Todd Burpo - Den Himmel gibt´s echt

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Autor: Todd Burpo mit Lynn Vincent


    Titel: Den Himmel gibt`s echt - die erstaunlichen Erlebnisse eines Jungen zwischen Leben und Tod


    Sonstige Informationen: SCM Verlag, 14. Auflage 2014, Hardcover, 160 S.


    Klappentext: Colton ist vier Jahre alt, als er lebensgefährlich erkrankt und operiert werden muss. Er überlebt um Haaresbreite. Später erzählt er seinen Eltern, dem Pastorenehepaars Todd und Sonja Burpo von erstaunlichen Dingen, die er während dieser Zeit zwischen Leben und Tod gesehen hat. Er berichtet von Tatsachen, die er gar nicht wissen konnte. Coltons Fazit: "Den Himmel gibt's echt!"


    Über die Autoren: Todd Burpo ist Pastor in einem kleinen Ort in Nebraska, USA. Er ist Seelsorger bei der Freiwilligen Feuerwehr, Trainer der Ringermannschaft und führt eine Firma für Garagentore. Er ist der Vater von Colton Burpo und seinen beiden Geschwistern.
    Lynn Vincent ist Autorin bzw. Mitautorin von neun Büchern und lehrt als Dozentin für Kreatives Schreiben in New York.


    Inhalt: Im März 2003 erleidet der damals fast 4jährige Colton einen unerkannten Blinddarmdurchbruch. Diesen überlebt er nur sehr knapp. Einige Monate später fängt er an, quasi beiläufig, seinen Eltern von seinen Erfahrungen „im Himmel“ zu berichten. Da die Eltern sehr darauf bedacht sind ihm keine Worte in den Mund zu legen und keine Suggestivfragen zu stellen, erfahren sie über mehrere Monate immer mal wieder in kurzen und knappen Aussagen Details von Colton. So beschreibt er nicht nur Jesus und Gabriel, sondern auch Treffen mit der nahen, bereits verstorbenen, Verwandtschaft, die er nie kennen gelernt hat.


    Meine Meinung: Ich bezeichne mich als christlich-gläubigen Menschen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch – aber selbst mit diesem Hintergrund hat es mir insgesamt eher nicht gefallen. Das Bild vom Himmel, das der kleine Colton beschreibt, ist mir einfach zu kindlich, bildlich, katholische-Kirchenfenster-konkret. An einigen Stellen ist es sehr schwülstig-amerikanisch. Leider werden von den Eltern gewisse Dinge nicht hinterfragt, wie z.B. Coltons Behauptung, dass er drei Minuten lang tot gewesen sei, obwohl im Arztbrief davon nichts steht. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Eltern sich noch mal mit dem behandelnden Arzt auseinandersetzen. Die Sprache ist sehr einfach gehalten und teilweise schon arg anspruchslos.
    Das Buch ist durchaus etwas für Menschen, die argloses Interesse an der Thematik haben und nett unterhalten werden wollen. Colton ist wirklich niedlich beschrieben und einige Themen sind schon bewegend.
    Vielleicht bin ich aber auch nur zu kleingläubig für diese Art von Buch, wer weiß es schon…


    2ratten