Robert Holdstock - Mythago Wood

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Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Morwen.

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    Beschreibung
    Irgendo in England findet sich Ryhope Wood, ein kleiner Flecken Wald, der zu den letzten Überresten der großen nacheiszeitlichen Urwälder gehört. Was von außen leicht in ein oder zwei Tagen zu umwandern wäre birgt im Inneren jahrtausende alte Geheimnisse. Ein Eindringen ist schwierig, denn der Wald verteidigt seine Geheimnisse vehement, und von denen, die es schaffen kehrt keiner unverändert zurück - wenn überhaupt. Denn der Wald birgt eine urzeitliche Kraft, die mythische Archetypen lebendig werden läßt, Mythen, die tief im menschlichen Unterbewußten verborgen sind.


    Stephen Huxley kehrt aus dem 2. Weltkrieg in sein elterliches Haus am Rande des Ryhope Wood zurück. Sein Vater hatte sich lange um die Erforschung des geheimnisvollen Waldes bemüht und ist nun gestorben - oder im Wald verschwunden. Sein Bruder Christian ist, wie sein Vater zuvor, ebenso dem Geheimnis des Waldes verfallen und auch Stephen spürt seine Macht, als er sich in eine bronzezeitliche Kriegerprinzessin verliebt - Guiwenneth, die am Anfang des Guinevere-Mythos' steht. Auf der Suche nach ihr begibt sich Stephen immer tiefer in den Wald, wo Raum und Zeit aufhören, nach den uns bekannten Gesetzen zu funktionieren.


    Meinung
    Mythago Wood hat 1985 den World Fantasy Award for Best Novel gewonnen und das vollkommen zu recht, denn es hebt sich Lichtjahre weit über den klischeebeladenen Fantasy-Mainstream. Die zugrundeliegende Idee, die Figuren, das Setting, alles ist so originell und bis in's kleinste Detail überzeugend, an keiner einzigen Stelle hat man das Gefühl "ha, das kenne ich". Hier steckt so viel in dem Buch an philosophischen, spirituellen, psychologischen und mythologischen Ideen, eine herzzerreissende Liebesgeschichte, ein Vater- und Bruderkonflikt, ein spannender und fesselnder Plot, aber alles abseits der ausgetretenen Pfade.


    Dies ist gehaltvolle Kost, keine leichtverdauliche Kuschel-Fantasy, Liebe und Gewalt und Wahnsinn sind hier nie weit voneinander entfernt, aber wer sich darauf einläßt wird hier einen der wenigen wirklichen Klassiker und Meilensteine der Fantasyliteratur finden.


    Höchstmögliche Leseempfehlung
    5ratten

    "What we remember is all the home we need."

    Roberet Holdstock, Avilion


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  • Moin,
    nee, ich weiss nichts von einer dt eBook Ausgabe, glaube leider auch nicht daran, dass sowas kommt - ist schon zu alt das Buch. Habe übrigens das Taschenbuch gelesen, muß wohl aus Versehen die Kindle-Version für mein Posting erwischt haben. Das Buch gehört bei Gollancz zu der Reihe "Fantasy Masterworks" (parallel dazu gibt's auch SF Masterworks) - jeweils sehr schön aufgemachte Klassiker des Genres; ich werde mich da ganz langsam durchbeissen, die machen sich als Reihe auch gut im Regal.

    "What we remember is all the home we need."

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