Lucy Christopher - Kiss me, kill me

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Emily lebt mit ihren Eltern in einer amerikanischen Kleinstadt direkt am Waldrand.


    Sie ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, der die Highschool besucht, Freunde hat …


    doch eines Abends ist ihr Leben plötzlich eine Hölle.


    Ihr Vater bringt ein totes Mädchen aus dem Wald nach Hause und alles sieht danach aus, das ihr geliebter Papa die Schulkameradin von Emily getötet hat. Er kann sich an nichts erinnern.


    Er ist als Soldat mit einer posttraumatischen Belastungsstörung aus dem Afghanistan Krieg heimgekehrt und hat seit Jahren immer wieder sogenannte „Flashbacks“, die ihn ins damalige Kriegsgeschehen zurückwerfen. War es auch in dieser Nacht so?


    Das „Darkwood“ genannte Waldstück war Emily immer vertraut, doch nun ist alles anders, die Natur erscheint ihr wild und düster. Was ist in dieser Nacht dort geschehen? Kann es wirklich sein, dass ihr liebevoller Vater ein Mörder ist?


    Auch der Schulkamerad Damon war an diesem Abend mit dem getöteten Mädchen im Wald und kann sich nicht erinnern, er war high von Alkohol und Drogen. Die tote Ashlee war seine Freundin.




    So beginnt das Jugendbuch von Lucy Christopher, ein hochspannender düsterer psychologischer Thriller, der weniger auf Schockmomente oder blutrünstige Szenerien setzt. Abwechselnd wird aus Emilys und Damons Erzählperspektive offenbart, wie die beiden Jugendlichen sich fühlen und wie sie verzweifelt nach der Wahrheit dieser Nacht suchen.


    Während Emily versucht ihren Vater zu entlasten, sucht Damon nach Erinnerungsfetzen, die ihm beweisen, dass nicht er selbst mit Ashlees Tod zu tun hat.


    Bruchstückhaft kommen die beiden Teenager dieser Wahrheit immer näher und ziehen den Leser tief hinein in psychologische Abgründe, so dunkel wie der Wald bei Nacht. Darkwood birgt die Geheimnisse aller Protagonisten, im Wald müssen Emily und Damon danach suchen.


    Der Perspektivwechsel der Erzählung zwischen Emily und Damon lässt den Leser – besonders im letzten Viertel des Buches – völlig atemlos zwischen hin-und hergeworfenen Erkenntnissen staunen, schaudern, hoffen. Spannend bis zum dramatischen Ende.


    Wer war Ashlee und warum musste sie sterben? Das ist nur eine Frage, die die Geschichte stellt. Das birgt sehr viel mehr, weil die Charaktere der Hauptpersonen sehr gut gezeichnet sind.


    Unbedingte Leseempfehlung für ( nicht nur ) junge Bücherfresser - allerdings m.E. erst ab 16.