Susanne Glanzner & Björn Springorum - Das Amulett der Ewigkeit

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Die Dämonin Asmodea benötigt für ihre Auferstehung das Amulett der Ewigkeit und den Kuss von zwei Liebenden, die in verschiedenen Zeiten leben. Im London des Jahres 1851 versteckt der Botenjunge Christopher ein Päckchen in Thurgoods Buchladen, das von der Schülerin Christine im Jahr 2014 gefunden wird. Sie steckt das Amulett heimlich ein, hinterlässt aber eine Nachricht, die Christopher erhält. Die beiden bleiben über versteckte Botschaften in Kontakt und verlieben sich ineinander – nicht ahnend, dass sie zu Spielfiguren in Asmodeas Plan geworden sind …


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    Der Prolog beginnt mit Dunkelheit und dem Geruch von vermodertem Holz, wir sind in der Unterwelt und begleiten jemanden, der Asmodea trifft. Einen Untergebenen, der für die Dämonin nach dem Amulett und den beiden Menschen sucht. Es beginnt also etwas düster und zugleich sehr fesselnd, auch weil meine Neugier gleich angesprochen wurde. Was war das für ein Amulett? Was für Aufzeichnungen gab es? Was ging da zwischen dem Untergebenen und seiner Herrin vor?


    Die Geschichte wird abwechselnd aus Christophers und Christines Sicht erzählt, wodurch beide Hauptfiguren und Zeiten gleichberechtigt auf mich wirkten. Susanne Glanzner hat die Christine-Kapitel geschrieben, während Björn Springorum für die von Christopher zuständig war. Mir hat dabei gefallen, dass die beiden Schreibstile so gut miteinander harmonieren. Es wirkte fast wie aus einer Feder, nur an die verschiedenen Zeiten und Schwerpunkte angepasst. Darum haben mir wohl auch beide Erzählperspektiven gleich gut gefallen, auch wenn ich ein großer Fan des Schreibstils von Herrn Springorum bin …


    Die beiden Hauptfiguren waren mir schnell sympathisch und boten Wesenszüge, mit denen ich mich leicht identifizieren konnte. Sie waren mir sehr nah, auf ganz unterschiedliche Weise. Die Briefe haben mich besonders berührt, aber auch bestimmte Orte und für mich besondere Szenen. Vor allem aber die wunderbare Romantik, die genau meinen Nerv trifft. Einfach nur schön, gefühlvoll ohne übertrieben oder kitschig auf mich zu wirken.


    Die Geschichte ist durchgehend spannend, aber auf eine leisere Art und Weise. Die Dämonin steht nicht im Vordergrund, auch wenn es natürlich unheimliche Momente gibt. Sie hat nur wenige und überwiegend kurze Auftritte – so richtig präsent war sie erst am Ende. Für mich passt das aber zu dem Roman, der vor allem eine emotionale und leise Liebesgeschichte ist. Die Suche nach einem Weg durch die verschiedenen Zeiten, verfolgt von unheimlichen Schatten.


    „Das Amulett der Ewigkeit“ war für mich eine fesselnde und berührende Lektüre, mit der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Ich liebe die Romantik, aber auch die verschiedenen Zeiten und einige Orte, mit denen London-Liebhaber sicher noch etwas mehr anfangen können. Und ich fand es wirklich angenehm, dass dieses Jugendbuch nicht so frech und voller Witze war, sondern reifer wirkte. Auch weil das einfach meinem persönlichen Geschmack entspricht.


    Bei DEM Ende hoffe ich so sehr auf eine Fortsetzung – bei der Andeutung kann man die armen Leser doch nicht ernsthaft im Regen stehen lassen! Aber bei meinem Glück gibt es die Option sicher wieder nur, wenn sich das Buch gut genug verkauft …