Petra Durst-Benning - Bella Clara

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    Kurzbeschreibung:


    Großer Frauenroman, der von den Lebensgeschichten Helena Rubinsteins und Elizabeth Ardens inspiriert wurde
    1906: Clara Gropius kann die Herrschsucht ihres Mannes nicht mehr ertragen und lässt sich scheiden. Sie verliert alles, vor allem das Sorgerecht für ihre Kinder. Mittellos versucht sie, an ihre Ausbildung in der Apotheke ihrer Eltern anzuknüpfen. Doch als geschiedene Frau ist sie ein Skandal. Niemand will sie einstellen, sie wird wie eine Ausgestoßene behandelt. Nur ihre Freundinnen Josephine und Isabelle stehen ihr bei. Und tapfer hält Clara an ihren Träumen fest, sie zieht an den Bodensee und baut sich dort ein neues Leben auf. Mit einer selbstgemachten Creme beginnt es, ihre Schönheitsrezepte finden großen Anklang, schließlich revolutioniert Claras Naturkosmetik die Gewohnheiten ihrer Kundinnen. Aber zu keinem Zeitpunkt trösten Erfolg, Ruhm und die Aufmerksamkeit der Männer sie über den großen Verlust in ihrem Leben hinweg: Clara sehnt sich nach ihren Kindern.



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 26.06. eine autorenbegleitete Leserunde. Es sind noch Freiexemplare zu vergeben. Anmeldeschluss dafür ist der 12.06.. Wer mag noch mitlesen?

  • Mit Bella Clara liegt der dritte Band der Jahrhundertwind-Trilogie vor.


    Die Autorin Petra Durst-Benning hat uns wieder einen fesselnden historischen Roman vorgelegt, der gleichzeitig auch den gelungenen Abschluss bildet.


    In diesem gefühlvollen dritten Band lernen wir nun Clara Gropius näher kennen, die aber auch schon in den beiden Vorgängerbänden Solange die Welt noch schläft und Die Champagnerkönigin zu den Freundinnen Josephine und Isabelle zählte.
    Clara ist mit einem Arzt verheiratet, kann aber ihre lieblose Ehe nicht mehr ertragen. Um sich scheiden lassen zu können, muss sie einen bitteren Weg einschlagen. Alles, was sie liebgewonnen hat, wird ihr fortgenommen. Sie entschließt sich aber zu einem Neuanfang am Bodensee, zumal sie in Berlin keine Chancen mehr hat.


    Bei der Scheidung verliert Clara zwar alles, aber ihre Träume bleiben ihr. Mit Geschick und Geschäftssinn baut sich Clara eine neue Existenz auf. Alles beginnt mit einer Gesichtscreme, die sie für einen weiblichen Hotelgast ihrer Freundin Lilo, die in Meersburg ein Hotel besitzt und durch die Clara jede Menge Unterstützung erfährt, herstellt. Auch ihre Freundinnen Josephine und Isabelle helfen ihr, soweit als möglich. Der Erfolg bleibt nicht aus, aber auch die Aufmerksamkeit eines neuen Mannes in ihrem Leben hilft Clara nicht über den Verlust des Kontaktes zu ihren Kindern hinweg. Im Gegenteil, ihre neue Liebe und zweite Ehe mit einem Italiener wird zu einem gefährlichen Wendepunkt in ihrem Leben.


    Und das kann Clara nach ihrer ersten gescheiterten Ehe nun wahrlich nicht gebrauchen. Wir lernen aber auch neue Protagonisten in diesem Roman kennen, wie ein Apothekerehepaar, eine Friseurin, mit der sich Clara ihr Geschäft teilt und zwei männliche Mitarbeiter, die nicht nur wichtig für ihr neues Geschäftsimperium sind. Jeder dieser Protagonisten wird im Laufe des Romans auf die ein oder andere Art wichtig für Clara. Zu erwähnen ist auch die neue Frau im Leben von Gerhard Gropius, die Clara zu einem Wiedersehen verhilft. Welcher Art, das möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.


    Petra Durst-Benning ist mit Bella Clara ein weiteres Juwel gelungen und ist ein würdiger Abschluss der Jahrhundertwind-Trilogie. Bella Clara ist ein ausgezeichnet recherchierter Roman nicht nur zum Thema Schönheit, sondern auch ein Buch über starke und mutige Frauen. Deshalb spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. 5ratten

    Einmal editiert, zuletzt von Martina ()

  • Abschluss der „Jahrhundertwind-Trilogie“


    „Bella Clara“ ist der 3. Band der „Jahrhundertwind-Trilogie“. Ihm voraus gehen die Bücher „Solang die Welt noch schläft“ und „Die Champagnerkönigin“.


    Auch ohne Vorkenntnis der Bände 1 und 2 kann man „Bella Clara“ gut lesen und verstehen. Ich bedauere es jedoch sehr, dass ich die Bücher vorher nicht gelesen habe, denn Petra Durst-Benning hat einen wunderbaren Schreib- und Erzählstil, der den Leser direkt in die Geschichte eintauchen lässt. Da es sich um eine Trilogie handelt, findet man die Protagonistinnen Josephine und Liselotte auch hier in „Bella Clara“.


    Clara ist eine sehr sympathische junge Frau, die nichts anderes möchte als ihre unglückliche Ehe zu beenden. Leider war es im Jahr 1906 nicht so einfach wie heute und Clara gesteht in ihrer Ausweglosigkeit einen Ehebruch, den sie in Wirklichkeit nie begangen hat. So wird sie zwar von ihrem Mann geschieden, aber als „Ehebrecherin“ bekommt sie weder ihr Erbe noch beide Kinder zugesprochen. Sie bekommt lediglich ihre Tochter Sophie zugesprochen, die jedoch lieber bei ihrem Kätzchen bleiben möchte, das der Papa ihr gerade geschenkt hat (ein Schelm, wer böses dabei denkt). Ein Schock für Clara.


    Sie sucht Zuflucht bei ihrer Freundin Lilo, die am Bodensee ein kleines Hotel betreibt. Mehr und mehr wächst in Clara der Wunsch in einer Apotheke arbeiten zu können, denn von ihrem verstorbenen Vater hatte sie die Grundlagen der Creme- und Seifenherstellung lernen dürfen. In einer Apotheke in Meersburg hat Clara Erfolg mit ihrer Bewerbung und legt somit den Grundstein für ihre berufliche Zukunft und den Erfolg mit ihren kosmetischen Artikeln.


    Trost, Hilfe und Unterstützung findet Clara zu jeder Zeit bei ihren Freundinnen Josephine und Liselotte, deren Freundschaft trotz großer Entfernungen aus einem festen Band geknüpft ist.


    Leider hat Clara Recht mit ihrer Aussage


    „Was die Liebe angeht, bin ich leider völlig untalentiert“


    denn bei der Auswahl der Männer in ihrem Leben hat sie ein schlechtes Händchen. Da sie aber aus ihrer 1. Ehe gelernt hat, begibt sie sich nicht mehr vollkommen in die Hand eines Mannes, sie behält immer ihre Eigenständigkeit – zum Glück.


    Roberto, der Haar-Händler aus Elva, spielt eine große Rolle in Claras Leben. Welche genau das ist, dass verrate ich an dieser Stelle nicht. Nur so viel – Clara findet nicht nur neue, gute und zuverlässige Freunde sondern am Ende auch ihre große Liebe und das fühlt sich sogar für den Leser so was von gut an.


    Wie eingangs schon beschrieben, ist der Schreibstil angenehm und ich hatte sofort ein heimeliges Gefühl und konnte vollkommen in die Geschichte eintauchen. Alle Protagonisten entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Aber Clara, auf der das Hauptaugenmerk dieses Buches liegt, macht eine wirklich enorme Entwicklung durch. Und das durchweg zum Positiven obwohl sie viele Rückschläge hinnehmen muss.


    Wer Bücher über couragierte Frauen mag, der findet in dieser Trilogie ganz sicher was er sucht.


    Liebe Petra Durst-Benning, herzlichen Dank für einige schöne Lesestunden am Bodensee.


    5ratten

    Viele Grüße Babsi

  • Clara und ihre Freundinnen


    1906, Bella Clara ist der dritte Band der Jahrhundertwindtrilogie und diesmal steht Clara im Mittelpunkt. Sie kann endlich aus ihrer ungeliebten Ehe mit Gerhard Gropius ausbrechen. Leider verliert sie mit ihrer Scheidung auch die Kinder, sie werden ihrem Mann zugesprochen. Das Erbe ihrer Eltern ist ebenfalls verloren und so steht sie zunächst mittellos da. Doch dann hat die Freundin Josefine die Idee, Clara könnte an den Bodensee zu einer weiteren Freundin ziehen. (Lilo hat ein gut gehendes Hotel und kann Clara helfen.) Für Clara beginnt ein ganz neues Leben.


    Der Erzählstil von Petra Durst-Benning ist leicht und flüssig zu lesen und so fliegen die Seiten nur so dahin. In diesem dritten Teil ist nun Clara die Hauptfigur, sie muss jetzt ihr Leben selbst in die Hand nehmen und stellt sich den Herausforderungen. Auch wenn dies hier der dritte Band ist, man könnte die Bücher auch durchaus einzeln lesen, denn jede Erfolgsgeschichte ist in sich abgeschlossen. Die Autorin hat ihren Charakter der Clara hier weiter ausgearbeitet und sie zu einer Frau werden lassen, die ihr Leben meistern kann. Auch wenn die Schicksale dieser Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts schon etwas ungewöhnlich sind, so sind sie doch wunderbar zu lesen. Gleichzeitig erfährt der Leser so einiges über das Recht der Frau zu dieser Zeit. Eine Scheidung war eben damals nicht alltäglich und Clara bekommt deutlich zu spüren, was die Menschen in ihrer Umgebung davon hielten. Der Prozess zu beginn liest sich wie ein Strafverfahren eines schweren Verbrechens.


    Das Hauptaugenmerk von Clara liegt auf der Schönheitspflege der Frauen. Durch sie erfährt der Leser so einiges zu diesem Thema und vor allem darüber, wie schwer es in dieser Zeit gerade für Frauen war, vor allem wenn sie allein und unverheiratet waren. Die Autorin hat mit ihren Protagonisten glaubwürdige Charaktere geschaffen, die von dem Schicksal der Frauen erzählen. Es fällt leicht, mit Clara zu gehen. Auch wenn es einiges gab, was ihr vielleicht ein wenig zu leicht von der Hand ging, für Clara gab es immer eine Lösung und auch Hilfe. Ihre Freundinnen standen ihr zur Seite und waren für sie da. Die Gefühlswelt Claras ist deutlich spürbar, ihre Not, weil sie die Kinder nicht mehr sehen kann, ihre Ängste, weil ihr Geschäftsvorhaben vielleicht nicht klappen könnte, aber vor allem auch ihr starker Wille der dafür sorgt, dass sie vorwärtskommt. Alles zusammen macht die Geschichte zu einem Lesevergnügen. Nicht zuletzt aber auch die Freundschaft der Frauen macht diese Bücher so liebenswert. Diese Freundschaft zeigt, was Freundschaft alles schaffen kann und wie wichtig sie sind, damals wie heute.

    Ein kleines Nachwort klärt noch kurz wo die Idee zu diesem Buch herstammt. Es zeigt auch auf, dass es sehr wohl Frauen gab, die so handelten wie Clara in ihrer Geschichte oder es zu mindestens getan haben könnten. Es macht einfach Spaß, die Geschichten der Jahrhundertwindtrilogie zu lesen.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus: