Alexander Lahl/ Kitty Kahane: 17. Juni - Die Geschichte von Armin & Eva

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • "17. Juni - die Geschichte von Armin & Eva"



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    Über das Buch:


    Das Buch ist eine in sehr minimalistischem Stil gezeichnete Graphic Novel aus dem Jahre 2013. Verlag ist Metrolit, Autoren sind unter anderem Alexander Lahl und Tim Köhler - Zeichnerin war Kitty Kahane. Es hat 112 Seiten und kostet derzeit ungebraucht etwa 16 Euro. Für mich war es allerdings ein Weihnachtsgeschenk :)



    Inhalt:


    Es ist die Zeit kurz nach dem Mauerfall, 1990: Eva bekommt überraschend Besuch von einem Fremden, der ihr Kunde bezüglich eines geliebten Menschen aus ihrer Vergangenheit bringt, nämlich bezüglich des offenbar verstorbenen Armin.
    Der war in den 50ern als Stahlarbeiter tätig und an den großen Arbeiteraufständen vom 17. Juni 1953 beteiligt. Die beiden Liebenden verloren sich aus den Augen und Eva hat nie erfahren, was aus dem jungen Mann wirklich wurde.


    Die traurige und sehr politische Liebesgeschichte wird in zufällig und minimalistisch wirkenden Bildern und nüchtern aber spannenden Texten erzählt,ohne Farbe aber nicht wirklich farblos.


    Meine Meinung:


    Ich hatte so gut wie kein Vorwissen (mehr) bezüglich der Thematik, von daher wusste ich anfangs nicht so recht, was mich erwartet.
    Tatsächlich haben mich die vorgenommenen Zeitsprünge aber glücklicherweise nicht verwirrt. Im Gegenteil, sie helfen auf gewisse Art und Weise.
    Auch mit den Personen fühlt man mit, auch wenn der darstellende Zeitraum nur ein kleiner ist.


    An den Zeichenstil musste ich mich gewöhnen, aber er passt irgendwie. Es hat definitiv seinen Charme.


    Für Graphic Novel Fans, die Marvel und DC gewöhnt sind, stellt dieses Büchlein jetzt wahrscheinlich nicht so das Schmuckstück dar, aber für Geschichts-/Berlin-/DDR-Interessenten würde ich es empfehlen. Es war ein nicht unspannendes Leseerlebnis, das ich so aufgrund des besonderes Stils und der mir nicht so vertrauten Thematik noch nicht gehabt hatte.


    Ich vergebe 3 gute Ratten :)


    3ratten