07 - Seite 513 bis Ende (ab Kapitel 45: Witter)

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Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Rissa.

  • Hier könnt ihr über den Inhalt von Seite 513 bis Ende (ab Kapitel 45: Witter) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.

    LG, Dani


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  • Ich habe das Buch nun beendet und muss sagen, dass ich trotz anfänglicher "Schwierigkeiten" bzw. Skepsis nun doch neugierig geworden bin auf Band 2, da mich eben Band 1 doch noch überzeugen konnte. Gerade das Ende ist ja schon irgendwie "gemein"; da möchte man doch am liebsten sofort weiterlesen.
    Dass Dietrich an den Pocken gestorben hat, hat mir wirklich leidgetan. Als Berthold gestorben ist, war mir das ehrlich gesagt egal. :redface: Aber Dietrich mochte ich; ich hätte ihn gerne im nächsten Band wieder getroffen. Aber es hat natürlich seinen Sinn, dass er tot ist und so Lud noch seinen letzten Willen mitteilen konnte.


    Auf Lud werden also große Veränderungen zukommen. Ich bin gespannt, wie er die Aufgaben meistern wird und wie diese Neuigkeit von den Dörflern aufgenommen wird. Er hat ja nicht nur Freunde im Dorf; das wird bestimmt noch eine schwierige Zeit!


    Auch hoffe ich, dass Witter im nächsten Band wieder eine Rolle spielen wird, denn nach anfänglicher Skepsis mag ich ihn jetzt doch sehr.
    Ich denke, Kristina wird ihn nicht verraten, aber vielleicht kommt sein Geheimnis trotzdem noch ans Licht. Und was ist mit seinen schlimmen Verletzungen? Wird er wieder ganz gesund werden? Hoffentlich hat er sich keine Blutvergiftung zugezogen.


    Ruth mag ich auch sehr und bewundere sie für ihr großes Herz. Sie hat gerade erst ihren Sohn verloren, und doch ist Ruth die einzige, die sich um Kristina und Witter kümmert und ihnen hilft.


    Tja, und jetzt heißt es wohl abwarten. Ist denn eigentlich schon bekannt, wann Band 2 erscheinen soll?

    Lesen aus Leidenschaft

  • Und schon ist dieses Buch beendet. Mir hat es von Anfang an gut gefallen. Ich mag es wenn eine Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Ich finde auch, dass die Charaktere schöne langsam vorgestellt werden und sich dann gut steigern. Egal ob im positiven Sinne und negativ. Auch die Idee so nach und nach die Geschichten der einzelnen Protagonisten zu erzählen hat mir gefallen. Ich meine wie sie so erzählen wo sie herkommen und was sie sich für ihre Zukunft erträumt hatten. Auch Witter, der ja eigentlich nicht so ganz zu den Freunden gehörte, darf seine Geschichte erzählen, wenn auch etwas anders.


    Auf diesen letzten Seiten gab es dann allerdings noch einige Tote zu beklagen. Berthold musste sterben, aber sein Tod war ja eigentlich von Anfang an beschlossene Sache und nicht wirklich überraschend. Ich war eigentlich nur davon überrascht, dass er solange dabei sein durfte. Ich mochte ihn jetzt nicht wirklich. Dietrich, den mochte ich und um ihn und seine Frau tut es mir schon sehr Leid. Er hat so viel durchgestanden und muss dann doch an den Pocken sterben. Seine Frau ebenso, sehr schade. Aber nun kommt dann wohl sein Sohn Florian ins Spiel. (Ich habe ihn nun doch mal gegoogelt) Ich glaube der zweite Band mit den Bauernaufständen könnte wirklich spannend werden und ich bin neugierig welche Rolle Lud und Kristina dabei zugedacht wird. Auch ist ja nun nicht wirklich geklärt mit wem Kristina gehen wird. Sie mag ja wohl Lud genauso wie auch Witter. Auch wenn sie weiß, dass er ein Jude ist. Ich denke, sie würde es nicht weiter stören, oder? Ich jedenfalls bin neugierig auf Band 2


  • Ruth mag ich auch sehr und bewundere sie für ihr großes Herz. Sie hat gerade erst ihren Sohn verloren, und doch ist Ruth die einzige, die sich um Kristina und Witter kümmert und ihnen hilft.


    Tja, und jetzt heißt es wohl abwarten. Ist denn eigentlich schon bekannt, wann Band 2 erscheinen soll?


    Stimmt, Ruth hat sich ihrer angenommen und überhaupt haben die Menschen ganz anderes darauf reagiert, dass ihre Jungen im Krieg geblieben sind. Sie haben nicht Lud dafür die Schuld gegeben, sondern den Menschen, die sie in diesen Krieg gezwungen haben. Sie hat ja auch das Blutgeld der Kirche, der Kirche hingeschmissen. Umso schlimmer finde ich es, dass diese Menschen nun auch noch gegen die Pocken kämpfen müssen.

  • Der letzte Abschnitt hielt wirklich nochmal einige Überraschungen parat – dass Dietrich jetzt schon stirbt hätte ich nicht gedacht, schade ich hatte seinen Charakter sehr gemocht. :sauer:
    Aber mit seinem Tod wird wohl nun die Rückkehr seines Sohns eingeleitet, der sicher eine wichtige Rolle im nächsten Teil spielen wird. Dietrichs letzter Wille bringt ja einige Veränderungen für Lud und sein weiteres Leben mit sich, mal sehen wie er seine Aufgaben meistern wird.
    Mit Dietrichs Tod hat er immerhin einen sehr wichtigen Menschen verloren, einen Führer und väterlichen Freund, der ihm stets zur Seite stand.


    Das überraschende und in einiger Hinsicht offene Ende ist so angelegt, dass der Leser doch neugierig ist zu erfahren, wie es mit Lud in Giebelstadt aber auch mit den Täufern weiter gehen wird.
    Vor allem natürlich ob die Giebelstädter die Ketzer ausliefern werden und auch, was Witter nun weiter machen will, wo er nicht mehr an die Gemeinschaft gebunden ist und Kristina nun sein Geheimnis kennt.
    Immerhin haben sich Kristina und Lud sich nun wieder getroffen, mal sehen, ob sich daraus weiteres entwickeln wird. Ich hoffe nur, dass sich im nächsten Teil keine Dreiecksgeschichte zwischen ihnen ergeben wird.
    Heftig fand ich ja, dass das Dorf sowohl vom Vogt als auch vom Priester im Stich gelassen worden ist. Ich bin gespannt, ob Lud so schnell alles wieder in den Griff bekommt, dass sie überhaupt überleben können.


    Insgesamt hat mich der historische Roman trotz einiger Längen gut unterhalten können, auch wenn es jetzt nicht unbedingt ein Highlight für mich war, machte der erste Teil der Saga doch Lust auf mehr und ist sehr viel versprechend.
    Gestört habe ich mich allerdings etwas an der Figurenzeichnung, die mir manchmal besonders bei Berthold doch zu schablonenhaft wirkte.
    Ich bin gespannt, wann die Fortsetzung herauskommen wird! :zwinker:


  • Ich habe das Buch nun beendet und muss sagen, dass ich trotz anfänglicher "Schwierigkeiten" bzw. Skepsis nun doch neugierig geworden bin auf Band 2, da mich eben Band 1 doch noch überzeugen konnte. Gerade das Ende ist ja schon irgendwie "gemein"; da möchte man doch am liebsten sofort weiterlesen.


    Mich hat die Geschichte zum Ende hin auch immer mehr fesseln können.
    Vor allem bin ich neugierig, wie es mit den verschiedenen Figuren weitergehen wird und bin auch gespannt darauf, welche Rolle der historisch verbürgte Florian Geyer im nächsten Band spielen wird.


    Zitat

    Tja, und jetzt heißt es wohl abwarten. Ist denn eigentlich schon bekannt, wann Band 2 erscheinen soll?


    Das habe ich mich auch gefragt. :zwinker:
    Eigentlich kann es nicht mehr allzu lange dauern, da ja die gesamte Trilogie schon auf Englisch erschienen ist.



    Sie mag ja wohl Lud genauso wie auch Witter. Auch wenn sie weiß, dass er ein Jude ist. Ich denke, sie würde es nicht weiter stören, oder?


    Vielleicht versucht sie ihn nun auch zu ihrem Glauben zu bekehren und für ihre Täufergemeinschaft zu gewinnen ... :breitgrins:
    Ich hoffe nur, dass er und die anderen die Verletzungen bzw. die Pockenepidemie in Giebelstadt auch überleben werden. :zwinker:

  • Ich bin gerade dabei meine Rezi zu schreiben und dafür habe ich nun im Netz noch ein bisschen nach Informationen gesucht und bin über einige Unklarheiten gestoßen.
    Zum einen singt Kristina auf Seite 230 das Lied "Jesu geh voran", dass wurde aber erst im 18. Jahrhundert geschrieben.
    Dann habe ich mal nach so einem Türkenangriff gesucht und auch nichts für diese Gegend gefunden. Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr andere Informationen? Oder wie historisch korrekt muss ein Buch für euch sein?


  • Oder wie historisch korrekt muss ein Buch für euch sein?


    Spannende Frage, auch abgesehen von diesem konkreten Fall. Ein Roman darf für mich grundsätzlich auch historische Fakten verbiegen, Dinge erfinden oder unterschlagen - aber ich finde es in Fällen, in denen es auf den Leser so wirken muss, als wäre das alles historisch verbürgt, immer gut, wenn es ein Nachwort gibt, das die Dinge richtigstellt.

    LG, Dani


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  • Spannende Frage, auch abgesehen von diesem konkreten Fall. Ein Roman darf für mich grundsätzlich auch historische Fakten verbiegen, Dinge erfinden oder unterschlagen - aber ich finde es in Fällen, in denen es auf den Leser so wirken muss, als wäre das alles historisch verbürgt, immer gut, wenn es ein Nachwort gibt, das die Dinge richtigstellt.


    Hier kann ich mich uneingeschränkt anschließen.
    Für mich muss im Roman nicht alles stimmig sein, aber ein Nachwort mit den "echten Fakten" finde ich klasse!

    Lesen aus Leidenschaft


  • Oder wie historisch korrekt muss ein Buch für euch sein?


    Wenn ich einen historischen Roman lese und nicht einfach einen unterhaltsamen Historienschmöker, ist es mir eigentlich schon wichtig, dass die Hintergrundinformationen zumindest grob stimmen und das Ambiente glaubwürdig ist.
    Bei Änderungen der Zeitabläufe aus dramaturgischen Gründen finde ich es schon hilfreich, wenn der Autor in einem Nachwort zumindest dies erläutert und begründet.
    Toll finde ich es, wenn der Autor zudem seine Quellen offenlegt, so dass sich seine Recherchearbeit etwas nachvollziehen lässt.
    Bei diesem Buch bin ich schon auf einige Anachronismen gestossen, die ich nicht weiter schlimm fand.


    Etwas ärgerlich fand ich allerdings, dass ich im Internet leider so gar nichts über die Täuferbewegung im Böhmen finden könnte.
    Wie Rissa, war ich auch verwirrt und habe ich mich gefragt, ob nun die Böhmischen Brüder ein und dasselbe sind, oder die Täufer eine Erfindung des Autors sind.
    Interessant ist natürlich darüber hinaus, welche Quellen einem amerikanischen Autor hierüber zur Verfügung standen! :breitgrins:


  • Etwas ärgerlich fand ich allerdings, dass ich im Internet leider so gar nichts über die Täuferbewegung im Böhmen finden könnte.
    Wie Rissa, war ich auch verwirrt und habe ich mich gefragt, ob nun die Böhmischen Brüder ein und dasselbe sind, oder die Täufer eine Erfindung des Autors sind.
    Interessant ist natürlich darüber hinaus, welche Quellen einem amerikanischen Autor hierüber zur Verfügung standen! :breitgrins:


    Naja ein bisschen was dazu habe ich schon im Netz gefunden. Einmal hier zu den Täufern: http://de.wikibooks.org/wiki/Freikirchen/_Täuferbewegung


    Und hier zu den böhmischen Brüdern: http://de.wikipedia.org/wiki/Böhmische_Brüder

  • Die Rückkehr ins Dorf verläuft nun ganz anders als gedacht, denn die Pocken sind ausgebrochen.
    Hier wird schnell deutlich, wie sehr die durchsetzungsstarken Männer gefehlt haben. Der Vogt besäuft sich, der Priester verbarrikadiert sich, obwohl er sich doch gar nicht mehr anstecken kann, und Lud wird die schwierige Aufgabe übergeben, die Dorfbewohner zur Arbeit zu rufen.


    Hier wird schnell deutlich, wie wenig Freude Lud an der Aufgabe hat, seine Mitmenschen herumzukommandieren, aber er setzt sich am Ende durch, befolgt er doch nur Dietrichs Befehle.
    Sehr schön finde ich es, dass beide Mütter, die im Krieg ihre Söhne verloren haben, sich hinter Lud stellen und ihm den Verlust der Kinder verzeihen, schließlich hat er sie nicht selbst umgebracht, sie nicht zum Kriegsdienst überredet.
    Das ist jetzt also die zweite Pockenwelle, die Lud erlebt. Doch wurde damals nur seine Familie krank? Mich wundert es nämlich ein wenig, dass er der einzige im Dorf ist, der Pockennarben aufweist. Zwar scheint es genügend Leute zu geben, die gefeit sind und die nun Kranken pflegen können, doch wird ja hier erwähnt, dass Lud und der Schmied die einzigen mit vernarbten Gesichtern sind. Irgendwie passt das nicht.
    Kristina und Witter, später auch die anderen überlebenden Ketzer, retten sich also nach Giebelstadt, wo sie vorerst Aufnahme finden, wenn auch keinen rechten Schutz. Aber hier können sie erst einmal ihre Kranken pflegen und Wunden verheilen lassen. Und vielleicht freunden sie sich ja auch mit einigen der Dorfbewohner an, wenn sie sich nützlich machen...
    Anna, die Frau Dietrichs, ist nun also auch erkrankt. Und anstatt Kristina die Menschen im Dorf pflegen zu lassen, die es vielleicht ebenso nötig hätten, muss die junge Frau nun also Anna vorlesen.
    Diese überlebt die Krankheit, doch Dietrich stirbt, allerdings nicht ohne Lud zum Verwalter ernannt und ihn adoptiert zu haben. Hier war ich traurig, ging das doch etwas schnell.
    Im sehr kurzen Nachwort wird gesagt, dass Dietrich Geyer eigentlich zum Zeitpunkt des Romangeschehens längst verstorben war. Das finde ich gut, dass das hier aufgegriffen wird. Eine solche Verdrehung von Tatsachen in der Romanhandlung finde ich selbst zwar unschön, aber wenigstens wird hier darauf hingewiesen, dann ist es meiner Meinung nach in Ordnung.


    Der Grundstein für Band 2 ist hier auf jeden Fall schon mal gelegt: Kristina soll Anna das Lesen beibringen, Lud soll es vom Pfarrer lernen. Florian wird aus England zurückkehren und seine Ansichten verbreiten. Dann sollte historisch gesehen ja auch bald der Bauernaufstand kommen.


    Irgendwie bin ich ja schon gespannt, wie es weitergeht. Andererseits aber bin ich schon sehr davon enttäuscht, wie die Geschichte umgesetzt wurde. Die verschiedenen Perspektiven haben mir gefallen, auch die kurzen Wiederholungen, die beim Wechsel immer wieder vorkamen, waren ein interessantes Stilmittel. Aber die doch sehr platten Charaktere, die kleinen Anachronismen (Impfung, Tee etc.) und die Tatsache, dass hier die Täufer mit den Böhmischen Brüdern vermischt werden, was aber auch an der Übersetzung liegen könnte, haben mir das Buch doch nicht gerade wenig vermiest, dabei hatte ich mich so darauf gefreut.


  • Oder wie historisch korrekt muss ein Buch für euch sein?


    Das ist eine gute Frage, die ich mir auch schon häufiger gestellt habe.


    Unterhaltung sollte bei einem historischen Roman schon an erster Stelle stehen, das Vermitteln von Wissen über die Vergangenheit steht aber an zweiter Stelle.
    Es kommt aber auch darauf an, wie der Roman angelegt ist. Ist es thematisch gesehen eher eine seichte Geschichte mit Charakteren bzw. Gruppierungen und Ereignissen, die vom Autor erfunden sind, dann ist der Unterhaltungswert noch wesentlich wichtiger, steht aber ein historischer Prozess, ein politisches Ereignis oder eine historische Person im Zentrum, dann sollte so dicht wie möglich an den Tatsachen geblieben werden.
    Abweichungen aus dramaturgischen Gründen sind für mich in Ordnung, solange es bei eher unwichtigen Dingen bleibt. Wenn das Leben eines Menschen um einige Zeit verlängert wird, ist das eine Sache, die ich akzeptieren kann, besonders, wenn es im Nachwort aufgegriffen wird. Einen vorzeitigen Tod, obwohl dieser Jemand in Wirklichkeit noch einige Jahre länger gelebt und Nachkommen gezeugt hat, kann ich dagegen nicht einfach so hinnehmen.
    Erfundene Kriegszüge sehe ich als etwas, was akzeptabel ist, nicht über jedes Scharmützel kann man etwas Nachlesen, und vielleicht gab es ja auch eins. Grundsätzlich fände ich es aber auch hier wichtig, dass der Autor darauf eingeht und mehr darüber sagt, was seiner Fantasie entspricht und wofür er Belege hat.
    Anachronismen wie Impfung, Tee, das Wissen um die Übertragung der Pest durch Flöhe, ein Lied, das erst später komponiert wurde, das alles sind Dinge, die mich dann stören, wenn sie gehäuft auftreten, wie es hier der Fall ist. Für sich genommen schmunzele ich kurz und denke mir meinen Teil, werden es aber immer mehr, dann ist das in meinen Augen schlampige Recherche.


    Und dann ist da eben noch die Sache mit den "Täufern" und der Vermischung mit den "Böhmischen Brüdern". Im Verhör von Heck wird ja noch einmal eindeutig gesagt, dass es sich um die Unitas Fratrum handelt und wie lange die schon existieren. Wie genau diese zur Kindstaufe stehen/standen weiß ich nicht, um Täufer, damals auch Anababtisten genannt, kann es sich aber nicht gehandelt haben. Sollte dies auf eine Vereinfachung des Autors zurückgehen, dann hätte ich es gut gefunden, wenn es im Vor- oder Nachwort aufgegriffen worden wäre, geht es aber auch den Übersetzer zurück, dann wurde hier einfach schlampig gearbeitet, und das fände ich gar nicht gut.


    Und dann gibt es noch eine Komponente: Stereotype Darstellung der Charaktere, um wie in diesem Fall beispielsweise Lud und Dietrich als die Guten, die Kirchenmänner und die anderen Ritter als die Bösen abzubilden. Bis auf den Fürstbischof sind alle Kirchenmänner mindestens feige, manche aber auch regelrecht bösartig. So etwas muss im historischen Roman auch nicht sein, wir würden auch sehen, dass die Kirche dringend einer Reform bedarf, wenn es den einen oder anderen "guten" Kirchenmann gegeben hätte.