04 - Seite 185 bis Ende (Kapitel 35 - Ende)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 16 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von irmi_bennet.

  • Hier könnt ihr über den Inhalt von Seite 185 bis Ende (Kapitel 35 - Ende) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Michael tut mir richtig richtig leid!
    Die erste Liebe, er war ja fast schon glücklich, trotz der ganzen Probleme in seiner Familie.
    Da kommt seine Alice aus dem Urlaub zurück und hatte einen Urlaubsflirt mit einem griechischen Jungen.
    Um seinen Liebeskummer zu vergessen, schluckt Michael einige der Tabletten, die seine Mutter täglich gegen ihre Traurigkeit udn Schlaflosigkeit nimmt. Michael hat aber wohl mehrere der starken Antidepressiva eingeworfen. Oder waren das Schlaftabletten?
    Michael wird im Krankenhaus der Magen ausgepumpt und Rosemary muss sich nun endlich offenbaren.
    Ich war richtig erleichtert, dass sie Dr. "Festland" erzählt, was passiert ist.
    Dadurch, dass die Krankenschwester alles brühwarm weitertratscht, ist nun endlich auch Brian rehabilitiert.
    Es ist ja nun alles eine Frage der Zeit - dieVerhandlung naht - und am Ende kann sich Rosemary ihren Dämonen stellen und sagt aus!
    Ich dachte eigentlich, der Straftäter sei jemand von der Insel, den alle kennen.
    Das hat mich etwas enttäuscht ... andererseits war es ja auch weniger wichtig, wer das nun ist.


    Das sehr hoffnungsvolle Ende hat mir sehr gefallen!
    Brian hat einen Job und die Murrays haben ihr eigenes kleines Heim!


    Ich finde übrigens den Originaltitel des Buches sehr viel stimmiger, ( Closed doors ) denn die Geschichte endet damit, dass die Murrays die Türen ihres neuen alten Hauses hinter sich schließen, nachdem Rosemary es mit dem geschenkten Schlüssel betreten hat.

  • Ich habe gestern Nachmittag dann auch das Buch beendet und bin mit den ganzen Entwicklungen am Schluss echt zufrieden. Mich hätte es wirklich gestört, wenn es ein negatives Ende genommen hätte.


    Als Michael die Tabletten seiner Mutter nimmt, weil seine Alice einen Freund in Griechenland hat, da bin ich fast in Panik geraten, denn so etwas ist wohl kaum das Richtige für ein Kind. Zum Glück geht alles noch einmal gut, ich hatte schon Sterbeszenarien im Kopf.


    Sagt mal wie fandet ihr eigentlich das Verhalten von Krankenschwester Paula? Hat die nicht auch Schweigepflicht? Wie kann die nur alles rumerzählen, ich fand das einfach nur unmöglich. :grmpf:


    Alle sind sauer auf Rosemary, dabei sollten sie es wirklich auf den Vergewaltiger sein und nicht auf Rosemary, denn niemand weiß, ob man das ein oder andere hätte verhindern können, denn den Täter hätten sie trotz alledem erst einmal schnappen müssen.


    Die Beschreibung der Geburt und dass die Kinder das sehen wollten, das fand ich schon etwas speziell, aber gut.


    Übrigens haben die Kinder hier nun endlich agiert wie ich es erwartet habe, denn die Jungs plaudern über den Vergewaltiger und was die dem alles antun würden. Ich sag nur: Ins Gesicht pupsen. :breitgrins:


    Die Tour von Alice und Michael zum Gericht war ja schon riskant, aber irgendwie kann ich verstehen, dass die Kinder den Mann sehen wollten, der versucht hat ihre Familien zu zerstören.


    Das Ende hat mir gut gefallen, denn die Bürger entschuldigen sich mehr oder weniger bei den Frauen. Niemand ist mehr gegen Rosemary. Ich habe mich sowieso die ganze Zeit gefragt warum keiner mal darüber nachgedacht hat, dass Rosemary vergewaltigt worden ist. Es hatte erst einmal niemand Mitleid mit ihr, sondern alle gaben ihr die Schuld.


    Schön fand ich, dass Alice und Michael sich wieder vertragen und vielleicht wird ja doch noch etwas aus den Beiden. Beim Hauskauf dachte ich erst, dass sie umziehen und nicht das jetzige Mietshaus gekauft haben, aber trotzdem schön. Es sieht nach einem positiven Blick in die Zukunft aus.


    Meine Rezension erfolgt im Laufe der Woche.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Michael wird im Krankenhaus der Magen ausgepumpt und Rosemary muss sich nun endlich offenbaren.
    Ich war richtig erleichtert, dass sie Dr. "Festland" erzählt, was passiert ist.
    Dadurch, dass die Krankenschwester alles brühwarm weitertratscht, ist nun endlich auch Brian rehabilitiert.


    Das mit dem Magenauspumpen war schon heftig.


    Die Bezeichnung Dr. Festland fand ich irgendwie cool und das der Arzt so gehandelt hat und nicht einfach hingenommen hat. Der alte Arzt hätte sicher nicht so reagiert.


    Ich fand Schwester Paula einfach nur unmöglich, so etwas darf eine Krankenschwester ja wohl nicht. Die darf doch auch nicht rumerzählen, was die Patienten für Krankheiten haben... :rollen:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Das Ende hat mir gut gefallen, denn die Bürger entschuldigen sich mehr oder weniger bei den Frauen. Niemand ist mehr gegen Rosemary. Ich habe mich sowieso die ganze Zeit gefragt warum keiner mal darüber nachgedacht hat, dass Rosemary vergewaltigt worden ist. Es hatte erst einmal niemand Mitleid mit ihr, sondern alle gaben ihr die Schuld.


    Dieses Gerede im Dorf - ich glaube, das beinhaltet so eine Art Gruppendynamik. Da wird so schnell jemand vorverurteilt und ausgegrenzt. Erst Brian, dann der falsch beschuldigte Mann ( der tut mir sehr leid, er musste ja sogar die Insel verlassen ... ), Rosemary, Tricia ...
    ich denke, die Leute auf der Insel werden immer jemanden haben, über den sie tratschen und Gerüchte verbreiten.
    Das beste Beispiel ist ja Paula, die Krankenschwester, die ihren Mund nicht halten kann.


    Schließlich war das Gerede der Leute bzw. die Angst davor ( neben der Gewalttat selbst ) der eigentliche Auslöser für das ganze Unglück.


  • Dieses Gerede im Dorf - ich glaube, das beinhaltet so eine Art Gruppendynamik. Da wird so schnell jemand vorverurteilt und ausgegrenzt. Erst Brian, dann der falsch beschuldigte Mann ( der tut mir sehr leid, er musste ja sogar die Insel verlassen ... ), Rosemary, Tricia ...
    ich denke, die Leute auf der Insel werden immer jemanden haben, über den sie tratschen und Gerüchte verbreiten.
    Das beste Beispiel ist ja Paula, die Krankenschwester, die ihren Mund nicht halten kann.


    Schließlich war das Gerede der Leute bzw. die Angst davor ( neben der Gewalttat selbst ) der eigentliche Auslöser für das ganze Unglück.


    Genauso ist es. Ich lebe ja auch auf dem Dorf und da ist das genau das Gleiche. Wenn es nach den Bewohnern gehen würde, dann hätte ich schon 5 Kinder, so oft wie die mich schwanger gesprochen haben. :rollen: Dabei habe ich nicht eins. :breitgrins:


    Mit der Gruppendynamik hast du Recht. Wahrscheinlich sind alle nur froh selbst nicht betroffen zu sein.


    Und dann kann es ja vielleicht auch so sein: Lieber über andere tratschen und diese fertig machen als sich über die eigenen Probleme Gedanken zu machen...

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Ich bin auch durch - meine Güte, das geht ja noch richtig zur Sache...


    Wie sehr Michael unter der Gesamtsituation leidet, merkt man an seiner überzogenen Reaktion auf den griechischen Freund von Alice. Nimmt er doch glatt die Tabletten von seiner Ma, was für ein Schock. Sehr geschickt von der Autorin eingefädelt, dass dies dann die Initialzündung ist, um die Dinge in Gang zu setzen. Der Schock, Michael in solche Gefahr gebracht zu haben, bringt Rosemary endlich zum Reden.


    Dass es für manche jetzt zu spät ist, kriegt die Familie Murray sehr deutlich zu spüren, wie ich das schon befürchtet hatte. Diese Kluft zwischen den Murrays und den McFaddens durch die Geburtshilfe bei der unverhofften Hausgeburt von Mrs. McFadden aufzuweichen.... naja, das fand ich dann schon ein bisschen dick aufgetragen. :breitgrins: Und es dauert ja auch eine Weile, bis die beiden betroffenen Frauen dann auch wirklich miteinander reden können, und selbst das schafft nicht alles aus der Welt.


    Dass dann der Täter gefunden wird und es zum Prozess kommt, in dem nicht nur Rosemary sondern auch Luisa aussagt, finde ich eine versöhnliche Entwicklung. Aber trotzdem irre, wie die Leute so ticken; zuerst wird Rosemary verteufelt und kann ohne ihren Mann fast nirgends mehr hingehen; danach wird ihr applaudiert, als der Täter hinter Gitter kommt. Wie doof sind die eigentlich? Weder das eine noch das andere ist mir verständlich.


    Insgesamt erfährt die Familie Murray eine sehr versöhnliche Entwicklung; Rosemary darf Lehrerin werden, Brian bekommt einen Job, sogar ein Geldgewinn steht ins Haus. Schön für uns Leserinnen zu lesen, nachdem es zwischendurch ganz schön starker Tobak war. Aber auch etwas an der Realität vorbei. Egal, ich kauf der Autorin die neue Familien- und Dorfidylle schon ab, weil es halt viel schöner ist, ein Happy End zu lesen...


    Und Michael? Er hat mit seinen elf Jahren doch ganz schön was mitgemacht im Laufe der Handlung, scheint aber immer noch wie ein ganz normaler, pubertierender Elfjähriger zu ticken, jedenfalls nach außen hin. Schön dass es mit Alice wieder besser zu laufen scheint, ist ja ein Auf und Ab mit den beiden. Wie im richtigen Leben. :zwinker:

    :lesen: Brandon Sanderson - Krieger des Feuers


  • Als Michael die Tabletten seiner Mutter nimmt, weil seine Alice einen Freund in Griechenland hat, da bin ich fast in Panik geraten, denn so etwas ist wohl kaum das Richtige für ein Kind. Zum Glück geht alles noch einmal gut, ich hatte schon Sterbeszenarien im Kopf.


    Ich hab auch geschwitzt - und nicht nur wegen der Hitze... aber alles gut gegangen.



    Übrigens haben die Kinder hier nun endlich agiert wie ich es erwartet habe, denn die Jungs plaudern über den Vergewaltiger und was die dem alles antun würden. Ich sag nur: Ins Gesicht pupsen. :breitgrins:


    Ich denke, das hatte auch was Befreiendes für Michael - war ja eine witzige Szene irgendwie. :breitgrins:



    Die Tour von Alice und Michael zum Gericht war ja schon riskant, aber irgendwie kann ich verstehen, dass die Kinder den Mann sehen wollten, der versucht hat ihre Familien zu zerstören.


    Das fand ich mutig! Dass sie da hinfahren, ist ja nochmal eine ganz andere Nummer als daheim im Zimmer Sprüche klopfen.


    Genauso ist es. Ich lebe ja auch auf dem Dorf und da ist das genau das Gleiche. Wenn es nach den Bewohnern gehen würde, dann hätte ich schon 5 Kinder, so oft wie die mich schwanger gesprochen haben. :rollen: Dabei habe ich nicht eins. :breitgrins:


    Mit der Gruppendynamik hast du Recht. Wahrscheinlich sind alle nur froh selbst nicht betroffen zu sein.


    Und dann kann es ja vielleicht auch so sein: Lieber über andere tratschen und diese fertig machen als sich über die eigenen Probleme Gedanken zu machen...


    Genau das ist der Punkt; solange man über die anderen redet, steht man selbst schon nicht im Mittelpunkt. Und dann noch der Aspekt der von euch angesprochenen Gruppendynamik; wenn erstmal ein "Meinungsmacher" anfängt und auf jemandem herum hackt, dann findet er schnell Verbündete, die in die gleiche Kerbe hauen. Nur nicht gegen den Strom schwimmen und vielleicht eine andere Meinung zu dem Ganzen haben.


    Ganz schlimm finde ich allerdings, dass dies nicht die Erwachsenen alleine austragen, sondern dass man es auch auf die Kinder überträgt. Die schneiden Michael plötzlich und er muss sich von Alice im Bus schlagen lassen. :sauer: Ich hab da sehr mit ihm mitgelitten, als er darüber sinniert, wie alleine er ist und dass er nie wieder der stärkste Junge der Siedlung sein wird. Hach.

    :lesen: Brandon Sanderson - Krieger des Feuers

  • Wie auch allen anderen hat mir das positive und stimmungsvolle Ende auch sehr zugesagt. Es war so ein I-Tüpfelchen auf der ganzen Geschichte, das am Ende den Sonnenschein in ganz dicken Strahlen auf die Murrays strahlen lässt. Sehr rührend irgendwie!


    Doch zunächst ist Michael enttäuscht, dass nach Alices Urlaub alles anders ist - ganz normal in dem Alter, würde ich mal sagen und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Wegen des Schweigens seiner Mutter wird er dann gemobbt, ich allerdings finde es sehr viel schlimmer, dass Mrs McFadden Patrick Thompson fälschlich beschuldigt hat und der Arme sich ein Exil suchen musste.


    Die Murrays haben einen Glückstag:der Vater hat Arbeit und die Omi kann dauerhaft in der Kirche aushelfen, weil ihre Erzrivalin es an der Hüfte hat. Tja, so kann man es auch sehen - da ist wenigstens einer ehrlich!


    Ich musste über die Episode mit den Nackiheften lachen, das war so nett dargestellt. Alternative dazu: Fußball. Mein Mann hat mir erzählt, dass sie in den Pausen im 5. Schuljahr entweder einem beim Knutschen zugeschaut oder aber Fußball gespielt haben. Geht ja auch in die Richtung...


    Aber das Beste war die Mission von Michael und Alice am Gerichtstag! Klar, dass das sie hat. Und die Tränen in die Augen getrieben hat mir Michaels Äußerung auf S. 241 "Ich will ds Monster sehen - ich habe über ein Jahr mit ihm zusammengewohnt."


    Ja, ein sehr rundes und ergreifendes Ende!


  • Ganz schlimm finde ich allerdings, dass dies nicht die Erwachsenen alleine austragen, sondern dass man es auch auf die Kinder überträgt. Die schneiden Michael plötzlich und er muss sich von Alice im Bus schlagen lassen. :sauer: Ich hab da sehr mit ihm mitgelitten, als er darüber sinniert, wie alleine er ist und dass er nie wieder der stärkste Junge der Siedlung sein wird. Hach.


    Ich denke mal, dass die Kinder nur das machen, was ihnen von den Erwachsenen vorgelebt wird und nichts damit zu tun hat, dass sie denjenigen mögen oder nicht. Leider...


    Ich fand Alice als Charakter richtig stark, eine Raufboldin. :smile:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Ich denke mal, dass die Kinder nur das machen, was ihnen von den Erwachsenen vorgelebt wird und nichts damit zu tun hat, dass sie denjenigen mögen oder nicht. Leider...


    Genau das ist der Punkt. Leider... dumme Erwachsene. :rollen: :zwinker:



    Ich fand Alice als Charakter richtig stark, eine Raufboldin. :smile:


    Stimmt, eine Prinzessin ist sie nicht. :breitgrins:



    Aber das Beste war die Mission von Michael und Alice am Gerichtstag! Klar, dass das sie hat. Und die Tränen in die Augen getrieben hat mir Michaels Äußerung auf S. 241 "Ich will ds Monster sehen - ich habe über ein Jahr mit ihm zusammengewohnt."


    Das fand ich auch ganz stark, diese Szene!

    :lesen: Brandon Sanderson - Krieger des Feuers

  • Endlich kommt das Geheimnis ans Licht. Dazu musste erst Rosemarys eigenes Kind in Gefahr kommen und der Arzt mit dem Sozialdienst drohen. Aber immerhin ist es jetzt raus.


    Und natürlich tritt all das ein, was die Familie befürchtet hatte. Alle sind sauer auf sie, logischerweise besonders Mrs McFadden und die ganze Familie wird an allen Ecken angefeindet. Hier tat mir Michael leid, dass er den Zorn seiner Freunde abkriegt, denn er konnte doch am allerwenigsten dafür. Aber bei so was gibt es wohl eine Sippenhaft. ;)


    Ein glücklicher Zufall, dass gerade Stromausfall ist, als das Baby kommen will und außer den Murrays niemand so schnell erreicht werden kann. So können sie zumindest ein bisschen wieder gutmachen, was sie versäumt haben.


    Der Vergewaltiger kommt hinter Gitter, alle vertragen sich wieder, der Vater findet Arbeit, die Mutter hat gute Aussichten, selbst Granny ist die Nummer 1 in der Kirche - Ich muss sagen, das war mir dann ein bisschen zu rosarot.

    Liebe Grüße, Lilli


  • Ich dachte eigentlich, der Straftäter sei jemand von der Insel, den alle kennen.
    Das hat mich etwas enttäuscht ... andererseits war es ja auch weniger wichtig, wer das nun ist.


    Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es jemand von der Insel ist. Es spielt ja auch wirklich keine Rolle, wer der Typ ist. Es ging ja vielmehr um die Auswirkungen der Tat und die Auswirkungen des Verheimlichens.


    Zitat

    Das sehr hoffnungsvolle Ende hat mir sehr gefallen!
    Brian hat einen Job und die Murrays haben ihr eigenes kleines Heim!


    Das hat mir gar nicht gefallen. Das kam so aus dem Ärmel geschüttelt - Friede, Freude, Eierkuchen.




    Sagt mal wie fandet ihr eigentlich das Verhalten von Krankenschwester Paula? Hat die nicht auch Schweigepflicht? Wie kann die nur alles rumerzählen, ich fand das einfach nur unmöglich. :grmpf:


    Ja, das war wirklich unmöglich! Aber so ist das eben in einer kleinen Gemeinschaft ;)




    Wie auch allen anderen hat mir das positive und stimmungsvolle Ende auch sehr zugesagt. Es war so ein I-Tüpfelchen auf der ganzen Geschichte, das am Ende den Sonnenschein in ganz dicken Strahlen auf die Murrays strahlen lässt. Sehr rührend irgendwie!


    Da bin ich anscheinend die Einzige, der das nicht gefallen hat. Ich fand es nicht rührend, sondern eher kitschig und nicht zur vorhergehenden Erzählung passend.

    Liebe Grüße, Lilli




  • Das beste Beispiel ist ja Paula, die Krankenschwester, die ihren Mund nicht halten kann.


    Schließlich war das Gerede der Leute bzw. die Angst davor ( neben der Gewalttat selbst ) der eigentliche Auslöser für das ganze Unglück.


    Oh ja, Paula war wirklich unmöglich, da sieht sie eine alte Schulfreundin, der schlimm Gewalt angetan wurde und sie behandelt sie wie eine Verbrecherin, sie hat garantiert nicht das Recht sich ein Urteil darüber zu erlauben, besonders eine Krankenschwester sollte mehr Verständnis zeigen und da keine tadelnde Position einnehmen. Ich kann mir die Szene gut vorstellen, es ist wohl auch nicht böse gemeint, sondern entspringt einer familiären Verbundenheit zu der kleinen Gemeinde..
    --
    Das mit dem Gerede hast du gut beschrieben, sehe ich auch so!


  • Ich finde übrigens den Originaltitel des Buches sehr viel stimmiger, ( Closed doors ) denn die Geschichte endet damit, dass die Murrays die Türen ihres neuen alten Hauses hinter sich schließen, nachdem Rosemary es mit dem geschenkten Schlüssel betreten hat.


    Als ich eben die Rezi eingestellt habe, ist mir der Titel auch aufgefallen, weil ich tatsächlich auch etwas mit einer Tür geschrieben habe:
    "Nach der Arbeit ist es schon finster und so, wie man eine Haustür nicht abschließt, weil man allen vertraut, nimmt Rosemary eines Abends die Abkürzung durch den dunklen Park."

  • Was ich auch noch sehr schön fand, ist Frankie, der Hund, eine tolle Idee von Brian, ihn Rosemary zu schenken.
    Was mich zum Gericht bringt, ist euch aufgefallen, das der Täter FRANK heisst!! Frank O´Sullivan..das kann keine Absicht gewesen sein, oder?
    Aber der Hund kann ja umgenannt werden..
    Michael will dem Monster ins Auge sehen und hat dabei eine ganz tolle Einsicht, wer ihm ins Auge blicken sollte. Eine schöne und freundschaftliche Aktion von Dirty Alice, die Sache mit der Fähre etc.
    Es ist so schön, Michael so stolz zu sehen, das seine Ma das Monster zu Strecke gebracht hat, schließlich hat er ja schon lange verstanden um was es ging.
    Das Buch ist wirklich bemerkenswert, mir hat es sehr gut gefallen, ich werde es sicher ein zweites Mal lesen.
    :lesen:

  • Das Buch ist wirklich bemerkenswert, mir hat es sehr gut gefallen, ich werde es sicher ein zweites Mal lesen.
    :lesen:


    Das bleibt auch in meinem Regal stehen - und das will was heißen, die Zeiten, in denen ich Bücher gesammelt habe sind lange schon vorbei! Ich behalte nicht viele Exemplare. :winken: