Katrin Koppold- Hochzeitsküsse und Pistolen: Cathy Gunn ermittelt

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Elaine.

  • Hochzeitsküsse und Pistolen: Cathy Gunn ermittelt von Katrin Koppold


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    Zitat von Amazonbeschreibung

    Ein Mord im beschaulichen Örtchen Wilbury on the Woods – das gab’s noch nie!
    Nur wenige Tage, bevor Cathy heiratet, stolpert sie auf der Ruine von Glenford Castle über die Leiche der Postbotin Veronica. Was aber noch viel schlimmer ist - Cathys zukünftiger Bräutigam, der ortsansässige Polizist, soll den Fall übernehmen und ihn so schnell wie möglich aufklären.
    Damit ihre Flitterwochen nicht ins Wasser fallen, sieht Cathy sich gezwungen, ihm tatkräftig unter die Arme zu greifen. Verdächtige gibt es auch mehr als genug, denn das Opfer war eine boshafte Klatschtante.
    Leider hat Cathy jedoch so gar keine Erfahrung in Sachen polizeilicher Ermittlungen. Kein Wunder, dass sie ihrem Verlobten immer wieder in die Quere kommt – und auch der Mörder bald auf sie aufmerksam wird.


    Meine Meinung
    Da ich bereits neulich ein Buch aus der „Sternschnuppen“-Reihe der Autorin gelesen hatte, das mir gut gefallen hat, war ich auf ihren neuen Roman (den ersten einer neuen Reihe) gespannt. Erst recht, da er als lustiger Krimi verkauft wird und somit noch mehr in mein Beuteschema fällt.


    Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman bietet wirklich viel Lese-Vergnügen. Ernst nehmen darf man diese Cick-Lit-Komödie natürlich nicht, aber die Lachmuskeln werden gut trainiert. Gleich bei der ersten Szene (klassisch wird hier die Leiche gefunden) musste ich hemmungslos kichern. Bei dem Sommerwetter war ich genau in der richtigen Stimmung für so etwas.


    Die Geschichte liest flott und unterhaltsam. Gerade für den Strand ist diese leichte Lektüre ideal.


    Ich-Erzählerin Cathy ist sofort sympathisch, auch wenn sie ab und an zum Überdramatisieren neigt. Sie ist herrlich normal und absolut nicht perfekt. Was für eine Erfrischung!


    Sie stolpert nicht nur selber über die Leiche, was natürlich ihre Neugierde weckt, sondern will vor allem ihre Flitterwochen retten. Ist der Fall in einer Woche nicht aufgeklärt wird ihrem Verlobten Simon nämlich der Urlaub gestrichen. Da bleibt ihr ja gar nichts anderes übrig als etwas selber zu ermitteln, oder? Und, wenn es nur ganz zufällig geschieht…


    Beruflich ist sie die reinste Katastrophe. Nach dem zwar erfolgreichen Studium hat sie nämlich keinen Job bekommen. Tatsache ist, dass das heutzutage absolut nicht ungewöhnlich ist, selbst wenn man eine nicht ganz so gewagte Fachkombination studiert hat wie Cathy. Dass sie zusätzlich auch absolut nicht ehrgeizig ist, macht sie ebenfalls nur sympathischer. Nicht ganz realistisch ist natürlich nicht, dass Cathy die Mittel hat auch ohne Job auszukommen, aber das stört nicht weiter. Es ist eine gute Entschuldigung, warum sie genug Zeit für die Ermittlungen hat. Ansonsten isst sie gerne und sportlich bleibt es bei guten Vorsätzen. (Ach ja… :redface:)


    Etwas überrascht war ich allerdings, wie wenig Cathy manchmal vom Dorfleben mitbekommt. In dem kleinen, englischen Dorf weiß eigentlich jeder alles über jeden, nur Cathy ist z.B. überrascht, dass der Hotelbesitzer der (seit Jahrzehnten zerstrittene) Bruder der Ermordeten ist.


    Die Nebenprotagonisten sind leider oft etwas stereotyp, aber ebenfalls sympathisch. Man hofft mehr von ihnen zu hören, allerdings werden wir im zweiten Band wohl auf ein Wiedersehen verzichten müssen, da der nächste Fall anscheinend in den Flitterwochen gelöst werden muss.


    So weit so gut.


    Leider stört die klischeehafte Handlung den positiven Eindruck ganz gewaltig. Ich erwarte von so einem Roman keine Neuerfindung des Genres. Mit dem Kriminalfall selber war ich auch durchaus zufrieden, aber etliche andere Handlungsstränge waren dermaßen durchsichtig, vorhersehbar und ausgenudelt, dass es regelrecht wehtat. Schade. Ohne diese eigentlich unnötige Verwicklung wäre der Roman um einiges besser geworden.


    So bietet er ordentliche, nette und lockerleichte Unterhaltung, durch einige Szenen muss man sich jedoch leider regelrecht hindurchärgern. Etwas mehr Originalität und weniger Vorhersehbarkeit hätten hier durchaus gut getan.



    Fazit Schöner, leichter und witziger Sommer-ChickLit-Schmöker mit einigen kleinen Abstrichen.



    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Meine Meinung


    Hochzeitsküsse und Pistolen ist das 3. Buch, dass ich von der Autorin in einer Leserunde mit ihr lesen durfte. Deshalb hat es mich auch dieses Mal wieder gefreut dabei zu sein.


    Wie schon bei ihren anderen Büchern, bin ich schnell in das Buch eingestiegen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt schnell voran.


    Cathy möchte eigentlich nichts anderes, als eine Location für ihre Hochzeit zu finden, die in wenigen Tagen stattfinden wird. So steigt sie mit ihrer besten Freundin in die Burg Glenford Castle ein, um dort nach dem geeigneten Platz zu suchen. Doch statt diesen zu finden, stolpern die beiden über eine Leichte. Was für ein Schreck.


    Ab diesem Zeitpunkt steht Cathys Leben auf dem Kopf. Überall im Dorf sieht sie auf einmal Verdächtige und ihre Flitterwochen sind in Gefahr, denn ihr Verlobter Simon ist Polizist in dem kleinen Dorf und darf erst in den Urlaub gehen, wenn er den Fall gelöst hat. Da muss Cathy ihm doch einfach helfen. Es geht schließlich um ihre Flitterwochen!


    Und wenn Cathy sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird es auch so gemacht. Simon gefällt das Ganze garnicht. Zudem benimmt er sich auch noch so merkwürdig und verrät ihr nicht das Geringste. Auch nicht wohin er abends immer wieder verschwindet. Was ist nur los mit ihm?


    Eine turbulente Geschichte, die gerne noch länger hätte sein können. Man kommt kaum zum Luft holen, weil sich die Ereignisse gerne auch überschlagen. So kommt es nicht zu dem Phänomen, dass es oft in der Mitte von vielen Büchern gibt - nämlich eine langgezogene Phase, in der nichts passiert, was der Entwicklung der Geschichte weiterhilft.


    Das Buch lädt auch zum Schmunzeln ein, denn Cathy tappt bei der Tätersuche in so einige Fettnäpfchen und komische Situationen. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz.


    Mein Fazit


    Ein Buch mit dem es sich schön auf das Sofa kuscheln lässt und auch für alle ist, die gerne mal Krimis lesen möchten, ohne dass man sich gruseln muss oder hinterher Beklemmungen hat.


    Einen Punkt muss ich jedoch abziehen, da das Buch für mich einfach zu wenig Seiten hat und am Ende doch alles ein wenig zu schnell geht und ich über manches doch ein wenig mehr gelesen hätte.


    Über weitere Bücher der Autorin werde ich mich aber auf jeden Fall weiterhin freuen =) Gerne auch mal ein Stückchen länger ;)


    4ratten

  • Wow! Noch ein Leser! :winken:
    Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Wo laufen denn die Leserunden? Auf Loveleybooks?



    Einen Punkt muss ich jedoch abziehen, da das Buch für mich einfach zu wenig Seiten hat und am Ende doch alles ein wenig zu schnell geht und ich über manches doch ein wenig mehr gelesen hätte.

    Stimmt. Am Ende geht alles etwas schnell. Da hätte ich auch noch gerne mehr gelesen. Aber ich habe schon festgesstellt, dass ordentlich ausklingende Enden anscheinend schwierig sind. Viele Autoren bekommen das nicht richtig hin. Direkt nach dem Höhepunkt ist einfach Schluss. Ist für mich oft wie gegen eine Mauer zu rennen, wenn man noch so richtig Geschwindigkeit drauf hat.


    Hier ist es mir auch aufgefallen, aber mit Aussicht auf einen bald erscheinenden zweiten Band fand ich es nicht so schlimm.


    Viel schlimmer fand ich den Handlungsstrang um

    Was für ein abgenudeltes, langweiliges, vorhersehbares Motiv! Ich hätte wirklich schreien können. Von der ersten Sekunde an wusste ich (und sicher jeder andere Leser) was da los war. Ich saß die halbe Zeit fassungslos da, weil ich nicht glauben konnte, dass heutzutage tatsächlich noch ein Autor mit so einem uralten Mist daherkommt.
    An Cathys Stelle wäre ich noch dazu wirklich versucht gewesen die Hochzeit abzusagen. Nicht weil

    Zum Glück ist das ja nur eine Nebenhandlung gewesen.
    Aber dafür musste ich einfach eine Ratte abziehen.


    Ein weitere halbe noch für weitere Kleinigkeiten, wie einen klischeehaften schwulen Freund (obwohl ich den mochte, aber Klischee ist Klischee) etc. und weil das Buch zwar wirklich sehr nett, aber nicht der absolute Knaller ist. Da komme ich dann eben auf dreieinhalb Ratten. Großzügigerweise. Denn eigentlich hätte ich noch eine halbe Ratte abziehen müssen. Fünf Ratten bekommen von mir nämlich nur Bücher, die mich total begeistern konnten. Das ist sehr selten. Bücher, die mir gut gefallen haben bekommen eben sonst standardmäßig vier Sterne.

  • Ja die Autorin hat bisher alle Leserunden auf Lovelybooks gemacht und ist dort auch aktiv :winken:
    Ich habe das Ebook direkt von ihr geschickt bekommen.


    Ja es gibt vieleeeee Klischees...bei manchen Stellen hat die Autorin jetzt auch gesagt, dass sie im Nachhinein doch etwas anders gemacht hätte. Aber dazu hat sie ja dann im 2. Teil Zeit ;)