04 - Seite 247 bis 321 (Kapitel 17 bis 22)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 26 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Zank.

  • Die Stimmung wird immer angespannter und man erwartet förmlich jede Sekunde den großen Knall!
    Schockierend wie sehr die beiden sich inzwischen verachten, ich glaube nicht, dass es hier für die Familie noch irgendetwas zu kitten gibt.


    Die arme Lydia/Kirstie – dieses Kind ist mittlerweile so verstört, dass es keine eigene Identität zu haben scheint.
    Anfangs habe ich noch vermutet, dass sie ein teuflisches Spiel mit ihren Eltern treibt, aber ich glaube wirklich, sie zerbricht innerlich an all diesen Widersprüchen und Erwartungen an sie.
    In Spiegelungen sieht sie ihre verstorbene Schwester als reales Wesen und redet mit ihr – kein Wunder, dass andere Kinder ihr Verhalten gruselig finden und sie meiden.
    Ich finde es von der Schule schon krass sie nun noch vom Unterricht auszuschließen statt an ihrer Integration in die Klassengemeinschaft zu arbeiten und um Verständnis für ihr Verhalten zu werben.
    Gut möglich, dass sie nun gar keinen Anschluss mehr dort finden wird und eine Außenseiterin/Störfaktor bleibt. :zwinker:


    Sehr abgedreht fand ich ja auch Trauerfeier für Kirstie, die Sarah wirklich mit allem Drumrum nebst Kirche, Leichenschmaus und Familie durchzieht.
    Was bringt ihr das nur – in der Kirche denkt sie an alles Mögliche, sie ist überhaupt nicht gläubig und erleichtert als alles rum ist.
    Was für eine Farce der ganze Leichenschmaus und alle spielen mit und tun so, als wenn dies das Normalste der Welt wäre! :rollen:


    Lydia/Kirstie ist derart traumatisiert, dass sie sich schon unsichtbar glaubt – Sarahs Reaktion auf ihre Frage ist natürlich mal wieder ein Ausweichen und Ablenken.
    Diese Frau ist wirklich unfassbar widersprüchlich – mal tut sie alles für ihre Tochter und dann lässt sie sie emotional einfach im Stich. :sauer:


    Puh nun steht also auch noch der konkrete Verdacht des Kindesmissbrauchs im Raum!
    Was auch immer Angus verschweigt, dies traue ich ihm nun doch nicht zu, und die Aussagen der Tochter kann man auch überinterpretieren, wenn man es unbedingt will.
    In dem Zusammenhang fand ich ja das Telefonat mit der Ferndiagnose des Psychiaters schon verantwortungslos!
    Erst wirft er allerlei Spekulationen in den Raum, um dann am Ende klar zu stellen, dass Sarah dringend mit dem Kind vorbeikommen sollte!
    Ach nee … :breitgrins:


    Mit dem wissenschaftlichen Artikel dieses angeblichen Spezialisten glaubt sie bereits den eindeutigen Beweis zu haben.
    Sind derartige Publikationen aus gutem Grund nicht eigentlich nur den Fachleuten zugänglich?
    Aus zusammengestellten Fallbeispielen wird nun also abgeleitet, dass Väter von eineiigen Zwillingen ihre Töchter missbrauchen … logisch, dass auch Angus dazugehört und seine Tochter in den Selbstmord getrieben hat.
    Wenn ich mir so sicher wäre, wäre ich übrigens nicht mehr auf die Insel zurückgekehrt, sondern in ein Hotel gegangen. :zwinker:


    Fast hatte ich ja schon damit gerechnet, dass Angus von Beanies Rettungsversuch nicht zurückkommen wird.
    Interessant, dass Angus sie fast verdächtigt, ihn bewusst in eine Falle gelockt zu haben, damit er dort draußen zu Tode kommt.
    Sarah will auch Rache um jeden Preis, aber dies ist ihr scheinbar doch nicht anzulasten.
    Ich bin gespannt, was sie nun vorhat, um Angus loszuwerden und ihn für sein Vergehen abzustrafen. :zwinker:

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  • Natürlich haben beide "schuld". Aber wie ich geschrieben habe, kann ich Angus den "Ausrutscher" eher verzeihen, aufgrund der emotionalen Ausnahmesituation. Was für eine Ausrede hatte wohl Imogen?


    Schlimm in dem Zusammenhang finde ich vor allem, dass es Imogen offensichtlich nicht bei dem Ausrutscher belassen wollte, sondern eine Beziehung zu Angus wollte und bewusst riskiert hat, dass diese angeschlagene Familie völlig auseinander bricht.


  • Schlimm in dem Zusammenhang finde ich vor allem, dass es Imogen offensichtlich nicht bei dem Ausrutscher belassen wollte, sondern eine Beziehung zu Angus wollte und bewusst riskiert hat, dass diese angeschlagene Familie völlig auseinander bricht.


    Da stimme ich euch beiden vollkommen zu! Und wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, wirft es von Angus Seite nochmals ein anderes Licht auf die Seite, finde ich.


  • Anfangs habe ich noch vermutet, dass sie ein teuflisches Spiel mit ihren Eltern treibt, aber ich glaube wirklich, sie zerbricht innerlich an all diesen Widersprüchen und Erwartungen an sie.


    Eins von beidem wird zutreffen :zwinker:



    In Spiegelungen sieht sie ihre verstorbene Schwester als reales Wesen und redet mit ihr – kein Wunder, dass andere Kinder ihr Verhalten gruselig finden und sie meiden.


    Jep. Aber wie ist es zu erklären, dass das Spiegelbild offenbar auch mit Emily gesprochen hat? :gruebel:



    Lydia/Kirstie ist derart traumatisiert, dass sie sich schon unsichtbar glaubt – Sarahs Reaktion auf ihre Frage ist natürlich mal wieder ein Ausweichen und Ablenken.
    Diese Frau ist wirklich unfassbar widersprüchlich – mal tut sie alles für ihre Tochter und dann lässt sie sie emotional einfach im Stich. :sauer:


    Das stimmt, das war wieder so eine typischen Sarah-Reaktion: "Mein verstörtes Kind fragt irgendetwas - ach egal, lass uns Otter anschauen".



    Mit dem wissenschaftlichen Artikel dieses angeblichen Spezialisten glaubt sie bereits den eindeutigen Beweis zu haben.
    Sind derartige Publikationen aus gutem Grund nicht eigentlich nur den Fachleuten zugänglich?


    Nein, wissenschaftliche Publikationen heißen ja erst einmal so, weil da etwas veröffentlicht wird. Und je nachdem, in welcher Zeitschrift man veröffentlicht oder welches Buch, wird das von mehr oder weniger Leuten gelesen. Grundsätzlich sind allerdings viele wissenschaftliche Publikationen inzwischen (frei) übers Internet verfügbar und über Bibliotheken (z.B. Hochschullizenzen) kann man noch auf eine ganze Reihe mehr zugreifen.



    Schlimm in dem Zusammenhang finde ich vor allem, dass es Imogen offensichtlich nicht bei dem Ausrutscher belassen wollte, sondern eine Beziehung zu Angus wollte und bewusst riskiert hat, dass diese angeschlagene Familie völlig auseinander bricht.


    ... was aber vielleicht nicht das schlechteste gewesen wäre, wenn man sich die jetzige Situation so anschaut.


  • Die Geschichte nimmt für Lydia eine noch grauenvollere Entwicklung, sie wird nach dem Erlebnis, das andere Kinder mit ihr hatten, wie eine Aussätzige behandelt und soll der Schule einige Zeit fernbleiben. Für sie selbst ist das ganz bestimmt traumatisch!


    Ich glaube nicht, dass ich das meiner Tochter angetan hätte. Hier war die Katastrophe ja greifbar und ist dann auch eingetreten. Aber es ist ja nicht die erste Fehlentscheidung, die hier bezüglich Lydia getroffen wurde.



    Kindesmissbrauch? Ich weiß nicht. Angus ist mir zwar nicht sympathisch, aber das passt für mich irgendiwe so gar nicht ins Bild. Aber es steht ja immer noch die Frage im Raum, was er bisher noch verschwiegen hat, das keiner erfahren darf. Darauf könnte die Antwort Missbrauch natürlich passen, aber dennoch hege ich Zweifel.


    Ich traue das Angus auch nicht zu. dafür ist er auch zu besorgt um seine Tochter. Unsympathisch finde ich ihn nur seiner Frau gegenüber. da beiden bringen sich wohl gedanklich eh mittlerweile gegenseitig um, so wie sie sich hassen. Was muss das nur für eine deprimierende Situation in dem Haus sein. Da ist innen ja mehr Kälte als draußen in der Natur.

    Liebe Grüße Yvonne<br /><br /><br />Lesen heißt&nbsp; durch fremde Hand träumen ( Fernando Pessoa )<br /><br />Mein Buchblog <br />Ein Anfang und kein Ende


  • Die Trauerfeier fand ich auch sehr schlimm. Ich hätte sowas gar nicht nochmal gemacht. Da kann man doch im kleinen Kreis in der Familie was ganz intimes arangieren, oder? Ich hätte da auf der Insel eine kleine Zeremonie veranstaltet, nur die Angus, Sarah und Lydia. Zumal ihnen ja auch bewusst war, dass die Leute aus dem Dorf von Josh und seiner Frau mit geschickt wurden oder nur aus reiner Neugier da hin sind.....oder um sich anschließend zu betrinken.
    Außerdem, woher haben die das Geld dafür? Sowas kostet doch auch, zumindest der Leichenschmaus.


    Ich wäre an Angus Stelle auch ins Watt, um den Hund zu suchen. Hoffentlich hat er sich befreit und hat sich aufs Festland gerettet. das find ich immer ganz schlimm, wenn unschuldige Tiere leiden müssen in Büchern oder grausam misshandelt werden oder so. da könnt ich immer heulen.

    Liebe Grüße Yvonne<br /><br /><br />Lesen heißt&nbsp; durch fremde Hand träumen ( Fernando Pessoa )<br /><br />Mein Buchblog <br />Ein Anfang und kein Ende


  • Was muss das nur für eine deprimierende Situation in dem Haus sein. Da ist innen ja mehr Kälte als draußen in der Natur.


    Der Vergleich gefällt mir gut. Ich denke, dass auch das einen großen Teil der bedrückenden Stimmung ausmacht, die das Buch vermittelt. Die Gefühle innerhalb der Familie gehen nahtlos über in diese eisig-unheimlichen Inselbeschreibungen.



    Die Trauerfeier fand ich auch sehr schlimm. Ich hätte sowas gar nicht nochmal gemacht. Da kann man doch im kleinen Kreis in der Familie was ganz intimes arangieren, oder? Ich hätte da auf der Insel eine kleine Zeremonie veranstaltet, nur die Angus, Sarah und Lydia.


    Ich an Sarahs Stelle hätte auch nur mit der Familie, gerne auch noch mit den Großeltern und vielleicht den engsten Freunden, wie z.B. Imogen, diese Zeremonie abgehalten. Wenn tatsächlich herauskommt, dass man das falsche Kind beerdigt hat (ich finde die Situation immer noch so absurd... als Mutter muss man seine Kinder doch auseinander halten können), dann hilft so etwas bestimmt, um damit endgültig abzuschließen. Aber doch nicht mit Leuten, die damit gar nichts zu tun hatten...