Sebastian Fitzek - Das Joshua-Profil

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Max Rhode ist Schriftsteller. Sein Debütroman „Die Blutschule“ war ein Bestseller, doch seitdem kann er beruflich nicht mehr an den Erfolg anknüpfen. Sein Bruder ist ein verurteilter Sexualstraftäter. Die Ehe mit seiner Frau Kim steht kurz vor dem Aus. Alles in allem kein besonders toller Zustand. Aber da ist noch seine Pflegetochter Jola, die ihm mit ihrer Intelligenz und Aufgewecktheit immer große Freude bereitet. Umso schlimmer wird es für Max, als Jola angeblich durch sein Verschulden zu Schaden kommt und noch dazu das Jugendamt auftaucht und vorhat, Jola wieder zu ihren leiblichen Eltern zurückzugeben.


    Was haben all diese Ereignisse mit dem mysteriösen Selbstmörder zu tun, der Max zu sich ans Sterbebett gerufen hat und ihn eindringlich davor gewarnt hat, nicht straffällig zu werden? Wer oder was ist Joshua, vor dem der Sterbende Max gewarnt hat?


    Nachdem ich eine Woche zuvor „Die Blutschule“ gelesen habe und von diesem Fitzek unter Pseudonym eher enttäuscht war, war ich nun natürlich umso neugieriger auf „Das Joshua-Profil“. Und hier wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht, schon der Einstieg gestaltet sich rasant und rätselhaft und genauso geht es auch weiter. Das Tempo ist von Anfang an hoch und wird immer wieder weiter gesteigert. Es werden viele spannende und teilweise erschreckende Themen angeschnitten, über die man nachdenken und diskutieren kann. Im Nachwort geht der Autor hier auch noch auf einiges im Detail ein und auch die Danksagungen sind bei Fitzek immer äußerst unterhaltsam.


    Ob die Story an sich aber nun glaubwürdig und bis ins letzte Details logisch ist, kann man sicher ebenfalls diskutieren. Aufgrund des rasanten Tempos der Handlung bleibt meist nicht viel Zeit zum Hinterfragen. Im Nachhinein gab es für mich schon die eine oder andere Logiklücke, wo ich mir noch etwas mehr Erklärung und Beschreibung gewünscht hätte, aber während der Lektüre selbst wollte ich einfach immer nur wissen, wie es weitergeht und was als nächstes passiert und habe mich daher nicht mit solch kleinen Kritikpunkten aufgehalten und auch über eher unwahrscheinliche Zufälle hinweggesehen.


    Insgesamt für mich ein spannender Pageturner, aber auch ein relativ routinierter Fitzek und daher kein absolutes Highlight.


    Die Marketingmaßnahmen in Zusammenhang mit „Die Blutschule“ fand ich amüsant. Man muss das unter Max Rhode veröffentlichte Buch nicht zwingend lesen, wer es doch tun will, dem empfehle ich, es vor dem Joshua-Profil zu lesen, dann greifen die Bücher besser ineinander.


    4ratten

    LG, Dani


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  • Rezension ,,Das Joshua Profil" von Sebastian Fitzek


    Mit ,,Das Joshua Profil" hat Sebastian Fitzek wieder einen Pageturner geschrieben. Das Buch ist mit 432 Seiten am 26.10.15 im Lübbe Verlag erschienen.


    Inhalt:
    Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist. (Klappentext)


    Autor:
    Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sein aktueller Roman Passagier 23 wurde im Oktober 2014 bei Droemer Knaur veröffentlicht. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin. (Lovelybooks Autoreninfo)


    Cover:
    Das Cover gefällt mir gut. Durch die ähnliche Farbwahl passt es auch gut zur ,,Vorgeschichte" die Blutschule. Deuten würde ich, dass die Fäden in den Händen symbolisieren, dass irgendjemand oder -etwas die Fäden für ein Leben in den Händen hält.


    Charaktere:
    In ,,Das Joshua Profil" hat Fitzek eine vielzahl von interessanten Charakteren erschaffen.
    Allen voraus geht Max Rhode, die Hauptperson in diesem Buch. (und zugleich ,,Autor" des Buches ,,Die Blutschule")
    Max Rhode ist ein soweit sympathischer Mann, der mit Freundin und Pflegekind Jola zusammenlebt. Er kämpft immer für seine Tochter, auch wenn sein eigenes Leben bedroht ist.
    Max hat eine schwierige Vergangenheit, die in dem Buch auch noch mehr beleuchtet wird.
    Jola, Max's Pflegekind, kommt im Laufe des Buches in mehrere Schwierigkeiten, dabei ist sie nur ein 10 Jahre altes Kind und muss somit mehr erleben, als ihr lieb ist.
    Dann ist da auch noch Cosmo, ein verurteilter Pädophiler und zugleich der Bruder von Max Rhode. Lange nicht gesehen, begegenen sich die beiden, da Cosmo Freigang hat, aber trotzdem noch mit Medikamenten gegen seine Pädophilie behandelt wird.
    Die anderen Charaktere wurden auch gut und authentisch dargestellt und die Personendarstellung hat mir somit gut gefallen.


    Meine Meinung:
    Da mich ,,die Blutschule" nicht vollends begeistern konnte, freute ich mich erstmal nicht so sehr auf ,,das Joshua Profil". Komischerweise sind die beiden Bücher ziemlich unterschiedlich. So erinnert ,,die Blutschule" kaum an den normalen Fitzek, man könnte fast sagen, es hätte eine andere Person geschrieben. Mir wäre zumindest nicht eingefallen, dass hinter dem Max Rhode Fitzek steckt, wenn da nicht der Kleber mit der Aufschrift ,,Fitzek" drauf gewesen wäre.
    Zum Glück hat mir sein neuestes Buch besser gefallen.


    Mit dem gewohnten Fitzek-Schreibstil schafft er eine ordentliche Portion Spannung, und das sogar bei den ersten Seiten.
    Es sind wohl auch die Themen, die dazu beitragen, dass das Buch so spannend zu lesen ist. Big Data und Predictive Policing sind nur zwei von vielen spannenden bzw. brisanten Themen, die Fitzek auch gut ausleuchtet, sodass man seine Gedanken zu dem Thema versteht.
    Schade fand ich allerdings, dass es später vermehrt darum ging, Jola zu retten, als das Fitzek auf die technologischen Themen eingeht. Für mich hätten diese brisanten Themen mehr Tiefe haben können, gerade auch, weil es uns alle betrifft.


    ,,Fast jedes große Unternehmen sammelt Daten über seine Kunden. [...] Mit jeder Tiefkühlpizza, die in Ihrem Einkaufswagen landet, hinterlassen Sie beim bargeldlosen Bezahlen oder bei der Benutzung einer Kundenkarte eine digitale Datenspur, die für sich alleine genommen noch nicht sehr aufschlussreich ist. Doch wenn Sie regelmäßig Fertiggerichte konsumiere, müssen sie sich nicht wundern, wenn demnächst Werbung für Fastfood in ihrem Briefkasten liegt." S. 232


    Interessant fand ich, wie Fitzek die ganzen Themen miteinander verwerbt. So werden auch die eher nicht so schönen Themen wie Missbrauch, Vergewaltigung oder Pädophilie behandelt, aber nicht zu nah beschrieben.


    In dem Buch lernt man auch vieles dazu, nicht nur über die schon oben genannten Themen zur Überwachung, sondern auch ganz nebensächliches, z.B dass es in Berlin 34 Inseln gibt (was ich nicht wusste) und z.B, dass es Schusswaffen mit biometrischer Sicherheit gibt, sodass nur der Besitzer mit der Waffe schießen kann.
    Ich mag es immer unheimlich gerne, wenn man bei einem guten Buch - wenn auch etwas Nebensächliches - dazulernt.


    Nun wurden wir zumindest in diesem Buch aufgeklärt, was es mit Max Rhode auf sich hat. Die PR-Idee war vielleicht nicht die beste, weil ,,die Blutschule" nicht so überzeugen konnte, aber trotzdem interessant, da der Leser in ,,Das Joshua Profil" die Hintergründe zu Max Rhode erfährt.


    ,,Der Mensch verdrängt. In jeder Stunde seines Daseins. Sonst wäre er nicht überlebensfähig. Würden wir uns dem Grauen stellen, das sich jeden Morgen allein auf den Startseiten der Nachrichtenportale vor uns ausbreitet, wären wir nicht mehr in der Lage, ein normales Leben zu führen. Wie könnten wir lachen, lieben, arbeiten, essen, in den Urlaub fahre in dem ständigen Bewusstsein zum Beispiel, dass allein in Deutschland jährlich zweihunderttausend Kinder brutal misshandelt werden?" S. 281


    Ein Pluspunkt war auch, dass Fitzek im Nachwort auf sein Werk eingeht und seine Sichtweisen dazu erklärt. Ich mag es immer sehr gerne, wenn ein Autor dies macht, denn wenn ich von so brisanten Geschehen lese, möchte ich gerne den Standpunkt des Autors kennenlernen.


    Letztendlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein typischer Fitzek mit vielen brisanten Themen. Für mich hätten diese aber noch mehr behandelt werden können. Ein gutes, typisches Buch von ihm, das überzeugt, jedoch nicht auf ganzer Linie.
    Wer überlegt ,,Das Joshua Profil" und ,,Die Blutschule" zu lesen, sollte unbedingt mit letzterem anfangen, denn der Lesespaß könnte sonst verdorben sein, denn in ,,Das Joshua Profil" wird relativ viel gespoilert.
    Ich möchte gerne 4,5 Sterne geben.


    4ratten


  • (Lovelybooks Autoreninfo)


    tsss :breitgrins:
    Die Info würde ich ja neutralerweise beim Verlag kopieren - wobei ich persönlich diese Infos in einer Rezension immer total uninteressant finde, aber egal, das ist ein anderes Thema :zwinker:

    LG, Dani


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  • tsss :breitgrins:
    Die Info würde ich ja neutralerweise beim Verlag kopieren - wobei ich persönlich diese Infos in einer Rezension immer total uninteressant finde, aber egal, das ist ein anderes Thema :zwinker:


    :breitgrins: Werde ich nächstes mal machen..
    Bei der Autoreninfo bin ich mir auch immer sehr unsicher und weiß nicht, ob diese nötig ist? Werde ich auch noch mal überdenken. :smile:

  • Für mich ist die Autoreninfo auch zweitrangig, mich interessiert an einer Rezension im wesentlichen eine kurze Inhaltsangabe und natürlich die Meinung des Lesers.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Und deine Rezis, Meteorit, sind ja schon recht ausführlich - für mich braucht es da nicht noch "Füllmaterial" in Form der Autoreninfo.


    Zu zitierten Klappentexten vs. eigener Inhaltsangabe haben wir irgendwo schon mal ausführlich diskutiert, da gehen die Meinungen auch auseinander :zwinker:

    LG, Dani


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  • Und deine Rezis, Meteorit, sind ja schon recht ausführlich - für mich braucht es da nicht noch "Füllmaterial" in Form der Autoreninfo.


    Zu zitierten Klappentexten vs. eigener Inhaltsangabe haben wir irgendwo schon mal ausführlich diskutiert, da gehen die Meinungen auch auseinander :zwinker:


    Ok vielen Dank für euer Feedback. Sowas finde ich immer gut, wenn man mir sowas sagt. :smile:
    Die Autoreninfo lasse ich nächstes mal gleich raus.


    Mit einer eigenen Inhaltsangabe tue ich mir immer schwer, weil ich manchmal zu viel spoiler oder unnötige Informationen reinschreibe (das ist das gleiche, was mir auch in Deutscharbeiten widerfährt *hust*) :D

  • Schön, dass du es nicht als Kritik auffasst!


    In diesem Thread haben wir über Inhaltsangaben (und anderes) diskutiert, falls es dich interessiert.


    Und was die Spoiler angeht: ich habe da schon ganz schreckliche in offiziellen Klappentexten gelesen :entsetzt:
    Zum Glück habe ich ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis und lese so viel, dass solche Spoiler meist schnell wieder vergessen sind, aber ich überfliege Klappentexte daher oft auch nu ganz vorsichtig!

    LG, Dani


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  • Max Rhode - der Autor von "Die Blutschule" - gerät durch ungünstige Zusammenhänge in die Fänge des Joshua Profils.
    Das Besondere hierbei, das sollte man vielleicht erst erwähnen ist: Das das Buch von Max Rohde auch veröffentlicht wurde - natürlich geschrieben von Sebastian Fitzek! Es ist der Bestseller, den der besagt Max Rhode im "Joshua-Profil" geschrieben hatte.
    Man muss "die Blutschule" jedoch nicht gelesen haben um "Das Joshua-Profil" zu verstehen, aber in kleinen Teilen, greifen die Bücher schon ineinander über. Im allgemeinen finde ich es auf jeden Fall eine geniale Idee.
    Aber hier geht es ja nun um "Das Joshua-Profil"!


    Also Max Rhode - landete mit "Die Blutschule" einen Bestseller, doch leider blieb der Erfolg bei den nachfolgenden Büchern aus, die Ehe ist am Ende, sein Bruder ist ein pädophiler Sexualstraftäter und auch ansonsten steht das Leben von Max ziemlich Kopf!
    Als dann das Jugendamt auftaucht und Jola - seine Pflegetochter - zurück zu ihrem leiblichen Eltern führen will, sieht Max rot!
    Doch was hat das alles mit dem Joshua-Profil zu tun?
    Und warum wird Max davor gewarnt, dass er sich unter keinen Umständen strafbar machen darf???


    Um nicht allzuviel zu spoilern mach ich hier auch einen Schnitt... Ich bin absolut begeistert von dem Buch, welches meine Erwartungen vollkommen erfüllt hat. Ein "echter Fitzek" eben!
    Die Spannung war stellenweise nicht mehr zu übertreffen! Und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen!
    Schon die Einführung in das Buch war sehr rätselhaft und spannend. Gleich zu Anfang kam es zu Verwirrungen und man wusste irgendwann gar nicht mehr welche Person nun auf welcher Seite stand.
    In dem Buch werden viele aktuelle Themen angesprochen und dargestellt... Und auch im Nachwort kann man noch einiges über die Gedankengänge des Autors erfahren.


    Insgesamt ein spannender Thriller, nach den "typischen Fitzek Merkmalen".
    4ratten

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

  • Max Rhode ist ein nicht sehr erfolgreicher Schriftsteller und Adoptivvater der jungen Jola. Da erhält er eines Tages einen merkwürdigen Anruf aus einer Berliner Klinik. Seine Neugierde treibt ihn dazu, diesen Anrufer in einem Berliner Krankenhaus aufzusuchen. Er hätte das lieber gelassen, denn es warten nur schreckliche Prophezeihungen auf ihn. Ob diese eintreffen werden?


    Seine Pflegetochter Jola wird angegriffen und entführt. Jemand scheint es nicht nur auf sie, sondern auch auf Max abgesehen zu haben und er sieht sich vielen Vorwürfen ausgesetzt. Zu allem Überfluss taucht noch sein Bruder Cosmo auf, der wegen seiner pädophilen Neigungen in Behandlung ist und in einer psychiatrischen Anstalt einsitzt.


    Die Geschichte wird aus der jeweiligen Perspektive der Protagonisten erzählt. Dies sind neben Max natürlich sein Bruder Cosmo sowie Max Ehefrau und die Paketzustellerin Frida. Die Story an sich ist spannend und fesselnd. Mit einem guten Blick fürs Detail von Sebastian Fitzek kann man sogar Sympathie für Cosmo empfinden.


    Sebastian Fitzek hat ein Fingerspitzengefühl für brisante, aktuelle Themen. Nach meiner Ansicht handelt es sich auch bei um Das Joshua-Profil um einen Psychothriller, der klar im Aufbau ist und Sebastian Fitzek hat wieder einen Pageturner geschrieben. 4ratten

  • Zum Inhalt:


    Max Rohde, ein mehr oder weniger erfolgreicher Schrifsteller, dessen Ehe am Ende scheint und eine Pflegetochter namens Jola aufgenommen hat, ist bisher nicht straffällig geworden, im Gegensatz zu seinem Cosmo, der in der psychiatrischen Anstalt einsitzt.
    Aber es gibt jemanden, der ihm warnt, kein Verbrechen zu begehen, denn dann würden sich Joshuas Vorhersagen bestätigen.


    Meine Meinung:


    Mit "Das Joshua Profil" hat uns Sebastian Fitzek wieder einen spannenden Thriller vorgelegt.


    Die Figuren haben mir allesamt zugesagt, allen voran Max Rohdes' Pflegetochter Jola, die hier Stärke bewiesen hat und wie auch andere Figuren des Romans eine dramatische Kindheit hinter sich hat. Nur Max' Ehefrau Kim wirkte auf mich ein wenig blass.


    Fitzeks Stil war wieder flüssig und rasant, er konnte wieder schnell Spannung aufbauen und bis zum Ende halten. Und durch das Tempo kam man nicht so oft zum Durchatmen.


    In einem ausführlichen Nachwort widmet sich Sebastian Fitzek seinen angesprochenen Themen und legt uns seine Meinung bzw. Beweggründe dar, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, dadurch wird der Leser nochmals zum Nachdenken angeregt, um sich seine Meinung über das Thema zu bilden.


    Wenn man über den einen oder anderen Logikfehler hinwegsieht, war es alles in allem ein toller Thriller, der begeistert. Nachdem "Blutschule" bei mir durchgefallen ist, bin ich von diesem Roman begeistert.

  • Klappentext:



    "Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist."


    Meine Meinung:


    Das Cover ist farblich ansprechend gestaltet und spricht mich an. Man sieht zwei Hände, die gegenüber voneinander ein bestimmtes Muster mittels einer Schnur gebildet haben. Die Hände sind weiß und setzen sich genau wie die rote Schrift sehr gut vom schwarzen Hintergrund ab.
    Man könnte es so interpretieren, dass die Schnur für das Leben eines Menschen steht, als hielte man das Leben eines anderen in den Händen.



    Die Themen, die der Autor hier anspricht, finde ich sehr spannend.
    Er beschäftigt sich durch diesen Thriller mit der Überwachung und Kontrolle der Menschen, im Speziellen mit Verbrechen, die in Zukunft verübt werden. Ebenfalls thematisiert Sebastian Fitzek einmal mehr die Misshandlung von Kindern. In diesem Zusammenhang spricht er auch das krankhafte sexuelle Interesse an Kindern an und die Behandlung/Therapie dieser Erkrankung.
    Es sind ernste aber auch aktuelle Themen, die uns alle im Alltag berühren, wenn gleich zumeist durch die Presse.


    Max ist zugleich Protagonist im "Joshua Profil" und Autor des Buchs "Die Blutschule". Beruflich ist Max nicht sehr erfolgreich, sondern hatte nur mit "Die Blutschule" nennenswerte Erfolge, die er sich selbst jedoch nicht erklären kann.
    Mir war Max gleich sehr sympathisch. Er liebt seine Pflegetochter Jola über alles und würde alles für sie tun, auch sein eigenes Leben aufs Spiel setzen. Er ist ein wenig vergesslich, lebt etwas in seiner eigenen Welt, versucht sich aber immer genügend Freiräume für seine Tochter zu schaffen. Max wünscht sich nichts mehr als ein glückliches Kind und eine gute Beziehung zu Jola, da er selbst eine schlimme Kindheit hatte.


    Cosmo, Max Bruder, hat ebenfalls eine schwierige und traumatische Kindheit hinter sich. Bei ihm haben die Ereignisse seelisch Wunden hinterlassen. Er wurde selbst straffällig und wird aktuell wegen seiner pädophilen Neigungen in einer Psychiatrie behandelt. Anfangs war er mir unheimlich, muss ich sagen. Im Laufe der Handlung empfand ich ehrlich gesagt, immer mehr Mitgefühl für ihn. Zumal das Verhältnis zwischen den beiden Brüdern mit dem Fortschreiten der Geschichte auch enger und besser wird.


    Auch Jola war mir sofort sympathisch. Sie ist ein zehnjähriges, doch recht kesses, junges Mädchen. Mir haben ihre Art zu denken und ihr Humor gefallen.
    Die weiteren Charaktere sind alle interessant gestaltet worden.


    Die Handlung wird hauptsächlich aus Max Sicht, also aus der Ich-Perspektive, stellenweise aber auch aus Jolas Sicht, in der dritten Person, erzählt.
    Wie gewohnt, fällt es Sebastian Fitzek nicht schwer konstant Spannung aufzubauen. Er hat mich ziemlich schnell in den Bann des Buches gezogen, so dass ich Mühe hatte, es wegzulegen. Der Autor baut gekonnt unerwartete Wendungen in der Handlung ein, die den Spannungsbogen nochmal ansteigen lassen. Besonders gut gefallen mir die sehr bildlichen Beschreibungen der Gefühle und Situationen in seinen Büchern. Sie bewirken, dass ich kein Problem habe, einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das war in diesem Buch auch der Fall.


    Mich hat "Das Joshua Profil" überzeugt, wenn gleich es nicht sein bestes Werk ist. Es werden spannende, interessante Themen angesprochen, ebenso regt das Buch zum Nachdenken an.


    Ich gebe vier von fünf Punkten.

  • "Das Joshua-Profil" erzählt die Geschichte von Max Rhode, einem Berliner Thrillerautor, dessen Leben schlagartig aus den Fugen geraten wird. Viel mehr kann ich eigentlich nicht verraten, am besten man lässt sich selbst von dem Buch überraschen. Sebastian Fitzek widmet sich hier heiklen Themen wie Pädophilie und Kindesmisshandlung und aktuellen Themen wie Big Data und Überwachung.


    In seinem gewohnt angenehmen und packenden Schreibstil gelingt es Fitzek schnell, Spannung aufzubauen. Oft weiß man nicht, wem man als Leser vertrauen kann und was wohl als nächstes passieren wird. Die Charaktere sind durchweg liebevoll gestaltet und jeder auf seine eigene Art interessant. Gerade Cosmo, Max' krimineller Bruder und Jola, Max' intelligente, 10jährige Pflegetochter können durchaus polarisieren. Die Kapitel werden aus wechselnden Perspektiven erzählt, sie sind jedoch stets mit dem Namen der erzählenden Person gekennzeichnet, so dass man sich leicht orientieren kann.


    Die Themen, mit denen sich Fitzek hier beschäftigt, werden im Anschluss in seinem Nachwort mit Fakten unterlegt und regen den Leser im Nachhinein zum Nachdenken an. Im Buch selbst wird manches etwas zu kurz abgehandelt oder Handlungsstränge sehr schnell aufgelöst. Auch Max' Reaktionen sind nicht immer nachvollziehbar.


    Zwischenzeitlich ging mir das "Fitzek-Feeling" etwas verloren. Vor lauter Handlung und Action blieb etwas weniger Zeit zum Nachdenken und für die psychologischen Feinheiten, die ich sonst an seinen Büchern sehr schätze. Dennoch ein spannender Thriller, der mit unerwarteten Wendungen gespickt ist.
    Dafür gibt es von mir eine Leseempfehlung besonders für Fitzek-Fans und 4ratten

  • Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn du plötzlich zum Gejagten wirst, was dann?


    Bevor ich zu meiner eigentlichen Rezension komme, möchte ich darauf hinweisen, dass ich vor der Lektüre "Die Blutschule" gelesen habe und dass jeder andere Leser dies auch tun sollte, wenn er noch Freude beim Lesen der Blutschule haben möchte, denn im Joshua- Profil befinden sich zahlreiche Spoiler zur Blutschule.


    In der hier geschilderten Geschichte geht es um den erfolglosen Thrillerautor Max Rhode, der einen ominösen Anruf erhält. Er soll sich nicht strafbar machen. Als unbescholtener Bürger hat er das auch gar nicht vor, doch wenn plötzlich jemand hinter dir her ist, dann ist es gar nicht mehr so leicht straffrei zu bleiben. Und was hat eigentlich Max sein Bruder Cosmo mit der ganzen Sache zu tun?


    Anders als "Die Blutschule" beginnt dieser Thriller gleich mit einer gehörigen Portion Spannung. Die ersten Seiten lesen sich weg wie nichts.


    Fitzek hat keine Mühen gescheut die neusten Themen in seinem aktuellen Buch unterzubringen, in dem es nicht nur um pädophile Straftäter geht, sondern auch um illegales Datensammeln und Leute überwachen.


    Im Buch hat mir am besten die Protagonistin Jola gefallen, die Pflegetochter von Schriftsteller Max. Sie muss so einiges durchleben und tut das mit einer Stärke, die fast übermenschlich für ein Kind wirkt, aber gerade Kinder können in Gefahrensituationen über sich hinauswachsen, denn nur sie handeln rein intuitiv ohne vorher Gefahren oder ähnliches abzuschätzen.


    Das Brudergespann Max und Cosmo war unheimlich interessant. Wie unterschiedlich sich doch Kinder trotz eines gewalttätigen Vaters entwickeln können. Die Parallelen zu "Die Blutschule" haben mir gut gefallen, jedoch wäre das Abdrucken von Auszügen aus dem Buch in meinen Augen absolut nicht nötig gewesen, um alles verstehen zu können.


    Nicht so gut gefallen hat mir, dass Fitzek Elemente in seinem Roman eingestreut hat, die es im wahren Leben noch nicht gibt bzw. noch nicht richtig ausgereift sind wie z.B. Waffen mit Sensoren, so dass diese nur von deren Besitzern abgefeuert werden können und ähnliches, denn wir lesen hier ja keinen Science Fiction Roman, sondern einen Thriller, in dem nach Möglichkeit nur real existierende Gegenstände Platz finden sollten.


    Fazit: Mich hat der Thriller gut unterhalten, allerdings gibt es bessere Bücher von Herrn Fitzek. Ich empfehle das Buch gern weiter, könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass der ein oder andere Fitzek- Fan ein wenig enttäuscht sein könnte.


    Bewertung: 4ratten

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Meine Rezension zum Buch


    Was wäre, wenn es Personen gäbe, die heute schon wissen, was du morgen tun wirst? Die wissen, dass du morgen ein Verbrechen begehen wirst, du aber noch nicht mal im Entferntesten daran gedacht hast?
    Und diese Personen dich dann auch noch mit allen Mitteln versuchen, davon abzuhalten?


    Das alles passiert dem relativ erfolglosen Schriftsteller Max Rhode. Er soll ein Verbrechen begehen und wird per Telefon damit konfrontiert. Und ehe er ahnt, was da auf ihn zukommt und wer dahinter steckt, ist sein ganzes Leben nur noch ein einziger Trümmerhaufen. Am schlimmsten aber ist für ihn die Entführung seiner Pflegetochter Jola. Nur denken alle, dass Max seine Tochter selber entführt hat. Ein Katz und Maus Spiel beginnt und man weiß ganz schnell nicht mehr, wer ist hier Opfer und wer sind die Täter.


    S. Fitzek´s neues Buch „ Das Joshua Profil“ ist ein für ihn so typischer Psychothriller. Gekonnt ausgearbeitet mit mehreren brisanten Themen und einer durch und durch spannenden Handlung. Vorangegangen ist diesem Buch das Buch „ Die Blutschule“ von Max Rhode. Max Rhode ist hier das Pseudonym von Fitzek. Wer „die Blutschule“ lesen möchte und auch „das Joshua Profil“ sollte die Reihenfolge einhalten, denn im „Joshua Profil“ wird zur Blutschule gespoilert. Ob man dieses Buch ohne „die Blutschule“ lesen kann, vermag ich noch nicht mal zu sagen. Es wird doch einiges miteinander verknüpft und auch wenn mir das Buch von Max Rhode nicht so sehr gefallen hat, bin ich doch froh, es vorher gelesen zu haben.


    In „ Das Joshua Profil“ war die Spannung von Anfang an da und man konnte sehr schnell in die Handlung eintauchen. Die Themen, die Fitzek in diesem Buch anspricht, sind brisant und hochaktuell. Zum einen ging es um Pädophilie und zum anderen um Predictive Policing, wo man mit Hilfe eines Computersystems Verbrechen vorhersagen kann, die Personen zukünftig verüben werden. So wie die Pädophilie Realität ist, gibt es auch das Predictive Policing schon. In seinem Nachwort bezieht Sebastian Fitzek hierzu auch Stellung und erklärt das System dahinter. Das Nachwort ist übrigens echt lesenswert und keine 0815 Danksagung wie man es normalerweise kennt von anderen Büchern.


    Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich unterschiedlich gut. Max Rhode ist ein eher langweiliger Typ, der sich mehr schlecht als recht als Schriftsteller durchschlägt, aber dennoch authentisch ausgearbeitet ist. Seine Pflegetochter Jola, mit 10 Jahren angegeben, kam in ihrem Verhalten und Handeln viel erwachsener rüber als man es in diesem Alter sein kann. Hier fehlte mir die Glaubwürdigkeit. Cosmo, der Bruder von Max und ein Pädophiler hingegen hatte gegen Ende des Buches noch mein echtes Mitgefühl. Ihn als Person fand ich sehr interessant und auch wenn er ein gestörtes Verhältnis zu Kindern hat, konnte ich ihn nicht einfach in die Schublade „Verbrecher“ stecken. Bei den anderen Charakteren wusste ich manchmal nicht so recht, wer zu den Guten und den Bösen gehört, das war etwas verwirrend.


    Das Buch hat mich trotzdem begeistert. Viele Cliffhanger an den Kapitelenden zwingen den Leser einfach zum umblättern und weiter lesen.
    Für 5 Sterne hat es aber dennoch nicht gereicht, ich denke, da hat Fitzek mit seinen Werken wie „ der Augensammler“ oder „der Seelenbrecher“ seine eigene Messlatte zu hoch angelegt.


    Ich vergebe daher 4 Sterne für das Buch.


    4ratten

    Liebe Grüße Yvonne<br /><br /><br />Lesen heißt&nbsp; durch fremde Hand träumen ( Fernando Pessoa )<br /><br />Mein Buchblog <br />Ein Anfang und kein Ende

  • Diese Kritik kann ich so nun gar nicht nachvollziehen. Man kann auch überzogene Ansprüche an Unterhaltungsliteratur haben. Das mit dem rammen, na gut... Aber mir persönlich ist das gar nicht aufgefallen. Wenn mich eine Geschichte so mitreisst, dass mir solche Fehler nicht auffallen, dann ist mir das auch herzlich egal. Hauptsache, die Geschichte hat mich gut unterhalten, und das hat sie. Was dieser Denis Scheck aber über Fitzek sagt, finde ich gelinde gesagt einfach nur frech.


    Ich habe das Buch gestern zu Ende gelesen und daher wird es noch ein bisschen dauern, bis ich das Fazit geschrieben habe.

    Liebe Grüsse Hanni 8)

  • Wenn solche Schlägereien realistisch wären, dürfte man keinen einzigen Actionfilm anschauen. Jeder normale Mensch wäre nach den ersten Schlägen tot, oder zumindest eine Weile außer Gefecht gesetzt. In den Filmen stehen sie auf, schwanken kurz und machen weiter.


    Und genauso empfinde ich in diesem Fall das Buch. Ich hab schon Fitzek-Bücher gelesen, die mehr von unterschwelligem Grusel und Spannung gelebt haben, hier liegt der Fokus klar auf Action und Tempo.

    LG, Dani


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  • Meine Rezi ist ja auch positiver ausgefallen und deshalb war ich erstmal baff, als ich dies negative Kritik gelesen hatte.



    Wenn solche Schlägereien realistisch wären, dürfte man keinen einzigen Actionfilm anschauen. Jeder normale Mensch wäre nach den ersten Schlägen tot, oder zumindest eine Weile außer Gefecht gesetzt. In den Filmen stehen sie auf, schwanken kurz und machen weiter.


    Und genauso empfinde ich in diesem Fall das Buch. Ich hab schon Fitzek-Bücher gelesen, die mehr von unterschwelligem Grusel und Spannung gelebt haben, hier liegt der Fokus klar auf Action und Tempo.


    Auch technisch gesehen ist ja vielen in Actionfilmen anders als in de Realtät, da sind manche Autosprünge über zerstörte Brücken oder Schluchten in der wirklichen Welt gar nicht so mögich und ich denke mal, Sebastian Fitzek wollte sich in diesem Buch einfach mal ausprobieren, also mal etwas anderes schreiben, als bisher und an sich ist es ihm ganz gut gelungen, auch wenn ich seinen anderen Stil lieber mag, aber ok, er hat mich gut unterhalten und ein paar interessante Themen angesprochen und gut ist :smile: