02 - Seite 93 bis 179 (ab Kapitel 5: Kristina)

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Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von nirak.

  • Hier könnt ihr über den Inhalt von Seite 93 bis 179 (ab Kapitel 5: Kristina) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.

    LG, Dani


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  • So langsam nimmt die Geschichte Fahrt auf und auch Kristina bekommt etwas mehr Profil.


    Ich hätte gar nicht gedacht, dass sich die 2 Handlungsstränge so rasch treffen würden…und wir so schnell schon mitten im brutalen Kriegsgemetzel stecken werden.
    Kristina kann einem ja schon leid tun nach dieser katastrophalen Hochzeitsnacht – warum musste sie ihren Lehrmeister Berthold denn auch so rasch heiraten? :sauer:
    Seine Bedenken in Bezug auf eine Schwangerschaft hätte er Kristina ja auch vor der Heirat mitteilen können.
    Mir ist eigentlich auch gar nicht so recht klar, wieso er Kristina überhaupt heiraten wollte, wenn er sie nun so herablassend behandelt. Sehr sympathisch ist er mir jedenfalls nicht und ein guter Anführer der Reisegruppe ist er auch nicht, denn dann hätte er wenigstens seinen Irrtum eingestanden und nicht alle mit seiner Verbohrtheit und Arroganz in Gefahr gebracht.


    Gewundert habe ich mich ein wenig über die spontane Entscheidung nun Mainz aufzubrechen um dort zu missionieren, denn irgendwie erscheint mir das unter den gegebenen Umständen eher wie ein Selbstmordkommando.
    Vor allem, wenn sie sich mit ihren Denkweise und Einstellung in allem als Ketzer zu erkennen geben, ist ihr Schicksal doch schnell besiegelt. Nicht gerade einfach zu missionieren, wen man beständig mit Folter und dem Tode rechnen muss.
    Ehrlich gesagt kommt mir die Gemeinschaft etwas sehr weltfremd und naiv vor, wie sie nun ihre Insel der Glückseligkeit verlassen.
    Hihi und wie sollte es anders sein – sie stolpern dank Berthold geradewegs in eine Schlacht!


    Die Lebensbeichten am Lagerfeuer waren übrigens auch etwas seltsam … :zwinker:


    Lud ist ein wirklich toller Charakter, wie viel Verantwortung er für seine Jungs übernimmt sie vor den Kriegstraumata zu schützen versucht und sie wieder alle heil nach Hause bringen möchte.
    Hmm, diese ständig gleichen Gedanken erschienen mir dann beim Lesen aber fast schon wie in einer Endlosspirale.


    Vergeblich wird sein Hoffen allerdings dennoch sein, denn spätestens nach der Schlacht gegen die Osmanen werden die Überlebenden kapiert haben, wie grausam das Soldatenleben ist.


    Die Foltermethoden sind ja auch vom feinsten – interessant fand ich dazu die sehr realistische Einstellung Geyers!
    Darf er das überhaupt so unverblümt aussprechen?
    Wenn es doch ohnehin bekannt ist, dass einfach alles gestanden wird, was gehört werden will, was sollen dann noch die extrem grausamen Taten der Magistraten im Namen der Kirche?
    Irgendwie war es ja schon klar, dass der Blaue als Unsympath Nummer 1 Lud mit seinen Jungs auf dem Kieker hat und ihn ständig schikanieren muss.
    Die verstümmelten Leichen der Gefolterten zu entsorgen war da sicher erst ein Vorgeschmack auf das kommende Gemetzel bei den Kämpfen.
    Allerdings habe ich nicht kapiert, warum die Toten überhaupt noch in den Brunnen geworfen werden sollten, wenn man doch ohnehin die Moschee angezündet hat?
    Sehr amüsiert habe ich mich noch über die Szene mit dem Ablassverkauf kurz vor der Schlacht – mit diesem perversen System hat es die katholische Kirche wirklich auf die Spitze getrieben. :breitgrins:

  • Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, was ich vom Buch halten soll. Es gefällt mir durchaus, aber so wirklich gefesselt hat mich die Story bisher leider noch nicht.
    Aber nun treffen ja beide Handlungsstränge aufeinander und Kristina und Lud lernen sich kennen - vielleicht tut sich ja nun etwas "mehr".


    Natürlich ist vorher auch schon einiges passiert, aber zum Teil fand ich es ein wenig langatmig und ich hatte das Gefühl, dass sich vieles wiederholte (gerade in Bezug auf Lud und seine Jungs und seine Sorge um sie).
    Nun sind sie also wirklich "mittendrin" im Krieg und ich denke, bald wird auch wirklich jedem klar, dass der Krieg alles andere als ein Abenteuer ist, aus dem man heldenhaft und ruhmreich nach Hause spazieren kann. :rollen:
    Die erste schlimme Erfahrung hatten die Jungs sicherlich bei der "Entsorgung" der Leichen. Keine schöne Aufgabe, und ich denke, den Befehl dazu haben sie nur bekommen, weil der Befehlshaber Lud und seine Jungs ärgern wollte bzw. sich an ihnen rächen wollte.


    Grausam fand ich auch die Szene mit dem Iman, als ihm ein Speer (Dolch?) durch die Wange gerammt wurde, um ihn am Sprechen zu hindern!


    Kristina und Berthold sind verheiratet. Okay, die erste gemeinsame Nacht klappt nicht so wirklich. Schade, aber auch kein Weltuntergang. Aber nun rührt Berthold seine Frau gar nicht mehr an, ist auch nicht besonders nett zu ihr. Zwar auch nicht gemein, aber wie Mann und Frau, die frisch verheiratet oder auch nur frisch verliebt sind, sind die beiden wirklich nicht. :sauer:
    Ich glaube ja nicht, dass die beiden noch glücklich miteinander werden können. Irgendwie scheinen sie Welten zu trennen.


    Ablassbriefe - hier wird natürlich noch mal ordentlich Geld gemacht mit den Ängsten der Menschen! :grmpf:

    Lesen aus Leidenschaft

  • Im Prinzip muss ich kaum noch etwas zu diesem Abschnitt schreiben, denn ich teile eure Meinung.
    Der Roman ist bisher nicht schlecht, aber so wirklich überzeugt mich der Inhalt noch nicht. Ich könnte das Buch jederzeit weglegen und habe gar nicht den Drang dazu, direkt weiterlesen zu müssen.


    Kristinas Profil wird inzwischen ein wenig genauer. Was sie jedoch zu Berthold hinzieht, ist mir doch sehr schleierhaft. So groß scheint seine Liebe zu ihr ja doch nicht zu sein, wenn er kein Problem darin sieht, die Ehe nicht zu vollziehen und noch nicht einmal Zärtlichkeiten auszutauschen. Und während er zuvor als gütiger Lehrer beschrieben wird, wird aus ihm plötzlich ein Trotzkopf, der seine Fehler selbst dann nicht zugeben mag, als diese zu einer Gefahr für seine Gruppe werden.
    Den gütigen Lehrer kann ich mir kaum vorstellen, weil ich ihn so nicht kennen gelernt habe, er wurde nur als solcher beschrieben. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn der Roman früher angesetzt hätte, wenn man Kristina und Berthold schon vor dem Auszug kennen gelernt hätte, dann wäre der Wandel offensichtlicher gewesen, die Figuren wären nicht ganz so platt.
    Auch mit den anderen aus der Gruppe kann ich wenig anfangen. Es gibt zwar ein paar Beichten, trotzdem sind es für mich nur Namen, keine Personen.


    Ähnlich geht es mir mit Luds Jungs, die wurden zwar alle kurz vorgestellt, das sind die Söhne der Hebamme, der der Sohn von demjenigen etc., der ist der Clown, der der Einzelgänger. Ein Profil haben sie trotzdem nicht, auch hier hätte ein früherer Einstieg möglicherweise dafür gesorgt, dass man die Jungs besser kennen lernt und mit ihnen fühlen kann, wenn sie verletzt werden oder fallen.


    Die Szene in der Moschee fand ich auch sehr merkwürdig. Ich gehe auch davon aus, dass der Profos Lud einfach eins auswischen wollte, denn nötig wäre die Arbeit kaum gewesen.


    Und die Kirchenmänner werden weiterhin als Menschen dargestellt, die ihre Arbeit nur des Geldes wegen machen, nicht aber aus Gründen der Menschlichkeit, was man an der Szene vor der Schlacht erkennt. Ob wir wohl noch auf einen gütigen, selbstlosen Kirchenangehörigen treffen werden, der weder abtrünnig ist (wie Berthold und die Nonne Hanna) noch seine Barmherzigkeit verleugnet (wie die Mönche, von denen Berthold berichtet)? Irgendwie bezweifle ich das doch ein wenig...


    Nun sind sich also Lud und Kristina begegnet, die Geschichte kann so richtig losgehen. Jetzt bin ich doch neugierig, wie es weitergeht.


  • Der Roman ist bisher nicht schlecht, aber so wirklich überzeugt mich der Inhalt noch nicht. Ich könnte das Buch jederzeit weglegen und habe gar nicht den Drang dazu, direkt weiterlesen zu müssen.


    So geht es mir leider auch - es ist zieht sich alles etwas und ist noch nicht so richtig packend, so dass man unbedingt wissen will wie es weitergeht! :zwinker:

    Zitat


    Was sie jedoch zu Berthold hinzieht, ist mir doch sehr schleierhaft. ...
    Und während er zuvor als gütiger Lehrer beschrieben wird, wird aus ihm plötzlich ein Trotzkopf, der seine Fehler selbst dann nicht zugeben mag, als diese zu einer Gefahr für seine Gruppe werden.
    Den gütigen Lehrer kann ich mir kaum vorstellen, weil ich ihn so nicht kennen gelernt habe, er wurde nur als solcher beschrieben.


    Sein Charakter ist mir auch viel zu vage angelegt - als Lehrmeister und Anführer hätte ich doch eher eine offene, charismatische und sehr großherzig Persönlichkeit erwartet. Leider kann ich in seinem Verhalten bisher fast nur Negatives entdecken ...
    Irgendwie hätte ich ihn mir schon etwas vielschichtiger ausgearbeitet gewünscht - allein um Kristinas Gefühle für ihn nachvollziehen zu können.


    Aber nun treffen ja beide Handlungsstränge aufeinander und Kristina und Lud lernen sich kennen - vielleicht tut sich ja nun etwas "mehr".


    Das wäre fast schon zu offensichtlich und vorhersehbar, aber ich glaube auch, dass es darauf hinauslaufen könnte.


    Ich glaube ja nicht, dass die beiden noch glücklich miteinander werden können. Irgendwie scheinen sie Welten zu trennen.


    Das habe ich mir auch gleich gedacht und vermute daher, dass er wahrscheinlich nicht mehr lange lebt, so dass der Autor sich den Aufwand sparen wollte, Berthold und ihre Beziehung zueinander noch großartig auszuarbeiten.
    So würde sein Tod für Kristina ja auch recht leicht zu verschmerzen sein. :zwinker:


    Zitat

    Die Szene in der Moschee fand ich auch sehr merkwürdig. Ich gehe auch davon aus, dass der Profos Lud einfach eins auswischen wollte, denn nötig wäre die Arbeit kaum gewesen.


    Ja im Nachhinein denke ich auch, dass er Lud und seine Jungs einfach nur schikanieren wollte.


    Zitat

    Und die Kirchenmänner werden weiterhin als Menschen dargestellt, die ihre Arbeit nur des Geldes wegen machen, nicht aber aus Gründen der Menschlichkeit, was man an der Szene vor der Schlacht erkennt. Ob wir wohl noch auf einen gütigen, selbstlosen Kirchenangehörigen treffen werden, der weder abtrünnig ist (wie Berthold und die Nonne Hanna) noch seine Barmherzigkeit verleugnet (wie die Mönche, von denen Berthold berichtet)? Irgendwie bezweifle ich das doch ein wenig...


    Stimmt schon, das ist für meinen Geschmack auch ein bisschen zu sehr überzogen und Schwarz-Weiß gemalt. :zwinker:


  • Das habe ich mir auch gleich gedacht und vermute daher, dass er wahrscheinlich nicht mehr lange lebt, so dass der Autor sich den Aufwand sparen wollte, Berthold und ihre Beziehung zueinander noch großartig auszuarbeiten.
    So würde sein Tod für Kristina ja auch recht leicht zu verschmerzen sein. :zwinker:


    Da könntest Du recht haben. Es würde mich auch gar nicht wundern, wenn aus Kristina und Lud dann irgendwann ein Paar werden würde. :zwinker:

    Lesen aus Leidenschaft

  • Jetzt geht es also hinaus in die Welt, nach Mainz um genau zu sein. Alles scheint ja auch irgendwie gut zu sein, aber die Wanderung stellt sich schnell als nicht so einfach raus. Die Karte wird nass und ist nicht mehr lesbar und auch Berthold kommt schnell an seine Grenzen. Dass ausgerechnet Kristina ihm Wiederworte gibt ist für ihn wohl nicht so einfach. Überhaupt finde ich die Beziehung der Beiden etwas eigenartig. Sie sind zwar verheiratet aber nach dem gescheiterten Versuch die Ehe auch zu vollziehen kommt da nichts mehr. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Berthold Kristina nur geheiratet hat, damit sie bei ihm bleiben muss und unterwegs nicht andere Wege gehen kann. Er will hier das Sagen haben und nicht nur über die Gruppe sondern wohl auch über Kristina. Dann treffen sie natürlich auf die Armee, darauf lief es ja wohl auch hinaus. Kristina ist schnell klar, sie müssen helfen und die Anderen nun mit ob sie wollen oder nicht.


    In diesem Abschnitt lernen wir die Jungen aus Giebelstadt noch ein bisschen besser kennen. Lud und sein Ritter versuchen alles um sie zu schützen, aber sie können eben nicht überall sein. Die Szene als sie in die Kirche mussten um die Toten heraus zu holen war wirklich gräßlig. Hier konnte schon wieder dieser scheußliche Profos seine Macht demonstrieren. Er hat doch genau gewusst das diese halben Kinder dem nicht gewachsen sind. Ich hoffe der Kerl bekommt auch irgendwann noch seine Strafe.
    Dann bricht der Krieg über die Jungen herein und sie müssen allesamt um ihr Leben kämpfen. Die Szenen sind gut beschrieben schon fast zu gut. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sich welche von den Jungen versteckt haben um zu überleben und ich finde es gut von Lud und Dietrich, dass sie die Jungen trotzdem schützen. Es war auch klar, dass wir uns an dieser Stelle von einigen verabschieden müssen. Um Lud hatte ich auch kurz Angst, als sein Pferd getroffen wurde.


    Die Szene als Kristina dann dem fremden Mann verbunden hat und dafür gesorgt hat, dass Lud nicht zum Mörder wird hat mir gut gefallen. Für sie sind alle Menschen gleich schon hier zeigt sie wo für sie eigentlich los gezogen sind.

  • Da könntest Du recht haben. Es würde mich auch gar nicht wundern, wenn aus Kristina und Lud dann irgendwann ein Paar werden würde. :zwinker:


    So ähnlich sehe ich das auch. Berthold und Kristina werden nicht zusammen bleiben.


    Zitat

    Der Roman ist bisher nicht schlecht, aber so wirklich überzeugt mich der Inhalt noch nicht. Ich könnte das Buch jederzeit weglegen und habe gar nicht den Drang dazu, direkt weiterlesen zu müssen.


    Ich finde das Buch eigentlich recht interessant und da es ja nun mal eine Trilogie ist, wird es wohl auch was dauern bis der letzte Funke überspringt. Ich habe auch erst jetzt gesehen, dass der Autor auch Drehbücher schreibt unter anderem auch das Drehbuch zu "Auf der Flucht" den Film finde ich total klasse.