04 - Seite 265 bis 350 (ab Kapitel 15: Lud)

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Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Rissa.

  • Hier könnt ihr über den Inhalt von Seite 265 bis 350 (ab Kapitel 15: Lud) schreiben.
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    LG, Dani


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  • Diesen Abschnitt fand ich schon interessanter. Und auch Berthold spielt endlich wieder eine Rolle hier. Er ist mir allerdings in diesem Abschnitt unsympathischer geworden. Ich frage mich immer mehr, warum er Kristina überhaupt geheiratet hat!? Erst dachte ich wirklich noch, er liebt sie, aber daran habe ich mittlerweile Zweifel bekommen. Auch wundere ich mich ja immer noch darüber, dass er nach der ersten Nacht nie wieder versucht hat, mit ihr zu schlafen. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich, oder?! Das lässt sich doch nicht alles mit seinem Glauben erklären?!
    Ich bin jetzt wirklich gespannt, wie es mit ihm und Kristina weitergehen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden noch glücklich miteinander werden können.


    Jetzt sind sie bei Werner in der Druckerei. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein, aber ob das so bleiben wird? Ich habe da kein gutes Gefühl; über kurz oder lang wird man ihnen bestimmt "auf die Schliche kommen".


    Auch Lud hat mich in diesem Abschnitt sehr überrascht. Obwohl - er ist Soldat; eigentlich ist es keine Überraschung. Aber als er dem Landsknecht die Ohren abgeschnitten hat - das war schon irgendwie gruselig. Ich bin mich nicht sicher, ob er sich damit einen Gefallen getan hat. Klar, hätte er ihn getötet, wäre das noch viel schlimmer, aber ich glaube, für ihn wäre es doch besser gewesen. Versteht Ihr, was ich meine? Ich glaube, der Landsknecht wird sich rächen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Lud ihn noch mal wieder treffen wird, und das wird sicherlich kein schönes Treffen sein.


    Jetzt gefällt mir das Buch besser; es kommt so langsam in Fahrt, habe ich das Gefühl. :zwinker:

    Lesen aus Leidenschaft

  • Puh, der Kampf zwischen Lud und diesem arroganten Landsknecht ist wirklich mitreißend und sehr detailliert beschrieben. #Wir hatten es ja schon geahnt, dass unsere Hauptfigur Lud als Sieger aus diesem ungleichen Kampf hervorgehen musste … :zwinker:


    Ich konnte mir die Kampfszenen sehr gut vorstellen und war von Lud als cleverer Taktiker ganz fasziniert, sich trotz der verbalen Beleidigungen nicht aus der Ruhe hat bringen lassen, sogar Verletzungen hingenommen hat, um den Gegner unvorsichtig werden zu lassen.
    Toll ist natürlich, dass Lud seinen unterlegenen Gegner nicht tötet, sondern ihm „nur“ beide Ohren abschneidet und sich mit diesem Sieg zufrieden gibt.
    Hmm, ich kann mir allerdings vorstellen dass der derart gedemütigte Verlierer sich noch an Lud übelst rächen wird, falls er jemals Gelegenheit dazu haben wird. Vielleicht ist in dem Zusammenhang dann eher mutig ihn überleben zu lassen.


    Interessant, dass wir die Szene auch noch einmal aus Kristinas Perspektive erleben.
    Äußerst unvorsichtig fand ich allerdings Kristina, die eilig den schützenden Wagen aus übergroßer Sorge um Lud verlässt.
    Auch die anderen haben scheinbar keine große Angst verraten zu werden.
    Und schon wieder frage ich mich, wo ist Berthold um sie zurückzuhalten und zu belehren???


    Sehr interessant fand ich Rudolfs Ausruf, als Lud seinen Gegner am Ende des Kampfes nicht tötet. Da ist wohl doch seine Vergangenheit durchgeschlagen, denn mit der von ihnen gepredigten christlichen Nächstenliebe ist das wohl kaum zu vereinbaren!


    Die Trennung der Gruppe von Lud und seinen Jungs erfolgte ja dann irgendwie recht schnell.
    Eigentlich hat Kristina den schwerverletzen Lud doch gepflegt …
    Spannend war ja auch das sicher noch wichtige Abschiedsgeschenk des adligen Türken – eine lebensrettende Pockenimpfung.
    Mahmed scheint ja wirklich Angst um sein Leben als Geisel in Würzburg zu haben …
    Ich habe interessehalber mal recherchiert zur Immunisierung gegen Krankheitserreger. Die Türken waren dahingehend wirklich sehr innovativ, aber ein Anritzen der Haut zur Impfung ist da doch 200 Jahre zu früh angesiedelt!
    In dem Zusammenhang ist mir auch aufgefallen, dass das Lied, was Kristina da gesummt hat, erst um 1700 komponiert wurde…


    Sehr amüsant und entlarvend ist ja der heldenhafte Einzug mit auf Hochglanz polierten Soldaten in Würzburg - einer Farce um bloß nicht das Gesicht zu verlieren und den Misserfolg einzugestehen. :breitgrins:
    Sehr seltsam fand ich übrigens wieder das Verhältnis zwischen Berthold und Kristina beschrieben, als sie auf der Suche nach dem Drucker waren.
    Mal meint sie, ihren Mann zu lieben und dann kommen ihr wieder Zweifel an ihm und sie fragt sich zu Recht "Wen habe ich bloß geheiratet?"
    Wir haben es ja schon vorher gewusst, mit diesem Mann wird Kristina nie glücklich! :breitgrins:


    Berthold zeigt hier aber auch extrem negative Züge in seinem fanatischen Gehabe und mit dem dünkelhaften und herablassenden Auftreten ist er einfach unerträglich und unmöglich.
    Wie wollen diese Hinterwäldler in einer Stadt wie Mainz die Menschen von ihrer Lehre überzeugen, wenn sie sich so verbohrt verhalten. Und der Drucker hat ganz recht, ihnen sieht man ja schon an der Nasenspitze an, wer sie sind und Tarnung ist in jenen Zeiten einfach das wichtigste.
    Nur gut, dass er sie erst mal fit machen wird, um ihre Aufgaben zu erfüllen, ehe sie nach Mainz weiterziehen.
    Tja nun muss aber Kristina erst einmal gesund werden, denn sie ist wirklich an den Pocken erkrankt.

  • Jetzt geht es weiter mit dem Zweikampf und Lud geht als Sieger hervor. Ich fand diesen Kampf wirklich gut beschrieben. Vielleicht schon fast zu gut, denn als Lud seinem Gegner die Ohren abgeschnitten hat, konnte ich das schon deutlich sehen :rollen:
    Kristina kann es auch hier nicht lassen und muss sich den Kampf anschauen auch später muss sie immer wieder an Lud denken. Ich bin gespannt ob die Zwei sich wieder sehen werden und ob da doch noch was geht.


    Zum Abschied hat Mahmend Kristina mit ihrer Nadel in den Arm gestochen, ich vermute mal, er wollte sie damit beschützen. Er hat ja gesagt in seiner Familie würde es Ärzte usw. geben, da das Wissen der Muslime was die Medizin angeht viel weiter war, als das der Christen, könnte ich mir vorstellen, dass er Kristina mit den Pocken infiziert hat, als eine Art von Impfung. Sein Abschiedsgeschenk für sie.


    Jetzt sind sie in Würzburg bei einem Glaubensbruder. Dieser Heck ist schon ein bisschen merkwürdig. Er ist Reich und zeigt das auch. Ich hoffe doch sehr, dass er kein Spion der Kirche ist und den Freunden wirklich hilft.


    Zitat von bookstars

    Berthold zeigt hier aber auch extrem negative Züge in seinem fanatischen Gehabe und mit dem dünkelhaften und herablassenden Auftreten ist er einfach unerträglich und unmöglich.


    Berthold wird mir auch immer unsympathischer. Ich denke aber auch, sein Verhalten zeigt nur wie viel Angst er wirklich hat. Er wird auch so nach und nach wohl die Kontrolle über Kristina verlieren und vielleicht weiß er das auch. Vielleicht verbirgt er ja auch noch viel mehr, als er bisher von sich preisgegeben hat.


    Zitat

    Auch Lud hat mich in diesem Abschnitt sehr überrascht. Obwohl - er ist Soldat; eigentlich ist es keine Überraschung. Aber als er dem Landsknecht die Ohren abgeschnitten hat - das war schon irgendwie gruselig. Ich bin mich nicht sicher, ob er sich damit einen Gefallen getan hat. Klar, hätte er ihn getötet, wäre das noch viel schlimmer, aber ich glaube, für ihn wäre es doch besser gewesen. Versteht Ihr, was ich meine? Ich glaube, der Landsknecht wird sich rächen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Lud ihn noch mal wieder treffen wird, und das wird sicherlich kein schönes Treffen sein.


    Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass dieser Landsknecht noch mal auftaucht oder vielleicht andere seiner Familie um Rache zu üben. Sicherer wäre es gewesen den Mann zu töten, aber so muss er eben auch mit einer Entstellung leben, genau wie Lud.

  • So langsam nimmt die Geschichte fahrt auf.
    Dass Lud hier den Gegner, der ihn wegen der Narben so verhöhnt, ebenfalls verstümmelt, hat mir gefallen. Zwar muss er nun Rache fürchten, aber vielleicht hat er ja auch seine Lektion gelernt und ist froh, überhaupt noch zu leben, denn dass er es tut, hat er ja Lud zu verdanken, keinesfalls seinen Vorgesetzten, die ihn ja erst zu dem Kampf gedrängt (befohlen?) haben.
    Kristina zeigt hier deutlich, dass sie Sympathien für Lud hegt, dass sie es nicht mit ansehen kann, wie er verwundet wird, und trotzdem dabei sein muss. Dass sie hier wieder ins Spiel kommt, um seine Wunden zu pflegen, wundert mich ein wenig, denn so sollte es doch erst recht auffallen, dass da irgendjemand auf dem Wagen ist, der heilkundig ist. Das weckt doch die Neugier... Aber davon bekommen wir nichts mit, denn der Rest des Weges wird quasi übersprungen.
    Dass die Soldaten nun gezwungen werden, Ausbesserungsarbeiten zu leisten, ist schon ein dickes Stück, ohne Lohn, obwohl sie doch nur nach Hause wollen. Aber so ist es eben, die Obrigkeit hat das Sagen.
    Dass der Stich mit der Nadel einer Impfung entspricht wird aus dem Zusammenhang schnell klar, erst das Gerede über Pocken, dann die Frage nach einer Schwangerschaft, dann der Stich... Nur kommt mir das doch ein wenig früh vor, ich würde mich wundern, wenn es schon Wissen über solche Behandlungen gegeben hätte. Aber über solche Kleinigkeiten kann ich hinwegsehen, das ist eben die Freiheit des Autors.
    Berthold scheint hin- und hergerissen zu sein, einerseits verurteilt er den Prunk, andererseits scheint er sich noch immer dazu hingezogen zu fühlen. Und wieder zeigt sich, dass Kristina sich in ihrer Situation als Bertholds Frau nicht wohl fühlt, weil sie immer weniger weiß, was sie von ihm halten soll. Er wird irgendwie auch immer unsympathischer.


  • Ich habe interessehalber mal recherchiert zur Immunisierung gegen Krankheitserreger. Die Türken waren dahingehend wirklich sehr innovativ, aber ein Anritzen der Haut zur Impfung ist da doch 200 Jahre zu früh angesiedelt!
    In dem Zusammenhang ist mir auch aufgefallen, dass das Lied, was Kristina da gesummt hat, erst um 1700 komponiert wurde…


    Google habe ich jetzt nicht bemüht, aber als merkwürdig aufgefallen ist es mir schon. Und das mit dem Lied ist auch eine interessante Info.


    Tut mir Leid, dass ich mich jetzt so an Anachronismen festsauge, weniger am Inhalt, aber solche Dinge regen mich insbesondere dann auf, wenn man in den Rezensionen, den deutschen und den englischen, ständig über die Worte "sehr gut recherchiert" stolpert.