Schullektüre - Erfahrungen!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 243 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von tári.

  • Hallo ihr Lieben,


    mir ist gerade bei den "10 Antworten" aufgefallen, dass wir alle irgendwie immer Probleme mit der einen oder anderen Schullektüre hatten.


    Mich würde jetzt mal interessieren, was ihr in der Schule lesen musstet (oder noch müsst) und welche Erfahrungen ihr da (positiv oder negativ) gesammelt habt.


    Welche Bücher haben euch gefallen? Welche überhaupt nicht? Gibt es auch Schullektürenbücher, die ihr später nochmal gelesen habt?


    Ich muss zugeben, dass ich mich an das meiste gar nicht mehr erinnere, aber viele der Bücher fand ich richtig klasse. Vielleicht nicht mal so sehr vom Thema her, sondern auch das durchdiskutieren eines Buches. Vielleicht hatte ich aber auch gute Deutschlehrer:


    - Rose Bernd (Gerhart Hauptmann)
    Das fand ich besser als der Rest meiner Klasse :breitgrins:


    - Schachnovelle (Stefan Zweig)
    In der Schule habe ich mich - erfolgreich :rollen: - davor gedrückt, nur um es Jahre später einfach so zu lesen (und lieben zu lernen).


    - Götz von Berlichingen (J.W. Goethe)
    Seit diesem Buch bin ich Fan von Goethe und der Sturm & Drang Zeit. Mein Schatz hat mich letztes Jahr sogar zu den Freilichtspielen in Jagsthausen eingeladen :klatschen:


    - Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Heinrich Böll)
    Fand ich absolut furchtbar! :entsetzt:


    Das sind so die Bücher, die mir gerade spontan einfallen...


    Nicht auf dem Lehrplan, aber für mich gelesen: "Das Parfum" (Patrick Süskind), über das ich nun hier nicht auch noch meckern möchte.


    Liebe Grüße
    nimue

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • Ich kann mich eigentlich meist mit der Schullektüre ganz gut anfreunden. In den letzten Jahren haben wir unter anderem gelesen:


    7./8. Klasse:
    Gottfried Keller - Kleider machen Leute
    9./10. Klasse:
    Friedrich Dürrenmatt - Der Verdacht
    Gerhart Hauptmann - Bahnwärter Thiel
    Barbara Snow Gilbert - Der andere Flügel
    Ödön von Hòrvath - Jugend ohne Gott
    Charlotte Kerner - Blueprint
    Carl Zuckmayer - Der Hauptmann von Köpenick
    Schiller - Die Räuber
    11. Jahrgang:
    Sophokles - Antigone
    Franz Kafka - Die Verwandlung
    Lessing - Emilia Galotti


    Bis auf die Jugendbücher (Der andere Flügel, Blueprint) hat mir eigentlich alles mehr oder weniger gefallen, vor allem Antigone, Emilia Galotti und Schiller. Dann haben wir auch noch eine Buchvorstellung gemacht im letzten Jahr, da habe ich 'Die Entdeckung der Langsamkeit' von Sten Nadolny ausgewählt.

  • Hallo,


    ja, die Pflichtlektüre in der Schule, das war schon ein Graus. :redface: Die meisten dieser Bücher habe ich nicht zu Ende gelesen, ich wollte es immer aber es war unmöglich.


    Die richtigen "gruseligen" waren:


    Heinrich Böll - Ansichten eines Clowns
    Max Frisch - Homo Faber


    Ganz gut gefallen hat mir:


    Theodor Storm - Der Schimmelreiter


    Und einmal kam unser Lehrer mit einem Heyne-Taschenbuch in die Klasse. Am schwarzen Heyne-Rücken habe ich damals sofort gesehen, dass es ein Science Fiction Titel war. Da habe ich mich echt gefreut :breitgrins:


    Ray Bradbury - Fahrenheit 451


    Selbstverständlich habe ich dieses Buch durchgelesen und ich fand es klasse :smile:

  • Hallo!


    Ich fand die meisten meiner Lektüren auch in Ordnung.
    Vor allem in den kleineren Klassen haben wir kaum literarische Bücher gelesen, was ich dem Alter entsprechend gut fand :rollen: . Angefangen haben wir in der 5. - 7. Klasse z.B. mit:


    Uwe Timm - Rennschwein Rudi Rüssel
    Susan E. Hinton - Die Outsider
    Hans Peter Richter - Damals war es Friedrich
    wer schreib das doch gleich?! - das Nibelungenlied


    8. - 10. Klasse:


    Max Frisch - Andorra
    Friedrich Dürrenmatt - Der Besuch der alten Dame
    Sybille Mulot - Nachbarn (das schrecklichste Buch, dass ich je glesen habe!! Und das bestätigt jeder aus meiner ehem. Klasse!!!)
    Heinrich Spoerl - Die Feuerzangenbowle


    Oberstufe:


    Bertholt Brecht - Leben des Galilei
    Martin Walser - Ein fliehendes Pferd
    Johann W. v. Goethe - Leiden des jungen Werther (ich hab eine Klausur und eine Facharbeit erfolgreich drüber geschrieben, ohne das Buch je ausgelesen zu haben :breitgrins: )
    Lessing - Emilia Galotti
    Peter Weiss - Die Verfolgung und Ermordung Jean-Paul Marats (schrechklich!)


    Insgesamt fand ich bei uns auch gerade die Steigerung von vielleicht pädagogisch wertvollen zu literarischen Lektüren sehr gut! Auf jeden Falle dem Alter entsprechend angemessen und interessant!
    Ein Lob an die Lehrer! :bang:


    Alles Liebe,
    Elica

    Glaub ja nicht, Leser, dass dieses Buch dich aus den Augen verliert.

  • Hallo Nimue,


    Schullektüre scheint doch irgendwie ein unerschöpfliches Thema zu sein ... soweit ich mich erinnern kann (ist schon sooo lange her), hatten wir u.a. folgendes auf der Liste:


    - gut gefallen haben mir
    - ein, zwei Theaterstücke von Henrik Ibsen (ich glaube, es war "Die Frau vom Meer" - oder hab ich das nur im Theater gesehen... weiss es nicht mehr - und "Baumeister Solness")
    - Schiller's "Maria Stuart"
    - Jane Austen "Pride and Prejudice"
    - Lessing's "Nathan der Weise"
    - und so einiges an Gedichten und Balladen


    noch ganz ok:
    - Antigone, beide Fassungen (Sophokles und die modernere Version von einem französischen Autor, ich komme nicht drauf ...)
    - Gerhart Hauptmann, Rose Bernd
    - Max Frisch "Andorra"
    - John Osborne "Look Back in Anger"


    Garnicht ausstehen, bzw. garnichts anfangen konnte ich mit:
    - Thomas Mann, "Tod in Venedig" und noch zwei andere Kurzgeschichten
    - Franz Kafka, "Die Verwandlung" (das ist doch das mit dem Käfer?)
    - Bertolt Brecht, ich weiss nicht mehr, was es war
    - Georg Büchner "Dantons Tod"


    Nochmals gelesen habe ich später keines dieser Stücke.


    LG
    Sabine


    - Jeremias Gotthelf "Die schwarze Spinne"

  • Hm, die meisten Schullektüren haben mich, wie schon im "10 Antworten" Thread geschrieben, nicht gerade umgehauen, mal sehn, an was ich mich noch erinnern kann:



    "Romeo und Julia auf dem Dorfe" - absolut nicht mein Fall


    "Krabat" - Ausnamsweise mal ein Buch, was mir wirklich gefallen hat


    "Irgendein Jugendbuch, das irgendwas mit Merlin und dem Gral zu tun hatte" - Obwohl ich auch zu der Zeit schon Fantasy mochte, hat mir dieses überhaupt nicht gefallem, es las sich wie ein billiger Enid Blyton Abklatsch


    "Der Hauptmann von Köpenick" - Dürfte in jedem Fall eines der
    erträglicheren Bücher gewesen sein


    "Das Parfüm" - Sicherlich auch eines der bessere, es hat mich zwar damals nicht unbedingt begeistert, aber ich glaube wenn ich es heute nochmal lesen würde, könnte es mir gefallen.


    "Emilia Galotti", "Nathan der Weise" - nicht tolles, aber man musste sich auch nicht durchquälen, zumindest im Theater hat mir Emilia Galotti dann glaube ich ganz gut gefallen (Ich finde, Theaterstücke sollte man sich sowieso besser auf der Bühne ansehen als sie zu lesen)


    "Faust" - erträglich, aber spannend ist was anderes, auch das würde ich mir lieber mal im Theater ansehen, als es zu lesen


    "Andorra" - Ich kann mich so gut wie nicht mehr daran erinnern, es kann also nicht so toll gewesen sein


    "Homo Faber" - Beim ersten mal zwar todlangweilig aber immerhin recht flüssig zu lesen, aber das zweite mal war wirklich zu viel des Guten.


    "Berlin Alexanderplatz" - Gut dass ich es nie bis zu Ende lesen musste.


    "The Importance of being Earnest" - Auf jeden fall auch eines der besseren, vor allem auf der Bühne, nachdem ich allerdings das Buch gelesen, eine Theateraufführung und den Film gesehen habe, hängt mir das ganze doch ein wenig zu Hals raus.


    "MacBeth" , "A Midsummer Night's Dream" - Auch eher im oberen Bereich angesiedelt, aber ich ich lese nunmal ungern Theaterstücke, als Film und auf der Bühne jedoch nicht schlecht,


    "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe" und "Die Jungfrau von Orleans" - Ich hatte erwartet, dass mir ersteres gefallen würde und letzteres nicht, es war dann allerdings umgekehrt, während "die Jungrau von Orleans" ganz annehmbar war, mochte ich Brechts Version überhaupt nicht.


    "Dracula" - Habe ich für meine Englich Facharbeit gelesen, es hat mir ganz gut gefallen.


    Ach ja, fast hätte ich "Bend it Like Beckham" vergessen - naja, immerhin ganz unterhaltsam und vorallem hat man es schnell hinter sich.


    edit: Stimmt, jetzt wo ich nochmal die anderen Posts gelesen habe:"Antigone" und "Die Verwandlung" hatten wir auch noch, vom ersten weiß ich fast nichts mehr, was wohl zeigt, wie es mir gefallen hat, letzteres fand ich wider Erwarten garnicht mal soo schlecht.


    So, das waren sicher nicht alle, aber mehr will mir gerade nicht einfallen.
    Insgesamt hätte man meinen Geschmack mit mehr Romanen und weniger Theaterstücken wohl eher getroffen, denn letztere sind meiner Meinung nach eben zu ansehen da, und nicht um gelesen zu werden.

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Kann mich kaum noch erinnern, in der Realschule list man nicht so viel.
    aber an eins kann ich mich noch erinnern


    Morton Rhue - Die Welle
    Das fand ich ziemlich gut (hatte es schon vorher gelesen, bevor ich wusste das wir's durchnehmen :breitgrins: )


    In meinem FOS Jahr haben wir gelesen:


    Dantons Tot - Georg Büchner
    Fand ich schrecklich und kam garnicht rein. habs auch nur bis zur dritten seite geschaft :redface: und mich bei der Abiprüfung für die alternative Aufgabe entschieden :breitgrins: . Schade eigentlich, denn ich finde die zeit der Französischen Revolution sehr interessant.


    Patricia Highsmith - The talented Mr. Ripley
    Das fand ich gut, sehr spannend, und sehr einfach zu lesen, brauchte nicht mal ein Wörterbuch.

  • Ihr wisst ja alle gar nicht, was für ein Glück ihr habt. Da ich einen sehr nachgiebigen Deutschlehrer habe und viele Bücherhasser in der Klasse, haben wir bis jetzt noch keine Schullektüre abgeschlossen. Wir haben nur hin und wieder mal ein klitzekleines Stück gemeinsam gelesen.


    Der Opernball haben wir angefangen, dann aber doch sein lassen, dasselbe mit dem Buch Liebediener (bei dem ich allerdings froh war, es nicht fertiglesen zu müssen). Und von den klassischen Sachen, die man so in der Schule liest, haben wir alles bis auf den Faus ganz weggelassen.


    Ich muss die Bücher jetzt alle alleine lesen. Das ist einfach nicht dasselbe, wenn man nicht in der Klasse ein bisschen drüber streiten kann :breitgrins: Na ja, ein Jahr hab ich noch Schule, vielleicht lesen wir ja da was *hoff*

    Jahresziel: 2/52<br />SLW 2018: 1/10<br />Mein Blog

  • Hi!


    An viele Bücher kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich habe vor allem französische Bücher gelesen, da ich Deutsch nach der neunten Klasse zugunsten von Englisch und Französisch abgewählt habe.
    An 3 deutsche Bücher der Unterstufe kann ich mich aber noch erinnern:


    Judith Kerr - Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
    Gudrun Pausewang - Die letzten Kinder von Schewenborn und Die Wolke
    Morthon Rue - Die Welle


    Fand ich damals ganz gut für Schullektüre


    Die französischen Bücher mochte ich dagegen gar nicht


    Albert Camus - L'Etranger und La Peste
    Ionesco - Rhinocéros und Le roi se meurt (das war nicht soooo schlecht)
    ? - Un sac de bille
    Emile Zola - Germinal
    Tournier - Vendredi ou la vie sauvage
    Gustave Flaubert - Madame Bovary (das hat mir recht gut gefallen im Nachhinein)


    Und dann war da noch in Englisch: L.P. Hartley - The Go-Between (superlangweilig)


    Vielleicht hätten einige Bücher nicht so schlecht abgeschnitten, hätte ich sie nicht in der Schule gelesen.


    Liebe Grüsse,
    Sandra

  • Uuups, jetzt hatte ich doch glatt vergessen mich einzuloggen. Beitrag davor ist von mir :redface:

    LG, resca

  • An diese Lektüren kann ich mich noch erinnern:


    Kabale und Liebe von Schiller
    - dieses Buch habe ich heiß und innig geliebt, und ich habe immer noch damit zu tun, weil ich es im Abi und in der Uni nochmals durchgenommen habe.


    Die Ratten von Gerhart Hauptmann
    - sollte unser Abithema werden, deshalb habe ich mich intensivst mit dem Buch beschäftigt, mir von einem Freund viel erklären lassen und es deshalb auch gut verstanden. Fand ich nicht schlecht.


    Die Panne von Dürrenmatt
    - hmm...nicht mein Geschmack, etwas zu düster und unwirklich.


    Iphigenie auf Tauris von Goethe
    - fand ich ganz furchtbar, ich war noch nicht reif für sowas!


    Homo Faber von Max Frisch
    - schlecht fand ich es nicht, aber ich hab es nie wirklich verstanden.


    Die Leiden des Zöglings Törleß von Musil
    - ein Graus!!! :entsetzt::entsetzt::entsetzt:


    A streetcar named desire von Tennessee Williams
    - fand ich gut!


    The importance of being ernest von Oscar Wilde
    - sehr gut und witzig!


    Jenny Treibel von Theodor Fontane
    - das ist auch ein Buch, was ich geliebt habe. Aber irgendwie war ich die einzige in der Klasse, der das Buch gefallen hat. Ich steh auf Fontane's Schreibstil!!! :sonne:


    Michael Kohlhaas von Kleist
    - fuuuurchtbar!!! :entsetzt:


    Brave New World von Aldous Huxley
    - ein bissl gruslig fand ich es ja schon!


    Andorra von Max Frisch
    - hmm, ich kann mich nicht mehr erinnern, aber schlimm fand ich es nicht.


    Effi Briest von Theodor Fontane
    - muss ich noch was sagen?? Ich verehre Effi!!! :sonne:


    Macbeth von Shakespeare
    - ganz gut, nur war ich leider damals in meiner Null-Bock-Phase und konnte mich nicht wirklich auf das Stück einlassen.


    Hmm, mehr fällt mir im Moment nicht ein... :winken:

  • Hallo,


    ich kann mich auch kaum noch dran erinnern, was wir so alles lesen mussten. Na mal sehen:


    Anne Segers - das siebte Kreuz
    Eigentlich gar nicht so übel, aber das Thema hing mir zu der Zeit so dermaßen zum Hals raus... ich hab das Buch nur mit hängen und würgen überhaupt irgendwie durch gebracht.


    Herr der Fliegen (den Autor weiß ich nicht mehr) - das fand ich richtig gut, vor allem, weil wir später ein Theaterstück dazu gemacht haben.


    Schimmelreiter - hat mir sehr gut gefallen, sehr zur Verwunderung meiner Tischnachbarin *g*


    Schindlers Liste - ich hab´s nie zu Ende gelesen, nachdem wir auch den Film mehr als drei Mal angucken mussten...


    Mutter Courage - darüber hab ich sogar mal ein Referat gemacht... auf Französisch :entsetzt: war ne glatte 4 :redface:


    Viel mehr war´s bei uns eigentlich nicht. Schade, ich hätte sehr gerne mehr und öfter mal ein Buch in der Schule gelesen.


    Nimue hat geschrieben:


    Zitat

    Mein Schatz hat mich letztes Jahr sogar zu den Freilichtspielen in Jagsthausen eingeladen


    Darf ich fragen, wie es dir gefallen hat?


    Liebe Grüße
    Sandra[/quote]

  • Büchner wurde ja schon mehrfach als Negativbeispiel genannt - da möchte ich mich doch gleich mal anschließen. Über seine gesammelten Werke (würg) mußte ich sogar mal ein Referat schreiben. Und zwar komischerweise nicht in Deutsch, sondern in Religion (???)


    Als Positivbeispiel könnte ich "Der Name der Rose" von Umberto Eco nennen, obwohl wir den nicht lesen mussten, es war nur eine Empfehlung unseres Deutschlehrers. Echte Deutschlektüre, die mir gefallen hat? Hm... "Berlin Alexanderplatz" wäre da zu nennen. Am schlimmsten war aber immer noch "Kein Ort nirgends" von Christa Wolf.

  • mmh, mal überlegen:


    in der Grundschule, gemeinsames Lesen von Momo -Michel Ende


    danach in Deutsch:


    Jetzt und hier - Susan E Hinton:
    war ganz gut
    Andorra - Max Frisch
    ganz ok
    Damals war es Friedrich - HJ Richter
    ein NS Roman gehört wohl in die Kassen 5-7
    Die Räuber - Schiller
    Emilia GAlotti - Lessing
    Klassiker sind nie mein Ding gewesen


    englisch:
    Holmes and the speckled BAnd - Doyle
    irgendein Daphne du MAurier - fand ich todlangweilig
    The Outsider - Susan E Hinton


    französisch
    Carmen
    MAigret et la jeune morte
    - Simenon


    Oberstufe:


    FAust 1
    Der kaukasische Kreidekreis - Brecht
    Das 7. Kreuz - Anna Seghers
    und meine persönliche Hölle:
    Rilke - Das Tagebuch des MAlte Laurids Brigge :entsetzt:



    LG
    illy

  • Hallo Leute!


    Wie man an meiner Liste sieht, habe ich mein Abi im Osten gemacht. Ist schon 'ne Weile her, es koennte sein, dass sich das mit meiner privaten Lektuere der Zeit mischt. Mal sehen, was mir noch so einfaellt:


    - Nikolai Ostrowski "Wie der Stahl gehaertet wurde" - sollte jeder Ossi kennen, das Propagandawerk schlechthin, alle mussten es lesen, aber keiner mochte es
    - Dieter Noll "Die Abenteuer des Werner Holt" - fand ich recht gut
    - Hermann Kant "Die Aula"- das war Klasse, vor ein paar Jahren habe ich sogar den Typ kennengelernt, der fuer Quasi Modell gestanden haben soll
    - Willi Bredel "Die Vaeter"
    - Anna Seghers "Das siebte Kreuz"
    - Bruno Apitz "Nackt unter Woelfen"
    - Tschingis Aitmatow "Der Tag zieht den Jahrhundertweg" - Aitmatow habe ich gerne gelesen
    - Grimmelshausen "Der abenteuerliche Simplicissimus" - in der Schule haben wir nur den ersten Teil gelesen, ich habe natuerlich alles gelesen, wollte ja wissen, wie's weitergeht
    - Thomas Mann "Die Buddenbrooks" - grusel, fand ich scheusslich, habe nur den Anfang und das Ende gelesen, und dann einen sehr guten Aufsatz darueber geschrieben :zwinker:
    - Theodor Fontane "Effi Briest" - noch mehr grusel
    - Theodor Storm "Der Schimmlereiter" - ging eigentlich
    - Goethe "Faust" - eines meiner Lieblingsbuecher seit dieser Zeit
    - Schiller "Kabale und Liebe", "Romeo und Julia", "Wallenstein" - Wallenstein fand ich ganz interessant
    - Wilhelm Raabe "Chronik der Sperlingsgasse" - ganz amuesant
    - Egon Erwin Kisch "Der rasende Reporter"
    - G.E. Lessing "Nathan der Weise"
    - Heinrich Heine "Deutschland - ein Wintermaerschen", "Die Harzreise" - fand ich Klasse, lese sehr gerne Heine
    - Bertolt Brecht "Mutter Courage", "Leben des Galilei", "Fluechtlingsgespraeche" - Brecht fand ich Anfangs grauenhaft, aber seit ich die Fluechtlingsgespraeche gelesen habe, bin ich Brecht-Fan
    - Sophokles "Antigone"
    - Jewgeni Jewtuschenko "Mutter und die Neutronenbombe" - naja Propaganda halt, aber brachte mich zu seinem Roman "Beerenreiche Gegenden", und das ist wirklich gut
    - Erik Neutsch "Zwei leere Stuehle"
    - Christoph Hein "Der fremde Freund"
    - Georg Buechner "Woyzeck"
    - Erwin Strittmatter "Der Wundertaeter" - nur den ersten Band, zu den restlichen bin ich auch bisher nicht gekommen


    Ist 'ne lange Liste geworden, und bestimmt nicht vollstaendig. Aber in der Abi-Stufe hatte ich eine richtig gute Deutschlehrerin, da hat es richtig Spass gemacht. Da war die Guete des Buches manchmal Nebensache.



    BTW, ist mir gerade so aufgefallen. Da es ja ost- und westdeutsche Uebersetzungen gab, ist das immer so ein Kuddelmuddel mit den Titeln. Bei Aitmatow z.B. hiess das Buch im Osten "Der Tag zieht den Jahrhundertweg", im Westen ist es "Ein Tag laenger als ein Leben" (wobei ich den Osttitel besser finde, aber das ist wohl Geschmackssache). Dieses Durcheinander hat mich schon paarmal dazu verleitet, ein Buch doppelt zu kaufen (da mir der Titel unbekannt vorkam, bei Lem z.B.).

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym, 2001

  • Zitat von "Sabine"

    ähm, Big Ben... was ich nur kurz sagen wollte - Rome und Julia ist immer noch von Shakespeare :zwinker:


    Jaja, irren ist maennlich. :sauer:
    Aber haette es Shakespeare nicht geschrieben, haette sich Schiller des Themas bestimmt angenommen :breitgrins:

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym, 2001

  • Hallo zusammen!
    Hallo BigBen!


    Zitat von "BigBen"

    Dieses Durcheinander hat mich schon paarmal dazu verleitet, ein Buch doppelt zu kaufen (da mir der Titel unbekannt vorkam, bei Lem z.B.).


    Noch ein Lem-Fan hier? Super! Leider verleidet einem ja der Suhrkamp-Verlag Lem ein bisschen, wenn er ständig seine Geschichten neu mischt und zusammenstellt.


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • So spontan kann ich mich jetzt sicher nicht an alle Bücher erinnern, aber ich will es versuchen.
    Dem Deutschunterricht stehe ich etwas kritisch gegenüber. Einerseits hat es mir gefallen über Bücher zu diskutieren (sonst hätte ich ja nicht Deutsch-LK genommen), andererseits haben wir oftmals zu viel diskutiert. Besonders Gedichte (die ich nun wirklich nicht alle aufzählen werde) wurden geradezu zerredet. Diese Interpretationswut hat mir viel von der Freude an der Sprache genommen.
    Noch dazu der ständige Zwang lesen zu müssen. Heute bin ich zwar froh darüber diese Bücher alle gelesen zu haben, aber dieser Zwang erstickte bei mir irgendwie schon im vornherein eine gewisse Grundsympathie.


    Bei vielen dieser Bücher war es auch gar nicht der Stil des Autoren selbst, der in mir Abscheu bewirkte, sondern die Aussage seines Werkes oder das Verhalten der handelnden Protagonisten.


    Hat mir nicht gefallen:
    Die verlorene Ehre der Katharina Blum - Heinrich Böll
    Die Verwandlung (und etliches mehr) - Franz Kafka trotzdem hätte ich mir gewünscht er wäre im Abi drangkommen... ich war so gut vorbereitet!
    Emilia Galotti - Lessing
    Mutter Courage – Bertholt Brecht
    Effi Briest - Theodor Fontane
    Woyzeck - Georg Buechner
    Undine - Friedrich de la Motte Fouque
    Aus dem Leben eines Taugenichts – von Eichendorff tja, Romantik heißt die Entschuldigung... ansonsten ist ist ja jeder Schundroman besser!


    Fand ich ganz gut:
    Das Nibelungenlied
    Die Physiker – Friedrich Dürrenmatt
    Faust - Johann W. v. Goethe
    Deutschland - ein Wintermärchen - Heinrich Heine
    Wilhelm Tell – F. von Schiller
    Siddartha – H. Hesse


    Obwohl wir in Englisch mehr gelesen haben, fallen mir beim besten Willen nur diese zwei ein:
    Educating Rita – W. Russel Gähhn!
    Love Story – E. Segal :rollen:


    Grundschule:
    Die Welle - Morton Rhue :smile:
    Als Hitler das rosa Kaninchen stahl - Judith Kerr :sonne:
    Die Wolke - Gudrun Pausewang Hmmpf!
    Momo -Michel Ende :sonne:
    Damals war es Friedrich - HJ Richter :sauer:

  • Hallo Sandhofer!


    Zitat von "sandhofer"


    Noch ein Lem-Fan hier? Super!


    Lem ist doch nunmal der beste SF Autor, oder?


    Wenn ich heutzutage Handy-Werbung sehe, muss ich immer an die Waschmaschinentragoedie denken. :bang:

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym, 2001