Manuel Charisius - Weltenlied (Saga der Zwölf 1)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von BettinaP.

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    Autor und Titel:
    Manuel Charisius: Weltenlied (Saga der Zwölf 1)
    Klappentext:
    Zwei junge Gestaltwandler. Ein Ausgestoßener, unterwegs zum Horizont. Ein skrupelloser Herrschersohn. Ihr aller Schicksal erfüllt sich in dem einen Lied…
    Inhalt:
    Leùn ist ein pubertierender Jugendlicher, der mit seinem Großvater in einem kleinen, gemütlichen Tal lebt. Eines Tages muss er die Entdeckung machen, dass er ein Gestaltwandler ist – und damit ändert sich sein Leben. Gemeinsam mit dem Waldhüter des Dorfes und seinem besten Freund macht er sich auf, um mehr über diese Gabe zu lernen.
    Riyuu, ein junger Steppenläufer, muss dem neuen Chef seines Clans beweisen, dass er „den Wind reiten“ kann, bevor er wieder zurückkehren darf.
    Ein böser König schickt seinen Sohn aus, eine besondere Flöte zu finden.
    Diese drei Geschichten bilden die abwechselungsreiche Melodie in Weltenlied – dem ersten Teil der Trilogie der „Saga der Zwölf“
    Meine Meinung:
    Dieses Buch überzeugt mich auf ganzer Linie – die Charaktere sind sehr stimmig gezeichnet. Jeder einzelne von ihnen bekommt seine bzw ihre spezielle, unverwechselbare Klangfarbe. Liebesgeschichten werden romantisch-schön beschrieben ohne dabei kitschig zu werden. Die Erlebnisse der unterschiedlichen Personen sind spannend und abenteuerlich. Manchmal hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle tatsächlich eine „Verschnaufpause“ gewünscht, um die Vielfalt der Eindrücke „verarbeiten“ zu können – einer der wenigen kleinen Kritikpunkte bei einem insgesamt wirklich tollem Buch. Eine Fortsetzung ist bereits in Arbeit und ich freue mich schon darauf, die Personen weiter begleiten zu dürfen.
    4ratten

  • Wir befinden uns mit Léun in Grüntal. Léun ist ein typischer Jugendlicher: frech, verspielt und mit allerlei Stimmungsschwankungen. Plötzlich ändert sich jedoch sein fröhliches Leben und alles wird viel ernster und gefährlicher: Durch einen Vorfall verwandelt er sich in den Löwen Káor und ist gezwungen, mit seinen Freunden aus Grüntal zu fliehen. Zur gleichen Zeit wird auch der Steppenläufer Ríyuu aus seinem Stamm ausgestossen und irrt in der Steppe umher. Ihr aller Schicksal scheint zusammenzuhängen…


    Was mich an dieser Geschichte am meisten überzeugen konnte, waren das Menschliche und das Zwischenmenschliche. Alle Charaktere wurden liebevoll, tiefgehend und überzeugend von Manuel Charisius gezeichnet. Léun beispielsweise war kein typisch nerviger Jugendlicher, sondern ein Junge mit Stimmungsschwankungen, die Spaß gemacht haben. Sein bester Freund Arrec, der Waldhüter Héranon, das junge Mädchen Ciára: Sie alle funktionierten als Gruppe wirklich super (wenn auch nicht immer ohne Konflikte), das Zwischenmenschliche kam immer nachvollziehbar rüber. Besonders interessant war natürlich der Steppenläufer Ríyuu, weil er so anders war, aus einem Volk stammt, das so gar nicht alltäglich ist, und deshalb seine ganz eigenen Denk- und Lebensweisen hat. Wenn das auf den Alltag der ganz normalen Menschen trifft: unglaublich witzig und mit garantiert wertvollen Erfahrungen verbunden.


    “Weltenlied” lebt ganz viel von den Charakteren, aber die Geschichte an sich, die Welt und Atmosphäre, in der sie spielt, ist sehr spannend. Die Welt der Gestaltwandler war eine, die ich so noch nicht kannte. Auch die (Fantasy-)Welt bietet viel neues und der Fokus auf Musik ist ein ganz besonderer. Der Schreibstil von Manuel Charisius ist sehr angenehm zu lesen und kann Stimmungen und die Atmosphäre sehr gut zeigen.
    Zwischendurch kam es vor, dass ich mit den Gestalten und den fremden Namen ein wenig durcheinander gekommen bin. Da es aber doch nicht zu viele neue Begriffe und Namen gab, konnte ich mich recht schnell dran gewöhnen. Zudem habe ich das Buch in einer Leserunde bei leserunden.de gelesen und da konnten wir uns auch immer kräftig helfen, wenn es Verwirrungen gab.


    Für Fantasy-Fans, für Musik-Liebhaber, für Leute, gern richtig in neuen Welten abtauchen wollen. Sehr zu empfehlen.


    5ratten

  • Inhalt:


    Die unterschiedlichsten jungen Leute sind unterwegs, um in erster Linie sich selbst zu retten. Dabei nehmen sie mehr oder weniger ungewollt großen Einfluss auf die Welt in der sie leben.


    Cover: Das Cover ist sehr schön, ganz so stellt man sich das vor.


    Kapitel: In Anlehnung an ein Lied ist das Buch in Vorspiel, Zwischenspiel, Nachspiel und Strophen eingeteilt, was ich sehr gelungen fand.


    Meine Meinung:




    Manuel Charisius ist es gelungen, nicht nur eine fantastische Geschichte zu schreiben, sondern gleichzeitig einen Initiationsroman. Die Themen: Selbstfindung, Freundschaft, Liebe, Verrat, und Machthunger sind nicht neu, man kann ja schließlich das Rad nicht neu erfinden, aber die Umsetzung und Verknüpfung dieser Themen ist sehr gut gelungen.


    Wir haben drei jugendliche Protagonisten, die aus den unterschiedlichsten Gründen abenteuerliche und gefährliche Reisen durch das Land Nýrdan machen.


    Dabei entwickeln sich Liebesbeziehungen, werden Freundschaften auf die Probe gestellt, und so ganz nebenbei müssen sie versuchen, sich selbst und ihre Welt zu retten.


    Musik spielt dabei eine große Rolle. Sie muss aus dem Innern kommen, und damit das möglich ist, müssen die Protagonisten ihre jeweiligen Entwicklungen durchmachen.


    Es wird nicht ausgesprochen, aber es wird klar, dass Unwissenheit zu einer großen Gefahr werden kann: hauptsächlich für das Umfeld der Jugendlichen, aber auch für sie selbst.


    Letztendlich nützt einem aber auch das größte Wissen nichts, wenn man es für eigennützige Zwecke einsetzt.


    Die Geschichte zeigt die Zerrissenheit der Jugendlichen, mit allem was dazu gehört: Fragen, Aufmüpfigkeit, Aufbrausen, Ungeduld; aber auch Vertrauen, Freundschaft, Liebe und Romantik.


    Die Szenen haben mich stellenweise sehr tief berührt, aber wer homophob ist, sollte vermutlich die Finger von dem Buch lassen.


    Beim ersten Mal lesen hatte ich dass Gefühl, dass mir beim Schluss etwas fehlte, aber nachdem ich ihn jetzt noch einmal gelesen habe kann ich diesen ersten Eindruck nicht mehr bestätigen.


    Ein rundum gelungener Roman, nicht nur für Fantasiefreunde. :tipp:


    Man darf den Folgeband mit Spannung erwarten.


    5ratten

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.  - Albert Einstein

  • Der 14-jährige Léun wird von einem Löwen angefallen und zerfleischt, doch er erwacht unverletzt und trägt fortan den Löwen Káor in sich. Er kann sich in diesen verwandeln, hat das aber nicht unter Kontrolle. Zusammen mit dem Waldhüter Héranon und seinem besten Freund Arrec macht er sich auf die Suche nach einem Weisen, der ihn den Umgang mit seiner Gabe lehren kann.


    Zeitgleich wird der junge Steppenläufer Ríyuu von seinem Stammesführer aus der Zeltstadt Wáhiipa verstoßen und darf erst zurückkehren, wenn er die ihm gestellte Aufgabe erfüllt hat. Und dann ist da noch Prinz Gúrguar, Erbe des Throns von Düsterland, der im Auftrag seines Vaters nach einer besonderen Flöte sucht und sie um jeden Preis in seinen Besitz bringen will. Denn wer die Flöte des Yleriánt spielt, kann die Welt verändern …


    Die Geschichte konnte mich mit ihren stimmungsvollen Beschreibungen und geheimnisvollen Andeutungen schnell einfangen, dazu kamen noch spannende Figuren und eine abwechslungsreiche Welt, die es zu entdecken gab. Ich war neugierig darauf, mehr über die Zusammenhänge zu erfahren – und natürlich über die Figuren, die mich erwischt hatten.


    Ich fühlte mich mitten in der Geschichten, weil alles so nah auf mich wirkte und mein Kopfkino beeindruckende Bilder produziert hat. Viele davon! Mir hat gefallen, wie gut man die einzelnen Figuren und die verschiedenen Kulturen kennenlernt. Es wird sich Zeit dafür genommen und nicht gleich “losgestürmt”, so dass man ein Gefühl für die verschiedenen Lebensweisen aufbauen kann. Beeindruckt haben mich auch die sensibel und liebevoll beschriebenen Beziehungen, die mich sehr berührt haben.


    Es gab so einige Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Mit einer von ihnen hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, aber durch die Entwicklung in der Geschichte konnte sie mich dann doch noch sehr für sich einnehmen. Es gab Figuren, die ich als sehr spannend oder faszinierend oder einfach nur sympathisch empfand. Und welche, die mich gleich voll erwischt haben – zum Beispiel Héranon, der Waldhüter. Er hat für mich eine ganz besondere Ausstrahlung und reizt mich auch durch die Kombination aus Wissen und Geheimnissen. Darum habe ich hier auch mindestens vier Lieblingsfiguren …


    Die Flöte des Yleriánt nimmt in diesem Roman eine sehr wichtige Rolle ein und passend dazu ist das Buch nicht in Kapitel, sondern in Strophen und Zwischenspiele aufgeteilt. Es lohnt sich, diese Geschichte aufmerksam zu lesen, weil man sie dann auf einer tieferen Ebene verfolgen kann. Es gab so einige Anhaltspunkte und eingestreute Informationen, die meine grauen Zellen zum Rotieren gebracht haben. Daher hatte ich auch viel Spaß beim Spekulieren, denn ich werde als Leser auch gerne gefordert und mag es, wenn mir nicht alles wie auf einem Silbertablett präsentiert und erklärt wird.


    “Weltenlied” war für mich eine sehr spannende, emotionale und abwechslungsreiche Lektüre, die mich mit vielen Bildern und Eindrücken zurückgelassen hat. Eine berührende Geschichte, die neugierig auf die weiteren Bände macht! Die Reihe wird wahrscheinlich aus drei bis maximal fünf Bänden bestehen – und wenn ich Glück habe, wird es vielleicht auch über Héranon noch einiges zu lesen geben, der kam mir am Ende des Romans ja ein wenig zu kurz. Nicht nur weil ich ihn sehr mag, sondern auch aufgrund bestimmter Ereignisse, über die ich hier aus dramaturgischen Gründen schweige. ;)


    Und natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn ich “Weltenlied” irgendwann in mein Papierbuch-Regal stellen könnte, zur Zeit ist es ja nur als eBook erhältlich …


    5ratten

  • Die Leserunde "drüben" habe ich leider verpasst, aber das Buch ist definitiv auf meiner Liste - nach Euren tollen Rezensionen umso mehr :smile:


  • Die Leserunde "drüben" habe ich leider verpasst, aber das Buch ist definitiv auf meiner Liste - nach Euren tollen Rezensionen umso mehr :smile:


    Dann kommt hier die erste kritische Stimme. :zwinker:

    Viele Grüße Babsi

  • Der junge Léun lebte bisher bei seinem Großvater in Grünthal das ganz normale Leben eines Jugendlichen. Eines Nachmittags begibt er sich zur Löwenquelle um dort zu baden und wird vom Namensgeber der Quelle, einem Löwen, angegriffen. Als Léun wieder erwacht glaubt er, er wäre tot – aber dem ist nicht so. Im Gegenteil, er ist lebendiger denn je denn in ihm stecken nun 2 Gestalten, Léun und Káor, der Löwe.


    Waldhüter Héranon, Arrec, Ciára und Leun machen sich auf um in die nächste größere Stadt zu reisen – zu einem Weisen, der Léun lehren soll mit seiner Verwandlungsgabe umzugehen.


    Efuwâk, der König von Lharkâ, schickt seinen Sohn Prinz Gúrguar mit Syr Pano aus um eine Flöte zu finden. Wer im Besitz der Flöte ist, der kann die Welt nach seinen Vorstellungen verändern – mit dem Weltenlied.


    Riyuu, der junge Steppenläufer, wird aus seinem Stamm verstoßen – und darf erst wiederkommen wenn er „den Wind reiten“ kann. Auf seiner langen Reise, von der er gar nicht weiß wo sie ihn hinführen wird, findet er eine Flöte .....


    Sie alle treffen in Nýrdan aufeinander wo sich ihr Schicksal erfüllt.


    Fazit:


    „Weltenlied – Saga der Zwölf“ ist der 1. Band einer Triologie von Manuel Charisius.
    Das Cover ist sehr schön, außergewöhnlich, und hat mich sofort angesprochen.


    Leider konnte mich die Geschichte hinter dem Cover nicht so begeistern wir ich mir das erhofft hatte.


    Ich habe das Buch in einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen und trotzdem haben sich mir einige Dinge nicht erschlossen. Vieles ging mir einfach zu schnell, da hätte ich mir mehr Überleitungen gewünscht, hinter einigen Passagen habe ich keine Logik gefunden und leider leider konnte das Buch mich nicht einfangen.


    Das finde ich sehr schade, denn eigentlich mag ich Gesichten über Gestaltwandler.
    Vielleicht habe ich aber auch gerade deswegen andere Erwartungen an das Buch gehabt.

    Viele Grüße Babsi

  • Inhalt:
    Gúrguar bekommt von seinem Vater, dem König Düsterlands, den Auftrag, die magische Flöte des Ýleriant zu suchen und zu ihm zu bringen.


    Léun, ein 14-jähriger Junge wird auf mysteriöse Weise zu einem Gestaltwandler. Da ihm droht, gelyncht zu werden, verlässt er gemeinsam mit dem Waldhüter Héranon und seinem besten Freund Arrec sein Heimatdorf.


    Zeitgleich zieht der 17-jährige Steppenläufer Ríyuu los. Er darf erst in sein Dorf zurückkehren, wenn er die nahezu unlösbare Aufgabe seines Stammesanführers erfüllt und die Bedeutung seines Namens ergründet hat.


    Drei Wege, die das Schicksal zusammenführt - im Zentrum eine magische Flöte, die die Welt verändern kann.


    Meine Meinung:
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Mit Nýrdan, seinen Völkern und Landschaften, hat Manuel Charisius eine sehr schöne Welt erschaffen, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Die Geschichte las sich für mich flüssig und – was mir besonders gut gefallen hat – bot mir viel Raum für eigene Spekulationen, mit denen ich oft genug falsch lag. Zudem gab es so manche Überraschung mit der ich auf keinen Fall gerechnet hätte.


    Mein absoluter Lieblingscharakter ist Héranon, der Waldhüter, aber auch die anderen Charaktere konnten mich überzeugen – wenn es auch bei Léun ein wenig länger gedauert hat, ohne dass ich wirklich ausmachen konnte, woran es lag.


    Einziger Kritikpunkt: Die Szenen mit der Quelle und dem Träneneid waren mir etwas zu „der-Fantasie-des-Lesers-Raum-lassend“ ;-) beschrieben; soll heißen: ich habe nicht gleich verstanden, was dort passiert. Das hat meinem Lesespaß und dem Verständnis des weiteren Geschichtsverlauf aber keinen Abbruch getan.


    Das Ende der Geschichte hat mich zufrieden zurück gelassen. Die wichtigsten Fragen wurden beantwortet, so dass ich auf den zweiten Band gelassen warten kann.


    Fazit: Ein gut gelungener erster Band und eine Kaufempfehlung. Ich freue mich schon auf den nächsten.


    4ratten