Maryrose Wood - Aller Anfang ist wild/The Mysterious Howling

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Es gibt 24 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

  • Maryrose Wood: Das Geheimnis von Ashton Place - Aller Anfang ist wild


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    Inhalt:
    (Text vom Buch)


    Sie sind alles andere als normal, die drei Wilden von Ashton Place. Sie heulen wie die Wölfe und jagen leidenschaftlich gern Eichhörnchen. Dabei sollen sie doch endlöich lerne, sich richtig zu benehmen - schließlich gibt Lady Ashton bald ein großes Fest! In dieser äußerst schwierigen Situation kann nur eine helfen: Miss Penelope Lumley, die zauberhafte Gouvernante der Swanburne Academy. Beherzt macht sie sich an die Arbeit und merkt bald, dass nicht jeder ihre Bemühungen unterstützt. Allen voran Lord Ashton... Wie kann sie die Kinder vor ihm schützen?


    Meine Meinung:


    Schon lange hat mich diese Buchreihe gereizt - und ich bin froh, dass ich endlich die Gelegenheit hatte, sie zu lesen! Schon die Gestaltung des Covers ist sehr schön, ebenso das Vorsatzpapier mit Bäumen, Eichhörnchen und Vögeln, und beim Lesen merkt man auch, dass zum Beispiel die Eicchörnchen nicht zufällig abgebildet sind.


    Penelope ist eine 15jährige, die im Swanburne-Internat aufwuchs und unter der liebevollen Leitung von Miss Charlotte Mortimer eine gute Ausbildung erhielt, die sie zur Arbeit als Gouvernante befähigt. Keiner weiß wer ihre Eltern sind, aber wenigstens hatte sie keine so traurige Kindheit wie die Dickens-Figuren.


    Es ist sehr amüsant zu lesen, wie Penelope mit ihren Grundsätzen und typisch englischen Auffassungn von Erziehungszielen und gutem Benehmen auf die verwahrlosten, im Wald aufgefundenen Kinder trifft und diese zu erziehen versucht. Das ist witzig und humorvoll, und doch wird deutlich, dass das Geheimnis von Penelopes Erfolg darin besteht, dass sie die Kinder ernstnimmt und achtsam und liebevoll behandelt. Im Gegensatz zu Lady Constance, die mir allerdings etwas zu schablonenhaft gezeichnet war. Die übrigen Personen sind alle ganz eigen und skurril beschrieben. Viel Geheimnis umweht Lord Ashton, der zu Weihnachten bei Vollmond verschwindet und mit zerkratzten Händen wieder auftaucht... hier drängen sich schon Vermutungen auf, die in eine bestimmte Richtung gehen. Es ist nicht so klar wie im Klappentext behauptet, dass Lord Ashton den Kindern Böses will. Es bleibt unklar, wer das ist, und woher die Kinder überhaupt kommen.


    Der Schreibstil ist klar und einfach, dabei ironisch und humorvoll, oft wendet sich die Autorin ganz direkt an den jugendlichen Leser und erklärt Worte und damalige Gegebenheiten mit Bezug auf die heutige Zeit. Witzig sind auch die Merksätze von Agatha Swanburne, die Penelope in passenden Situationen einfallen und die die Gesetzmäßigkeiten des Lebens trocken auf den Punkt bringen. Mir hat das gefallen, allerdings weiß ich nicht, wie es bei der Zielgruppe der 10-12jährigen ankommt. Möglicherweise ist dies wieder so ein Kinderbuch, das vor allem Erwachsenen gefällt.



    Man merkt das die Autorin eine kleine Schwäche für Jane Eyre und Co. hat.


    Wie ich sehe, bin ich nicht die einzige, die sich an Jane Eyre erinnert fühlte. :winken:



    Gegen Ende wurde dann schon eine interessante Andeutung hineingestreut auf deren Lösung ich mich schon jetzt freue. Denn eins steht fest - ich will unbedingt mehr!!


    Die Haarfarbe. Ja, hier habe ich auch aufgemerkt. Ich bin gespannt, was sich hieraus für Penelope ergibt.


    Fazit: Ich bin außerordentlich angetan, würde Penelope Lumley wohl sagen. Auf zu Band 2!


    Altersempfehlung: ab 10-11 Jahren


    5ratten

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Valentine

    Hat den Titel des Themas von „Maryrose Wood - Aller Anfang ist Wild “ zu „Maryrose Wood - Aller Anfang ist wild/The Mysterious Howling“ geändert.
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    Miss Penelope Lumley ist aufgeregt, als sie in den Zug steigt - sie hat gerade erst ihre Ausbildung an der ehrwürdigen "Swanburne Academy for Poor Bright Females" abgeschlossen und reist nun zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Familie, die eine Gouvernante sucht.


    Zu ihrer eigenen Überraschung wird sie vom Fleck weg engagiert. Und noch größer ist ihre Überraschung, als sie ihre zukünftigen Schützlinge kennenlernt. Die drei "lebhaften Kinder" aus der Annonce sind halb verwildert, kommunizieren durch Heulen und Bellen und sind nicht die leiblichen Kinder der Ashtons (dafür wäre Lady Constance Ashton auch ein bisschen zu jung). Der Herr des Hauses hat sie kurz zuvor im Wald aufgelesen, wo sie offenbar unter Wölfen groß geworden sind.


    Penelopes Aufgabe besteht nun darin, diese drei präsentabel zu machen. Kein leichtes Unterfangen, doch mit Einfühlungsvermögen, gesundem Menschenverstand und viel Phantasie findet sie den Weg zu den Herzen und Köpfen von Alexander, Beowulf und Cassiopeia, wie der Lord sie hochtrabenderweise getauft hat und bringt ihnen Tischmanieren und Höflichkeitsfloskeln ebenso bei wie Rechnen, Lesen, Schreiben und normales Sprechen.


    Auf Lady Constances großem Weihnachtsfest sollen die drei Findelkinder schließlich der feinen Gesellschaft vorgeführt werden. Fast klar, dass das nicht nach Plan ablaufen wird - oder?


    Zuallererst fällt schon auf den ersten Seiten der Sprachwitz der Autorin ins Auge und die immer wieder kommentierende Erzählstimme, die aus der heutigen Zeit aufs viktorianische England blickt. Das ist zwar vom Spannungsbogen her grundsätzlich verzichtbar, sorgt aber für so manchen Grinsemoment.


    Penelope Lumley mag zwar erst fünfzehn sein, hat aber das Herz am rechten Fleck und Grips im Kopf, und die drei Wildfänge können sich glücklich schätzen, dass sie die Stelle bekommen hat, denn ihrem Finder Lord Ashton ist nicht unbedingt daran gelegen, dass es ihnen gut geht, sondern möchte hauptsächlich mit ihnen angeben. Außerdem scheint er Geheimnisse zu haben, von denen seine eitle, naive Frischangetraute nichts weiß. Die wiederum ist wahrlich nicht die hellste Kerze auf dem Leuchter und hegt keinerlei mütterliche Gefühle für die Kinder. Ein bisschen eindimensional wirken sie, aber die Überzeichnung passt zur leicht abgedrehten Story und hat mich nicht weiter gestört.


    Wie sich die drei unter Penelopes Führung von Halbwilden zu pfiffigen, einfallsreichen Schülern entwickeln, denen lediglich ein fataler Hang zur Eichhörnchenjagd nicht auszutreiben ist, liest sich spannend und oft auch lustig und gipfelt in einer milde ausgedrückt unvergesslichen Weihnachtsfeier, wobei viele Fragen wie etwa die nach den Eltern der Kinder oder Lord Ashtons Heimlichtuerei im Auftaktband zur "Ashton Place"-Serie unbeantwortet bleiben.


    Nicht so gelungen war allerdings aus meiner Sicht, dass die Entwicklung der Kinder nicht immer logisch "rund" wirkte und es mir auch ein bisschen zu schnell ging mit dem Sprechenlernen und der intellektuellen Entwicklung.


    Nicht unerwähnt bleiben dürfen die witzigen Zeichnungen von Jon Klassen in meiner Ausgabe. Der Zeichenstil ist reduziert und modern und sehr treffend.


    Lesens- und liebenswerter Auftakt zu einer ungewöhnlichen Jugendbuchserie.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Mir hat das gefallen, allerdings weiß ich nicht, wie es bei der Zielgruppe der 10-12jährigen ankommt. Möglicherweise ist dies wieder so ein Kinderbuch, das vor allem Erwachsenen gefällt.

    Witzig, dass Du das schreibst. Den Gedanken hatte ich beim Lesen auch mehrmals.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Aber wie sagte mal ein kluger Mensch im Forum (ich weiß bloß nicht mehr, ob es sandhofer oder BigBen war): Ein gutes Kinderbuch kann man auch als Erwachsener lesen. Ein schlechtes Kinderbuch sollte nicht mal ein Kind lesen ;)

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)