Welche "ältere" Fantasy ist heute noch lesbar?

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 58 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Ramazottl.

  • Für Kinder ist auf alle Fälle zeitlos und immer noch schön:


    Michael Ende: Die unendliche Geschichte und Momo
    Ottfried Preußler: Krabbat


    Frank Baum: Der Zauberer von Oz


    und für Erwachsene kann ich nach wie vor Jules Verne empfehlen. seine Bücher sind phantastisch, gut geschrieben und sehr Bildreich.

  • Das ist eigentlich mehr Alternative History als Fantasy, aber ich denke mal, ich erwähne sie der Vollständigkeit halber:


    Wolf von Niebelschütz - Die Kinder der Finsternis 1959


    Ebenfalls:


    Leslie Barringer - Gerfalke/Gerfalcon 1927
    " - Joris vom Felsen/Joris of the Rock 1928
    " - Die scheue Leopardin/The shy leopardess 1948


    Die beschäftigen sich beide, von Niebelschütz und Barringer, mit einer Art alternativem mittelalterlichem Frankreich. Alle 4 Bücher gehören mit zum besten, was ich gelesen habe.


    Dann fällt mir noch ein, auch wenn ich nicht weiß, inwiefern die in das Zeitfenster passen:


    Judith Tarr - Jäger der Inquisition-Trilogie & Alamut, das ist mehr historisch mit einem Schuss Fantasy, fand ich auch sehr gut


    Guy Gavriel Kay - alles --- oder zählt der nicht, weil er noch aktiv ist?


    Katherine Kurtz - Später Deryni-Zyklus + König Kelson --- die chronologisch früheren Deryni-Bände fand ich zwar auch gut, aber da bin ich irgendwann zwischendrin steckengeblieben. Die o.a. beiden Subserien aber fand ich sehr gut.

  • Ohje - jetzt fühle ich mich wirklich alt :belehrerin:


    Also, ich meinte vom Stil her altmodisch, weil es anders geschrieben ist als die meisten neueren Sachen und halt auch sprachlich eher an die alten erinnert. :zwinker:

  • Also, ich meinte vom Stil her altmodisch, weil es anders geschrieben ist als die meisten neueren Sachen und halt auch sprachlich eher an die alten erinnert. :zwinker:


    Stimmt. Es wird nicht auf jeder zweiten Seite gef :boff: t, gek :kotz: t oder gesch :klo: en - das macht die Lektüre direkt gemütlich...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Wie sieht es mit den etwas weniger bekannten Sachen aus? Wie beispielsweise Bannsänger (Foster), Deryni (Kurtz) und was euch sonst noch so einfällt? Und zwar ohne Einbezug nostalgischer Gefühle, wie Kiala so treffend gesagt hat?


    Ich frage mich z. B. wie "Die Welt der tausend Ebenen" heute auf mich wirken würde. So richtig rangetraut habe ich mich noch nicht wieder.


    Die Welt der tausend Ebenen hat mich begeistert wegen der Phantasy die darin steckt und sie gefällt mir immernoch.
    Die "Doppelwelt" von Pierce Anthony (die letzten Teile sind auf deutsch nicht erschienen)
    Der Zyklus um den Zauberlehrling Skeeve von Asprin (leider bekommt seine Tochter die neuen Büche nicht so toll hin)
    Die Drachenritter von Gordon Dickson


  • Die "Doppelwelt" von Pierce Anthony (die letzten Teile sind auf deutsch nicht erschienen)


    Tatsächlich nicht? Ich dachte, die Reihe wäre komplett erschienen, ist aber sehr rar. Ich habe den ersten Band gelesen und mochte ihn damals sehr. Ich glaube aber nicht, dass mir das Buch heute noch gefallen würde. Naja - ich habe die Bücher aber trotzdem im Regal ;-)


    Von der Welt der tausend Ebenen ist der letzte Band unübersetzt, er wartet im Regal auf mich - dafür müsste ich aber mal den dicken deutschen Band komplett lesen, was ich bisher nie ganz zu Ende gebracht habe.

  • Tatsächlich nicht? Ich dachte, die Reihe wäre komplett erschienen, ist aber sehr rar. Ich habe den ersten Band gelesen und mochte ihn damals sehr. Ich glaube aber nicht, dass mir das Buch heute noch gefallen würde. Naja - ich habe die Bücher aber trotzdem im Regal ;-)


    Soweit ich weiß sind drei Teile deutsch erschienen. Der zweite Teil in zwei Büchlein, die wir zusammen für 30 Mark gekauft haben und glücklich waren, sie erstanden zu haben. :smile:
    Mir gefällt es immernoch, denn die Idee der Spielewelt fand ich toll und auch die Möglichkeit des Übergangs.


    Es gibt einen zweiten Band der Welt,....? Das war mir neu, danke. Ich dachte, die Geschichte ist erzählt, könnte mir gar nicht vorstellen, was da noch zu erfinden ist.
    Danke für die Info

  • 1950 - 1956 => Die Chroniken von Narnia. Eher Kinderfantasy, aber ein Klassiker, wie ich finde :)

    Sub 78 :boxen: (SuB, ich sage dir den Kampf an)


    Once Upon a Time in a kingdom filled with entchanted books, there was a girl who loved to read.


  • Danke! Aber auch bei Wiki sind es nur vier (drei Bände in vier Büchern)?


    Einer von uns zählt also falsch ;-)


    Hier die deutschen Ausgaben, die ich habe:


    Band 1: Die Doppelwelt, Moewig, 1984, ISBN 3-8118-3640-4
    Die Doppelwelt, enthalten in: Science Fiction Highlights X, Moewig, 1986, ISBN 3-8118-3716-8


    Vol. 2: Blue Adept, 1981


    Band 2: Der blaue Adept, Band 1, Moewig, 1985, ISBN 3-8118-3662-5
    Band 3: Der blaue Adept, Band 2, Moewig, 1985, ISBN 3-8118-3679-X
    Der blaue Adept, enthalten in: Science Fiction Highlights X, Moewig, 1986, ISBN 3-8118-3716-8


    Vol. 3: Juxtaposition, 1982


    Band 4: Juxtaposition, Moewig, 1986, ISBN 3-8118-3696-X


    Vol. 4: Out of Phaze, 1987


    Band 5: Verbannt auf der Doppelwelt, Moewig, 1989, ISBN 3-8118-3876-8

  • :redface:
    Wiedermal nur gelesen, was ich dachte dass es dort stünde :redface:
    Ich wusste wirklich nicht, dass der 4. Band noch übersetzt da war.


    Aber bei Kinderbüchern:
    Wer kennt hier "Nimmerklug in Sonnenstadt?" Das ist ein Klassiker, den ich gerade meinen Enkeln ans Herz legen ;)


  • 1950 - 1956 => Die Chroniken von Narnia. Eher Kinderfantasy, aber ein Klassiker, wie ich finde :)


    So unterschiedlich kanns sein, Narnia würde ich niemandem empfehlen und mir wird wohl immer unbegreiflich sein, warum das ein Kinderbuchklassiker ist :zwinker:
    Bei Kinderbüchern würde ich Wintersonnenwende empfehlen, das gefällt mir heute noch sehr gut.

    LG Gytha<br /><br />&quot;Dieses Haus sei gesegniget&quot;

  • Oh, das ist eine gute Idee - eine Vintage-Fantasy-Liste.


    Gerade gelesen habe ich:
    Peter S. Beagle - A fine and private place (Hey Rebeck)
    Robert Holdstock - Mythago Wood
    beides sehr gut.


    Schon etwas länger her:
    Poul Anderson - Das zerbrochene Schwert


    Lange her, aber in bester Erinnerung:
    Dahlov Ipcar - Der Ruf in's andere Land
    George MacDonald - Lilith (sicherlich nicht jedermans Geschmack, für mich aber prägend)
    Mervyn Peake - Die Ghormenghast Trilogie (ein absoluter Klassiker)
    Alan Garner - Feuerfrost etc (tolle Jugendfantasy)
    LeGuin - Erdsee (habe ich damals sehr gerne gelesen)


    Mir fällt immer wieder auf, wie sehr sich der Schreibstil seit damals verändert hat. Die früheren Bücher sind meist noch von einem gewissen Ernst durchdrungen, während die neueren Bücher nicht ohne eine permanent ironische Brechung, eine gewisse Flapsigkeit auskommen. Ich habe den Eindruck, dass die heutigen Fantasy-Schriftsteller mehr von Videospielen und Fernsehserien und deren Stil und Dramaturgie beeinflußt sind und das so sozialisierte Publikum bedienen wollen (man denke nur an Martins "Song of Fire and Ice", da weiss man ja mittlerweile nicht mehr, was wichtiger ist, das Buch oder der Film).


    Ich merke nur zunehmend, dass ich für die heutige Fantasy mainstream-fantasy schon zu alt bin und mich bei den alten prä-80er Büchern mehr zu Hause fühle.

    "What we remember is all the home we need."

    Roberet Holdstock, Avilion


    Mein SuB: Link<br />Mein Goodreads-Account

    Einmal editiert, zuletzt von Morwen ()

  • So unterschiedlich kanns sein, Narnia würde ich niemandem empfehlen und mir wird wohl immer unbegreiflich sein, warum das ein Kinderbuchklassiker ist :zwinker:


    Wobei ich glaube, dass Kindern die Geschichten rund um Narnia noch immer gefallen können, weil sie doch sehr fantasievoll sind. Was mir an Narnia nicht gefällt, ist einerseits der permanent erhobene Zeigefinger hinter den Geschichten und andererseits Lewis Schreibstil. Aber wahrscheinlich bin ich einfach schon zu alt für Narnia. Lewis sagt es ja selbst in seinen Büchern, dass man irgendwann zu alt für einen Besuch in Narnia ist.

  • Ich bin ja bei Fantasy sehr anspruchsvoll, da gefällt mir noch lange nicht alles, aber was mich neulich richtig gefesselt hat was eine Reihe - habe einen ganzen Stapel seeeehr günstig auf dem Flohmarkt bekommen:

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link


    Robert Asprin (als Herausgeber) -
    Geschichten aus der Diebeswelt - der Freistatt Zyklus
    01 - 20089 - Die Diebe von Freistatt
    02 - 20091 - Der Blaue Stern
    03 - 20093 - Zum Wilden Einhorn
    04 - 20095 - Die Rache der Wache
    05 - 20098 - Die Götter von Freistatt
    06 - 20101 - Verrat in Freistatt
    07 - 20107 - Der Krieg der Diebe
    08 - 20113 - Hexennacht
    09 - 20122 - Sturm über Freistatt
    10 - 20140 - Armeen der Nacht
    11 - 20149 - Die Farbe des Zaubers
    12 - 20155 - Die Säulen des Feuers
    13 - 20167 - Die Herrin der Flammen
    14 - 20179 - Der Bann der Magie
    15 - 20192 - Im Herzen des Lichts
    16 - 20206 - Die Macht der Könige
    17 - 20219 - Das Versprechen des Himmels
    18 - 20229 - Abschied von Freistatt
    Ganz tolle Geschichte. Das besondere daran, dass die Reihe von mehreren Autoren geschrieben wurde. Aber einige Hauptfiguren kommen immer wieder vor - bei dem anderen Autor dann auch schon mal als Nebenfigur.


    Das ist eine sehr alte Reihe, aber total zeitlos und sehr gut geschrieben. Also keine billigen Geschichten mit Wortwiederholungen und inhaltlichen Fehlern, wie man es sonst so oft in Reihen findet.

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


    Help me, help me ~ Won't someone set me free? ~ There's no right side of the bed ~ With a body like mine and a mind like mine

    ~ IDLES ~


    Einmal editiert, zuletzt von Weratundrina ()