bisher hat es eigentlich nur "Panem" geschafft.
    Zwar ist Panem für mich immer noch als Reihe unübertroffen, aber dieses Triologie kann sich durchaus mit ihr messen.
    Die Autorin schafft es die Geschichte zu einem spannenden und logischen Abschluß zu bringen.
    Stellenweise konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und war von der ersten Seite schon wieder von der Geschichte gefangen und gefesselt.


    Der komplette letzte Teil handelt davon die Katastrophe die durch Dhalion entstehen könnte aufzuhalten. Dabei muß die Gruppe gegen einen Gegener kämpfen, mit dem sie niemals gerechnet hätten.
    Auch werden Dinge offenbart, die die Geschichte als solches noch einmal aus einem ganz andern Licht darstellt.
    Der Schluß der Triologie ist realistisch. Es ist kein Ende, in dem sich Alle in den Armen liegen und ein fröhliches Lied zusammen anklingen, aber es passt.
    Für mich eine Triologie, die vielleicht durch ihr "es könnte wirklich passieren" so lebendig und fesselnt wirkt.
    Ich habe bisher alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen und mich hat noch nicht ein Buch enttäuscht.


    5ratten

  • Inhalt
    Ria hat endlich herausgefunden, wieso der Sphärenbund sie und ihre Freunde umbringen wollte. Dieses Wissen ändert alles für sie, denn ihr läuft die Zeit davon. Sie wurden bevor sie aus ihren Clans entführt wurden mit einem tödlichen Virus infiziert und nur Ria hat das Gegenmittel bekommen.
    Doch dieses Wissen ist nur die Spitze des Eisberges. Auf dem Weg den Clans, ihren Freunden und den Sphärenbewohnern zu helfen, macht Ria erneut unglaubliche Entdeckungen, die ihre Welt für immer verändern. Währenddessen rüsten sich die Sphärenbewohner dafür die Clans für immer auszulöschen...


    Meine Meinung
    Nach dem grandiosen zweiten Band dieser Trilogie, der mich mit seinen Ideen und der Umsetzung komplett begeistern und fesseln konnte, waren meine Erwartungen an diesen Abschlussband mehr als hoch. Doch Ursula Poznanski hat mich da nicht enttäuscht.


    Schnell war ich wieder völlig in die Geschichte vertieft und begleitete Ria und Tycho, die versteckt unter der Stadt des Clans leben. Kaum einer weiß etwas von den beiden. Doch dann findet Yann heraus, dass sie da leben und versucht sie ein für allemal loszuwerden. Dafür nutzt er die Gelegenheit, dass Quirin verschwunden ist und dieser ihn unterstützt, da er weiß, dass Ria den Ausbruch der Seuche verhindern möchte.
    Um die beiden zu retten muss der Clanführer Sandor seinen Clan verlassen und die drei machen sich zusammen mit Andris auf den Weg um das Schlimmste zu verhindern.
    Der Einstieg ins Buch ist so gewählt, dass man schnell alle Zusammenhänge wieder versteht und auch nach langer Zeit an den zweiten Band anschließen kann.


    Bis zum Schluss des Buches konnte ich mir nicht vorstellen, wie das Buch enden und die nahende Katastrophe abgewendet werden sollte. Es passiert unglaublich viel und es gibt neue Enthüllungen und Wendungen, die mich komplett überraschen konnten. Zu keiner Zeit wurde das Lesen langweilig, ganz im Gegenteil, vor lauter Spannung konnte ich kaum aufhören zu lesen.


    Besonders die Protagonisten können überzeugen, allen voran Andris, der zuvor eher eine Randfigur war und hier für Ria wie ein Vater wird. Er ist unglaublich toll und sympathisch, aber auch die anderen Protagonisten können mit ihrer Entwicklung überzeugen, selbst wenn diese ins Negative geht. Ursula Poznanski hat sie unglaublich vielschichtug und authenthisch ausgearbeitet.


    Aber auch ihr Schreibstil kann wie gewohnt überzeugen. Er ist leicht und locker zu lesen und übt einen unglaublichen Sog auf mich aus, sodass ich das Gefühl hatte selber ein Teil des Buches zu sein. Sie beschreibt alles detailliert und bildgewaltig. Ihre Ideen sind glaubhaft und überzeugend umgesetzt und konnten mich mal wieder überzeugen.
    Alles wird aus Rias Perspektive (personaler Erzäher) geschildert, was mir gut gefallen hat.


    Das Ende bietet einen mehr als zufriedenstellenden Abschluss, mit dem ich so nie im Leben gerechnet hätte. Es ist wirklich ein Finale, das seinesgleichen sucht, denn kaum ein Trilogie-Abschluss ließ mich so begeistert zurück und ich bin gespannt auf weitere Werke von Ursula Poznanski.


    Fazit
    "Die Vernichteten" ist ein mehr als gelungener Trilogie-Abschluss, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte und mich nicht mehr losgelassen hat. Ich habe zwar schon die Vorbände mit der Höchstpunktzahl bewertet, aber wenn ich könnte würde ich diesem Band noch mehr Punkte geben, denn er hat die Vorgänger erneut getoppt.
    Jeder Dystopie- und Ursula Poznanski-Fan sollte sein Glück mit dieser Trilogie versuchen, denn ich kann sie wirklich nur empfehlen.


    5ratten

  • Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Brillanter Abschluss der Eleria- Trilogie


    Bei "Die Vernichteten" handelt es sich um den letzten Band einer Trilogie. Die beiden Vorgänger heißen "Die Verratenen" und "Die Verschworenen" und sollten meiner Ansicht nach auf jeden Fall vorher gelesen werden, um Band drei zu verstehen, denn dieser setzt direkt da an, wo Band zwei endet.


    Das lange Warten auf die Fortsetzung hat sich gelohnt. Endlich sind unsere Freunde hinter das große Geheimnis gekommen, dass der Sphärenbund von jeher verschwiegen hat, doch wie kann man diese Entdeckung allen Sphärenbewohnern übermitteln und vor allem glauben diese den "Prims"? Viel größer ist zudem das Problem, dass Krieg zwischen den Sphärenbewohnern und den Außenbewohnern kurz bevorsteht, sind unsere liebgewonnenen Charaktere etwa in Gefahr?


    Die Handlung wird dem Leser wie bereits in den anderen Bänden aus der Sicht von Ria, in der Ich-Perspektive, näher gebracht. Hier erfahren wir noch mehr über die Welt der Sphären, deren Bewohner und bekommen wieder Einblicke in Rias Innenleben und Gefühlswelt.


    Der Autorin gelingt es durch kleine Gedächtnisstützen den Leser in Erinnerung zu rufen, was bisher geschah, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Dem Leser, der die anderen Bücher nicht kennt, werden diese Einwürfe jedoch nicht genügen, um die Handlung zu verstehen. Zudem ist die Spannung im Roman konstant (wie in den anderen beiden Teilen auch). Es kommt nie Langeweile auf und denkt man, dass die Handlung so und so weiter gehen wird, sorgt eine Wendung nach der anderen für Überraschungen.


    Wer die anderen beiden Bände mochte, der wird von diesem Teil begeistert sein, denn er führt die Geschichte in ein schlüssiges Ende. Die in den Vorgängern gestreuten Geheimnisse werden gelüftet. Für mein Empfinden wurden alle offenen Fragen geklärt. Das Ende ist offen gehalten, so dass man sich den Fortlauf durchaus noch weiter spinnen kann, wenn man dies mag.


    Fazit: Wer Dystopien mag, der sollte sich die Eleria- Reihe nicht entgehen lassen. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen. Ein Must- Read im Jahr 2014 und ein neuer "Liebling" in meinem Bücherregal.


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Eigentlich hätte ich diese Rezension längst geschrieben haben wollen. Das Buch habe ich vor geraumer Zeit (also vor etwas mehr als einer Woche) in meiner bislang letzten Leserunde durchgelesen (ich habe mich schon für weitere angemeldet). Es hat mir, wie die beiden vorhergehenden Bände, sehr gut gefallen, also warum tue ich mich mit der Rezension so schwer? Ich vermag es nicht zu sagen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es Teil drei einer Trilogie ist, und ich die beiden ersten Bücher zwar gelesen, aber nicht rezensiert habe? Oder es liegt daran, dass die Bände so eng zusammenhängen dass man sie schwer einzeln beurteilen kann? Wie auch immer, hier ist der Versuch einer Rezension die dem Buch hoffentlich gerecht wird.


    Zum Inhalt:


    Ria und Tycho sind mal wieder auf der Flucht. Diesmal haben sie jedoch zwei erfahrene Jäger und Spurenleser an ihrer Seite, und das Glück ist ihnen auch hold, denn sie finden Aufnahme in einem anderen Clan. Sie finden neue Verbündete, und neue Gefahren warten auf sie. Mehr kann man nicht sagen, ohne zu viel Preis zu geben.



    Meine Meinung:


    Das Buch fängt genauso unvermittelt an, wie der zweite Band aufgehört hat. Man ist sofort wieder mitten im Geschehen, ja, es scheint kaum ein Tag vergangen zu sein seitdem man Ria das letzte mal gesehen hat. Daraus ergibt sich aber eine Schwierigkeit: ich persönlich glaube, dass man unbedingt die ersten beiden Bände gelesen haben sollte, will man verstehen, was in diesem Band vor sich geht.


    Das ist nicht negativ gemeint, die anderen Bände sind so spannend wie dieser hier; allein darum sollte man sie schon lesen. Es macht es allerdings auch sehr schwierig, den Inhalt dieses Bandes zusammenzufassen. Die Geschichte ist eigentlich eine einzige Geschichte, aufgeteilt auf drei Bände. Sie wird erst im dritten Band zum Abschluss gebracht. Alle drei Bände sind sehr flüssig geschrieben. Der Gebrauch des Präsenz verleiht der Geschichte etwas unmittelbares, unterstützt dadurch, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird – von Ria. Man weiß also immer nur genauso viel oder wenig wie Ria; man durchlebt ihre Ängste, Hoffnungen, Höhen und Tiefen mit ihr.


    Die Geschichte ist erschreckend, sie zeigt die Menschheit von ihrer schlimmsten Seite; aber es gibt auch Anlass zu Hoffnung. Obwohl es in der Zukunft spielt, ist es ziemlich realistisch und dadurch überzeugend und verstörend. Der Schluss ist gut gelungen, obwohl er relativ offen ist, und sich jeder selbst ausmalen kann/muss, wie es wohl weitergehen könnte. Trotzdem bleibt man nicht mit einem schalen Geschmack im Mund zurück, es wird alles aufgelöst.


    Die Geschichte ist sehr spannend, und man wird sie wohl nicht freiwillig aus der Hand legen bevor man sie zu Ende gelesen hat. Sie wirkt nachhaltig, man fragt sich: “Sind wir wirklich so schlimm?” – und wenn man sich dann in der Welt umschaut und die Nachrichten verfolgt, ist die Antwort eindeutig.


    Ich weiß nicht, ob die Autorin es beabsichtigt hat, aber meiner Meinung nach ist die Trilogie hoch politisch. Es kommt aber nicht offensichtlich daher, auch findet man keinen erhobenen Zeigefinger. Es wird nicht moralisiert, dennoch ist es ein hoch moralisches Buch. Gleichzeitig ist es – ich erwähnte es schon – unglaublich spannend, und ich hatte Glück, dass ich die ersten beiden Bücher erst kürzlich gelesen hatte, und von daher nicht lange auf diesen Band warten musste.


    Wer auch immer das hier liest, ist in der glücklichen Lage, dass inzwischen die komplette Trilogie vorliegt. Er/sie kann sich gleich hineinstürzen und Ria und ihre Freunde von Anfang bis Ende auf ihrem Weg begleiten.



    Fazit:


    Unbedingt lesenswert, aber man sollte die komplette Trilogie lesen.


    :tipp:


    5ratten

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.  - Albert Einstein

  • :winken:


    So, nun kommt auch endlich noch meine Meinung zum Trilogieabschluss:


    Der letzte Band der Eleria Trilogie beginnt natürlich mit der Erkenntnis vom Ende des letzten Bandes. Ria ist erneut gefragt. Ein Virus bedroht einen großen Teil der Menschheit, aber es gibt ein Gegenmittel. Nur wird es wohl nicht leicht sein dieses Mittel zu bekommen und es dann auch zielführend einzusetzen. Ria und ihre Freunde müssen sich aber nicht nur mit dieser Problematik auseinandersetzen. Auch setzen ihnen andere Probleme erheblich zu und machen das Leben weder in einer Sphäre noch innerhalb eines Clans leicht.


    Die Autorin Ursula Poznanski versteht es auch im abschließenden Band ihrer Trilogie wiederum den Leser zu überraschen und es bleibt dabei, dass weder Gut noch Böse auf einer Seite klar zu definieren sind. Hier ist vieles falsch und doch auch irgendwie richtig und jeder Bewohner dieser dystopischen Welt könnte beabsichtigt oder unbeabsichtigt auf der falschen Seite stehen. So läuft die Geschichte auf einen großen Showdown zu, mit dem ich in dieser Form niemals gerechnet habe, der aber absolut stimmig zum großen Ganzen passt.


    Es ist schwierig in einer Rezension zu einem dritten Band nicht zu viel von der Handlung zu verraten und Spoiler auch in Bezug auf die Vorgängerbände zu vermeiden. Daher möchte ich zum Inhalt des Buches auch nicht viel mehr ausführen.


    In jedem Fall sei gesagt, dass der Leser dieses Buches bzw. der gesamten Trilogie mehr als einmal an der Nase herumgeführt wird und eine Welt in einer möglichen Zukunft erleben wird, die schön und bedrohend zugleich ist. Dafür schickt Ursula Poznanski eine Protagonistin ins Rennen, die über sich selbst hinaus wächst und die in ihrem tiefsten Herzen immer auf der richtigen Seite steht. Sie ist die Gute, sie ist Ria und sie sieht überall und in allem eine Chance.


    Die Eleria-Trilogie ist fantastisch dystopisch und ich empfehle sie gerne weiter.


    Die Rezension findet ihr auch hier:


    http://buchrezicenter.filmbesp…/kinder/die-vernichteten/


    und gleich noch auf der Hauptseite von Literaturschock

    Lesen ist meine Leidenschaft

  • Rhia hat das Rätsel um Dhalion gelöst und kennt damit das Ausmaß der Verschwörung gegen den Sphärenbund. Ihr Weltbild wird damit schon zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Quirin, der Urheber von Dhalion, ist jedoch spurlos verschwunden und der Schwarzdorn Clan wirft Rhia und Tycho vor, ihn getötet zu haben. Sandor bürgt für sie und so werden sie nur verbannt anstatt getötet. Doch die Flucht durch Wildnis ohne Waffen und Lebensmittel verlangt ihnen alles ab.
    Doch Rhia will unbedingt ihre Freunde in den Sphären retten, sie kann und will nicht verantworten, dass unzählige Menschen aus Rache ausgelöscht werden, auch wenn das System der Sphären irregeleitet sein mag.


    Durch viele Ortswechsel, insbesondere zu Beginn, wirkt das Tempo der Erzählung von Anfang an hoch. Was die medizinischen Fachfragen angeht, fand ich nicht alles wirklich logisch, aber ich bin auch kein Mediziner und gehe davon aus, dass die Autorin das entsprechend recherchiert hat.


    Spannend bleibt es insbesondere dadurch, dass man nie genau weiß, wem Ria trauen kann, wer wirklich auf ihrer Seite ist und wer eventuell doch eigene Ziele verfolgt. Auch kann man bei einige Personen einfach bis zum Ende nicht sagen, wie sie reagieren und was sie tun werden. Ich habe zwischenzeitlich beinahe jedem misstraut, war aber froh, als sich mein Misstrauen bei dem einen oder anderen als ungerechtfertigt herausstellte.


    Ich bin am Ende solcher Trilogien oft enttäuscht. Da liest man 2 Bände vorher und bekommt nur Fragen und keine Antworten, dann kommt der dritte Teil, der so langsam alles auflöst und dann am Ende Showdown und fertig. So auch hier.
    Das ist jetzt gar nicht so negativ gemeint, aber ich empfinde den Aufbau und das Ende von der Gewichtung her oft als irgendwie unausgeglichen.


    Dennoch war ich mit dem Ausgang hier ziemlich zufrieden und am Ende gab es doch noch die eine oder andere Überraschung.
    Eine spannende und lesenswerte Jugend-Dystopie-Trilogie!


    4ratten

    LG, Dani


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  • Spannend bleibt es insbesondere dadurch, dass man nie genau weiß, wem Ria trauen kann, wer wirklich auf ihrer Seite ist und wer eventuell doch eigene Ziele verfolgt. Auch kann man bei einige Personen einfach bis zum Ende nicht sagen, wie sie reagieren und was sie tun werden. Ich habe zwischenzeitlich beinahe jedem misstraut, war aber froh, als sich mein Misstrauen bei dem einen oder anderen als ungerechtfertigt herausstellte.


    Dani, ganz genauso ging es mir hier auch wieder! Sehr gut beschrieben. ;) Dadurch wird das Lesen zwar etwas anstrengend, aber auch spannend.


    Ich fand es an dieser Reihe schön in Ria eine Hauptfigur zu haben, deren Waffe die Worte sind und die mal nicht hervorragend kämpfen kann (dafür haben wir andere Figuren). Und ohne Worte hätte es ja auch nicht den Ausgang genommen.
    Schön auch: das Ende ist kein Friede-Freude-Eierkuchen Ende (das wäre komplett unrealistisch), aber ein Ende was hoffen lässt. An sich finde ich die Auflösung gut gewählt. Die Probleme sind nicht aus der Welt, aber können nun aktiv angegangen werden.


    Trotzdem war die Spannungsspitze bei mir mehr am Anfang des Buches als am Ende (ich dachte immer "Da muss doch noch was Aufregenderes kommen!"), deshalb gebe ich insgesamt
    4ratten


  • Dani, ganz genauso ging es mir hier auch wieder! Sehr gut beschrieben. ;)


    Danke! Ich hab mich echt schwergetan, das spoilerfrei aber trotzdem ein bisschen aussagekräftig zu formulieren. Wer es gelesen hat, weiß sicher, was/wen ich meine :zwinker:

    LG, Dani


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  • Zum Inhalt: Ria kennt nun das schlimme Geheimnis um den Virus, der so sich so schnell verbreitet und tötet. Und auch das Vorhaben kennt sie, doch dieses will sie verhindern - mit einem Gegenmittel. Und das wird von Quirin aufbewahrt, der dann aber plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist...Ria macht sich trotz widriger Umstände auf, um das Serum zu finden und den Virus zu stoppen. Doch dann entdeckt sie noch etwas, etwas das so Grausam ist, das alle Verschwörungen, die sie bisher lüften konnte, übertrifft...



    Rezension: Der letzten Teil, das große Finale der Trilogie um Ria, konnte wieder einmal mit einem tollem und passendem Cover überzeugen.
    Auch die Hauptprotagonisten - Ria, Sandor, Andris, Tycho - und die vielen Nebenprotagonisten konnten wieder mit ihrem Charakter punkten: wie so oft überzeugend, authentisch, klug, mutig....
    Der Inhalt war auch in diesem dritten Band wieder klasse aufgebaut (Verbannung, Flucht, Familienverhältnisse, Krankheit, Krieg, "Finale"...alles war rund und hat in sich gestimmt!). Logisch und konsequent mit vielen Wendungen.
    Die Autorin hat eine ihrer großen Stärken ausgespielt: innere Monologe und Dialoge. Auch ist es ihr gelungen die Personen und Schauplätze so zu charakterieren, dass der Leser sie sich wunderbar bildlich vorstellen konnte.
    Schlussendlich hat dann auch noch der grandiose Showdown gepasst: sehr spannend gehalten!
    Mir persönlich gab es nur ein paar kleine, vereinzelte Stellen, die man hätte etwas kürzer ausführen können.



    Ein super Abschluss einer tollen Dystopie-Trilogie mit tollen Figuren und Ideen und einer klasse Umsetzung! Einfach ein Ursula Poznanski-Buch!!!



    10 von 10 Punkte auf meinem Blog


    5ratten