05 - Seite 345 bis Ende (ab Kapitel 70)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 28 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Idefix.

  • Hier könnt ihr über den Inhalt von Seite 345 bis Ende (ab Kapitel 70) schreiben.
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    LG, Dani


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  • Auch der letzte Teil hat mir gut gefallen..


    Ich hatte mich schon gewundert.. ,,Joshua hat sich halt geirrt" wäre nicht so überraschend als Ende gewesen.. Dass Max von Dennis manipuliert wurde, fand ich sehr verwunderlich, aber letztendlich doch passend.. Viele Pädophile in Max Umfeld.


    Ich hatte erst gedacht, dass Cosmo Jola weiterhin beobachtet, er dann Dennis und Jola sieht und Jola dann letztendlich rettet.. So ist es ja scheinbar nicht gekommen, aber zumindest hat Max sie gerettet. Was Jola alles durchmachen musste in diesem Buch ist ja unglaublich..


    Ein bisschen mochte ich Cosmo, natürlich nicht wegen seinen padöphilen Absichten, sondern weil er Max geholfen hat und einfach ein Bruder war.. Ich hatte mir schon gedacht, dass Cosmo Jola entführt, aber dazu ist es ja zum Glück nicht gekommen.. Das zeigt aber mal, dass er in seine alte Masche fällt, wenn er die Medikamente nicht bekommt.
    Nun überlebt Cosmo vielleicht sogar.. Der Gedanke den ich in diesem Moment hatte, war ,,Wo kommt Jola hin? Cosmo darf und kann nicht wieder in der Nähe von Jola sein.." Aber letztendlich würde er ja sowieso - wegen Verletzung der Ausgangsfrist - zurück ins Gefängnis gesteckt werden..


    Mit den Themen Pädophile, Missbrauch und Big Data / Überwachung hat Fitzek ja ordentlich brisante Themen ausgesucht.. Das fand ich gut..
    Auch, dass er im Nachwort noch mal näher darauf eingeht, finde ich gut. Und sein Beispiel zu dem Autoaufkleber ,,Todesstrafe für Kinderschänder" fand ich auch gut. Fitzek hat zum Schluss nochmal richtig zum Nachdenken angeregt..


    Von der ,,dummen" Kim hören wir nicht mehr viel.. Man, muss die sich dumm vorkommen. Sie verlässt Max und wird gleichzeitig noch von Dennis ausgenutzt.. Geschieht ihr aber auch ein wenig Recht..


    Nun weiß ich bei der Bewertung noch nicht.. 4 oder 5 Sterne? Ich habe das leichte Gefühl, etwas hat mir gefehlt, ich bin mir aber nicht sicher. Letztendlich hat mich das Buch aber begeistern können. Ich bin gespannt auf die Meinung der anderen.


  • Ich hatte erst gedacht, dass Cosmo Jola weiterhin beobachtet, er dann Dennis und Jola sieht und Jola dann letztendlich rettet.. So ist es ja scheinbar nicht gekommen, aber zumindest hat Max sie gerettet. Was Jola alles durchmachen musste in diesem Buch ist ja unglaublich..


    Ich hatte auch auf Cosmo gesetzt. Am Anfang des Abschnitts war ich schockiert und wollte nicht glauben, dass er wirklich immer noch hinter Jola her ist. Letztlich entscheidet er sich dann ja auch für den Selbstmord.
    Dass er überlebt, ist für ihn natürlich nun nicht das, was er wollte.


    Ich fand das im Nachwort sehr passend, dass man Fitzek nun dafür hassen könnte, dass er einen dazu gebracht hat, einen Pädophilen zu mögen. Gemocht habe ich Cosmo nicht, aber ich hatte schon Mitgefühl mit ihm und konnte ihn nicht mehr nur "schwarz" sehen.
    Sehr schwieriges Thema und ich finde es auch toll, wie ausführlich Fitzek da im Nachwort noch drauf eingegangen ist.


    Überhaupt mag ich das Nachwort (und die Danksagungen :breitgrins: ). Das ist richtig gut zum Runterkommen nach so einem Buch, aber auch, um nochmal nachdenklich zu machen, was gewisse Themen angeht.


    Zitat

    Von der ,,dummen" Kim hören wir nicht mehr viel.. Man, muss die sich dumm vorkommen. Sie verlässt Max und wird gleichzeitig noch von Dennis ausgenutzt.. Geschieht ihr aber auch ein wenig Recht..


    Stimmt, Kim kommt hier wirklich schlecht weg. Aber ein bisschen unfair ist das ja auch. Sie hat sich halt verliebt, dummerweise in den ganz Falschen. Dass ihre Ehe mit Max in die Brüche gegangen ist, dazu gehören meiner Meinung nach zwei, das kann man nicht allein ihr und ihrer Affäre anlasten.


    Ich hab dem Buch 4 Sterne gegeben, ich fand es spannend und rasant, aber halt auch irgendwie routiniert. Klassischer Fitzek für mich. Mag ich, hat mir gefallen, aber ist für mich jetzt kein absolutes Highlight.

    LG, Dani


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  • Überhaupt mag ich das Nachwort (und die Danksagungen :breitgrins: ). Das ist richtig gut zum Runterkommen nach so einem Buch, aber auch, um nochmal nachdenklich zu machen, was gewisse Themen angeht.


    Ja, das finde ich auch. Ich mag Nachworte sowieso sehr gerne. Bei vielen Büchern endet ein Buch einfach mit einem spektakulären Ende und dann kommt kein Nachwort.. Das ärgert mich oft, weil ich wissen will, wie der Autor über das Geschriebene denkt.



    Stimmt, Kim kommt hier wirklich schlecht weg. Aber ein bisschen unfair ist das ja auch. Sie hat sich halt verliebt, dummerweise in den ganz Falschen. Dass ihre Ehe mit Max in die Brüche gegangen ist, dazu gehören meiner Meinung nach zwei, das kann man nicht allein ihr und ihrer Affäre anlasten.


    Ja, das stimmt.. Aber ist eine Beziehung nicht sowieso schon vorbei, wenn der eine ein Kind will und der andere Partner nicht? Das würde doch immer wieder zu Streit führen, denke ich zumindest..




    Ich hab dem Buch 4 Sterne gegeben, ich fand es spannend und rasant, aber halt auch irgendwie routiniert. Klassischer Fitzek für mich. Mag ich, hat mir gefallen, aber ist für mich jetzt kein absolutes Highlight.


    Ja, das stimmt allerdings. Es ist ein klassischer Fitzek, aber für mich waren alle klassischen Fitzek Bücher 5 Sterne, zumindest die, die ich gelesen habe.
    Irgendwie war das für mich auch ein bisschen zu stark auf Max fixiert. Ich hätte mir gewünscht, dass das Programm noch auf andere angewendet wird und vielleicht noch dazu mehr (böses) passiert.. Wenn ihr versteht was ich meine, zum Teil ging es nur noch darum Jola zu retten..

  • Auch der letzte Abschnitt war super spannend und hat mir gut gefallen.


    Ich fand es interessant, dass Max jetzt quasi über das Thema doziert?


    Gewundert habe ich mich, dass Edwarts weiß, wo Cosmo ist bzw. was er macht? Ihn hatten sie doch nicht mittels des Programms überprüfen lassen, oder?
    Das sich Max durch diese Information auf das Treffen einlässt, habe ich mir schon gedacht, da er ja schon an seinem Bruder zu hängen scheint, die beiden verbindet einfach auch viel Leid aus der Vergangenheit.


    Mir wurde jedoch sehr mulmig, als die Szene mit dem nackten Cosmo, der Jola beobachtet beschrieben wird :-( er kann seine Neigungen ja ganz offensichtlich nicht unterdrücken. Seine eigene Handlung auf diese Erkenntnis finde ich schlimm, total erschreckend? Nicht, dass ich es gutheiße, aber selbst zu erkennen, dass man sich womöglich an seiner Nichte vergreift und sich dann umbringen zu wollen, weil man eben das nicht machen will oder man keinen anderen Ausweg sieht, um der Tat selbst entgegen zu wirken, ist schon sehr konsequent? Er tut mir jedoch unheimlich leid, eben weil er es als einzigen Ausweg erkennen mag.
    Für mich ist das eine seltsame Entwicklung, vermutlich weil ich im echten Leben wohl nie Mitleid haben würde, mit jemanden der sich schon aktiv an Kindern vergriffen hat.


    Mich hat Fitzek mit Dennis als weiteren Täter überrascht. Das habe ich nicht kommen sehen. Obwohl es im Nachhinein eine sehr logische Erklärung dafür gibt.


    Das Nachwort finde ich äußerst interessant und auch spannend zu sehen, wie der Autor zu seinen angesprochenen Themen steht :-)
    Manche Sachen hat er auch schon bei Lesungen erzählt :-)


    Es ist für mich nicht sein bestes Werk aber ich wurde gut unterhalten !! Ich werde 4 Punkte geben.

  • Hab das Buch nun beendet und ich bin begeistert!!!
    Die Spannung war stellenweise echt im höchsten Level.


    Der letzte Abschnitt hat noch ein wenig Klarheit was Joshua angeht gebracht! Und wir wissen nun wer hinter allem steckt!


    Leider steckt in dem letzten Abschnitt Jola schon wieder in Gefahr, doch auch dieses Mal geht es zum Glück gut aus...


    Die Auferklärung und die Klärung der Geschichte zum Ende hin ist toll gelöst, im Grunde bleiben keinerlei Fragen bei mir offen!


    Die Runde mit euch hat mir sehr gut gefallen und das Buch gab sehr viel her zum Diskutieren und Reden... :winken:
    Danke für die tolle Runde.

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.


  • Die Runde mit euch hat mir sehr gut gefallen und das Buch gab sehr viel her zum Diskutieren und Reden... :winken:


    Wobei es gegen Ende ja leider recht wenig Diskussion geworden ist - oder wartet ihr da noch auf die anderen? :zwinker:

    LG, Dani


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  • Wir sind wohl etwas auseinander getrifftet mit dem Lesen oder?

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

  • Also, Cosmo ist also immer noch an Jola interessiert. Ob ihn das anzukreiden ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte einen Pädophilen nicht verteidigen, aber solange alles nur in seiner Phantasie passiert, geschieht Jola ja nichts.


    Natürlich wird Max das anders sehen und den Umgang mit ihm nicht wünschen. Aber ich glaube nicht, dass Max sich wünscht, dass der Selbstmord von Cosmo geglückt wäre. Sicherlich ist Max der Ansicht, dass Cosmo besser auf Dauer in einer Anstalt aufgehoben ist. Eine Zukunft außerhalb von Klinikmauern wird es für Cosmo kaum geben und auf der Straße zu leben, ist sicherlich auch keine wünschenswerte Option. Cosmo würde nicht nur Gefahr laufen, straffällig zu werden. Ich gebe auch zu Bedenken, dass er manchen Gefahren durch andere zwielichtige Gestalten ausgesetzt wäre, die Pädophilen nicht gerade wohlgesinnt sind. So drücke ich das mal vorsichtig aus.


    Vielleicht es tatsächlich besser, die Blutschule dennoch zu lesen. Mich würde interessieren, ob es nur die Vergangenheit von Cosmo und Max behandelt oder ob Cosmo doch Recht hatte, gewisse Entwicklungen durch die Blutschule vorauszusehen. Also, das was Max laut dem Joshua-Programm in Begriff war zu tun.


    Ich fand aber das Joshua-Profil äußerst spannend und dass Sebastian Fitzek dieses heiße Eisen angepackt hat, finde ich bemerkenswert.


  • Also, Cosmo ist also immer noch an Jola interessiert. Ob ihn das anzukreiden ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte einen Pädophilen nicht verteidigen, aber solange alles nur in seiner Phantasie passiert, geschieht Jola ja nichts.


    Und genau das ist, wie ich finde, der springende Punkt. Natürlich ist es gesellschaftlich verwerflich, so zu denken, aber solange er keine Taten sprechen lässt, ist es noch okay..
    Nur irgendwann wird der Drang so groß, dass Taten folgen..



    Ich fand aber das Joshua-Profil äußerst spannend und dass Sebastian Fitzek dieses heiße Eisen angepackt hat, finde ich bemerkenswert.


    Finde ich auch und ich bin jetzt schon gespannt, was sein nächstes Buch thematisiert..


  • [quote='Martina','https://literaturschock.de/neuesforum/forum/index.php?thread/&postID=874065#post874065']
    Also, Cosmo ist also immer noch an Jola interessiert. Ob ihn das anzukreiden ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte einen Pädophilen nicht verteidigen, aber solange alles nur in seiner Phantasie passiert, geschieht Jola ja nichts.


    Und genau das ist, wie ich finde, der springende Punkt. Natürlich ist es gesellschaftlich verwerflich, so zu denken, aber solange er keine Taten sprechen lässt, ist es noch okay..
    Nur irgendwann wird der Drang so groß, dass Taten folgen..


    Ich denke, es ist vermutlich für die Betroffenen ein fließender Übergang, ich weiß es natürlich nicht, aber ich glaube eher nicht, dass Menschen, die betroffen sind, das selbst reflektieren können.. daher empfinde ich es als sinnvoller präventiv zu handeln. Es scheint ja nicht heilbar zu sein :-(

  • So, ich bin durch und muss sagen: Das Nachwort und die Danksagung waren wie immer super :smile:
    Aber erst einmal zum eigentlichen Abschnitt:


    Mich wundert nicht, dass die Geschichte ein großes mediales Interesse hervorruft und erst Recht nicht, dass dieses nach 2 Monaten schon längst wieder abgeflaut ist. Nach dem Prinzip hat Merkel damals bei der Fukushima-Katastrophe ihr 3monatiges Moratorium angesetzt - nach 3 Monaten hatten alle alles wieder vergessen.


    Interessant finde ich Max' Gedanken, dass Joshua in einem zweiten Schritt manipuliert werden könnte, um bestimmte Verbrechen unsichtbar zu machen. So weit hatte ich gar nicht gedacht, aber bei einer so skrupellosen Organisation liegt der Schluss eigentlich nahe.


    Cosmo hat mir wahnsinnig Leid getan. Ich würde nicht so weit gehen wie Fitzek selbst in seinem Nachwort und sagen, dass Cosmo mir ans Herz gewachsen ist, aber er tut mir Leid. Er sieht keinen Ausweg mehr aus dieser Situation, für die er nicht einmal selbst verantwortlich ist. So wie Frida und Max denke ich auch, dass es für ihn vielleicht besser wäre, zu sterben. Das ist das Einzige, was er selbst unter Kontrolle hat und sein Abschiedsbrief klingt sehr deutlich und klar. Ich hatte wirklich gedacht, dass er sich auf den Weg zu Jola machen wird. Dass er diesen Ausweg gewählt hat, finde ich stark und mutig von ihm.


    Schlimm auch die Kindheitsgeschichte von Max und Cosmo. Dass Max Cosmo wirlich angezündet hat, war ja schon klar. Aber dass er eigentlich der Dieb war, ist doppelt schlimm. Andererseits: Er war ein verängstigtes Kind und in einem Dilemma. Was hätte er tun sollen?


    Dennis hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Die arme Jola ist ja wirklich nur von kranken Menschen umgeben. Ihre leiblichen Eltern wollen sie verkaufen, ihrer Pflegemutter ist sie egal und ihr Onkel und "Stiefvater" wollen ihr etwas antun. Dennis hatte Zugang zur Wohnung und zum WLAN.
    Da frage ich mich: Es nutzen doch sehr oft mehrere Leute einen WLAN-Zugang - sollte ein so tolles Programm wie Joshua da nicht anhand der IP-Adressen sehen können, dass das der Fall ist und erst einmal ermitteln, wer in diesem Netz der Böse ist?
    Dennis hat alles gut geplant, aber übersehen, dass Joshua Max mit allen Daten versorgt hat, um ihn finden zu können. So konnte Max das Schlimmste verhindern.


    Alles in allem ein sehr spezielles Buch mit mehreren schwierigen Themen. Das muss ich erst einmal alles sacken lassen, bevor ich eine Rezi schreibe.



    Zum Nachwort:
    Dass Padöphile oft darum wissen, dass ihre Neigungen falsch sind, finde ich plausibel. Falls jemand von euch mehr dazu hören möchte, dem empfehle ich dieses Gespräch von Jürgen Domian mit einem Pädophilen (hatte ich in einem früheren Abschnitt auch schon mal erwähnt).
    Ansonsten möchte ich euch ebenso wie Fitzek das Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" ans Herz legen. Das Buch ist sehr schockierend, gerade weil es um wahre Fälle und Statistiken geht.
    Lachen musste ich bei Fitzeks Geschichte zur elektronischen Fußfessel für Kinder :breitgrins:


  • Stimmt, Kim kommt hier wirklich schlecht weg. Aber ein bisschen unfair ist das ja auch. Sie hat sich halt verliebt, dummerweise in den ganz Falschen. Dass ihre Ehe mit Max in die Brüche gegangen ist, dazu gehören meiner Meinung nach zwei, das kann man nicht allein ihr und ihrer Affäre anlasten.


    Ich würde Kim auch nicht so einseitig sehen. Sie hat sich in den Falschen verliebt, das kommt vor. Sie ist uns durch ihre Aussagen über Jola so umsympathisch geworden, deshalb fällt es uns schwer, bei ihr objektiv zu bleiben. Im Endeffekt ist sie aber die Verliererin in diesem Buch.


    Ja, das finde ich auch. Ich mag Nachworte sowieso sehr gerne. Bei vielen Büchern endet ein Buch einfach mit einem spektakulären Ende und dann kommt kein Nachwort.. Das ärgert mich oft, weil ich wissen will, wie der Autor über das Geschriebene denkt.


    Fitzeks Nachworte und Danksagungen gefallen mir genrell sehr gut. Da ist immer noch eine Anekdote oder etwas zum Nachdenken drin.



    Ich fand es interessant, dass Max jetzt quasi über das Thema doziert?


    So wie ich das verstanden habe, ist er nicht wirklich Dozent, sondern erzählt eben ab und an von seinen Erfahrungen und gibt Interviews.



    Gewundert habe ich mich, dass Edwarts weiß, wo Cosmo ist bzw. was er macht? Ihn hatten sie doch nicht mittels des Programms überprüfen lassen, oder?


    So wie er es geschildert hat, haben sie ihn wohl doch überprüft. Macht ja auch doppelt Sinn: Er ist die Zielgruppe Joshuas (wird voraussichtlich in der Zukunft (wieder) Täter) und er ist der Bruder von Max und vielleicht haben sie ihn auch aufgrund dessen beobachtet.



    Mit den Themen Pädophile, Missbrauch und Big Data / Überwachung hat Fitzek ja ordentlich brisante Themen ausgesucht.. Das fand ich gut..
    Auch, dass er im Nachwort noch mal näher darauf eingeht, finde ich gut. Und sein Beispiel zu dem Autoaufkleber ,,Todesstrafe für Kinderschänder" fand ich auch gut. Fitzek hat zum Schluss nochmal richtig zum Nachdenken angeregt..


    Das stimmt. Und gerade die Anmerkungen und Infos im Nachwort tragen noch einmal viel dazu bei, dass man das Buch nicht einfach beiseite legt und sich direkt unbekümmert der nächsten Lektüre widmen.


    Apropos... Es ist zwar etwas Off Topic, aber ich möchte gerne meine Gedanken mit euch teilen:
    Als ich gestern Abend die Bilder aus Paris im Fernsehen gesehen habe, fiel mir auch dieses Buch dazu ein. Ob Joshua wohl solche Anschläge verhindern könnte? Im Idealfall ja, aber praktisch gibt es einfach so viele Faktoren bei Verbrechen, die ein Programm niemals alle hunderprozentig verarbeiten oder berücksichtigen könnte.
    Außerdem gab es hier in dem Buch diesen Abschnitt, in dem Max darüber nachdenkt, dass wir nur durch Verdrängung und dadurch, dass wir die Dinge nicht in ihrer ganzen Schrecklichkeit an uns heranlassen, überhaupt weiterleben können. Auch das ist seit gestern traurigerweise mal wieder sehr aktuell. :traurig:


  • Apropos... Es ist zwar etwas Off Topic, aber ich möchte gerne meine Gedanken mit euch teilen:
    Als ich gestern Abend die Bilder aus Paris im Fernsehen gesehen habe, fiel mir auch dieses Buch dazu ein. Ob Joshua wohl solche Anschläge verhindern könnte? Im Idealfall ja, aber praktisch gibt es einfach so viele Faktoren bei Verbrechen, die ein Programm niemals alle hunderprozentig verarbeiten oder berücksichtigen könnte.


    In Frankreich gibt es schon seit Jahren die Vorratsdatenspeicherung... entweder, die Programme sind noch nicht "gut" genug oder sie sind einfach nicht das richtige Mittel zur Terrorismusbekämpfung. Ich glaube eher letzteres.

    LG, Dani


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  • In Frankreich gibt es schon seit Jahren die Vorratsdatenspeicherung... entweder, die Programme sind noch nicht "gut" genug oder sie sind einfach nicht das richtige Mittel zur Terrorismusbekämpfung. Ich glaube eher letzteres.


    Ich stelle mir das auch nicht einfach vor, selbst mit Vorratsdatenspeicherung...
    Trotzdem schrecklich, dass soetwas passiert. Schön, wenn man sowas verhindern könnte.

  • So, heute hatte ich in aller Ruhe den letzten Abschnitt beendet.


    Letztendlich hat Joshua eine Vergewaltigung vorhergesehen, doch es der falschen Person zugeordnet, da Dennis sich in Max' Netzwerk reingehackt hat, und darin sehe ich eine Gefahr, das möglicherweise Unschuldige unter Verdacht geraten, wenn andere ihre Daten missbrauchen, was Dennis hier ja getan hat.
    Und dass er sich an Kim rangeschmissen hat um an Jola ranzukommen, ist ja mehr als übel.


    Vielleicht wird die Kriminalitätsrate gesenkt, aber die Kriminellen sind doch auch nicht blöd und am Ende wird es vielleicht so enden, das viel mehr unschuldige Leute im Gefängnis landen, weil immer mehr Verbrecher sich in fremde Netzwerke einhacken oder werden noch vorsichtiger. Eine niedrigere Kriminalitätsrate könnte ja genauso gut bedeuten, das durch das Mitdenken der Täter viel mehr Verbrechen gar nicht aufgedeckt bzw. erkannt werden oder es halt die Falschen trifft.


    Ich dachte anfangs auch, Cosmo könnte rückfällig gewesen sein, doch dass er sich selbst umbringen wollte, aufgrund seiner Neigungen, hatte ich nicht gedacht. Führ ihn gab es nur noch diesen Ausweg aus diesem Teufelskreis.


    Das ausführliche Nachwort von Fitzek fand ich sehr interessant und regt nochmal verstärkt zum Nachdenken hat, er hat hier ein aktuelles Thema aufgegriffen und es in einen spannenden Thriller verpackt.

  • Ich sehe auch die Gefahr des Missbrauchs eines solchen Programmes, wie hier angesprochen. Wenn es ein allmächtiges Programm gibt und eine Gruppierung, die da den Daumen drauf hat - dann können die entscheiden, welche Verbrechen stattfinden und welche nicht. Eine Macht, die ich keiner Regierung und ganz sicher keiner wirtschaftlich ausgerichteten Organisation gerne überlassen sehen möchte!

    LG, Dani


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  • Vielleicht wird die Kriminalitätsrate gesenkt, aber die Kriminellen sind doch auch nicht blöd und am Ende wird es vielleicht so enden, das viel mehr unschuldige Leute im Gefängnis landen, weil immer mehr Verbrecher sich in fremde Netzwerke einhacken oder werden noch vorsichtiger.


    Das denke ich mir oft jetzt schon... z.B. durch Internetcafes oder offene Netzwerke gibt es die Möglichkeit, relativ anonym im Internet aktiv zu werden. Wer da wirklich etwas Verbotenes vorhat, muss das ja nicht von seinem Privatrechner zu Hause aus machen.



    Ich sehe auch die Gefahr des Missbrauchs eines solchen Programmes, wie hier angesprochen. Wenn es ein allmächtiges Programm gibt und eine Gruppierung, die da den Daumen drauf hat - dann können die entscheiden, welche Verbrechen stattfinden und welche nicht. Eine Macht, die ich keiner Regierung und ganz sicher keiner wirtschaftlich ausgerichteten Organisation gerne überlassen sehen möchte!


    Da stimme ich dir voll und ganz zu. Wobei es auch mit mehreren Programmen und mehreren Organisationen nicht viel besser wäre. Es reicht ja, bei einem davon versehentlich auf einer schwarzen Liste zu landen.. :rollen:


  • Ich sehe auch die Gefahr des Missbrauchs eines solchen Programmes, wie hier angesprochen. Wenn es ein allmächtiges Programm gibt und eine Gruppierung, die da den Daumen drauf hat - dann können die entscheiden, welche Verbrechen stattfinden und welche nicht. Eine Macht, die ich keiner Regierung und ganz sicher keiner wirtschaftlich ausgerichteten Organisation gerne überlassen sehen möchte!


    Das will ich auch keinem überlassen. :sauer:

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  • Gleich zwei Täter mit pädophilen Neigungen werden uns hier präsentiert, wobei der Eine sich selbst richtet und der Andere es tatsächlich getan hätte und sogar verantwortlich für die falschen Spuren in Richtung Max war. Das hatte ich ja ganz zu Anfang, ich glaube es war im zweiten Abschnitt, schon einmal vermutet, aber dann ist es irgendwie wieder in den Hintergrund gerückt.
    Es bleibt also dabei, dass Joshua nicht alles richtig verarbeitet und erkennt.
    Allerdings hat Max hier sehr gut aufgepasst und bei Edwards dann eins und eins zusammengezählt. Diese kleinen Details mit der Laube und deren Lage, sogar der genauen Flurstücksbezeichnung, muss er wirklich gut abgespeichert haben. Aber sicher hat ihn die Frage wie Joshua auf ihn gekommen ist auch ständig beschäftigt.


    Es stimmt schon, dass man als Leser hier Cosmo irgendwie ins Herz schließt, obwohl er ein Täter ist. Aber ich finde das aufgrund seiner Handlungen auch durchaus verständlich. Wie man einen Menschen und dessen Handeln beurteilt hängt ja oft auch davon ab wie viel man über ihn und sein Leben weiß.

    Lesen ist meine Leidenschaft