Mary Kubica - Good girl. Entführt

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Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kate.

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    Die junge Lehrerin Mia Dennett verschwindet spurlos. Die letzten Zeugen sahen sie beim Verlassen einer Bar - mit einem unbekannten Mann.
    Erst nach einiger Zeit taucht Mia wieder auf, nennt sich selber aber Chloe. Was ist in der Zwischenzeit bloß passiert? Kann Detective Gabe Hoffman den Fall lösen? Und welche ungeahnten Geheimnisse wird er während der Ermittlung aufdecken?


    Meine Meinung:


    Das Buch wird aus der Sicht verschiedener Personen beschrieben, Detective Gabe Hoffmans Sicht wird eben dargestellt wie die von Mias Mutter und des Entführers. Außerdem wird in "vorher" und "nachher" unterteilt. Diese Art der Strukturierung fand ich sehr spannend, da so die Ansichten und Gefühle verschiedener Charaktere zum Tragen kommen und man die Charakterentwicklungen sehr gut beobachten kann.


    Das Leben der Dennetts scheint gut zu laufen: der Vater ist ein angesehener Richter, die Mutter scheint perfekt zu sein und beide Töchter haben einen guten Job sowie eine eigene Wohnung. Doch nach und nach bekommt der Leser mehr mit aus der Familie und ungeahnte Risse entstehen an der Oberfläche.


    Mich hat die Geschichte von Mia sehr berührt. Noch lange nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich darüber nachgedacht und anderen davon erzählt. Die Geschichte an sich ist nicht übermäßig neu und, wenn ich ehrlich bin, auch nicht so raffiniert. Aber der Aufbau der Geschichte, die einzelnen Charaktere lassen das Buch unheimlich realistisch und nahe erscheinen.


    Wer gute Geschichten mit interessanten Charakteren mag, wird dieses Buch lieben!


    5ratten

  • Meine Meinung


    Langsamer Anfang mit einem fesselnden Schluss


    Mia Dennett wird entführt, ihre Eltern glauben zuerst nicht daran, daß ihrer Tochter etwas passiert ist. Da das Verhältnis zu ihrer Tochter eher schlecht ist und sie ein plötzliches Verschwinden ihrer Tochter als nicht ungewöhnlich finden.
    In den ersten 150 Seiten war mir in diesem Buch eigentlich keine Figur wirklich sympathisch. Mia wirkte arrogant, auch noch als sie entführt worden war. Ihr Vater, ein Richter wirkt kalt und die Entführung seiner Tochter scheint ihm eher lästig als das er beunruhigt ist und Mias Mutter, sie glaubt für eine längere Zeit, daß ihre Tochter einfach so verschwunden ist.
    Daher empfand ich den Begin dieses Buches auch eher verstörend, da es für mich beim Lesen schon fast so war, daß ich Colin den Entführer als die einzige fast sympathische Person empfunden habe. Was ich für die Figur eines Enführers etwas erschreckend finde.
    Die anfängliche Zeit der Entführung, erzählt die Autorin recht beklemmend. Die Szenen die man in der Hütte erlebt mit Mia und Colin sind dabei sehr gut gezeichnet. Nur langsam wurde das Buch für mich lebhafter, lebendig und auch spannender. Mit einigem, was im weiteren Verlauf passiert hatte ich gerechnet. Wobei mich der Schluss dann noch einmal mit Staunen zurückgelassen hat.
    Für mich ist es ein spannendes und interessantes Buch, auf das man sich zuerst einlassen muss. Einfach, weil man die Figuren erst nach einer Weile versteht und auch etwas mehr mag und die Geschichte von der Handlung etwas braucht um eine interessante Geschichte zu erzählen.


    4ratten


    Liebe Grüße
    Christine

  • Inhalt:


    Mia, eine Lehrerin Mitte Zwanzig, wird vermisst. Keiner weiß, ob ihr etwas zugetoßen ist, oder ob sie sich einfach eine Auszeit genommen hat. Eines Tages taucht sie wieder auf, doch sie kann an sich an vieles nicht erinnern - unter anderem an ihren Namen.


    Meine Meinung:


    Es wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt: Verschiedene Charaktere (Mia, Eve, Colin, Gabe) erzählen immer als Ich-Erzähler. So lernt man nicht nur Mia sehr gut kennen, sondern auch ihre Mutter, den Ermittler von der Polizei, und auch ihren Entführer. Da das Buch "Good Girl - Entführt" heißt, verrate ich damit wohl nicht zu viel. Aber es wird auch auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Manche Kapitel spielen "Vorher", andere "Nachher". Am Anfang fand ich es etwas eigenartig, dass man zuerst noch liest, was Mia gerade durchmacht, und im nächsten Kapitel sitzt sie wieder zu Hause. Aber schon nach ein paar Zeitsprüngen gefiel mir diese Erzählweise sehr gut. Erst befürchtete ich, dass dadurch zu viel vorweggenommen wird, doch das ist überhaupt nicht der Fall.


    Die Spannung wird stets aufrecht erhalten, auch wenn natürlich klar ist, dass Mia überleben wird. Wie schon erwähnt, lernt man die einzelnen Charaktere sehr gut kennen. Und zumindest ich konnte mich in alle hineinversetzen - ja, sogar in den Entführer.


    Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Auch ohne diesen Überraschungseffekt am Schluss hätte mir das Buch genauso gut gefallen. Aber es bringt einen nochmal zum Nachdenken und man geht im Kopf nochmals das gesamte Buch durch.


    Ein wahrer Buchtipp für Leser, die Spannung mögen.


    5ratten

  • „Ihre Haltung strotzt nicht länger vor Selbstbewusstsein, wie ich es von der alten Mia kannte. Mir ist klar, ihr muss etwas Furchtbares zugestoßen sein.“


    INHALT
    Die junge Lehrerin Mia Dennett verschwindet spurlos, nachdem sie abends mit einem fremden Mann eine Bar verlassen hat. Monate später wird sie aus einer einsamen Blockhütte in den Wäldern Minnesotas befreit. Mia ist völlig wesensverändert, zutiefst verstört und kann sich nur bruchstückhaft erinnern.
    Und warum nennt sie sich auf einmal Chloe?
    Als Detective Gabe Hoffman den Fall übernimmt, stößt er auf ungeahnte Abgründe in Mias Familie – und der wahre Albtraum beginnt.
    (Quelle Diana Verlag)


    MEINE MEINUNG
    „Good Girl – Entführt“ von der amerikanischen Autorin Mary Kubica ist eine äußerst packend erzählte Entführungsgeschichte mit interessanten Psychothriller-Elementen, die sich zunehmend zu einer bedrückenden Familientragödie entwickelt.
    Äußerst raffiniert hat die Autorin die vielschichtige Handlungsführung in ihrem Thriller angelegt. In vielen kleinen, unchronologisch erzählten Fragmenten präsentiert die Autorin dem Leser neben den Geschehnissen vor und nach der Tat ebenfalls die unterschiedlichsten Details und Sichtweisen zur Entführung. Hierdurch gelingt es ihr ausgezeichnet, den Spannungsbogen bis zur völlig überraschenden Auflösung des Entführungsfalls kontinuierlich zu steigern.
    Dank der ausgezeichneten, hartnäckigen Ermittlungsarbeit schafft es der sympathische und sehr engagierte Detective Hoffman schließlich, die von ihrem Entführer über Monate hinweg in einer einsamen Blockhütte festgehaltene junge Lehrerin Mia Dennett zu befreien. Als Leser rätselt man ziemlich lange über die verworrenen Hintergründe der Entführung und fragt sich insbesondere, was zu Mias Amnesie und beängstigenden Verstörung geführt haben könnte, denn Mia ist nach ihrer Befreiung ein völlig anderer Mensch.
    Gut durchdacht und psychologisch ausgefeilt breitet die Autorin dem Leser verschiedenste Sichtweisen auf die Geschehnisse aus und beleuchtet sehr einfühlsam und nachvollziehbar die vielschichtigen Auswirkungen einer Entführung auf Opfer, Angehörige und Täter. Ungemein fesselnd sind die Wechsel der Zeitebenen und Perspektiven, in denen man sehr aufschlussreiche Einblicke in die Beobachtungen, Gedanken und Entwicklung der unterschiedlichen Figuren wie Mias Eltern, den ermittelnden Detective Gabe Hoffman, aber auch den Entführer, einen jungen Mann namens Colin, und sein Opfer Mia erhält und sie zunehmend besser kennen lernt.
    Sehr geschickt hat die Autorin ihre verschiedenen Figuren charakterisiert, die erst im Laufe der Handlung immer mehr Facetten ihrer Persönlichkeit preisgeben und zunehmend tiefgründiger werden. Alle Charaktere durchlaufen während der Geschichte tiefgreifende Wandlungen und geben überraschende, bisweilen auch schockierende Geheimnisse preis. Insbesondere die Hauptfigur Mia durchläuft eine sehr drastische Veränderung ihres Charakters. Während sie anfangs sehr unnahbar, arrogant und unsympathisch wirkte, erlebt man eine erstaunliche Entwicklung bei ihr während ihres Martyriums mit dem Entführer. So sieht man sie plötzlich in einem gänzlich anderen Licht, und muss einfach mit ihr fühlen und sie für ihre Stärke bewundern. Allmählich beginnt man auch während Gabes Ermittlungen hinter die Fassade der heilen, wohlhabenden Familie die schockierende Wahrheit einer zutiefst zerrütteten Familie zu blicken und sieht sich mit ungeahnten, erschreckenden Abgründen der menschlichen Psyche konfrontiert. Erst nach und nach setzten sich die vielen verwirrenden Bruchstücke aus rätselhaften Verwicklungen, unvorhersehbaren Wendungen und gelüfteten Geheimnissen zu einem Gesamtbild zusammen, das voller Überraschungen ist.
    Zum krönenden Abschluss ihres außergewöhnlichen Thrillers hält die Autorin für uns schließlich eine Enthüllung bereit, die absolut niemand erwartet hat und einen in ihrer Tragweite völlig erschüttert zurücklässt.


    FAZIT
    Eine äußerst packende, clever angelegte Entführungsgeschichte mit interessanten Psychothriller-Elementen, die sich zunehmend zu einer bedrückenden Familientragödie entwickelt und den Leser bis zum Schluss nicht mehr loslässt.
    Absolut gelungen und lesenswert!


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

  • Ein packendes psychologisches Puzzle


    Eine junge Frau wird entführt - zuletzt wurde sie beim Verlassen einer Bar gesehen. Mia Dennett arbeitet bis zu diesem Zeitpunkt als Lehrerin, eine Tatsache, die ihre Eltern nicht allzu sehr zu schätzen wissen. Vor allem ihr Vater, ein Richter, schien andere Pläne für sie gehabt zu haben. Doch auch ansonsten wundert sich der Ermittler Detective Gabe Hoffman, wie wenig die heile Welt der Dennetts ins Wanken gerät, als sie zum ersten Mal vom Verschwinden Mias erfahren...


    Mia wird - dank der Arbeit des Detectives - nach einigen Zeit in einer einsamen Blockhütte gefunden. Sie wirkt verstört und nennt sich fortan Chloe. Doch was ist in den vergangenen Monaten geschehen, wer hat die junge Frau entführt und vor allen Dingen warum? Nach und nach entpuppen sich Details, was unter anderem auch an den Erzählperspektiven liegen mag, denn die Autorin lässt die Geschichte zum einen aus den Blickwinkeln des Ermittlers, Mias Mutter Eve, des Entführers und seines Opfers erzählen. Dadurch lernt man die Figuren besser kennen, sie gewinnen zunehmend an Tiefe und langsam aber sicher begreift man, dass längst nicht alles ist wie es scheint.


    Außerdem spielt Mary Kubica auch sehr geschickt mit den unterschiedlichen Zeitebenen, denn sie erzählt die Story sowohl vor, während als auch nach der Entführung, was dem Leser zusätzliche Spekulationen ermöglicht. Somit beginnt "Good Girl" nicht mit für einen Krimi oder Thriller typischen Paukenschlag, sondern deutlich subtiler - man taucht allmählich in die Handlung ab, versucht die Psychologie der handelnden Personen zu begreifen und so kann man Stück für Stück die Geschehnisse begreifen. Sicher, ein gewisser Ausgang ist von Anfang an klar, denn wir wissen ja, dass Mia, die Entführte, ihr Martyrium überlebt - aber das schmälert weder die Spannung noch die Spekulationen, die sich immer wieder in meinem Kopf ausgebreitet haben. Die anfängliche Beklemmung, die sich rund um die Entführung und die völlig apathische Mia/ Chloe bei mir entwickelt hat, steigert sich zunehmend und die Lektüre hatte mich durchweg gepackt, so dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Vielleicht hat der ein oder die andere (geübte Krimi-)LeserIn an einigen Stellen eine gewisse Vorahnung, aber in meinen Augen hat auch das der Geschichte nicht ein bisschen geschadet. Die Motivation der einzelnen Charaktere und ihre fortschreitende, ausgereifte Entwicklung und der damit verbundene Wandel, wie man sie wahrnimmt, haben einen richtigen Sog auf mich entwickelt und mich an einigen Stellen wirklich gelungen überrascht. Ebenso wie das Ende!


    Fazit: Eine sehr packende Geschichte rund um eine Entführung, die mich vor allem aufgrund der vielschichtigen, sich entwickelnden Figuren, der psychologischen Aspekte und der konstant hohen Spannung überzeugt hat.


    5ratten

    Liebe Grüße

    Tabea

    Einmal editiert, zuletzt von dubh ()

  • „Good Girl - Entführt“ von Mary Kubica ist für mich nicht leicht zu bewerten. Die Kurzbeschreibung des Buches hat mich wirklich sehr neugierig gemacht. Vielleicht hatte ich dadurch zu hohe Erwartung an dieses Buch. Es ist eine spannende Geschichte, keine Frage. Aber mir hat dann doch dieser Wow-Effekt gefehlt.


    Mein größtes Problem waren wahrscheinlich die Zeitsprünge und die vielen verschiedenen Erzählperspektiven. Die Geschichte wird aus insgesamt 3 Perspektiven erzählt, Mia, ihre Mutter Eve und dem Detective Gabe. Zudem wird es unterteilt in vor der Entführung und danach. Dies kann natürlich die Spannung enorm steigern, sodass es am Ende einen großen Knall gibt. Leider ist es der Autorin in meinen Augen nur bedingt geglückt.


    Das Ende hat einen Knall. Aber keinen großen super mega Knall. Nein, viel besser. Einen leisen und sehr intensiven Knall, der seine Tragweite erst nach und nach entfaltet. Durch dieses Ende hat Mary Kubica bei mir einige Pluspunkte gesammelt. Jedoch konnte es nicht ganz über das Hinweg helfen, was ich vorher vermisst habe.


    „Good Girl - Entführt“ ist spannend, keine Frage. Aber es ist keine Spannung, die kaum auszuhalten ist, sodass man am liebsten die ganze Nacht durchlesen möchte um zu erfahren, was passiert ist. Der Spannungsbogen ist relativ konstant geblieben. Im Nachhinein betrachtet ist die komplette Geschichte eher im ruhigen Ton erzählt. Natürlich tun sich hier einige Abgründe auf, die aber weniger schockierend waren, wie ich es vom Klappentext erwartet hätte.


    Fazit
    „Good Girl - Entführt“ von Mary Kubica ist durchaus zu empfehlen. Wer eher die ruhigen Thriller mag und mit Zeit- sowie Erzählsprüngen keine Schwierigkeiten hat, bekommt eine konstant spannende Geschichte mit einem Ende, das ein vollkommen neues Licht auf das Geschehen wirft.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus: