01 - Seite 7 bis 88

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Verena-Julia.

  • Dass Sky ein Doors-Fan ist, hat ihm bei mir ja schon mal Pluspunkte eingebracht, so ganz oberflächlich :breitgrins: Allerdings weiß ich noch nicht so recht, was ich von dieser Spritztour halten soll. Nicht, dass er nur ein bisschen mit Laurel gespielt hat.


    Hannah und Natalie mag ich immer noch nicht so übermäßig. Laurel kommt mir ein wenig wie das fünfte Rad am Wagen vor oder zumindest den anderen beiden nicht ebenbürtig. Vielleicht ist sie aber auch nur einfach braver als die anderen und zieht sich deshalb aus den verschiedenen Experimenten raus, die die anderen machen. Wenn sie mitmacht, erscheint sie mir immer nur mit halbem Herzen dabei zu sein.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)


  • Hannah und Natalie mag ich immer noch nicht so übermäßig. Laurel kommt mir ein wenig wie das fünfte Rad am Wagen vor oder zumindest den anderen beiden nicht ebenbürtig. Vielleicht ist sie aber auch nur einfach braver als die anderen und zieht sich deshalb aus den verschiedenen Experimenten raus, die die anderen machen. Wenn sie mitmacht, erscheint sie mir immer nur mit halbem Herzen dabei zu sein.


    Braver ist sie auf jeden Fall, und auch vernünftiger. Manche Menschen sind eben nicht so couragiert, dass sie alles mitmachen. Sie weiß, dass sie sich nicht anbiedern muss. Das hat sie nicht nötig. Ich finde es aber auch toll, dass Natalie und Hannah sie trotzdem akzeptieren. Wer in manchen Kreisen nicht alles mitmacht, kommt da gar nicht erst rein. Aber die beiden nehmen sie einfach, wie sie ist.


  • Was mir noch gerade eingefallen ist: die Szene, als die Lehrerin Laurel auf May anspricht und zu ihr sagt, ihre Schwester sei schon ein besonderes Mädchen gewesen. Irgendwie finde ich, dass das eine blöde Aussage ist, so, als sei Laurel selbst nichts Besonderes.


    Und dabei ist es wahrscheinlich ein typischer Satz, den ganz viele Menschen benutzen. Nur weil sie nichts zu sagen wissen und einfach trotzdem reden wollen. Aber Du hast Recht, dieser Satz kann das sowieso schon wenig vorhandene Selbstbewustsein von Laurel noch einmal mehr erschüttern.



    Ich glaube, Judy Garland ist durch den "Wizard of Oz" ziemlich präsent in den USA, ebenso ist Mr. Ed eine bekannte TV-Figur und Amelia Earhart eine historische Kultfigur. Über Slash hab ich mich auch ein wenig gewundert, andererseits wüsste ich die Namen vieler Bandmitglieder auch nicht (ich kriege nicht mal die Stones aus dem Kopf zusammen).


    Vor allem ist Judy Garland ganz eng mit dem Christopher Street Day usw. verbunden. Deswegen finde ich es auch nicht so verwunderlich, daß sie an sie schreibt.

  • Braver ist sie auf jeden Fall, und auch vernünftiger. Manche Menschen sind eben nicht so couragiert, dass sie alles mitmachen. Sie weiß, dass sie sich nicht anbiedern muss. Das hat sie nicht nötig. Ich finde es aber auch toll, dass Natalie und Hannah sie trotzdem akzeptieren. Wer in manchen Kreisen nicht alles mitmacht, kommt da gar nicht erst rein. Aber die beiden nehmen sie einfach, wie sie ist.


    Ich dachte zunächst auch, dass Laurel eher das fünfte Rad am Wagen ist. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Hannah und Natalie einfach viel länger miteinander befreundet sind. Dass sie Laurel dennoch so schnell aufnehmen finde ich toll. Gerade in der Schule macht man doch häufig die Erfahrung, dass man in feste Freundschaften / Cliquen gar nicht mehr rein kommt.


  • Dass sie Laurel dennoch so schnell aufnehmen finde ich toll. Gerade in der Schule macht man doch häufig die Erfahrung, dass man in feste Freundschaften / Cliquen gar nicht mehr rein kommt.


    Das ist natürlich auch wieder wahr. Trotzdem habe ich bisher das Gefühl, dass Laurel nicht so richtig zu den beiden passt. Vielleicht täusche ich mich aber auch.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Mein Buch kam leuder etwas später wie erwartet, deswegen steige ich auch erst jetzt ein und ich werde mich hier jetzt nicht mehr so auslassen, ihr habt ja schon viel geschrieben. Sehr interessant, eure Gedanken zu lesen ohne so richtig an der Dikussion beteiligt zu sein.


    Ich muss zu allererst auch mal zugeben, dass mir einige Personen gar nicht oder nur dem Namen nach bekannt waren. Ich habe sie mir alle aufgeschrieben und nun nach ihnen gegooglet. Alles sehr eindrucksvolle Persönlichkeiten, man merkt, dass Laurel sie nicht unbedacht ausgewählt hat. Mir gefällt dieser Briefstil und ich bin immer gespannt, ob noch neue Personen auftauchen, denen sie einen Brief schreibt. Ehrlich gesagt, erinnert mich das Buch auch ein bisschen an "Das Blubbern von Glück" von Barry Jonsberg. Dort schreibt die 12-jährige Candice Phee einen Aufsatz. Sie soll im Englischunterricht zu jedem Buchstaben einen Absatz schreiben. Mit A wie Aufsatz, über B wie ... und so weiter. Doch Candice nutzt den Aufsatz um aus ihrem Leben zu erzählen und schreibt pro Buchstabe mehrere Seiten. Auch sie lebt in einer Familie, die nach einem Schicksalsschlag nicht mehr so ist wie früher. Sind sich wirklich sehr ähnlich von der Idee, von der Umsetzung aber ganz anders. Alles beginnt zwar im Englischunterricht, aber entwickelt sich ganz anders. Übrigens sehr empfehlenswert das Buch. (Falls noch jemand hier mein Geschreibsel liest: kennt jemand das Buch und sind euch die Paralelen auch aufgefallen?)


    So...nun aber zurück zum Buch! Mich macht das Buch sehr traurig und nachdenklich - wieso gibt sich Laurel die Schuld am Tod ihrer Schwester? Was war an den Kinoabend? Was hat Sky für ein Geheimnis? Sind Hannah und Nathalie wirklich ehrlich zu Laurel?


    Wie einige schon angemerkt haben, hatte auch ich ein Problem mit dem Alkohol- und Drogenkonsum der Jungendlichen und auch mit dem Rauchen. Hätte es besser gefunden, sie hätte da nein gesagt. Gut, dass Kirsten wenigstens darauf achtet, dass sie nicht anfängt zu kiffen. Mir ist da echt ein Stein vom Herzen geplumpst. Klauen geht natürlich überhaupt gar nicht. Das finde ich unmöglich und ich finde an dem Punkt auch Laurel unglaublich naiv. Beim ersten Mal Alkohol sollte sie nicht so viel trinken, sie müsste den Mädels ins Gewissen reden. Aber es sieht so aus, als könnte sie das nicht, weil sie zusehr den anderen Gefallen will um endlich wieder einen Platz einzunehmen. Wobei ich da echt Angst habe, dass das ins Auge geht, weil sie sich zu sehr über ihre tote Schwester identifizieren will. Bin skeptisch....


    Ansonsten tut mir Laurel sehr leid, sie gibt sich die Schuld am Tod ihrer Schwester, trauert, ist eigentlich ganz alleine, weil sie weder zu Mutter, Vater, Tante ein enges Verhältnis hat und Reden kann. Dass sie nicht einmal die Adresse ihrer Mutter weiß, finde ich ganz furchtbar! Die hat man doch, auch wenn man nicht hinfährt. Und das Telefonat tat mir auch so richtig in der Seele weh, so kurz angebunden, haben sich nichts zu sagen...sehr schade....


    Bei den "Freundschaften" zu den anderen bin ich sehr skeptisch, neu an der Schule, glaubt sie ja erstmal alles und sucht Anschluss. Hoffentlich wird sie da weder ausgenutzt, noch gerät sie auf die schiefe Bahn...
    In meinen Augen passt sie auch nicht zu Hannah und Nathalie.