Mechthild Gläser - Die Buchspringer

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Kurzbeschreibung
    Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste … Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen? Die mit dem Seraph-Phantastikpreis ausgezeichnete Autorin Mechthild Gläser schafft in „Die Buchspringer" spannende, fantasievolle Unterhaltung mit viel Atmosphäre, einem Hauch Romantik und witzigen Wiedererkennungseffekten. Ein fesselnder Schmöker mit viel Humor!


    [hr]


    Zu diesem Buch startet am 6. Februar eine autorenbegleitete Vorab-Leserunde - heute ist die letzte Chance, in den Lostopf zu hüpfen :winken:

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Oh mein Gott, das klingt ja gigantisch!


    Wenn noch Platz im Töpfchen ist, wäre ich dabei.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Einfach drüben anmelden und auf dein Losglück hoffen :zwinker:

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Stimmt, könnte helfen, mich drüben anzumelden. Ich bin heute echt neben der Kappe :spinnen:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Mit einem Kopfsprung in die Welt der Bücher...


    Nach diesem Buch frage ich mich ernsthaft, warum dieses mein erstes von Mechthild Gläser ist, denn dieser Jugendroman hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen und mich regelrecht verzaubert.


    Amy und ihre Mutter Alexis fliehen im Sommer zu Großmutter Mairead nach Stormsay. Hier erfährt Amy, dass sie zu den Buchspringern gehört, die als Jugendliche in die Welt der Bücher springen können. Wie jetzt, einfach Buch aufschlagen und zack ist man in der persönlichen Lieblingsgeschichte? Genau so ist es und damit beginnt für Amy ein Abenteuer, dass sie nie erwartet hatte.


    Durch die Geschichte führt uns ein personaler Erzähler, so dass wir aus mehreren Perspektiven die Ereignisse miterleben dürfen. Ansonsten ist die Story in zwei Parts unterteilt, zum einen ist da die Hauptgeschichte und zum anderen eingestreute, mysteriöse Märchenfragmente.


    Die dargestellten Charaktere, egal ob Haupt- oder Nebenfiguren, sind ausführlich beschrieben, so dass man sich als Leser in jeden Einzelnen hineinversetzen kann. Mir hat am besten Mr. Stevens gefallen, der dürfte gern bei mir einziehen, aber auch Amy und Will mochte ich sehr gern.


    Die Ideen, die die Autorin hier umgesetzt hat, hauen einen als Leseratte einfach um, möchte man doch am liebsten an Amys Stelle agieren.


    Die Handlung wird aufgepeppt durch zahlreiche Wendungen, so dass sich erst ganz am Schluss alles auflöst. Die Geschichte schließt mit einem schlüssigen Ende und keine Frage bleibt offen.


    Fazit: Ein Buch, dass Jung und Alt gleichermaßen begeistern wird. Uneingeschränkt empfehlenswert und für mich ein neues Lieblingsbuch. Must-Read 2015!


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Oh das klingt gut! :klatschen:
    Auf dieses Buch warte ich auch schon ganz gespannt und sobald die Bib es anschafft, werde ich es mir krallen. Bin sehr neugierig darauf.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Auf die Plätze, fertig, rein ins Buch!


    Jahrelang haben sich Amy und ihre Mutter Alexis allein durchgeschlagen. Doch dann wird der Alltag einfach zu viel für sie beide und sie flüchten über die Sommerferien nach Schottland, auf eine kleine Insel namens Stormsay. Die Familie, vor der Alexis ursprünglich geflüchtet ist, lebt dort und für Amy eröffnet sich mit diesem Besuch eine ganz neue Welt: Sie entspringt nämlich einer Familie von Buchspringern, die sich geschworen haben die Buchwelt zu beschützen. Und wie? Indem sie einfach in die Geschichten hineinspringen und dafür sorgen, dass alles vernünftig nach Plan läuft. Doch schnell zeigt sich für Amy, die von den Buchsprüngen von Beginn an unglaublich begeistert ist, dass momentan in der Buchwelt so einiges komisch ist.


    Schon wieder ein Buch über Bücher? Aber ja, und zwar ein traumhaft gutes Buch über Bücher. Jeder Leser hat sich bestimmt schon mal darüber Gedanken gemacht, was die Figuren im Lieblingsbuch eigentlich tun, während sie gerade keinen Auftritt haben. Was machen sie in ihrer Freizeit? Mechthild Gläser gibt in „Die Buchspringer” zauberhafte Antworten auf diese Fragen. Die Buchwelten, in die Amy springt, sind sehr liebevoll ausgearbeitet und es macht viel Spaß mit Amy zu reisen. Auch die Draußenwelt, unsere Welt, bleibt trotz der vielen Möglichkeiten in verschiedene Geschichten zu springen interessant: Auf der Insel, auf der Amys Familie und eine weitere Familie von Buchspringern leben, scheint es trotz des kleinen Umfangs noch so einige versteckte Geheimnisse zu geben. Insgesamt ist es der Autorin gelungen diese beiden Welten geschickt und vor allem spannend miteinander zu verweben, sodass ich mit den Charakteren fiebern, freuen und leiden konnte und es vor lauter Spannung gar nicht aus der Hand legen wollte.


    Die meiste Zeit über begleiten wir die Geschichte durch Amys Blickwinkel. Sie ist eine interessante und schusselige junge Dame, die sich nicht scheut mal aus der Reihe zu tanzen und ihre Umgebung neugierig erforscht. Mit Amy kann der Leser auf jeden Fall viele angenehme Stunden verbringen. Ein paar wenige Seiten weilt man auch an der Seite von Will, einem jungen Buchspringer, der auf Stormsay aufgewachsen ist und schon sein ganzes Leben lang springt. Auch diese Perspektive ist faszinierend, weil sie doch noch mal ein anderes Licht auf die Welt wirft. Zwischen den Kapiteln befinden sich zudem liebevoll aufgemachte, mysteriöse märchenhafte Texte, die sich nach und nach weiter entschlüsseln.


    Für mich gehört „Die Buchspringer” zu den besten Büchern über Bücher, die ich je gelesen habe. Bücherliebhabern wird in der Buchwelt regelmäßig das Herz höher schlagen, schneller schlagen oder gar aussetzen, wenn sie lesen, was da plötzlich so geschieht, und da diese Geschichte auch in der Draußenwelt mit viel Spannung und liebevollen Details aufwarten kann, kann ich sie nur wärmstens empfehlen.


    Herzlichen Dank an das Team von leserunden.de, die es mir und vielen weiteren Teilnehmern ermöglicht haben, „Die Buchspringer” schon vor Erscheinen zu lesen, um dann gemeinsam zu spekulieren und zu schwärmen.


    5ratten :tipp:

  • Da ich Werther außerordentlich mag, brauchte er mich nicht lange bitten, ihm für ein paar Zeilen das Wort zu überlassen...


    Bester Freund,


    ich habe schon einige Male die Feder zur Hand genommen, ohne dir - wie es mein Gedanke war - gleich zu schreiben.


    Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet.


    Denn in den letzten Tagen ist viel geschehen...


    Doch zunächst einmal: Die hehre Gilde der Buchspringer auf der Insel Stormsay, die hier seit Jahrhunderten für den Schutz der Literatur sorgt, hat Zuwachs bekommen. Fräulein Amy aus dem Clan der Lennox. Es ist mir vergönnt gewesen, sie gleich am ersten Tag, an dem sie das Dschungelbuch in der Buchwelt besuchte, kennenzulernen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, sie hat mich vor den drei Hexen aus Macbeth retten müssen.


    Aber nicht nur deshalb habe ich sie ein klein wenig in mein Herz geschlossen, (wobei sie natürlich nie meine Lotte wird verdrängen können). Das Fräulein Amy ist so begabt und sieht bezaubernd aus in ihrer grazilen Anmut. Tatsächlich durfte ich ihr schon meinen Arm zum Geleit reichen und sie - echter Kavalier, der ich bin - durch das unwegsame Gelände führen. Ein böser Mensch würde behaupten, dass wir beide gemeinsam unbeholfen über Wurzeln stolperten und uns auf den engen Trampelpfaden gegenseitig auf die Füße traten. Aber ich weiß, du bist keiner dieser verächtlich redenden Personen, die solcherart über eine junge Dame und ihren Begleiter herfallen. Das hat das Fräulein Amy in ihrer Welt zur Genüge erlebt. Ich wünschte, ich könnte diese Personen zu einem Duell auf Pistolen fordern, wenn ich nicht wüsste, dass mein Mut dafür leider nicht ausreicht...


    Jedoch törichte Gedanken darüber erlaube ich mir nicht, weil ich die Buchwelt nicht verlassen werde. Außerdem:


    Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße.


    Das Fräulein Amy ist so wissbegierig und erinnert sehr an ihre Frau Mama, als diese noch die Buchwelt mit ihrer Anwesenheit beglückte. Die edle, wenn gleichwohl unglückliche Anna Karenina sagte mir erst letztens bei unserer Begegnung in der "Zeile" - du weißt, es ist der Ort, an es uns Buchfiguren gestattet ist, uns mit anderen zu treffen... Also, sie erinnerte sich wehmütig an ihre wunderbare Freundschaft mit Fräulein Alexis, und sie bedauert es heute noch mit Wehmut, dass diese eines Tages fortblieb. Wobei mir Anna Karenina im Vertrauen offenbarte, was der Grund für die Flucht von der Insel der Buchspringer gewesen ist. Als Herr von Anstand habe ich ihr natürlich strengste Geheimhaltung zugesichert.


    Schweife ich ab? Sieh es mir nach, lieber Freund. Dabei ist das Leben derzeit so aufregend, dass ich mich gar oft daran erinnern muss, mein eigenes Ende, das ich ja selbst so gewollt habe, nicht zu verpassen.


    Ich will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bißchen Übel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkäuen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwärtige genießen, und das Vergangene soll mir vergangen sein.


    Doch es hat sich etwas Schreckliches zugetragen. Sherlock Holmes, dieser überragende Detektiv, ist tot. Das Fräulein Amy fand ihn gemeinsam mit dem jungen Macalister. Was muss das für einen Schock gewesen sein. Master Will, wie Sherlock Holmes ihn nannte, betrachtete sich als besten Freund des Meisterdetektivs und ermöglichte ihm so manchen Gang in die Draußenwelt. Um so bedauerlicher ist, dass Holmes dort zu Tode kam. Wer nur wollte sein Ableben? Er hatte außerhalb seines Buches keine Feinde, war zwar etwas eigen, zugegebenermaßen, aber ein brillanter Kopf.


    Damit nicht genug. Unerklärliche Ereignisse erschüttern die Buchwelt. Ein Dieb ist hier unterwegs, und dank meiner, ich darf sagen, nicht unbescheidenen geistigen Fähigkeiten, die selbstverständlich hinter denen vom großen Sherlock Holmes zurückstehen, gelang mir die Erkenntnis, dass dieser gemeine Dieb die Ideen aus verschiedenen Büchern stiehlt, ohne die die Bücher nicht existieren können.


    Du verstehst, teurer Freund, dass ich Fräulein Amy sofort meine tatkräftige Unterstützung bei der Lösung dieses Problems angeboten habe. Voller Stolz kann ich dir schreiben, dass sie dieses Offerte dankend angenommen hat. Und so konnte ich als treuer Freund bereits einen schlichten Betrag leisten und erstellte eine Liste der verlorenen Rudimente.


    Seit der Zeit bin ich oft draußen.


    Ich habe keine Ruhe, mich in meiner Kammer meiner Kunst zu widmen, wenn Geheimnisvolles in der Buchwelt geschieht.


    Übrigens befinde ich mich hier gar wohl.


    Denn meinem Geschick ist es zu verdanken, dass wir uns einmal der Ergreifung des Dieb so nahe wähnte. Leider gelang dies dann doch nicht. Er entkam uns, was Fräulein Amy und mich sehr betrübt.


    Und zudem quält mich - du wirst behaupten unsinnigerweise - der Gedanke, dass auch der junge Herr Will dem Fräulein Amy seine Hilfe zugesichert hat. Ich habe ihre liebevollen, sehnsüchtigen Blicke, die mir äußerst vertraut sind, bemerkt, als sie von ihm sprach. Ich gebe zu, Malalister ist ein formidabler junger Mann. Andererseits wäre ich entzückt, wenn die Bewunderung Fräulein Amys allein meiner Person gelten würde...


    Jetzt muss ich eilen, bester Freund. Meine Anwesenheit wird benötigt.


    Dir in der Ordnung zu erzählen, wie's zugegangen ist, daß ich eins der liebenswürdigsten Geschöpfe habe kennen lernen, wird schwer halten. Ich bin vergnügt und glücklich, und also kein guter Historienschreiber.


    Jedoch ich sichere dir schon jetzt einen einen wohlfeil geschliffenen, bestimmt auch in seinen Wendungen und Ergebnissen überraschenden, gleichwohl stets unterhaltsamen, mit Poesie erfüllten und fantasievollen Bericht über aufwühlende und gefährliche Abenteuer zu, wenn das wundervolle Fräulein Amy und ich das mysteriöse Rätsel gelöst haben. Wünsche uns Glück!


    Dein treuer Freund


    Werther

    P. S. Werther zitiert sich selbst (aus "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe).


    5ratten

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

    Einmal editiert, zuletzt von Svanvithe ()

  • Aufmachung des Buches


    Das Cover hat mich gleich angesprochen. Die Farben sind nicht zu grell und es zeigt alles, was dieses Buch beeinhaltet. Es zeigt dem Leser gleich, worauf man sich einstellen kann. Auf dem Cover ist die Hauptfigur Alice zu sehen und einige bekannte Buchfiguren, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen wie z.B. Sherlock Holmes und das Kaninchen aus Alice im Wunderland. Die Gestaltung des Buches verspricht dem Leser eine wundersame Welt mit vielen Abenteuern. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass unter dem Schutzumschlag der Einband weiß ist. Da muss man sich entscheiden, ob man lieber den Schutzumschlag oder das Buch an sich schützen möchte vor Knicken, Dreck usw. ;)

    Meine Meinung


    Ich bin auf dieses Buch über einen anderen Bücherblog aufmerksam geworden und das Cover und der Inhalt haben mich gleich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Welcher Leser würde nicht mal gerne in sein Lieblingsbuch springen und mit den Charakteren die Geschichte erleben und mit ihnen leiden und lieben?


    Gleich am Anfang wird man in die Geschichte geworfen. Amy und ihre Mutter haben einen Billigflug gebucht, um über die Sommerferien Deutschland zu verlassen. Sie beide flüchten vor der Gegenwart. Amys Mutter, weil ihr Freund sie auf einmal verlassen hat und Amy, weil ihre Mitschüler Bilder von ihr ins Netz gestellt haben, die sie vor allen blamiert hat. So flüchten sie nach Schottland auf die Insel Stormway, wo Amys Verwandte leben. Noch nie hat ihre Mutter von ihrer Vergangenheit gesprochen, als sie schwanger ihre Heimat verließ und nach Deutschland flüchtete. Was erwartet Amy auf der Insel?


    Amys Leben wird in kurzer Zeit komplett umgekrempelt. Sie ist eine Buchspringer! Das heißt, sie braucht sich einfach nur ein Buch auf die Augen zu legen und schon steht sie mitten in der Geschichte! Wahnsinn. Amy ist begeistert. Jetzt weiß sie auch endlich, warum sich ihr ganzes Leben bisher nur um Bücher gedreht hat. Aber warum wollte Amys Mutter nicht, dass sie von ihrem Erbe erfährt? Was verheimlicht sie ihr?


    Amy springt von Geschichte zu Geschichte. Doch etwas Unheimliches treibt in der Bücherwelt sein Unwesen. Erst verschwindet Sherlock Holmes und dann das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland. Was ist nur los?


    Die Autorin hat es geschafft, mit diesem Buch, eine Idee bzw. einen Traum vieler Leser zu verwirklichen. Wer würde nicht gerne einmal zu sehen wie Elisabeth Bennet sich in Mr Darcy verliebt oder Sherlock Holmes bei der Lösung eines Rätsels behilflich sein?


    Ihr ist es gelungen eine Welt zu erschaffen, die mich von Anfang an gefesselt hat. Die Charaktere sind gut beschrieben und schnell wird man selbst zu Amy, die zwischen den Bücherseiten verschwindet. Man fühlt förmlich, wie man in die Geschichten hineingezogen wird.


    Man fiebert mit Amy mit und würde sich selbst gerne auf die Suche nach dem Wesen machen, dass die Charaktere aus den Büchern im Atem hält.


    Wer würde sich nicht gerne vorstellen, dass sich alle Charaktere der Bücherwelt außerhalb ihrer Bücher bewegen können und zusammen in einer Bar eine Cola trinken? Oder das man einfach nur von Seite zu Seite springen muss, um schnell durch ein Buch zu blättern?


    Die Autorin hat sich auch wirklich einige Gedanken gemacht. Natürlich darf man nichts in einer Geschichte verändern, wenn man in das Buch springt. Denn was dann passiert, ändert alle gedruckten Bücher dieser Welt. Es ist als ob man in die Zukunft oder Vergangenheit springen würde und dort aus Versehen ändert. Amy hat in diesem Buch noch viel zu lernen. Sie ist für Buchspringer schon in einem fortgeschrittenen Alter und die zwei anderen Kinder auf der Insel sind ihr weit voraus.


    Die Seiten sind nur dahin geflogen und ich habe gehofft, dass das Buch nicht enden würde. Aber leider muss das ja jedes Buch ;) Die Autorin hat es geschickt geschafft, alle Welten miteinanderzuflechten und ein gutes Ende für die Geschichte erfunden. Es gibt immer wieder andere Verdächtige, aber mein Gefühl hatte am Ende Recht.


    Schade, dass das Buch nur 384 Seiten hat. Ich hätte gerne noch andere Bücher betreten, auch wenn schon einige bekannte Geschichten vertreten sind.



    Mein Fazit


    Eine Traumwelt für alle Leseratten. Gut geschrieben hat die Geschichte mich schnell in seinen Bann gezogen und Amy als Hauptcharakter leitet einen gut durch die Geschichte. Ihre Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben, nur wenn es um andere Charaktere geht, dann wechselt die Schreibform.


    Ich hätte gerne noch länger in der Buchwelt verweilt, aber jedes gute Buch hat auch mal sein Ende.


    Manchmal hat mich das zwar das Gefühl der Charaktere nicht ganz erreicht, zum Tränchen verlieren hat es nicht ganz gereicht. Aber die Idee des Buches allein hat mich schon von Anfang an fasziniert und es passiert so viel, dass mich dies in diesem Buch garnicht gestört hat.


    Mein Fazit: Für jeden büchersüchtigen Leser ein Tipp! Sucht euch ein ruhiges Plätzchen, macht es euch gemütlich, atmet nochmal den Geruch der gedruckten Seiten ein und springt mit Amy durch die Bücherwelt.



    Von mir gibt es für dieses Buch 5ratten und einen :tipp:

  • Amy Lennox und ihre Mutter Alexis verreisen in den Ferien Hals über Kopf auf die schottische Insel Stormsay, weil sie zu Hause mit Problemen zu kämpfen haben und einfach etwas Abstand brauchen. Auf Stormsay lebt Amys Großmutter und somit Alexis Mutter, die aber ihre Enkelin nicht kennt, weil ihre Tochter vor vielen Jahren der Insel und damit ihrer Heimat den Rücken gekehrt hat. Den Grund hierfür kennt Amy bis heute nicht, soll ihn aber kurz nach der Ankunft im Haus der Großmutter erfahren. Die Familienmitglieder der Familie Lennox sowie der ebenfalls auf der Insel lebenden Familie Macalister haben die besondere Gabe in jungen Jahren Buchspringer zu sein. Das bedeutet, dass sie in Geschichten hinein springen können und dort auch nach dem rechten sehen. Amy ist begeistert, denn sie ist schon von Kindesbeinen an eine große Buchliebhaberin und kann gar nicht ohne Bücher sein. Sie liebt Geschichten und ist vollkommen fasziniert, als es ihr tatsächlich gelingt in die ihr zugeteilte Geschichte „Das Dschungelbuch“ zu springen. Doch Amy ist gut und es gelingt ihr schnell sich in der Buchwelt zu Recht zu finden. Dabei helfen ihr die unterschiedlichsten literarischen Gestalten. Amy lernt von einer Geschichte zur anderen zu wechseln und sich auch zwischen den Seiten aufzuhalten. Insgesamt scheint sie wesentlich talentierter zu sein als die beiden Buchspringer Will und Betsy, mit denen Amy gemeinsam lernt und übt.


    Amys Können ist von großer Bedeutung als plötzlich in der Buchwelt Ideen gestohlen werden und eine literarische Figur bei einem Ausflug in die Realität auf der Insel Stormsay ums Leben kommt.


    „Die Buchspringer“ ist ein Buch zum Träumen, eine Geschichte, die jeden Buchliebhaber begeistern wird, denn geliebte Geschichten wahrhaftig erleben zu können ist doch sicher eine wunderbare Vorstellung. Die Autorin Mechthild Gläser macht diese Vorstellung in ihrer Geschichte wahr und verzaubert den Leser indem sie ihre eigene Geschichte mit bereits bekannten Geschichten vermischt. So trifft man hier auf das weiße Kaninchen, den jungen Werther, Sherlock Holmes und viele andere Gestalten.


    Einige Fragen werden nicht beantwortet, so wird z. B. gar nicht klar wie es zu der besonderen Gabe in den Familie Lennox und Macalister gekommen ist. Aber das ist auch nicht nötig, denn man sollte dies als Leser einfach als gegeben hinnehmen und sich auf eine fantastische und außergewöhnliche Reise verbunden mit einer kleinen Liebesgeschichte begeben. Hier darf auch gerne mitgerätselt werden, denn es steht ja die Frage im Raum wer der Übeltäter ist, der hier mutwillig Ideen stiehlt und damit die Welt der Geschichten zerstört.


    Dieses Buch ist ein kriminalistischer Ausflug in die fantastische und ideenreiche Welt der Bücher.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Lesen ist meine Leidenschaft

  • Mechthild Gläser - "Die Buchspringer" - LOEWE


    Amy und ihre Mutter Alexis nutzen die Sommerferien um eine kleine Insel aufzusuchen, der Ort von dem Alexis damals floh als sie mit Amy schwanger war.
    Amy kennt ihre Großmutter, Mairead Lennox, Lady of Stormsay kennen, die auf einer großen Burg wohnt, erbaut in vergangenen Zeiten, die nicht mehr greifbar sind. Zwischen Lady Mayread und ihrer Tochter herrschen "Niedrigtemperaturen", sturmumtost und kalt wie die kleine Insel, ist ihre Beziehung. Amy beschliesst sie zu mögen. Gleich am ersten Abend sagt sie so geheimnisvolle Sachen, wie: "Aber sie muss lesen!" "Was, du hast es ihr nicht gesagt?" Amy liebt Bücher, aber was hat ihr ihre Mutter verheimlicht, was für ein Talent hat sie, das vielen vorenthalten bleibt?


    Auf der Insel lebt der Clan der Lennox´ und der Macalisters, beide haben ein gemeinsames Ziel, die Literatur zu schützen, sie können in Bücher springen, beobachten und durch die Geschichten wandern, die Buchfiguren sind sich dessen bewusst und ihnen freundlich gesinnt. Die jungen Buchspringer sind auch ihre Hüter, sollte etwas durcheinander geraten, könnte niemand mehr den Roman lesen, wie es ihm vorherbestimmt war, nichts wäre wie vorher, nur ein Hirngespinst. Auch Amys Welt gerät aus den Fugen, als sie erfährt, wer ihr Vater ist, was er ist..
    Eines Tages findet man den größten Detektiv der Welt tot im Wasser schwimmend, ein Loch in seiner Brust. Ein Räuber treibt sich in der Literatur um, er plündert im Gedankengut der geheimen Bibliothek.
    Mit Goethes Werther auf Shir Khans Rücken jagen sie dem Dieb hinterher, der Sommernachtstraum wird zum winterlichen Albtraum, der kleine Prinz klagt um den Verlust seiner Rose und Elizabeth Bennet bricht sich ein Bein und kann nicht mit Mr Darcy tanzen..Es bleibt nicht mehr viel Zeit und Amy schwebt in Gefahr.
    -----
    Mechthild Gläsers Fantasie macht Bocksprünge, ihr gehen nie die Ideen aus, überrascht den Leser stets aufs Neue und beschreibt gleichzeitig einen Traum, der so alt ist, wie die "Buchwelt" selbst. Viel Vergnügen, mit diesem All-Age- Abenteuer!


    4ratten

    Einmal editiert, zuletzt von SABO ()

  • Amy wurde an ihrer Schule gemobbt, ihre Mutter Alexis hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Beide zutiefst niedergeschlagen, wollen sie nur noch weg aus Bochum. Zum Glück sind gerade Sommerferien und so reisen sie in Alexis‘ Heimat, auf die kleine Insel Stormsay vor der Küste Schottlands. Bisher wusste Amy nichts über ihre Herkunft und so lernt sie nun auch ihre Großmutter zum ersten Mal kennen.


    Und sie erfährt etwas über sich und ihre Familie: die Lennox gehören zu der seltenen Gattung der Buchspringer. Sie können sich in Bücher hineinbegeben und in den Geschichten umherwandeln. Für eine Leseratte wie Amy erfüllt sich ein Traum!
    Gemeinsam mit den beiden Jugendlichen aus der zweiten Buchspringer-Familie auf Stormsay wird Amy nun unterrichtet und soll lernen, wie sie ihrer Verantwortung für die literarische Welt nachkommen kann.


    Doch bald stellt sich heraus, dass etwas Ungewöhnliches vor sich geht. Jemand scheint sich in große Geschichten der Literatur hineinzumogeln und sie durcheinander zu bringen! Wer steckt dahinter und was bezweckt derjenige damit?


    Gemeinsam mit Schir Khan, dem Tiger aus dem Dschungelbuch, und Goethes Werther fängt Amy an, Nachforschungen zu betreiben. Doch der Unruhestifter scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein!


    Jedem Bücherfreund dürfte das Herz höherschlagen, bei den Möglichkeiten, die sich Amy hier bieten. Wer von uns würde nicht gerne einmal live ins eigene Lieblingsbuch hüpfen und den Buchfiguren leibhaftig gegenüberstehen? Eine wundervolle Idee für ein Buch und von Autorin Mechthild Gläser spannend und phantasievoll umgesetzt. Auch ohne all die Klassiker der Literaturgeschichte zu kennen, kann man gut folgen – vielleicht wird der eine oder andere jugendliche Leser aber auch dazu angeregt, einmal zu Jane Austen, Goethe oder Kafka zu greifen?


    Mich hat die Lektüre total begeistert. Den Schluss habe ich als ziemlich ungewöhnlich für ein Jugendbuch empfunden, mir hat es aber gut gefallen und ich fand am Ende alles schlüssig aufgeklärt.


    Eine tolle Reise durch die Welt der Bücher!


    5ratten

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • "Stormsay. Das Wort schmeckte nach Geheimnissen. Es klang verheißungsvoll und zugleich ein wenig unheimlich."


    INHALT
    Auf Schir Khans Rücken durch das Dschungelbuch jagen, mit Goethes Werther die Hexen aus Macbeth bekämpfen und mit Elizabeth Bennet für den gut aussehenden Mr Darcy schwärmen ... Nie hätte Amy gedacht, dass sie den Figuren aus ihren Lieblingsbüchern so nah sein könnte! Doch sie ist eine Buchspringerin, und damit ist es ihr möglich, wirklich und wahrhaftig in jede Geschichte einzutauchen, die sie schon immer einmal selbst erleben wollte. Amy testet ihre neuen Fähigkeiten ausgiebig - bis in der Buchwelt plötzlich gar nichts mehr so ist, wie es sein sollte.
    (Quelle Loewe Verlag)


    MEINE MEINUNG
    Mit „Die Buchspringer“ ist der deutschen Autorin Mechthild Gläser ein äußerst einfallsreicher, fesselnder und einfühlsam erzählter Fantasyroman gelungen, der den Leser auf eine einzigartige Reise durch faszinierende Welt der Bücher mitnimmt.
    Erzählt wird diese ideenreiche Geschichte abwechselnd aus der Sicht Amy von in erster Person und Wills Perspektive in der dritten Person.
    Mit ihrem wundervoll bildreichen Schreibstil und vielen einfallsreichen Details gelingt es der Autorin mühelos, ihre magische Bücherwelt zum Leben zu erwecken und den Leser in ihre mitreißende Geschichte mit viel Flair und toll beschriebenen Schauplätzen eintauchen zu lassen. Sehr gelungen sind auch die vielen amüsanten und humorvollen Passagen, die dem Roman eine besondere Würze verleihen und für beste Unterhaltung sorgen. Die abenteuerliche Reise gemeinsam mit Amy in die wundervolle Welt der Buchklassiker wie beispielsweise "Das Dschungelbuch", "Alice im Wunderland" oder „Ein Sommernachtstraum“ vor allem aber auch die wundervollen Begegnungen mit den vielen Romanhelden zieht den bibliophilen Leser unweigerlich in ihren Bann. Die außergewöhnlich unheilvolle Atmosphäre, ein grausiger Leichenfund und das Auftauchen eines mysteriösen, skrupellosen Diebs in der Buchwelt sorgen für enorme Spannung, die sich mit der temporeich verlaufenden Handlung immer mehr steigert und den Leser vor immer neue Rätsel stellt.
    Sehr gelungen ist die vielschichtige, äußerst sympathische Hauptfigur Amy Lennox. Die Autorin hat sie sehr einfühlsam und liebevoll beschrieben, so dass sie mit ihren Eigenarten und Verletzlichkeiten sehr lebendig und lebensnah wirkt. So wurde das talentierte Mädchen an ihrer Schule wegen ihres Aussehens und ihrer guten Noten gemobbt, und fällt mit ihrer Tollpatschigkeit immer wieder auf. Erst auf der Insel Stormsay erfährt sie über ihre außergewöhnliche Gabe als Buchspringerin. Neben weiteren interessant ausgearbeiteten Nebenfiguren wie Amys quirliger Mutter, der strengen Großmutter oder auch dem sehr sonderbaren Desmond, ist der sehr zurückhaltende und etwas abweisende Will ein sehr fesselnder und rundum gelungener Charakter, der von Gläser mit viel Feingefühl ausgearbeitet wurde und die Geschichte bereichert. Sehr glaubhaft wird beschrieben, wie sich zwischen Amy und ihm sehr behutsam eine besondere Freundschaft und zunehmend engere Beziehung entwickelt. Zu einem besonderen Highlight entwickelte sich die Buchfigur Werther, dessen wundervoll gezeichneter Charakter als ein treuer und sehr aufmerksamer Freund von Amy mich sehr begeistern konnte.
    Sehr mitreißend schildert Gläser, wie Amy während der immer abenteuerlicher werdenden Geschichte über sich hinauswächst, sich mutig und entschlossen für die Rettung der Buchwelt einsetzt und schwierige, gefahrvolle Aufgaben meistert. Zum fesselnden Finale hin gibt es einige sehr unerwartete Wendungen und die Ereignisse überschlagen sich regelrecht. Mit der präsentierten Auflösung konnte mich Gläser völlig überraschen. Die Geschichte endet etwas überstürzt, so dass einige Fragen leider offen bleiben, doch insgesamt hat die Autorin ein sehr passendes und zufriedenstellendes Ende für ihr tolles, gut durchdachtes Buch gewählt.


    FAZIT
    Ein mitreißendes, fantasievolles und sehr unterhaltsames Jugendbuch mit herrlichem Humor, ein wenig Romantik und wundervollen Charakteren, das uns in die faszinierende Welt der Bücher entführt.


    5ratten

    Einmal editiert, zuletzt von bookstars ()

  • Amy ist im besten Teenager-Alter als sich ihr Leben auf den Kopf stellt: gemeinsam mit ihrer Mutter Alexis reist sie vom Ruhrpott auf die schottische Insel Stormsay, um den neuesten Erlebnissen zuhause zu entfliehen. Ausgerechnet auf die Insel, von der Alexis vor etlichen Jahren Hals über Kopf aufgebrochen ist, weil sie mit Amy schwanger war. Nach einer gewagten und spannenden Anreise lernt Amy ihre Großmutter, die Lady Lennox of Stormsay, kennen, die in einer für das Mädchen durchaus beeindruckenden Burg lebt. Warum wusste sie nichts von ihrer Herkunft? Warum hat ihr in all den Jahren, in denen sie sich mit ihrer Mutter durch's Leben geschlagen hat, diese rein gar nichts über ihre Großmutter und ihr eigenes früheres Leben erzählt? Und warum in Gottes Namen verhält sich Alexis - kaum auf der kleinen Insel angekommen - plötzlich so anders? Amy ist einigermaßen auf sich alleine gestellt, als sie von ihrer eigenen Gabe überrascht wird: sie ist eine Buchspringerin und kann somit in jedes Buch reisen, in das sie 'eintauchen' möchte. Amy fackelt nicht lange und stürzt sich in Bücher, die sie schon immer interessiert haben - auch wenn sie sich dabei so gut wie nie an die Regeln hält. Als sie schon bald bemerkt, dass auch in der Literaturwelt nicht alles zum Besten steht, beginnt ein spannendes Abenteuer…


    Alleine schon die Idee, dass man als begeisterter Leser nicht nur in die Atmosphäre eines Buches eintauchen, sondern sich regelrecht in das Buch stürzen kann, gefällt mir außerordentlich. Sicher, es gibt so manches Buch, dass sich vielleicht nicht zwingend eignet, aber ich muss sagen, dass sich das schon sehr verlockend anhört. Und so breiten sich auch vor der sehr talentierten Amy allerhand Möglichkeiten aus, die sie beim Schopfe ergreift und uns Lesern somit eine Tour durch eine kleine Auswahl an Literaturklassikern ermöglicht. Außer der Grundidee sind vor allem die Figuren wirklich toll - allen voran Amy, die ich wirklich auf Anhieb in mein Herz geschlossen habe. Das Mädchen hat das Herz am rechten Fleck, ist intelligent, abenteuerlustig und liebt Bücher und die Welt in ihnen - was will man mehr? Aber nicht nur sie mochte ich außerordentlich gerne, sondern auch ihren neuen Freund, den sie in der Buchwelt kennenlernt: Werther.
    Vielleicht ist dieses Buch endlich einmal die richtige Herangehensweise Jugendliche an die Weltliteratur heranzuführen: endlich wirken Werke wie "Die Leiden des jungen Werther", "Charles Dickens", "Alice im Wunderland" oder "Sherlock Holmes" nicht wie leicht angestaubte Bücher, die man in der Schule im Zweifel lesen muss. Selbst so lebendige Geschichten wie "Das Dschungelbuch" kennen die meisten Kinder heute vermutlich eher aus dem Fernsehen als aus einem selbst gelesenen Buch.
    Aber die Autorin Mechthild Gläser hat sich nicht nur viele Gedanken um eine Buchwelt gemacht und ihre Figuren liebevoll gezeichnet, nein, sie hat ihrem Buch auch noch eine ordentliche Prise Spannung verliehen. Und so habe ich mich mit Amy gemeinsam auf die Suche gemacht: wer entwendet Gegenstände und Reichtümer aus den Büchern, bringt Handlungen aus der gewohnten Bahn und schreckt letzten Endes noch nicht einmal vor einem Mord zurück?


    Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Mich hat die Idee, die vermutlich für jeden Buchliebhaber reizvoll ist, neugierig gemacht, aber was ich zu lesen bekommen habe, war viel mehr als nur eine weitere bibliophile Geschichte. Es war ein spannendes Abenteuer, mit großartigen Charakteren und tollen Ausflügen in die Weltliteratur.
    Auch wenn ich beim Zuklappen des Buches am Ende traurig war, dass die Geschichte nun vorbei ist, freue ich mich sehr, dass sie für sich alleine steht und keine Fortsetzung geplant ist. Meine Phantasie wird durch solche Bücher beflügelt und ich werde "Die Buchspringer" sicherlich noch einmal zur Hand nehmen. Bleibt nur noch eines: okay, ich kann nicht in Bücher springen - aber könnte ich nicht wenigstens die Bibliothek der Insel Stormsay haben?


    Fazit: Eine unbedingten Leseempfehlung für alle, die Bücher und Literatur schätzen. Und alljene, die eine richtig gut erzählte, phantasievolle und spannende Geschichte schätzen!



    5ratten und ein :tipp:

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Oh das klingt sooo schööön :-) kommt bei mir auch auf die Wunschliste :-) oder falls es hier jmd loswerden mag darf er sich seeeehr gern melden, bitte

  • Wie es scheint, waren meine Erwartungen doch ein wenig zu hoch, da ich hier so viel Positives über dieses Buch gelesen hatte, und ich bin die einzige, die es nicht in den höchsten Tönen lobt. Oder liegt mir die Autorin einfach nicht?


    Vorweg aber das, was mir gefallen hat: die Idee, in Bücher zu springen und die Aufenthalte in den Büchern, die Wiedererkennungseffekt von bekannten Geschichten, die man fast alle schon gelesen hat. Originell ist auch die Idee, von Buch zu Buch zu springen. Die Zeile als Verbindung zwischen den Büchern, die immer wieder auftauchenden Feen, die Art und Weise, wie in der Buchwelt Unordnung gestiftet wird, wie Werther dann mit Amy kommuniziert - lauter gute originelle Ideen! Spannend war, wie Amy ihre besondere Fähigkeit bei sich entdeckt und beginnt zu nutzen, und spannend natürlich auch die Jagd nach demjenigen, der in der Welt der Bücher die schon erwähnte Unordnung anrichtet.


    Doch alles in allem fehlte mir etwas. Die Atmosphäre in den verschiedenen Büchern ist mir zu flüchtig ausgearbeitet, zu sehr nur gestreift, oft kommt die Autorin nicht über das Nennen von Stichworten hinaus. Ich hätte da mehr Zitate oder mehr Anpassung an den Stil der jeweiligen Bücher erwartet. Generell lässt die Sprache des Buches ein wenig zu wünschen übrig: an vielen Stellen zu ungenau, zu oberflächlich, zu umgangssprachlich, auch für ein Jugendbuch. Manche Wendungen wirken etwas mühsam ausgedacht. Die Personen mit Ausnahme von Will und Amy bleiben alle etwas blass und am Ende werden nicht alle Handlungsfäden zu einem Abschluss gebracht. Von der Großmutter hätte ich z.B. gern noch gelesen, und auch darüber, dass Amy ja verglichen mit ihren Vorfahren noch eine besondere Variante der Buchspringer-Gabe hat, hätte ich gern mehr gelesen. Irgendwie habe ich den Eindruck, es hätte dem Buch nicht geschadet, nochmal gründlich überarbeitet zu werden, denn so fehlt ein wenig die Tiefe. Es wirkt, als hätte die Autorin einfach drauflosgeschrieben, ohne viel darüber nachzudenken und eine klare Linie auszuarbeiten. Zeitgeist von heute?


    Trotzdem ist das Buch ein Lesevergnügen - aber eben ein leichtes Lesevergnügen.


    Drei Leseratten, plus eine halbe für die wunderschöne Gestaltung.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.


  • Wie es scheint, waren meine Erwartungen doch ein wenig zu hoch, da ich hier so viel Positives über dieses Buch gelesen hatte, und ich bin die einzige, die es nicht in den höchsten Tönen lobt.


    Jetzt bist du nicht mehr alleine - mir ging es ebenso. Das Buch hat ja ziemlich Furore hier im Forum und auch anderswo gemacht, deswegen habe ich mit einer sehr hohen Erwartungshaltung begonnen.


    Die Grundidee stimmt und macht sehr viel Spaß, nämlich das Eintauchen in Geschichten und Springen von Handlung zu Handlung, an der Seite bekannter und beliebter Buchfiguren. Wer würde das nicht gerne einmal selbst versuchen?


    Dazu fand ich die Hauptfiguren sehr passend, die Leseratte Amy und der geheimnisvolle Will, die durch die Bücherwelt rauschen, immer auf der Hut davor, Handlungen zu verändern oder gar zu zerstören. Das außergewöhnliche Setting auf den Shetland Inseln fand ich passend und sehr erfrischend.


    Was mir jedoch gar nicht gefallen hat, ist die Rahmenhandlung der Prinzessin und ihres Ritters. Das war mir doch sehr konstruiert und verschwurbelt, mit der Auflösung war ich ebenfalls nicht zufrieden.


    Trotzdem eine nette Unterhaltung für Leseratten und gut für ein paar Stunden Lesevergnügen ohne Anspruch.


    3ratten

    :lesen: Brandon Sanderson - Der Turm der Lichter

    Einmal editiert, zuletzt von Miramis ()

  • Inhalt: Amy und ihre Mutter „fliehen“ vor Liebeskummer und anderen Problemen nach Stormsay. Hier, auf der Insel von der Amys Mutter stammt, verbringen sie ihren Sommerurlaub. Und Amy erfährt dass sie etwas Besonderes ist, denn sie gehört einem von zwei besonderen Clans an, deren jungen Mitgliedern es möglich ist die Welt der Bücher zu betreten. Begeistert erkundet sie die Buchwelt und bemerkt das dort ein Dieb unterwegs ist der Ideen klaut.


    Meine Meinung: Nach den vielen Vorschusslorbeeren, die das Buch erhalten hat, habe ich mich sehr darauf gefreut und wurde leider enttäuscht. :sauer:


    Die Idee einer Buchwelt ist mir nicht neu und das sie in einem Jugendbuch, dazu noch einem Einzelband, nicht so detailliert ausgearbeitet wird, damit habe ich schon gerechnet. Das wäre nicht schlimm gewesen, trotzdem hat die Umsetzung meine Erwartungen noch gewaltig untertroffen. Es war einfach zu oberflächlich, Stichpunkte werden in den Raum geworfen aber eine genauere Beschreibung (z.B. der betretenen Bücher) bleibt aus. Szenen werden abgehakt erzählt, an einigen Stellen hetzt die Autorin so durch die Geschichte das es mehr einer Zusammenfassung gleicht. Sicher gibt es auch Szenen die etwas "ausführlicher" beschrieben werden, aber in der Erinnerung bleibt nur das stellenweise irrsinnig hohe Erzähltempo zurück. Dann werden auch die Sätze kurz und knapp und sehr einfach. Ein Wunder an Sprache ist das Buch wahrlich nicht.


    Hinzu kommt noch dass ich so mit den Figuren auch gar nicht warm wurde. Mir waren ihr Schicksal eher egal und für Amy hatte ich so gar kein Verständnis. Die kleine Liebesgeschichte konnte mein Herz nicht berühren. Insgesamt haben mich die Figuren und ihr Verhalten ziemlich aufgeregt. An mehr als einer Stelle hätte ich sie gerne packen und schütteln wollen weil sie sich mal gerade wieder selten dämlich anstellten. Allen voran Amy deren Tollpatschigkeit ziemlich gewollt wirkte.


    "Die Buchspringer" war einfach nicht mein Buch obwohl es viele Voraussetzungen dafür mitbrachte. Immerhin, das Setting gefiel mir. Auf die Shetlands will ich auch irgendwann mal. ;)


    Mein Fazit: Tolle Idee, aber nur oberflächlich ausgearbeitete Geschichte. Wirkte auf mich sehr gehetzt. Daher nur 2ratten.

  • Inhalt: Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste … Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen? Die mit dem Seraph-Phantastikpreis ausgezeichnete Autorin Mechthild Gläser schafft in „Die Buchspringer" spannende, fantasievolle Unterhaltung mit viel Atmosphäre, einem Hauch Romantik und witzigen Wiedererkennungseffekten. Ein fesselnder Schmöker mit viel Humor!



    Also ... ich liebe im allgemeinen Bücher, Filme oder Serien in denen es mitunter über andere bereits vorhandene Geschichten, Märchen oder Sagen geht... damit hatte das Buch schon den absoluten Pluspunkt!
    Ich kam leider anfangs irgendwie nur schleppend in das Geschehen, aber als ich dann mal drin war, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung stieg je weiter man zu dem Ende kam. Und auch dort wurde ich nicht enttäuscht ... Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!!!


    :tipp:


    Vergebe trotz dem, für mich, schwierigem Einstieg volle 5 Ratten... 5ratten

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.