01 - Seite 9 bis 97

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Christine.

  • Hier startet die Leserunde zu "Das geheime Leben der Violet Grant" von Beatriz Williams.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu sagen oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Außerdem wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir zusammen bleiben und damit auf einem ähnlichen Stand spekulieren und diskutieren können. Als Faustregel gilt, nicht mehr als ein Abschnitt pro Tag.


    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.
    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Hier könnt ihr über den Inhalt bis Seite 97 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Ich glaube mit diesem Buch werde ich mich wohfühlen. Gestern abend habe ich beim Lesen gemerkt, daß ich teilweise über Vivian immer wieder grinsen musste. Sie hat so eine lockere Art mit ihrem Leben umzugehen und ihr Herr Doktor scheint dabei perfekt zu ihr zu passen.


    Deutlich trauriger wirkt dabei für mich der Erzählstrang mir ihrer "Tante". Oh je, am schlimmsten habe ich die Stelle auf der Couch empfunden. Wie entwürdigend, es hätte nur noch gefehlt, daß ihr dieser Herr am Ende noch Geld in die Hand gedrückt hätte und gut gemacht gesagt hätte.


    Schon jetzt könnte ich zum Teil verstehen, warum Voilet ihren Mann ermordert. Ich habe die Befürchtung, daß wir von dem Ehealtag der Beiden noch sehr deprimierende Szenen kennenlernen werden.


    Dagegen erscheint das Leben von Vivian im Augenblick noch einfach herrlich, ihre Familie gefällt mir jetzt schon. Auch wenn ich sie für äußerst anstrengend halten so in unmittelbaren Kontakt.


    Ich bin gespannt, was in diesem Koffer ist und ob sie auf ihre Tante treffen wird. Ich hätte ihn bestimmt geöffnet, dafür bin ich viel zu neugierig.

  • Ein Hoch auf eBooks, denn so kann es jetzt losgehen. Ich habe mich vor diesem Medium ja lange gesträubt weil ich lieber ein richtiges Buch in der Hand halte, aber ich muss sagen es liest sich wirklich gut. Das liegt bestimmt auch an der klasse Geschichte. Eigentlich sind es ja zwei und das Wechseln zwischen den beiden Erzählsträngen von Kapitel zu Kapitel gefällt mir richtig gut. Vivian legt gleich richtig los, sie ist ein quirliger humorvoller Typ und ich freue mich für sie, dass sie einen ebenso humorvollen Mann kennenlernt. Rasant stürzt sie sich in ein Abenteuer was durch den mysteriösen Koffer und die Entdeckung einer weiteren, sagenumwobenen Tante noch spannender wird.
    Die Schilderung von Violets Leben in der Parallelgeschichte ist ganz anders, zwar schlägt auch sie einen der Familie nicht genehmen Weg ein, aber sie scheint alles andere als quirlig und rasant zu sein. Ihr erstes Liebeserlebnis mit dem viel älteren Professor ein Fiasko, da gönnt man ihr doch den späteren Liebhaber und hofft dass da noch ein paar schönere Erlebnisse dazu kommen.
    Ich finde es schön wie die Spannung aufgebaut wird durch das Erzählen in der Rückschau.
    Was mir gar nicht gefällt ist der viele Alkoholgenuss, eine rauchende Vivian und einige Ausdrücke die benutzt werden. Der Lesefreude tut es jedoch keinen Abbruch.
    Michelle

    Einmal editiert, zuletzt von Yomiko ()

  • Ich habe jetzt gestern auch endlich angefangen. Noch bin ich nicht gänzlich begeistert. Mir ist das Buch ein wenig zu flach, vor allem in Vivians Teil der Geschichte. "Dr. Paul" scheint ja ein wirklich sympathischer Typ zu sein, aber ganz so viel Schwärmerei im Erzählton müsste es für mich jetzt nicht unbedingt sein. Vivian kommt mir ziemlich oberflächlich vor und wirkt, als interessiere sie sich hauptsächlich für Männer, Drinks und Partys. Wahrscheinlich tue ich ihr unrecht, denn wenn sie Journalistin ist, kann sie ja nicht komplett hirnlos sein, deshalb gebe ich ihr noch eine Chance, mich auf den restlichen 500 Seiten für sich einzunehmen ;)


    Bei Paul habe ich mich gefragt, wieso um alles in der Welt er nach Dienstschluss im OP-Kittel zur Post geht. Normalerweise läuft doch kein Arzt in OP-Kluft auf der Straße rum :confused:


    Ein Koffer mit rätselhaftem Inhalt ist jetzt auch kein hochorigineller Aufhänger, aber das stört mich nicht, ich mag solche Familiengeheimnisse rund um alte Fundsachen. Das ist ja schon ein Ding, dass Vivian nichts von der Existenz ihrer Tante wusste. Aber als potentielle Gattenmörderin ist diese nun auch kein Aushängeschild für eine wohlhabende New Yorker Familie. Tante Julie mochte ich übrigens ganz gerne, auch wenn die exzentrische Tante ebenfalls in vielen Familienromanen zur Standardbesetzung gehört.


    Violet erreicht mich emotional bisher noch nicht so sehr, obwohl ich ihren Karriereweg gerade in Anbetracht der Zeit, in der sie lebt, ungewöhnlich und interessant finde. Eine Frau, die studiert und Wissenschaftlerin werden will, war damals ja ein richtiges Unding. Violet wurde teilweise auch dementsprechend behandelt. Unmöglich!

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)





  • Was mir gar nicht gefällt ist der viele Alkoholgenuss, eine rauchende Vivian


    Das passt aber ganz gut zu Schauplatz und Zeit. Damals wurde ja selbst im Büro geraucht und Alkohol getrunken. Genau wie in der Serie "Mad Men" ;)

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ich komme mir schon ganz fies vor, dauernd an kleinen Details rumzukritteln - aber gab es 1964 schon chinesisches Essen zum Mitnehmen? Das kommt mir selbst für Amiland ungewöhnlich früh vor. Wenn ich Zeit hätte, würde ich das jetzt mal recherchieren.


    Zwischen Paul und Vivian geht mir das alles ein bisschen zu schnell. Sie kennen sich kaum und sind sofort unglaublich verliebt? Hmmm :gruebel: Gerade in den "heißeren" Szenen sind mir die Beschreibungen auch ein bisschen zu kitschig :redface: Allerdings hatte Vivian nun wenigstens ein schönes erstes Mal.


    Im Gegensatz zu ihrer Tante. Bah. Das hat dieser Grant ja geschickt eingefädelt, sich Violets Einsamkeit zunutze gemacht, um sich dann über sie herzumachen :kotz: Die Szene an sich war schon schlimm genug, aber am allerübelsten fand ich den Moment, als er mit der Essigspülung um die Ecke kam. Dieser Wahnsinn mit Methode kann kein gutes Ende nehmen. Sobald Violet "aufwacht" und an Selbstbewusstsein gewinnt, muss sie diesen Typen doch ganz einfach verlassen.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)





  • Ein Hoch auf eBooks, denn so kann es jetzt losgehen. Ich habe mich vor diesem Medium ja lange gesträubt weil ich lieber ein richtiges Buch in der Hand halte, aber ich muss sagen es liest sich wirklich gut. Das liegt bestimmt auch an der klasse Geschichte. Eigentlich sind es ja zwei und das Wechseln zwischen den beiden Erzählsträngen von Kapitel zu Kapitel gefällt mir richtig gut. Vivian legt gleich richtig los, sie ist ein quirliger humorvoller Typ und ich freue mich für sie, dass sie einen ebenso humorvollen Mann kennenlernt. Rasant stürzt sie sich in ein Abenteuer was durch den mysteriösen Koffer und die Entdeckung einer weiteren, sagenumwobenen Tante noch spannender wird.


    Ich bin ja immer eher der Hardwareleser und habe mich deswegen für das Buch entschieden. Hätte ich aber realisiert um was für einen dicken Schinken es sich handelt, hätte ich mich doch eher für das Ebook entschieden. Das nächste Mal muss ich da etwas mehr drauf achten.



    Die Schilderung von Violets Leben in der Parallelgeschichte ist ganz anders, zwar schlägt auch sie einen der Familie nicht genehmen Weg ein, aber sie scheint alles andere als quirlig und rasant zu sein. Ihr erstes Liebeserlebnis mit dem viel älteren Professor ein Fiasko, da gönnt man ihr doch den späteren Liebhaber und hofft dass da noch ein paar schönere Erlebnisse dazu kommen.
    Ich finde es schön wie die Spannung aufgebaut wird durch das Erzählen in der Rückschau.


    Für mich ist es gerade so, daß die Abschnitte in der Zeit mit Violet in Farbe in meinem Kopf passieren und die Zeit mit dem Professor eher in schwarz weiß. Viviane erscheint mir im Augenblick noch so demütig, mit wenig eigenem Willen. Wenn man ihr sagt, daß das soll so sein und man möchte, daß sie das und das tut, dann macht sie das auch. Ohne groß nachzufragen. Ich denke das wird sich im Laufe der Geschichte noch ändern, bzw. ich hoffe es. Aber das sie sich einen Liebhaber nimmt, läßt es ja schon schwer vermuten.



    Was mir gar nicht gefällt ist der viele Alkoholgenuss, eine rauchende Vivian und einige Ausdrücke die benutzt werden. Der Lesefreude tut es jedoch keinen Abbruch.
    Michelle


    Für mich passt es in die Zeit, auch das sie sich dauernt eine Zigarette nach der Anderen anzünden.



    Ich habe jetzt gestern auch endlich angefangen. Noch bin ich nicht gänzlich begeistert. Mir ist das Buch ein wenig zu flach, vor allem in Vivians Teil der Geschichte. "Dr. Paul" scheint ja ein wirklich sympathischer Typ zu sein, aber ganz so viel Schwärmerei im Erzählton müsste es für mich jetzt nicht unbedingt sein. Vivian kommt mir ziemlich oberflächlich vor und wirkt, als interessiere sie sich hauptsächlich für Männer, Drinks und Partys. Wahrscheinlich tue ich ihr unrecht, denn wenn sie Journalistin ist, kann sie ja nicht komplett hirnlos sein, deshalb gebe ich ihr noch eine Chance, mich auf den restlichen 500 Seiten für sich einzunehmen ;)


    Das sie zuerst recht oberflächlich erscheint habe ich auch so empfunden. Aber bisher habe ich trotzdem viel Spaß beim Lesen.




    Bei Paul habe ich mich gefragt, wieso um alles in der Welt er nach Dienstschluss im OP-Kittel zur Post geht. Normalerweise läuft doch kein Arzt in OP-Kluft auf der Straße rum :confused:


    Doch....ein paar gehen tatsächlich mit ihrer "Arbeitskleidung" noch umher und damals war es auch noch etwas anderes.




    Ein Koffer mit rätselhaftem Inhalt ist jetzt auch kein hochorigineller Aufhänger, aber das stört mich nicht, ich mag solche Familiengeheimnisse rund um alte Fundsachen. Das ist ja schon ein Ding, dass Vivian nichts von der Existenz ihrer Tante wusste. Aber als potentielle Gattenmörderin ist diese nun auch kein Aushängeschild für eine wohlhabende New Yorker Familie. Tante Julie mochte ich übrigens ganz gerne, auch wenn die exzentrische Tante ebenfalls in vielen Familienromanen zur Standardbesetzung gehört.


    Mir hat sie auch gefallen, auch wenn Du mit dem Klischee natürlich recht hast.




    Violet erreicht mich emotional bisher noch nicht so sehr, obwohl ich ihren Karriereweg gerade in Anbetracht der Zeit, in der sie lebt, ungewöhnlich und interessant finde. Eine Frau, die studiert und Wissenschaftlerin werden will, war damals ja ein richtiges Unding. Violet wurde teilweise auch dementsprechend behandelt. Unmöglich!


    Aber sie läst sich auch so behandeln. Natürlich sage ich das jetzt als eine selbstbewusste Frau aus dieser Zeit. Ich denke damals hätte ich mich auch ähnlich verhalten.



    Ich komme mir schon ganz fies vor, dauernd an kleinen Details rumzukritteln - aber gab es 1964 schon chinesisches Essen zum Mitnehmen? Das kommt mir selbst für Amiland ungewöhnlich früh vor. Wenn ich Zeit hätte, würde ich das jetzt mal recherchieren.


    Ich habe gerade mal ein wenig Tante Google befragt, aber beim kurzen Schauen darüber leider nichts gefunde. Ich weiß aber, daß meine Eltern in den 70er Jahren schon Pizza beim Italiener mitgenommen haben und die Amis sind bei solchen Sachen ja meist deutlich schneller als wir. Und Chinatown gibt es ja auch schon recht lange im Amiland.




    Zwischen Paul und Vivian geht mir das alles ein bisschen zu schnell. Sie kennen sich kaum und sind sofort unglaublich verliebt? Hmmm :gruebel: Gerade in den "heißeren" Szenen sind mir die Beschreibungen auch ein bisschen zu kitschig :redface: Allerdings hatte Vivian nun wenigstens ein schönes erstes Mal.


    Das ist die Zeit der freien Liebe, deswegen habe ich mir darüber nicht so viele Gedanken gemacht. Wer weiß, was in den Zigaretten ist, die sie die ganze Zeit qualmen :breitgrins:.




    Im Gegensatz zu ihrer Tante. Bah. Das hat dieser Grant ja geschickt eingefädelt, sich Violets Einsamkeit zunutze gemacht, um sich dann über sie herzumachen :kotz: Die Szene an sich war schon schlimm genug, aber am allerübelsten fand ich den Moment, als er mit der Essigspülung um die Ecke kam. Dieser Wahnsinn mit Methode kann kein gutes Ende nehmen. Sobald Violet "aufwacht" und an Selbstbewusstsein gewinnt, muss sie diesen Typen doch ganz einfach verlassen.


    Vor allem ist doch klar, wenn dieser Umstand der Schwangerschafts"vorsorge" betrieben wird, daß es zu einer Schwangerschaft in diesem Buch kommen wird. Nur frage ich mich dann, was wenn, mit dem Kind passiert ist.