05 - Seite 263 bis 311 (ab Teil VI)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 30 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Heimfinderin.

  • Ja ich weiß, das Buch hat euch nicht begeistert, mich hingegen begeistern diese sprachlichen Feinheiten umso mehr:


    Seite 308, als Khaled gestorben war
    "Dann kamen Alwans Brüder, um Khaleds Leiche abzuholen. Wieder einmal war das Haus voller Leben [...]


  • So ungewöhnlich finde ich das jetzt nicht, dass Alwan Khaled bei seinen Freunden lässt. Wenn ich sehe was Kinder in Ägypten schon leisten müssen, man kann diese Kindheiten nicht mit denen in Europa vergleichen. Im Gazastreifen wird es noch schlimmer sein, sie müssen einfach viel eher "erwachsen" werden.



    Na, aber es zeigt sich doch, dass sie es eben nicht sind, sonst hätten sie doch den armen Kerl nicht in diese Zone geschleppt. :rollen:



    Es zeigt eben die menschliche Seite auf, nicht die Vernünftige.


    Sage ich das nicht die ganze Zeit? Das es unvernünftig ist?

  • Wenn ich dich richtig verstanden habe, findest du es unvernünftig von Alwan, dass sie Khaled den beiden Jungs anvertraut.


    Dass die unvernünftig handeln, ist sicher unstrittig, aber das sind halt noch Kinder.


    Aber das konnte Alwan ja nicht wissen. Vielleicht hätte sie daran denken sollen, dass Kinder nicht immer zuverlässig sind, aber irgendwie konnte ich schon verstehen, dass sie froh ist, dass die ihr Khaled mal abnehmen und er so etwas rauskommt.

    LG, Dani


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  • Wenn ich dich richtig verstanden habe, findest du es unvernünftig von Alwan, dass sie Khaled den beiden Jungs anvertraut.


    Ja genau.


    Dass die unvernünftig handeln, ist sicher unstrittig, aber das sind halt noch Kinder.


    Ja eben.


    Aber das konnte Alwan ja nicht wissen.


    Doch. Ich würde mein behindertes Kind nicht irgendwelchen Halbwüchsigen anvertrauen und schon gar nicht solchen Hitzköpfen.

  • Es ist aber normal in diesen Ländern, dass man Kindern Aufgaben anvertraut denen sie vielleicht nicht gewachsen sind.
    Diese Fürsorge wie hier gibt es nicht. Es gibt keinen Klemmschutz für Kleinkinder, es gibt keine Absturzsicherung an Treppen und Kleinkinder krabbeln ohne Begleitung in den Treppenhäusern rum.
    Es ist da einfach normal, also auch, dass Alwan Khaled seinen Freunden anvertraut.

  • So hatte ich das halt auch verstanden.


    Das alles gab es vor 20 Jahren bei uns auch nicht und wir sind trotzdem groß geworden. :breitgrins:
    Ich hab schon als 12jährige meine kleinen Schwestern gesittet und das sicher nicht immer unter Aufsicht. Klar, die waren nicht behindert und wir leben nicht in einem Kriegsgebiet, aber aus heutiger Sicht war das dann auch alles total unvernünftig und verantwortungslos.

    LG, Dani


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  • Schade. Es geht mir nicht ums rechthaben. Aber man kann ja unterschiedliche Ansichten haben :zwinker:

    LG, Dani


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  • Dann bin ich beruhigt :knuddel:

    LG, Dani


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  • Ja ich weiß, das Buch hat euch nicht begeistert, mich hingegen begeistern diese sprachlichen Feinheiten umso mehr:


    Seite 308, als Khaled gestorben war
    "Dann kamen Alwans Brüder, um Khaleds Leiche abzuholen. Wieder einmal war das Haus voller Leben [...]


    Ja, mir haben auch einige solche Stellen gut gefallen. :smile:


    Aber im Verlauf der Geschichte empfand ich persönlich irgendwann eine Übersättigung. Was ich anfangs noch besonders fand, wurde mir irgendwann so viel, dass ich das nicht mehr richtig aufnehmen konnte und wollte. Ich habe irgendwann dann da drüber gelesen, weil ich tatsächlich "satt" war.