02 - S. 92 - S. 184 (Kap. 11 bis einschl. Kap. 21)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von foenig.

  • Hier könnt ihr über den Inhalt von Seite 92 bis Seite 184 (Kapitel 11 - 21) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Natürlich, auch im tiefsten Afrika, hier gibt es auch Debutantinnen-Bälle. Emma blüht richtig auf, da Beryl sich im Modefragen nicht auskennt und es ihr sowieso egal ist, lässt sie Emma das Kleid und den Rest aussuchen, naja, in Reithosen zu erscheinen wäre keine gute Idee gewesen, auch nicht wenn Spitzen darauf apliziert wären. Jeder Mann hätte da gleich das Weite gesucht, aber Beryl hat ja eh schon einen Interessenten, den "nächsten" Nachbar, der ihr sogar sympathisch ist..
    (Wäre er wahrscheinlich jeder Frau dort in dieser Zeit gewesen..aber auch er ist nicht unbedingt für ein gleichberechtigtes Leben zu zweit gemacht, das wird Beryl zu schaffen machen, für sie muss die Anpassung zum Frauchen eher wie ein Rückschritt wirken.)
    Ihr Vater ist froh, das Purves ein anständiger Kerl ist, lässt aber Beryl die Wahl, wegen ihm könnte sie auch mitkommen, wohin immer es geht.
    Das Tanzen ist etwas zäh und es dauert eine Weile, bis Beryl sich darangewöhnt, aber sie ist zäh und tanzt mit vielen Männern.
    Irgendwann braucht sie frische Luft, die sie mit einer Zigarette verpesten will und geht ein paar nachdenkliche Schritte..Da trifft sie zum ersten Mal auf Denys Finch Hatton, den wir aus Jenseits von Afrika kennen, der großen Liebe von Tanja Blixen, gut, der zweitgrößten, ihre größte Liebe ist die zu Afrika. Seiner Beschreibung nach hätte man für den Film keinen besseren als Robert Redford nehmen können..
    Er und sein rotgesichtiger Freund sind schon etwas angetrunken und auch Beryl hat schon reichlich Champagner in sich, sie unterhalten sich ganz ungezwungen, sie kennen ihren Vater.
    (Da hätte ich gerne Mäuschen spielen wollen..)
    :zwinker:

  • Ach, was für ein schönes Buch, für die ganz späten Stunden, ich kann gar nicht genug davon kriegen.
    :smile:
    Die Dürreperiode verändert ein blühendes Land in eine graue staubige Erde und zwingt viele Farmer zum Aufgeben. Das schöne Leben ist karg geworden und die Schulden von Beryls Vater steigen, er muss verkaufen, trinkt zuviel.
    Die Szene mit dem Whiskey hatte schon etwas: "Ich will auch einen" - "Na gut, du hast es dir verdient"
    Zuerst wollte der Vater ihr stattdessen Wasser anbieten, doch dann merkt er wie töricht es ist, seine Tochter steht an einem Scheideweg und weiß bestimmt damit umzugehen.
    Purves und Beryl heiraten:
    Eine pompöse Hochzeit und eine wenig glamouröse Hochzeitsnacht..kein Wunder bei demvielen Alkohol.
    Irgendwann auf der Hochzeitsreise passiert es dann doch, ebenfalls unspektakulär für die junge Frau, doch sie nimmt es gelassen.
    Purves scheint ein Problem zu haben, der Alkohol verschlimmert es nur. In Bombay leben seine Eltern und Beryl ist erstaunt wie viel es dort regnet, sie findet es unfair.. Die Familie ist nicht gerade ein liebendes Beispiel, oder?
    "Sie ist ziemlich groß, beinahe unnatürlich groß!"
    Als sie wieder zurückkommen, wird das Eheleben nicht besser. Beryl möchte gerne Trainerin werden, wie es ihr Vater vorgeschlagen hat.
    Als sie Purves von ihrem Plan erzählt, lernt sie ihren Ehemann kennen, er will die Ehe nicht aufgeben, das wäre ein Skandal, wie stünde er denn da..er ist sogar eifersüchtig, auf Buller, der taub und blind geworden ist..
    Nun ja, Beryl muss erst mal mitspielen, ich bin gespannt, wie es weitergeht.

  • Beryl fährt zu D, sie will Trainerin werden und lernt alles über Pferde, Anatomie und Heilkunde eingeschlossen. Auf der Farm trifft sie Boy Lang, auch Trainer, er fühlt sich sehr angezogen von Beryl, aber sie will nur ihren Job machen, Kenia ist ein Dorf, ihr Mann würde es erfahren.
    Überhaupt ein komischer Kauz, dieser Purves, ihm ist sein Image wichtiger, Beryl muss also so tun als ob, das ist der Deal.
    Der Der Prüfer ist skeptisch, aber Beryl war gut vorbereitet, sie erhält die Lizenz.
    Sie würde diese Freude jetzt gerne mit ihrem Vater teilen, Purves freut sich nicht darüber.. Er kommt mir vor, wie ein ganz anderer Mann.
    Gut, das verpfuschte Ansehen, aber er ist so kalt und berechnend geworden..


    Auch hier ist Beryl eine Doppel-Pionierin, sie ist die erste Frau, die eine Trainerlizenz bekommen hat, wahrscheinlich auch die erste, die den Mut dazu fand und sie ist die Jüngste mit 18 Jahren.
    D vertraut ihr, die Pferde, die sie trainiert und betreut sollen beim großen Juba-Cup ganz groß gewinnen.


    Ein wirklich sehr schönes Buch, ich weiß jetzt schon, dass ich die volle Punktzahl vergebe, der Schreibstil wird sich nicht ändern und Beryls Geschichte ist schon gelebt.
    Ich warte jetzt ein paar Tage auf euch, bis bald!
    :winken:


  • Da trifft sie zum ersten Mal auf Denys Finch Hatton, den wir aus Jenseits von Afrika kennen, der großen Liebe von Tanja Blixen, gut, der zweitgrößten, ihre größte Liebe ist die zu Afrika. Seiner Beschreibung nach hätte man für den Film keinen besseren als Robert Redford nehmen können..


    Nee, ich kenne den nicht! :breitgrins: Da ich den Film "Jenseits von Afrika" nicht gesehen habe, konnte ich mit deinem Kommentar gar nichts anfangen. Ich dachte erst, dass die Autorin auch das Buch Jenseits von Afrika geschrieben hat, was dann verfilmt wurde. Nee, googeln klärte mich dann auf. :zwinker:
    Verstehe ich das richtig, dass Denys Finch Hatton und Tanja Blixen keine fiktiven Figuren sind?



    Überhaupt ein komischer Kauz, dieser Purves, ihm ist sein Image wichtiger, Beryl muss also so tun als ob, das ist der Deal.
    [...]
    Er kommt mir vor, wie ein ganz anderer Mann.
    Gut, das verpfuschte Ansehen, aber er ist so kalt und berechnend geworden..


    Ich bin mir nicht sicher, ob er so geworden ist. Ich vermute, dass er es schon immer war, aber Beryl jetzt erst feststellt. Sie kannte ihn doch vorher kaum. Sein berechnendes Verhalten hat sich auch gezeigt als er die Mühle von Beryls Vater für sehr wenig Geld gekauft hat und sich über das Schnäppchen gefreut hat. Eigentlich hätte er seinem Schwiegervater helfen sollen, indem er einen vernünftigen Preis gezahlt hätte.


    Ich würde Purves keinen Strick daraus drehen, dass ihm sein Image wichtiger ist als seine Ehe. Dass es sich um keine Liebeshochzeit handelt, war glaube ich allen klar. Jedoch haben vielleicht alle Beteiligten gehofft, dass sich die Liebe mit der Zeit entwickelt.
    Dass Purves seinen Ruf nicht verlieren möchte, kann ich sogar ein wenig nachvollziehen. Er macht schließlich mit den anderen Männern Geschäfte und als gehörnter Ehemann könnte das verlorene Ansehen sogar seinen Geschäften Verluste einbringen.
    Natürlich entschuldigt dies trotzdem nicht sein Verhalten, besonders seine Szene mit der Tür.
    Ich bin gespannt, wie Beryl ihn los wird. Denn ein erneuter Kompromiss ist eher unvorstellbar.


    Noch habe ich keine Vorstellung wie Beryl von den Pferden zu Flugzeugen kommt. Scheinbar mag sie Geschwindigkeit und die Gefahr. Jedenfalls fährt sie ganz gerne mit Ds Auto. Aber ich warte noch gespannt darauf, wann das erste Flugzeug in ihr Leben fliegt.

  • Hallo Ihr Lieben,



    Natürlich, auch im tiefsten Afrika, hier gibt es auch Debutantinnen-Bälle. Emma blüht richtig auf, da Beryl sich im Modefragen nicht auskennt und es ihr sowieso egal ist, lässt sie Emma das Kleid und den Rest aussuchen, naja, in Reithosen zu erscheinen wäre keine gute Idee gewesen, auch nicht wenn Spitzen darauf apliziert wären. Jeder Mann hätte da gleich das Weite gesucht, aber Beryl hat ja eh schon einen Interessenten, den "nächsten" Nachbar, der ihr sogar sympathisch ist..


    Das war auch mein Gedanke, dass es echt auch im tiefsten Afrika einen Debütantinnen-Ball geben muss... :rollen: Oh man! Beryl passt ja da gar nicht hinein und ich hatte ja das Gefühl, dass sie sich richtig wohl nur im Gespräch mit Denys und seinem Kumpel gefühlt hat. Als sie sich dann Hals über Kopf in die Ehe mit Jock stürzt, war ja schon fast von Anfang an klar, dass das nicht gut gehen kann. Ich habe mich nur gefragt, ob ihr Vater die Idee mit der Ausbildung zur Trainerin nicht einfach schon früher hätte fallen lassen können? Wäre es denn nicht möglich gewesen, dass sie als unverheiratete Frau sich zur Trainerin ausbilden lässt? Glücklicher wäre sie wohl allemal gewesen.



    Ich würde Purves keinen Strick daraus drehen, dass ihm sein Image wichtiger ist als seine Ehe. Dass es sich um keine Liebeshochzeit handelt, war glaube ich allen klar. Jedoch haben vielleicht alle Beteiligten gehofft, dass sich die Liebe mit der Zeit entwickelt.
    Dass Purves seinen Ruf nicht verlieren möchte, kann ich sogar ein wenig nachvollziehen. Er macht schließlich mit den anderen Männern Geschäfte und als gehörnter Ehemann könnte das verlorene Ansehen sogar seinen Geschäften Verluste einbringen.
    Natürlich entschuldigt dies trotzdem nicht sein Verhalten, besonders seine Szene mit der Tür.
    Ich bin gespannt, wie Beryl ihn los wird. Denn ein erneuter Kompromiss ist eher unvorstellbar.


    Dass Jock sein Ansehen so wichtig ist, sehe ich jetzt auch nicht so eng. Aber irgendwie habe ich fast das Gefühl, dass er schon Gefühle für Beryl hat und deswegen auch so übertrieben auf ihren Fehltritt reagiert. Denn rein prinzipiell hat ja anscheinend jeder der "feinen" Gesellschaft nebenbei irgendwo eine Affäre laufen und es gehört ja schon fast zum guten Ton den Ehepartner zu betrügen. Von daher bin ich mir da nicht so sicher, ob Jock nicht ganz einfach eifersüchtig ist... :gruebel:


    Ja, wie Beryl ihn loswerden möchte, bin ich auch schon sehr gespannt, denn ich denke weiterhin auch nicht, dass er einer Scheidung zustimmen wird. Oh man, bin ich dankbar, dass heutzutage bei uns keine Ehen mehr nur noch aus Vernunftgründen geschlossen werden bzw. eine Frau unbedingt einen Mann haben muss, sonst hat sie keinen Schutz. :rollen:



    Noch habe ich keine Vorstellung wie Beryl von den Pferden zu Flugzeugen kommt. Scheinbar mag sie Geschwindigkeit und die Gefahr. Jedenfalls fährt sie ganz gerne mit Ds Auto. Aber ich warte noch gespannt darauf, wann das erste Flugzeug in ihr Leben fliegt.


    Wie Beryl von den Pferden zu Flugzeugen kommt, darauf bin ich auch schon sehr neugierig. Bis jetzt hängt ja ihr gesamtes Herz an Pferden und ja, das einzige was sie auch gerne mag, ist Auto fahren. :breitgrins:



    Verstehe ich das richtig, dass Denys Finch Hatton und Tanja Blixen keine fiktiven Figuren sind?


    Ja, genau! Obwohl ich ja fast davon ausgehe, dass alle Figuren, die in diesem Buch vorkommen nicht fiktiv sind, da doch die tatsächliche Lebensgeschichte von Beryl erzählt wird, oder? Habe mich aber immer noch nicht über Beryl informiert und werde das auch erst nach Ende der Lektüre dann ausgiebig machen.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)


  • Nee, ich kenne den nicht! :breitgrins: Da ich den Film "Jenseits von Afrika" nicht gesehen habe, konnte ich mit deinem Kommentar gar nichts anfangen. Ich dachte erst, dass die Autorin auch das Buch Jenseits von Afrika geschrieben hat, was dann verfilmt wurde. Nee, googeln klärte mich dann auf. :zwinker:
    Verstehe ich das richtig, dass Denys Finch Hatton und Tanja Blixen keine fiktiven Figuren sind?


    Oh, Oh..du musst dir den Film ansehen..hach
    "Ich hatte eine Farm in Afrika..am Fuße des Ngong Berge.."


    Das Buch hat Karen bzw Tanja selbst geschrieben, Bror (Blix) hat sie immer Tanne genannt..


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    Einmal editiert, zuletzt von SABO ()

  • Auf der "Trainerschule" ist ihr dann doch noch ein Mann gefährlich geworden, dieser Boy..aber das war ja klar, worauf das hinausläuft, Abenteuer im Pferdestall..
    Purves hat es wohl herausbekommen und macht betrunken vor den Freunden eine Szene, er schlägt einen Nagel in seine kostbare Tür, ich bin gespannt, wie viele noch folgen werden..Die Gäste bleiben erst gar nicht über Nacht und sie verlässt am nächsten Tag die Farm,jetzt hat sie natürlich nochmals einen guten Grund die Scheidung zu verlangen.
    Langsam bekommt sie mit, wie die Beziehungsstrukturen hier so laufen..
    "Sind sie verheiratet oder leben sie in Kenia..?"
    Cockie und Baron Blixen, Cockies Mann hat auch so seine Bekanntschaften..Tanja Blixen..die gerade Besuch von Denys bekommt mit 3 Flaschen Champagner..
    :zwinker:

  • Mein Gefühl hat mich nicht getrogen und die Ehe mit Purves endet im desaströs. Im Grunde war es für Beryl die Wahl zwischen Pest und Cholera, entweder mit ihrem Vater und Emma nach Kapstadt gehen, wo sie nicht wirklich erwünscht ist, oder Jock Purves heiraten, den sie kaum kennt. Wenn Lady D. noch gelebt hätte, wäre es sicher nicht so weit gekommen und Beryl hätte noch andere Möglichkeiten gehabt :sauer:
    Dass Purves im Vergleich mit dem von Beryl so verehrten Vater nur schlecht abschneiden kann, ist klar. Ein Ratschlag ihres Vaters weist Beryl dann doch noch einen Weg aus der Misere: Sie macht ihren Schein als Pferdetrainerin, von Geschlecht und Alter her eine absolute Ausnahmeerscheinung in ihrer Zeit.
    Sehr traurig fand ich die Szene, wie sich Beryl bei "ihrem" ersten wichtigen Rennen ihren Vater herbeiwünscht - stattdessen kommt ihr leidiger Mann!! :grmpf: Ich hätte es ihr wirklich gegönnt, wenn ihr Vater als Überraschungsgast aufgetaucht wäre.


    Die gesellschaftlichen Konventionen, die schon Emma das Leben schwer gemacht haben, bekommt auch Beryl zu spüren: Ihr Mann weigert sich, einer Scheidung zuzustimmen, weil dann die Leute über ihn reden könnten. Oh Mann. Doch Beryl ist so gefordert von ihrem Job als Pferdetrainerin bei D. (da ist er wieder!! :klatschen:), dass sie gute Ablenkung von der leidigen Frage hat, wie sie Purves doch noch loswerden kann.
    Als ich im Klappentext des Buches von ihren zahlreichen Erfolgen, u.a. eben als Pferdetrainerin gelesen habe, hatte ich mir ein ganz anderes Bild von Beryl gemacht, viel unsympathischer, egozentrischer und selbstsicherer. Vielleicht kommt es noch, auch wenn das sehr schade wäre. Sie hat immer noch etwas von dem kleinen Mädchen an sich, das mit den ganzen Menschen um sich herum und ihren Ränkeschmieden überfordert ist und am liebsten wieder barfuß mit den Einheimischen durch den Busch streifen würde. Das gefällt mir.


    Durch D.'s gesellschaftliche Kontakte trifft Beryl auch Denys Finch Hatton wieder, der sie vor Jahren bei einer Zufallsbegegnung tief beeindruckt hat. Außerdem lernt sie den Rest der "Clique" kennen, Bror Blixen, Cockie Birkbeck samt Ehemann und die später als Schriftstellerin bekannte Karen Blixen. Vorhin habe ich alle Beteiligten mal gegoogelt - die Namen waren mir schon ein Begriff, aber biographische Daten hätte ich jetzt nicht nennen können - und bin immer noch ein bisschen wuschig im Kopf. Du meine Güte, da können einige heutige Hollywoodsternchen, deren Privatleben als skandalträchtig gilt, kaum mithalten. :breitgrins:



    Langsam bekommt sie mit, wie die Beziehungsstrukturen hier so laufen..
    "Sind sie verheiratet oder leben sie in Kenia..?"
    Cockie und Baron Blixen, Cockies Mann hat auch so seine Bekanntschaften..Tanja Blixen..die gerade Besuch von Denys bekommt mit 3 Flaschen Champagner..
    :zwinker:


    Ich bin gespannt, was da noch alles passiert. Und ich möchte wissen, was aus Beryls Hund Buller wird. Hat sie ihn bei ihrem Mann gelassen? :entsetzt: Geht ja gar nicht!!! Der Idiot wird den Hund aus reiner Bosheit erschießen, bin ich mir sicher! :heul:

    Einmal editiert, zuletzt von Ruby Tuesday ()


  • Und ich möchte wissen, was aus Beryls Hund Buller wird. Hat sie ihn bei ihrem Mann gelassen? :entsetzt: Geht ja gar nicht!!! Der Idiot wird den Hund aus reiner Bosheit erschießen, bin ich mir sicher! :heul:


    :sauer:
    Ja, genau, der arme Buller, die Szene war so lieb, wie sie sich in ihn hineinkuschelte und er zuerst ein wenig erschrak, weil er nicht nur blind, sondern auch taub ist..
    So hart es klingt, aber erschiessen wäre wohl das "kleinere Übel"..stell dir vor, Purves lässt ihn irgendwo allein zurück, das würde ich ihm zutrauen.. Wie hat sich Beryl das überhaupt gedacht, kümmern sich die Hausangestellten drum?
    Sie hätte ihn auch zu D bringen können..so als Löwenersatz..


  • Wie hat sich Beryl das überhaupt gedacht, kümmern sich die Hausangestellten drum?
    Sie hätte ihn auch zu D bringen können..so als Löwenersatz..


    Das habe ich mich auch gefragt. Auch ihr Pferd hat Beryl ja zurücklassen müssen, aber bis jetzt (Anfang Kapitel 3) war das alles noch kein Thema. Vielleicht kommt es ja noch. :gruebel:

  • Oje, Beryl heiratet also wirklich Jock Purves! Wie schrecklich, dass ihr fast nichts anderes übrig bleibt, da sie mit ihrem Vater nicht nach Südafrika gehen kann und als unverheiratete junge Frau auch keine anderen Möglichkeiten hat! Wie gut wir es doch jetzt im Vergleich dazu haben, wo wir doch nur noch aus Liebe heiraten können und aber gar nicht müssen, wenn wir nicht wollen.


    Dass diese Heirat keine Liebesheirat ist, ist wohl allen Beteiligten klar, aber schon die Hochzeitsreise nach Indien zeigt, dass Jock mehr am Alkohol als an seiner jungen Frau interessiert ist. Ich meine klar muss nicht jeder Mann immer nur "das Eine" wollen, aber dass Jock mit Sex so gar nichts am Hut hat, ist doch auch ungewöhnlich, oder?
    Wie dem auch sei, Beryl muss eine Möglichkeit zur Flucht vor dieser Situation suchen und findet sie bei D., wo sie sich zur Pferdetrainerin ausbilden lassen kann. Schade, dass daran vorher keiner gedacht hatte, aber wer weiß, ob eine ledige Frau diese Ausbildung überhaupt hätte machen dürfen :rollen:.
    Bei D. beginnt sie eine Affäre mit Boy. Obwohl es anscheinend allgemein so üblich ist, kann Jock sich damit nicht abfinden und provoziert eine schreckliche Szene. Ich kann ihn irgendwo schon auch verstehen, aber was hatte er erwartet? Dass Beryl ihr ganzes Leben wie eine Nonne lebt? Das hat schon bei Lady Chatterley nicht funktioniert...


    Als bekennender "Jenseits von Afrika" Fan finde ich natürlich besonders die Szenen interessant, sie von den Figuren aus Karen Blixens Buch bzw. eben dem Film bevölkert werden. Wobei es sein könnte, dass dieses Buch mir hier ein bisschen meine Illusionen rauben könnte.

    :lesen: Anthony Powell - The Kindly Ones <br /><br />Mein SUB<br />Meine [URL=https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/32348.msg763362.html#msg763362]Listen

  • Denys ist doch geflogen.. :zwinker:


    Ich denke auch, dass Beryl durch Denys zum Fliegen kommen wird. Auch andere aus der Clique, JC und seine Frau, sind der Fliegerei ja schon verfallen. Und ängstlich ist sie ja nicht...




    Oh, Oh..du musst dir den Film ansehen..hach
    "Ich hatte eine Farm in Afrika..am Fuße des Ngong Berge.."


    :flirt:

    :lesen: Anthony Powell - The Kindly Ones <br /><br />Mein SUB<br />Meine [URL=https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/32348.msg763362.html#msg763362]Listen

  • Also, sobald der Film mal wieder im Fernsehen gezeigt wird, gelobe ich hiermit, ihn mir aufzunehmen und anzusehen. :schuld: Ich bin gespannt, ob ich eure Meinung teilen werde. Bisher hatte mich der Film nämlich gar nicht interessiert und ich kannte ihn nur vom Namen her.




    Und ich möchte wissen, was aus Beryls Hund Buller wird.


    Ohje, ich bin ehrlich gesagt einfach davon ausgegangen, dass Buller nicht mehr lebt, sondern friedlich aufgrund von Altersschwäche eingeschlafen ist. Schließlich war der Hund schon ziemlich alt und die Ausbildung zur Trainerin hat bestimmt auch eine ganze Weile gedauert.
    Hier fällt mir auf, dass ich gar kein richtiges Zeitgefühl für die Ereignisse habe. Es wird nicht deutlich, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Ereignissen verstrichen ist.