Joelle Charbonneau - Die Auslese II: Nichts vergessen und nie vergeben

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von sunshineladytest.

  • Hallo Ihr Lieben,


    nach der Leserund hier im Forum möchte ich euch hier auch meine Meinung zu folgendem Buch schreiben.


    Joelle Charbonneau: "Die Auslese II: Nichts vergessen und nie vergeben"

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    Klappentext (Vorsicht: enthält Spoiler zu Teil I)
    Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.


    Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr ...


    Meine Meinung:
    Cia hat die "Auslese" überstanden und ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an die Universität gekommen. Jedoch auch hier ist die Zeit der Prüfungen noch lange nicht vorbei und den Studenten wird einiges abverlangt, damit sie an der Uni bleiben dürfen. Als Cia die Möglichkeit bekommt dazu beizutragen die "Auslese" zu beenden, stürzt sie sich mit Feuereifer hinein. Jedoch gilt sie schon einigen als verdächtig und sie muss bald feststellen, dass niemand der zu sein scheint, der er vorgibt zu sein und sie sich wieder nicht sicher sein, wem sie vertrauen darf.


    Dieser Band schließt nahtlos an den Vorgängerband an und zum Glück gibt es viele Rückblenden zu Teil 1, so kam ich auch wieder in die Geschichte hinein. Wie schon im ersten Teil wird auch hier das Gefühl einer latenten Bedrohung herauf beschworen und ich als Leser konnte mir nie sicher sein, ob die Figuren die nächsten "Prüfungen" überleben oder wieder jemand sterben muss.


    Cia ist weiterhin eine sympathische Hauptfigur, auch wenn man manchmal neidisch werden könnte, dass ihr einfach alles gelingt und sie immer zu den Besten gehört. Andererseits hätte sie sonst in dem System auch keine Chancen und fairerweise muss man dazu sagen, dass sie auch oft Hilfe von ganz unerwarteter Stelle bekommt.


    Alles in allem merkt man diesem Teil an, dass es sich um einen Zwischenband handelt: Er knüpft zwar nahtlos an Teil 1 an und führt die Geschichte auch weiter, trotzdem bleibt vieles noch im Dunkeln und das Ende ist relativ offen gehalten. Für die endgültige Auflösung und ich hoffe auch zum klären aller meiner immer noch offenen Fragen, muss ich mich wohl bis zum 3. und letzten Teil gedulden.


    Trotzdem war das Buch spannend zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Insgesamt war dieser Teil auch nicht so brutal wie der erste und einige Prüfungen waren sogar mal sinnvoll und nicht nur auf das Töten fokussiert. Für mich ein solider zweiter Teil, der von mir 3ratten :marypipeshalbeprivatmaus: bekommt.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Cia und ihr Freund Tomas haben es geschafft. Sie haben die Auslese hinter sich gebracht und sind an der Universität in Tosu City angekommen. Doch auch hier geht es nicht ruhiger zu. Sie müssen sich verschiedenen Prüfungen stellen, die ebenfalls nicht ungefährlich sind. Auch ist der Lernstoff kaum zu bewältigen. Cia weiß bald nicht mehr, wem sie noch trauen darf.


    Mein Leseeindruck:


    "Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben" ist bereits der zweite Band der Trilogie. Den ersten Band habe ich vor gut einem Jahr gelesen und muss gestehen, dass ich vom Inhalt gar nicht mehr so viel behalten habe. Daher hatte ich Bedenken, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Das hat aber erstaunlicherweise recht gut funktioniert, da es hier immer mal wieder einige Rückblicke gibt.


    Die Geschichte wird erzählt aus Cias Sicht. Man begleitet sie auf ihrem Weg an die Universität und durch die verschiedenen Prüfungen. Es wird sehr gefährlich für Cia. So ist die Geschichte sehr spannend, dabei aber leicht erzählt und flüssig zu lesen.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Nachdem ich mich eingelesen hatte, konnte mich die Geschichte wieder packen und ich habe das Buch schnell durchlesen können. Nun bin ich gespannt auf den Abschluss der Trilogie!


    4ratten

    Lesen aus Leidenschaft

  • Der erste Band der Auslese-Trilogie war furchtbar spannend, aber mich hat die sinnlose Brutalität wahnsinnig gestört. Band zwei ist nun nicht so brutal, obwohl es auch wieder gefährliche Prüfungen für die frisch gebackenen Studenten gibt. Die Spannung wird hier mehr auf der psychischen Ebene erzeugt. Cia weiß nicht, wem sie trauen kann. Die Ereignisse aus der Auslese hat sie dank der Organisatoren vergessen, und die Aufnahme auf ihrem Transit-Kommunikator, weist Lücken auf. Schließlich hat sie ja auch nicht alles Wichtige selbst miterlebt. Cia kommt nun mit Rebellen in Kontakt, muss aber natürlich alles tun, um in Tosu-Stadt an der Universität nicht aufzufallen. Gar nicht so einfach, wenn die Professoren einen schon wegen der außergewöhnlich guten Leistungen auf dem Kieker haben.


    Damit kommen wir schon zu meinem Hauptkritikpunkt an diesem Buch. Cia war ja schon immer sehr sympathisch und hatte einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Aber in diesem Band wird sie schier übermenschlich dargestellt. Was immer sie anpackt, gelingt ihr fast mühelos. Die Studenten werden bespitzelt - Cia schafft Abhilfe. Sie bekommt wesentlich mehr Kurse aufgebrummt als alle anderen - Cia schafft alles. Und dabei bleibt sie freundlich und zuvorkommend und rettet ihre Feinde. Das war mir einfach zu viel des Guten.


    Auch der Schreibstil konnte mich diesmal nicht wirklich begeistern. Zwar ist das Buch wie schon der erste Band aus Cias Sicht in der 1. Person im Präsens geschrieben. Doch wirkte es auf mich oft so kalt wie ein Bericht, eine Dokumentation, nicht wie die Erlebnisse, Gedanken und Gefühle einer jungen Frau.


    „Nichts vergessen und nie vergeben“ ist ein typischer mittlerer Band einer Trilogie. Die Handlung kommt nur wenig voran. Es gibt eben weitere Prüfungen, ein paar neue Figuren, von denen viele keine große Rolle spielen. Je länger man liest, umso mehr Fragezeichen tauchen auf. Ein bisschen erfahren wir über die Gesellschaft und die Hintergründe der Auslese. Kurz vor Schluss gibt es eine überraschende Wendung. Und mit diesem Cliffhanger müssen wir nun auf den dritten Band warten.


    3ratten

    Liebe Grüße, Lilli

  • Meine Meinung:


    Der zweite Teil der "Auslese" - Trilogie ist ein typischer mittlerer Band, er ist leider nicht so gut wie der erste Teil, jedoch schafft die Autorin es, auch hier viel Spannung aufkommen zu lassen.
    Cia ist mittlerweile an der Universität von Tosu Stadt angekommen und hier gehen nach der harten Auslese aus dem ersten Band, die Auslese gleich weiter. Dieses Mal jedoch geht es darum an der Universität bleiben zu dürfen. Denn wer es nicht schafft, wird abgezogen. Cia strengt sich sehr an, damit sie auf keinen Fall durchfällt, denn sie weiß, was mit denen passiert, die das Ziel erfüllen können und das erfüllt sie mit Angst.


    Auch bei mir ist eine ganz Zeit her, dass ich den ersten Teil gelesen habe und es war gerade am Anfang manchmal nicht leicht sich zu erinnern, wer Freund und wer Feind ist. Jedoch gibt es einige Rückblenden, sodass man mit der Zeit sich wieder leicht erinnern kann. Auch der zweite Teil ist sehr spannend geschrieben. Als Leser hat man kaum Verschnaufpausen, da man nie weiß, was die Regierung bzw die Universitätsleitung sich wieder Neues einfallen lässt.


    Cia ist wie auch schon im ersten Band eine sympathische Hauptfigur. Jedoch hat es mich teilweise gestört, dass sie als eine Art Supermensch dargestellt wird, sehr schlau, sehr gerecht, sehr einfallsreich - im Grunde kann sie alles, weiß sie alles und rechnet mit allem, sodass es an einigen Stellen für mich schwer war, die Geschichte noch ernst zu nehmen. Sie bekommt wie auch im ersten Band Hilfe von unerwarteter Seite, sodass sie nicht alleine vor all den Prüfungen steht. Jedoch weiß man nach wie vor nicht, wem man trauen kann, es bleibt alles sehr spannend und wenn man gerade denkt, auf diese Person könne man sich verlassen, kommt es zu unerwarteten Ereignissen. Das hat das Lesen doch recht spannend gemacht!


    Insgesamt fand ich das Buch ganz gut, es kann jedoch nicht mit seinem Vorgänger mithalten und es kamen im Laufe der Handlung mehr Fragen auf, als dass die Fragen beantwortet werden. Von daher warte ich ungeduldig auf den abschließenden Teil und hoffe, dass es ein toller Abschlussband wird.


    3ratten

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Die Auslese geht in die zweite Runde...


    Nach dem gelungenen ersten Band wollte ich natürlich unbedingt wissen wie es mit Tomas und Cia weiter geht und begann mit großen Erwartungen zu lesen.


    Cia und ihr Freund Tomas haben die Auslese überlebt und nun kann es ans Studieren gehen. Doch bevor es mit dem eigentlichen Studium los geht, warten neue Prüfungen auf unsere beiden. Werden sie diese bestehen? Und wird sich Cia irgendwann wieder vollständig an die Auslese erinnern können?


    Auch dieser Teil wird uns aus der Ich-Perspektive näher gebracht und Cia ist unsere Erzählerin, die uns durch die Geschichte führt.


    Dieser Teil startet genau da, wo der erste geendet hat. Obwohl die Lektüre des ersten Bandes schon eine ganze Weile her ist, habe ich mich schnell wieder in die Geschichte eingefuchst. Man merkt einfach, dass Frau Charbonneau schreiben kann.


    Hier hat mir vor allem gefallen, dass Cia mal nicht immer Übermensch ist, sondern auch an ihre Grenzen gerät und das es andere Studenten gibt, die besser sind als sie.


    Auch wenn dieser Teil weniger actionlastig war als sein Vorgänger, so hat er mich dennoch sehr gut unterhalten und steht dem ersten Band in nichts nach. Meist ist es ja so, dass der Mittelteil einer Trilogie etwas schwächelt, aber das trifft hier nicht zu.


    Der Band endet wie zu erwarten war mit einem fiesen Cliffhanger, so dass es kaum auszuhalten ist bis zum Erscheinen des nächsten Buches.


    Fazit: Gelungene Fortsetzung der Reihe, die mich wieder begeistern konnte und sich auch weiterhin von "Die Tribute von Panem" abgrenzt. Sie sind ähnlich, aber definitiv nicht gleich. Ich kann nur meine Leseempfehlung aussprechen!


    Bewertung: 4ratten

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Cia hat den mörderischen Prozess der Auslese überstanden und ist nun an der Akademie in der Hauptstadt, um ihr Studium zu beginnen. Wie bei allen anderen Bewerbern auch, wurde ihre Erinnerungen an die Auslese gelöscht, doch Cia hat vorgesorgt und ihre wichtigsten Erinnerungen aufgenommen. Dennoch ist das Bild unklar und sie weiß nicht mehr alles im Detail – vor allem nicht, wem sie trauen kann. Ihr Jugendfreund Tomas, mit dem sie viel mehr als nur Freundschaft verbindet, ist ebenfalls an der Akademie, doch kann sie ihm wirklich hundertprozentig vertrauen?


    Bald stellt sich heraus, dass die Zeit der Prüfungen längst nicht vorbei ist und es an der Akademie nicht nur ums Lernen aus Büchern geht, sondern auch praktische Aufgaben gestellt und eigentlich jeder Schritt und jede Entscheidung bewertet werden. Und die Konkurrenz ist hart, nicht nur die Studenten aus der Auslese kämpfen um die begehrten Praktikumsplätze, sondern auf einmal kommen noch Studenten aus der Hauptstadt hinzu, von denen Cia und die anderen vorher gar nichts wussten.


    Der erste Band ist schon eine Weile her und an viel konnte ich mich nicht mehr erinnern. Durch eingestreute Hinweise zu Beginn und im weiteren Verlauf klärt sich das Bild dann aber bald wieder und ich bin wieder gut in die Handlung hineingekommen.


    Durch die erneuten Prüfungen wirkt das Buch streckenweise ein bisschen wie ein Abklatsch des ersten Teils. Es ist irgendwie der typische Trilogie-Mittelband – die Handlung geht nicht wirklich voran, es gibt nur kleine Schritte vorwärts, nur wenige Fragen werden beantwortet und es gibt dafür zahlreiche neue Rätsel. Das Ende ist so auch ziemlich offen und wenn es den dritten Band schon geben würde, würde ich sofort weiterlesen wollen. So heißt es nun aber wohl wieder ein Jahr lang warten, bis es weitergeht.


    Die Autorin kann aber auf jeden Fall schreiben und Spannung aufbauen. Ich weiß noch, dass ich mich im ersten Teil öfter über Parallelen zu „Die Tribute von Panem“ , die viele sinnlose Gewalt und die oftmal nicht erkennbare Logik geärgert hatte. Hier wird die Handlung eigenständiger, die Gewaltszenen stehen auch nicht mehr ganz so im Vordergrund, was die Logik angeht, hatte ich aber immer noch an einigen Stellen Schwierigkeiten. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings inzwischen Cia selbst. Sie ist mir einfach zu perfekt, sie kann alles und kommt in kürzester Zeit auch hinter die schwierigsten Aufgabenstellungen. Und bei alldem bleibt sie immer noch menschlich und moralisch einwandfrei - kein Wunder, dass sie mit dieser Perfektion auch Misstrauen weckt!


    Insgesamt hat mir das Buch dennoch gut gefallen, es ist fesselnd geschrieben, ich hatte es daher innerhalb kürzester Zeit ausgelesen und ich bin nun auch wirklich neugierig, wie die Geschichte im dritten Teil ausgehen wird!


    4ratten

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Cia und Tomas haben mittlerweile an der Akademie in Tosu ihre Studien begonnen und sind verschiedenen Fachrichtungen zugeteilt worden. Trotzdem, dass Cia durch die Regierung ihre Erinnerungen an die Auslese geraubt worden sind, weiß sie, was in dieser Zeit in etwa passiert ist, denn sie hat die wichtigsten Details zuvor auf ihren Kommunikator gesprochen. Zwar fällt es ihr schwer zu glauben, dass dies alles passiert sein soll, aber iher ständigen Alpträume zeigen ihr, dass sie darauf vertrauen kann.


    Fortan versucht sie alles, um die Auslese zu beenden, doch die Verantwortlichen haben sie im Auge und jeder Schritt von ihr wird überwacht. Zudem kommt, dass sie nicht weiß, wem sie wirklich vertrauen kann, doch immer wieder machen Situationen es erforderlich, dass sie genau in dieser Hinsicht Entscheidungen fällen muss. Es kommt zu weiteren Todesopfern; die Zeit drängt. Wird Cia die Auslese stoppen können?


    Meine Meinung:


    Der erste Teil der Trilogie hat mir unheimlich gut gefallen und war dabei so spannend, dass ich das Buch einfach nicht an die Seite legen konnte. Ich bin also mit hohen Erwartungen an die Fortsetzung herangetreten.


    Optisch passt sich der zweite Band sehr gut seinem Vorgänger an und auch der Klappentext ist sehr verheißungsvoll und hat mir sofort Lust zum Lesen gemacht. Durch den fesselnden Schreibstil von Joelle Charbonneau und die Erzählung des Romans aus der Sicht von Cia hatte ich sehr schnell wieder eine Verbindung zu der Protagonistin und habe gleich erneut mit ihr gezittert und gebangt. Ich konnte ihre Anspannung die ganze Zeit fühlen und habe dabei selbst atemlos nach einer Lösung gestrebt.


    Anfangs ist Cia sich und ihren Überzeugungen im gewohnten Maße treugeblieben. Sie ist immer noch darauf bedacht, stets das Richtige zu tun und sich auch um ihre Mitmenschen zu kümmern, so wie es ihre Eltern sie gelehrt haben. Doch im Laufe der Geschichte ist sie gezwungen, hiervon abzuweichen. Sie spürt die Verantwortung für alle Teilnehmer der Auslese und auch für ihre Familie schwer auf ihren Schultern und muss erkennen, dass es Entscheidungen gibt, bei denen man nicht zwischen schwarz und weiß wählen kann, sondern bei denen man sich tief in der Grauzone bewegt.


    Dennoch schenkt sie entgegen des Rates ihres Vaters auch dieses Mal anderen Menschen ihr Vertrauen, da es einfach Situationen gibt, in denen man blind vertrauen muss. Aber genau wie bei ihr sind bei mir dabei stets die Zweifel im Hinterkopf gegeblieben und die ständige Sorge um Cias Wohlergehen. Ich habe sie bewundert für ihren Mut, umso mehr als sie gezwungen ist, von ihren Prinzipien abzuweichen.


    Die Handlung selbst ist dieses Mal langsamer, aber dennoch unglaublich spannend und aufregend. Es gibt weniger Action als beim ersten Band; trotzdem fesselt mich das Geschehen und manifestiert sich dabei in körperlicher Anspannung beim Lesen. Gekonnt schürt die Autorin bei ihren Lesern Angst und Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit einzelner Charaktere und immer habe ich gebangt, ob Cia nicht den falschen Menschen vertraut.


    Zum Ende hin steigt der Spannungspegel dann noch einmal spürbar an. Die Ereignisse überschlagen sich und lassen mich fassungslos zurück. Ich will unbedingt sofort weiterlesen und muss dennoch brav auf das Finale warten.


    Fazit:


    "Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben" ist der spannende, zweite Band einer dystopischen Trilogie mit viel Thrill aus der Feder von Joelle Charbonneau. Die Autorin schreibt über Mut, Liebe und Vertrauen, aber auch über Verrat und die ureigensten Instinkte des Menschen. Obwohl ich mich von den zahlreich erschienenen Dystopien schon ein wenig gesättigt fühle, schafft diese Reihe es, mich an ihre Seiten zu fesseln und, dass ich sie begeistert weiterempfehle.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • „Sie allein kennt die Wahrheit über die Auslese“


    INHALT
    Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch das, was Tomas getan hat.
    Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr …
    (Quelle Penhaligon Verlag)


    MEINE MEINUNG
    Nach dem packenden Auftakt der Trilogie „Die Auslese“ ist nun der zweite Band der Dystopie von der amerikanischen Autorin Joelle Charbonneau mit dem Titel „Nichts vergessen und nie vergeben“ herausgekommen. Bei dieser Fortsetzung handelt es sich um einen typischen „Mittel“Band, in dem zwar die Spannung auf einem relativ hohen Niveau gehalten wird, viele neue Fragen aufgeworfen werden, sich allerdings handlungsmäßig nicht wirklich viel Neues ereignet, so dass man gespannt dem letzten Band mit einer hoffentlich schlüssigen Auflösung entgegen fiebern muss.
    Der Einstieg in die Geschichte, die 6 Monate nach den Ereignissen der Auslese und der Löschung der Erinnerungen der Auslese-Kandidaten angesiedelt ist, wird durch geschickt in die Handlung eingestreute Informationen Rückblicke erleichtert. Cia konnte mit Hilfe ihres manipulierten Transit-Kommunikators viele der Geschehnisse während der Auslese rekonstruieren und ist sehr verunsichert, was sie überhaupt glauben soll und welchen ihrer Gefährten sie überhaupt vertrauen kann. Die Handlung startet mit den anstehenden Prüfungen zur Auswahl der geeigneten Studienfächer für die Studenten. Schon bald wird klar, dass die Kandidaten der Auslese zukünftig mit den Studenten aus Tosu-Stadt konkurrieren und somit die nicht enden wollenden Prüfungen und Tests weitergehen werden.
    Insgesamt ist der Schreibstil der Autorin zwar recht einfach gehalten, lässt sich aber angenehm und flüssig zu lesen. Erzählt werden die Geschehnisse erneut in der Gegenwartsform und aus der Ich-Perspektive der sympathischen Protagonistin Cia, die im Mittelpunkt der Geschehnisse in Tosu-City steht. Viele Ereignisse schildert sie allerdings seltsam distanziert, so dass man sich nicht besonders gut in ihr Gefühlsleben und ihre eigentlich extrem angespannte Lage hineinversetzten konnte. Wie bereits im ersten Band erleben wir Cia als extrem intelligente, willensstarke und ehrgeizige Studentin, die trotz aller Erfahrungen bei der Auslese immer noch sehr nett, hilfsbereit und mitfühlend agiert. Insgesamt wird Cia mit ihren ausgeprägten Talenten als eine derart strahlende und viel zu perfekte Heldin dargestellt, dass sie auf mich in vielen Situationen einfach zu unnahbar wirkte und ein wirkliches Mitfiebern mit ihr nicht möglich machte. So hätte ich mir gewünscht, dass sie während der oft nicht zu bewältigenden Aufgaben und Prüfungen auch mal Schwäche und Verzweiflung zeigt und die Herausforderungen nicht alle gleich mühelos meistern kann.
    Viele der Nebenfiguren sind bereits aus dem ersten Band bekannt, doch kommen auch einige neue Charaktere hinzu, die durch ihr oft suspektes Verhalten zunächst schwer einzuordnen sind. Mit ihren je nach ihrer Rolle in der Handlung sehr unterschiedlich angelegten Persönlichkeiten sind sie allerdings eher oberflächlich und sehr farblos ausgearbeitet.
    In der sich erneut herausschälenden harten Wettbewerbssituation an der Universität baut sich eine zwar extrem angespannte Atmosphäre auf, doch nimmt man die Bedrohung und Gefahr für Cia nur sehr unterschwellig wahr. Sehr fesselnd ist es mitzuerleben, wie Cia sich nie ganz sicher sein kann, wem sie vertrauen kann, wer Freund oder Feind ist und wer sich schließlich zum eigenen Vorteil doch gegen sie wenden wird. Geschickte Täuschungsmanöver, Intrigen, Lügen und viele Ungerechtigkeiten begleiten Cias Alltag an der Uni und machen die Geschichte enorm spannend.
    Trotz der eher ruhig verlaufenden Handlung gelingt es der Autorin, uns mit einigen fesselnden Action-Szenen und überraschenden Wendungen zu unterhalten und verzichtet diesmal auf spannungsheischende Szenen, die unnötige Grausamkeiten und Brutalität enthalten. Der Hintergrund, warum dieses kaltblütige, menschenverachtende Ausleseverfahren auf Leben und Tod bei seinen begabtesten Eliteschülern angewendet wird, bleibt leider auch in diesem Band sehr nebulös und wenig nachvollziehbar. So bleibt zu wünschen, dass die Autorin schließlich im letzten Trilogie-Teil noch einige plausible Erläuterungen und Hintergründe für die Auslese liefern wird.
    Das überraschende Ende macht mit seinem spannenden Ausklang neugierig auf die kommenden Geschehnisse im abschließenden Band und lässt auf einen packenden Showdown hoffen, bei dem Cia sicher eine zentrale Rolle spielen wird.


    FAZIT
    Eine deutlich ruhigere Fortsetzung der Auslese-Dystopie, die mich mit unerwarteten Wendungen und einigen Action-Szenen gut unterhalten, aber nicht völlig überzeugen und begeistern konnte.
    Insgesamt hapert es etwas an charismatischen Protagonisten zum Mitfiebern und einer plausiblen Umsetzung der Ausgangsidee hinter der Auslese!


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Meine Meinung:


    Das Buch steigt etwa 6 Monate nach dem Ende von Teil 1 in die Handlung ein. Cia und Thomas sind nach bestandener Auslese nun Studenten an der Universität in Tosu-Stadt. Aber nachdem Cia die Tonbandaufnahme entdeckt hatte, die sie auf ihrem Transit Kommunikator hinterließ bevor ihre Erinnerungen gelöscht wurden, ist ihre Freude darüber es an die Universität geschafft zu haben schnell verflogen und macht der Angst und Wachsamkeit Platz. Die neuen Studenten müssen nun dort ihren ersten Test absolvieren, nach dessen Ergebnissen sie in ihre Studienfächer eingeteilt werden. Schnell stellt Cia fest, dass auch an der Universität die Selektion der Besten noch nicht beendet ist und was heißt es einen Test nicht zu bestehen und von der Universität "abgezogen" zu werden. Daraufhin beschließt sie, dass die Auslese abgeschafft werden muss und niemand mehr in diesem Wahlverfahren sterben darf.
    Dieser Einstieg in die Geschichte und die Ausgangssituation hat mir sehr gut gefallen und war sehr vielversprechend für den weiteren Handlungsverlauf.


    Leider konzentrierte sich die Autorin im Folgenden dann aber nicht wie von mir erwartet auf Cias Widerstand gegen die Auslese und die Bemühungen der Rebellen, sondern stattdessen gehen die Tests und Auswahlverfahren in einen neue Runde.
    Da nicht allzu viele Kandidaten die Auslese überlebt hatten führte man hierzu neue Charaktere, die Schüler aus Tosu-Stadt ein. Diese sind priviligiert, da ihre Eltern oft hochrangige Offizielle sind und mussten somit nicht den Prozess der Auslese durchlaufen. Ähnlich der Auslese werden die Studenten für den Einweihungstest wieder in zerstörtem Gebiet ausgesetzt und müssen in 4er Teams vier Aufgaben richtig lösen bevor sie zur Universität zurück kehren können. Diese Einweihung verläuft nicht weniger brutal und dramatisch wie die Auslese. In Konkurrenz stehen die Studenten diesmal um die begrenzte Anzahl von Praktikumsplätzen.
    Diese ganzen neuerlichen Tests, die schon wieder auf das Aussieben von Studenten hinausliefen waren für mich jedoch dann nicht mehr innovativ, sondern eher ein Abklatsch von Band 1, also sozusagen die Auslese 2.0 und brachten die Gesamthandlung auch nicht wirklich voran.
    Obwohl man im Buch mehr über das System in dem Cia lebt erfährt bleiben weiterhin auch die meisten Fragen zum Hintergrund der Auslese für Band 3 offen. Für mich handelt es sich damit um einen typischen Mittelteil einer Trilogie, der eher als Bindeglied zwischen Band 1 und 3 steht, als die Handlung großartig anzutreiben.


    Großartige Langeweile blieb aber dank dem flüssigen Schreibstil aus. Der Band ist etwas ruhiger als der tempo- und actionreiche erste Teil, dennoch schwingt immer die unterschwellige Bedrohung und Gefahr mit.


    Die Geschichte wird wie Teil 1 wieder aus der Sicht von Cia im Präsens erzählt. Die Verbindung zu der durchaus sympatischen Protagonistin war damit sofort wieder gegeben. Interessanterweise hat hier der Leser trotzdem teilweise einen kleinen Wissensvorsprung, da er im Gegensatz zu Cia die Begebenheiten aus Band 1 noch in Erinnerung hat. Cia hingegen hat keine Erinnerungen, sondern nur die Aufnahme auf ihrem Transit Kommunikator, auf den sie nicht alles sprechen konnte und bei dem sie nicht weiß, ob sie diesen schrecklichen Begebenheiten der Aufnahme überhaupt glauben kann.
    Cia hat wie bereits in Band 1 einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und versucht ihren Prinzipien treu zu bleiben und niemanden Schaden zuzufügen. Allerdings ist sie im Verlauf der Geschichte auch gezwungen sich weiterzuentwickeln und von diesen abzuweichen.
    Thomas tritt ziemlich in den Hintergrund, da er einer anderen Studienrichtung zugewiesen wurde. In den wenigen Abschnitten mit ihm wurde er mir aber nicht sonderlich symphatischer als in Band 1. Nach wie vor finde ich diese ganze Liebesgeschichte zwischen den beiden, um die es hier aber zum Glück nur nebenbei geht, unrealistisch und überflüssig. Interessanter wird es, wenn Cias Misstrauen auch gegenüber ihm geweckt wird, was jedoch jedes Mal ziemlich bald wieder ihrer großen Liebe zu ihm weicht, welche aber in meinen Augen überhaupt kein Fundament hat.


    Zusätzlich werden mit den Studenten aus Tosu-Stadt viele neue Charaktere eingeführt. Diese Nebencharakere bleiben zwar wie in Band 1 wieder sehr blass. Dadurch hat man aber auch in diesem Teil wieder den schönen Effekt, dass man ebenso wie Cia nicht weiß, wem man vertrauen kann. Mit ihr versucht man das Verhalten der einzelnen Studenten zu analysieren und mit ihr ist man auch ständig am zweifeln, ob sie denn nun nicht gerade den falschen Leuten vertraut.


    Nachdem der Mittelteil des Buches sich vor allem neuen Tests und Cias Ängsten widmet, zieht das Tempo zum Ende hin nochmal an. Obwohl man wie Cia ständig wachsam ist, hält dieses noch eine große überraschende Wendung bereit, mit der man nicht rechnet und die trotzdem sehr logisch und gut durchdacht ist. Diese Wende, die nun wirklich einen fulminanten Abschluss sehr gut vorbereitet, hat das Buch dann wieder etwas auf meiner Skala steigen lassen und lässt mich in Band 3 auf ein spannendes Finale hoffen.



    Fazit:


    "Nichts vergessen und nie vergeben" ist für mich ein typischer ruhigerer Zwischenband einer Trilogie. Er stellt über weite Strecken eher ein Bindeglied zwischen einem temporeichen Auftakt und dem zu erwartenden fulminanten Finale dar, ohne die Handlung großartig voranzutreiben. Am Ende hält das Buch jedoch eine wahnsinnig überraschende Wendung bereit, die mich wieder begeistern konnte und alles sofort in neuem Licht erscheinen lässt. Somit lässt mich das Buch voller Hoffnung auf ein packendes Finale zurück.


    3ratten

  • Vom Panhaligen Verlag.
    Von Joelle Charbanneau.
    Dieses Buch ist wieder so eine der Genren die genau ein Ding sind,darum schreib ich euch ja auch was dazu :))
    Ich finde die Hauptfigur sehr spannend,wie sie mit der Welt umgeht die sie umgibt.
    Es gibt in ihrer Welt klare Regeln.
    Zwar ist ihr Gedächtnis von Mitarbeitern der Regierung ebenfalls gelöscht,jedoch konnte Cia die wichtigsten und schlimmsten Dinge bewahren und weiß,was sie selbst,ihr Freund Tomas oder Will alles getan haben besser gesagt tun mussten,um an die Akademie zu kommen.
    Daher fällt sie eine folgenschwere Entscheidung,
    sie möchte mit allen Mitteln dafür sorgen,
    dass die grausame Auslese beendet wird.
    Da wird sie noch feststellen,das dies garnicht so leicht und erst recht nicht ungefährlich ist.
    Indem Cia sich diesem Ziel verschreibt,bringt sie jedoch nicht nur sich selbst in Gefahr,weil an der Akademie stehen alle permanent unter Beobachtung.
    Außerdem ist der Erfolgsdruck riesig,besser zu sein als alle anderen,denn es könnte das Leben kosten.
    Denn es stellt sich heraus,dass es verdammt schwierig sein könnte,das Studium erfolgreich zu beenden und mittlerweile weiß sie nur zu gut, welches Schicksal dener blüht die nicht die Leistung bringen die sie sollen.
    Es stellt sich nur mehr eine Frage: Wie kann man ein System umgehen das schon jahrelang besteht?
    Der Band endet wie zu erwarten war mit einem fiesen Cliffhanger, so dass es kaum auszuhalten ist bis zum Erscheinen des nächsten Buches.
    Ich bin also sehr gespannt,für mich ist das ganze noch lange nicht zu Ende,weil ich diese Geschichte weiterleben möchte.
    Einfach zu spannend und ich will doch wissen,was Cia noch einfällt um das ganze erfolgreich abzuschliessen wie sie es gerne hätte.
    Gefällt mir alles wirklich sehr gut.
    Spannende Story.

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