Offene / öffentliche Bücherschränke

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

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Es gibt 411 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Sagota.

  • Dass die Pflege eines öffentlichen Bücherschranks unterschätzt wird, kann ich mir vorstellen. Ich war am Dienstag in einem Schwimmbad, das seit diesem Jahr einen ausrangierten Kühlschrank nutzt. Da werden die Bücher eher reingeworfen als reingestellt. Das sieht natürlich nicht schön aus und hält die Leute vielleicht auch davon ab, selbst Bücher hineinzustellen.


    Ich habe mir angewöhnt, immer ein bisschen aufzuräumen falls nötig, wenn ich an einem Schrank stehe. So sieht es ein bisschen schöner aus und ich übersehe ganz bestimmt kein Buch ;-)

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Meine örtliche Zelle muss ich auch demnächst mal ausmisten. Die wird auch als Abladestelle für alte Schinken missbraucht, es tauchen auch immer wieder kartonweise alte VHS-Kassetten auf und sowas. Um die Ecke ist ein Altpapiercontainer, ich glaube ich rolle da demnächst mal mit meinem Einkaufs-Hackenporsche hin und mache Platz.


    Ich hatte schonmal der Stadtverwaltung geschrieben, als es mal ganz schlimm war, und die haben auch aufgeräumt, aber die alten gelben Schinken halt dringelassen.


    Achso, und ich duelliere mich regelmässig mit den Zeugen Jehovas. Egal wieviele Wachttürme ich da entsorge, die stopfen immer neue nach.

  • Bei mir um die Ecke gab es ein öffentliches Bücherregal + Give-Box. Die Stadt hat beides nun abbauen lassen, obwohl beides gut gepflegt war. Warum sie es abgebaut haben, darüber habe nichts erfahren und habe nur Vermutungen. Ich habe nur von einer Unterschriftenaktion mitbekommen, dass man noch versucht das zu stoppen - aber wohl erfolglos. Das finde ich wirklich schade, denn ich habe einige Bücher dort mitgenommen und 'reingestellt.

  • Ich würde mir wünschen, dass es bei uns mal soetwas wie einen öffentlichen Bücherschrank gäbe. Aber hier? In unserem 15.000 Seelen Kaff? Keine Chance ...

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • So viel größer ist mein früherer Arbeitsort auch nicht, aber dort gab es ein großes Regal im kleinen Café am Bahnhof :)

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ach bei uns wird das alles ein bisschen vernachlässigt ... wir können froh sein, dass es eine Bibliothek hier gibt ...

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Achso, und ich duelliere mich regelmässig mit den Zeugen Jehovas. Egal wieviele Wachttürme ich da entsorge, die stopfen immer neue nach.

    Vielleicht solltest du die einfach drin lassen? Dann kommen wenigstens keine neuen mehr nach ;-)


    LizzyCurse : die Einwohnerzahl hat wirklich nichts mit einem Regal zu tun. Meistens fehlt es an den Leuten, die so eine Sache anschubsen.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Achso, und ich duelliere mich regelmässig mit den Zeugen Jehovas. Egal wieviele Wachttürme ich da entsorge, die stopfen immer neue nach.

    Vielleicht solltest du die einfach drin lassen? Dann kommen wenigstens keine neuen mehr nach ;-)


    LizzyCurse : die Einwohnerzahl hat wirklich nichts mit einem Regal zu tun. Meistens fehlt es an den Leuten, die so eine Sache anschubsen.


    richtig. Leute, die es anschubsen und danach auch weiter betreuen. Ohne funktioniert sowas leider nicht.

    ~~ noli timere messorem ~~

  • Kleines Update!!! Ich habe soeben den Offenen Bücherschrank bestellt für unseren Stadtteil in München. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie riesig ich mich freue. Hätte ich keine Ohren, würde ich im Kreis grinsen.

    ~~ noli timere messorem ~~

  • TheNightingale : Die Schränke kann man einfach bestellen?

    In dem Fall ja. Wir mussten den Standort genehmigt bekommen und die Finanzierung sichern, das Teil muss versichert sein. Wir hatten diverse lokale Firmen und Behindertenwerkstätten angefragt, ob sie so einen Schrank haben bauen können, der wetterfest ist, aber entweder gab es keine Kapazitäten wg zu hoher Auftragslage oder die Kosten wären wesentlich höher gewesen. Deswegen haben wir uns schlussendlich für ein Modell einer Kölner Firma entschieden. :)

    ~~ noli timere messorem ~~

  • Heute habe ich zum ersten Mal einen Blick in den öffentlichen Bücherschrank in unserer kleinen Stadt geworfen, und war wirklich angenehm überrascht.

    Keine zerfledderten Bücher, die einfach hineingeworfen werden. Im Gegenteil, die Regale sind aufgeräumt, nicht alle Bücher alt und großteils in sehr gutem Zustand.

    Tatsächlich habe ich auch eines mitgenommen, ein perfektes Exemplar der "Dornenvögel" (Ausgabe von 1981). Das Buch wurde sicher nicht oft gelesen und sehr pfleglich behandelt. Sogar das Cover hat am Rand keine Einrisse oder sonstige Blessuren.

    Falls ich beim Bücherkauf mal einen "Fehlgriff" mache, werde ich ihn sehr gerne in diesem ansprechenden Bücherschrank deponieren.

  • Keine zerfledderten Bücher, die einfach hineingeworfen werden. Im Gegenteil, die Regale sind aufgeräumt, nicht alle Bücher alt und großteils in sehr gutem Zustand.

    Bei einigen der Bücherschränke, an denen ich regelmäßig vorbei komme, ist das leider nicht mehr so. Die Bücher werden oft zwei- oder dreireihig gestellt und sind auch nicht im besten Zustand. Ich habe das Gefühl, die Schränke werden nur noch zum Abstellen benutzt:(

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Kirsten

    So geht es mir mit dem Schrank in Heidelberg. Meine sehen dagegen ehrlich gesagt wie neu aus, wärend andre da zum Teil quasi ihr Altpapier entsorgen. Ich ekle mich da zum Teil vor...

    Schade, immerhin hat es ja sogar eine Bank und ein neues Regal spendiert bekommen.

  • Bevor ich umgezogen bin, habe ich im Bücherschrank an meinem alten Wohnort manchmal "aufgeräumt". Ungefragt, aber ich habe dann zerfleddertes "Altpapier" das schon gefühlt ein Jahr da drinstand einfach in meinen Hackenporsche geschmissen und bin damit um die Ecke zum Altpapiercontainer gerollert.


    Tat mir zwar schon leid, aber die Sachen wollte offensichtlich niemand mehr haben, und der Schrank war immer so voll, dass Bücherstapel auf dem Boden lagen, und die Leute, die ich dort getroffen habe, immer in der Hocke sassen und die "neuen" Sachen durchgesehen haben, während die Regale zweireihig mit Altlasten gefüllt waren - da muss dann halt ab und zu mal ausgemistet werden.

  • Ich habe das Gefühl, die Schränke werden nur noch zum Abstellen benutzt

    Sehr schade, aber unser Bücherschrank wird von den Bibliothekarinnen der Stadtbibliothek betreut. Die nehmen das anscheinend sehr genau. Muss ich unbedingt mal loben, die Damen! :knuddel:

    Ich ekle mich da zum Teil vor...

    Ja, da bin ich eher auch empfindlich, und manche Bibliotheksbücher riechen auch seltsam. Aber die aus dem Schrank sind wirklich tadellos, muss ich jetzt öfter mal vorbeischauen und auch etwas hinbringen.:buecherstapel:

  • Wir sind ja insgesamt 18 Leute, die unseren Schrank betreuen. Jede Woche 2 Leute, die sich einteilen und jeden Tag kontrollieren. Ihr wollt nicht wissen, was wir da oft entsorgen. Viele wissen das zu schätzen aber leider haben wir auch immer mal wieder ein paar besondere Schneeflöckchen, deren Bücher ja noch 'pfenning guad sand' und die dann keinerlei Verständnis haben.


    Wir räumen wirklich rigoros auf und es ist echt viel Arbeit. Wir freuen uns immer, wenn wir 'ungefragte' Hilfe von Nutzern bekommen, die selbst für Ordnung sorgen und auch über jene, die gern offiziell mithelfen möchten. Und über liebe Worte freuen wir uns immer sehr.


    Ich kann mir vorstellen, dass das bei Euren Bücherschrankpaten auch so ist. Ist oft sehr schade, dass manche Schränke hingestellt und nie betreut werden. Uns war das ein echtes Anliegen, dass unser Schrank aufgeräumt ist.

    ~~ noli timere messorem ~~

  • Ich bin oft mit dem Rad an den jeweiligen Schränken, weil sie auf einer Tour liegen und weiß deshalb nicht, wo der nächste Altpapiercontainer ist. Darüber nachgedacht habe ich schon, aber mit einer Radtasche voller Altpapier durch die Gegend zu fahren, ist mir ehrlich gesagt zu schwer.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.