05 - Seite 361 bis Ende (ab Kapitel 79)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    LG, Dani


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  • Ich muss gestehen, ich bin schon fertig, warte aber natürlich gespannt auf eure Eindrücke und werde auch noch mitdiskutieren.


    Das Ende war ja schon ziemlich wild auf der einen Seite mit dieser ganzen Verfolgungsjagd, Gerichtsverhandlung, etc und ziemlich kitsch auf der anderen, wie sich Eleanor und ihre Tochter wiedergefunden haben. Ein bisschen weniger Vorhersehbarkeit hätte nicht geschadet :breitgrins:
    Dennoch hab ich das Buch wirklich gerne gelesen, sonst wäre ich ja nicht schon fertig damit.


    Immerhin fallen sich Eddie und Jo am Ende nicht noch liebestrunken in die Arme.

    LG, Dani


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  • Hallo Ihr Lieben,


    dann muss ich diesmal auch beichten: habe das Buch gestern einfach fertig lesen müssen, da es so spannend war. Dass mit dem Onkel irgendwas faul ist, habe ich mir schon früh gedacht. Als Jo ihm dann auch noch von den Entseckungen zu Kinch = Steven Smith erzählen wollte, habe ich schon befürchtet, dass er sie versucht in eine Irrenanstalt einzuweisen.


    Dass es sich bei Mad Mary um Eleanor handelt, habe ich tatsächlich nie vermutet und dass dann Fay auch noch ihre Tochter ist, damit hatte ich echt nicht gerechnet. Lese eindeutig zu wenig Krimis. ;-)


    Das Ende finde ich gut gelöst, dass Jo als Reporterin anfängt und es erstmal offen bleibt, ob aus Jo und Eddie noch ein Paar wird oder nicht.


    Bram fand ich am Ende auch nochmal richtig klasse, wie er dann doch zu Jo hält und sie schließlich ja für ihren Mut bewundert. Er ist anscheinend auch nicht so glücklich über die gesellschaftlichen Zwänge!


    So, ich schreibe dann auch noch in den anderen Abschnitten und diskutier mit euch natürlich noch weiter.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    &WCF_AMPERSAND"Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönheit zu erkennen, wird nie alt werden.&WCF_AMPERSAND" (Franz Kafka)

  • Das Ende hat mich tatsächlich überzeugt. Alle Spuren werden aufgedröselt und jede Menge Action gibt es auch noch.


    Dass der Onkel der Mörder seines Bruders ist hatte ich die ganze Zeit schon vermutet. Auch dass Fay das "tote Kind" ist. Dadurch kann sie ihr Schicksal wenden. Dass sie dazu fliehen müssen ist zwar schade aber damals war eine Entdeckung durch die Behörden sicherlich nicht so besonders hoch. Sie können also andernorts ein neues Leben beginnen.


    Es gab mehrere "finale" Szenen für mich, die es in sich hatten und Spaß gemacht haben.
    Wie der Onkel gegen die zwei Mädels verliert. Überrascht hat mich, dass er plötzlich doch noch gestanden hat.
    Dass Bram ein letztes freundschaftliches Gespräch mit Jo führt. Ich fand ihn wirklich sympathisch von Anfang bis Ende.
    Und natürlich dass es KEIN schnulziges Happyend gibt aber eines, was am Schluss einen großen Hoffnungsschimmer für unser Liebespaar gibt.


    Am meisten gefallen hat mir, dass Jo eine große Entwicklung gemacht und am Ende tatsächlich die Freiheit erringt, nach der sie sich immer gesehnt hat. Und dass sie mit ihrer Mutter eine ganz neue Qualität in ihrer Beziehung gefunden hat. Die Mutter hat ebenfalls eine Entwicklung durchgemacht, die ich ihr so gar nicht zugetraut hätte.

    :lesen: Die Eisbaronin - Nicole Vosseler



  • Das Ende war ja schon ziemlich wild auf der einen Seite mit dieser ganzen Verfolgungsjagd, Gerichtsverhandlung, etc und ziemlich kitsch auf der anderen, wie sich Eleanor und ihre Tochter wiedergefunden haben. Ein bisschen weniger Vorhersehbarkeit hätte nicht geschadet :breitgrins:
    Dennoch hab ich das Buch wirklich gerne gelesen, sonst wäre ich ja nicht schon fertig damit.


    Immerhin fallen sich Eddie und Jo am Ende nicht noch liebestrunken in die Arme.


    Stimmt schon, es war etwas vorhersehbar. Das ist aber oft bei Krimis und stört mich in diesem Fall nicht SOOO sehr. Zumindest war die Detektivarbeit von Jo und Eddie gut erklärt und nachvollziehbar und es gab sogar jede Menge Forensik für Anfänger.

    :lesen: Die Eisbaronin - Nicole Vosseler



  • Das Ende des Buches lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits passt es, dass die Welt, wie sie Jo und ihre Familie sie kannte, es so nicht mehr gibt, aber andererseits ist es für mich dann doch ein wenig zu extrem. Ich hatte mir dann doch ein wenig mehr Happy End gewünscht :zwinker:


    Viele Vermutungen, die wir bereits am Anfang des Buches aufgestellt haben, haben sich bewahrheitet: Mad Mary ist tatsächlich Eleanor und Fay ist ihre totgeglaubte Tochter. Was mich ein wenig an dieser Auflösung stört, ist, dass Eleanor über fast 20 Jahre auf der Straße gelebt hat und sich keinem zu erkennen gegeben hat. Ich frage mich, ob das wirklich Sinn macht, wenn man sich vorstellt, dass sie auch aus einer so vornehmen Familie stammt und ich mir nicht vorstellen kann, dass man zur damaligen Zeit so lange unter solchen Umständen überleben konnte.


    Einerseits versteh ich es, dass Eddie und Jo nicht gleich ein Paar geworden sind, andererseits waren die beiden doch so sehr in einander verliebt, dass diese Distanz, die sie jetzt in der Zeitungsredaktion zeigen, meiner Meinung nach nicht passt. Wenn man bedenkt, dass die Geschichte 1890/1 spielt, kann ich mir auch nicht so recht vorstellen, dass eine Zeitung eine Frau als Reporterin eingestellt haben könnte (Ich weiß, ich bin da sehr pingelig :breitgrins: )

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Dass es der Onkel war, war ja von Anfang an klar. Aber den Rest habe ich nicht so vorhergesehen. Vielleicht habe ich zu wenig aufmerksam gelesen, weil ich ehrlich gesagt ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich so spät zum Lesen begonnen habe. Vielleicht war ich aber auch nicht klug genug ;) oder habe mich zu sehr auf die Liebesgeschichte konzentriert. Ich habe nicht mit der wahren Identität von Mary und Fay gerechnet, nicht eine Sekunde hatte ich diesen Gedanken. Auch mit der Irrenanstalt habe ich nicht gerechnet. Das hat für mich dann nochmal ein bisschen Schwung in die Geschichte gebracht.


    Ich hätte schon gerne gelesen, dass Eddie und Jo wieder zueinander gefunden haben, aber ich glaube auch einfach so fest daran. Wer weiß, vielleicht wird es ja einen zweiten Teil geben, in dem die beiden wieder ermittelt.


    Das Gespräch mit Bram fand ich sehr nett und berührend. Er dürfte ein guter Kerl sein, der eben nicht den Mut hat aus dem System auszubrechen.


    Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Weniger wegen dem Krimi, aber für mich war das trotz der vielen Grausamkeiten wieder ein Wohlfühlbuch wie ich es von der Autorin gewöhnt bin. Klingt zwar etwas seltsam, wenn man nimmt, wie viele Menschen in dem Buch sterben, aber das liegt vielleicht auch sehr an meiner Sympathie für Jo. Oder daran, dass ich einfach wollte, dass es ein Wohlfühlbuch wird :)

  • So, ich bin mittlerweile auch durch - ich geb's zu, ich musste irgendwann im letzten Drittel vorblättern, um zu erfahren, wie es ausgeht. Danach konnte ich aufatmen und mich den fehlenden Teilen widmen. :breitgrins:


    Es gab einige Entwicklungen, die ich vorher erraten habe, zum Beispiel die Identität von Mad Mary und Fay - aber auf eine gute Art, so dass ich es nicht zu vorhersehbar fand und mich am Ende freuen konnte, richtig gelegen zu haben.
    Komplett falsch lag ich allerdings, was das Ende der Geschichte betrifft. Zeitweise konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie Jo aus den ganzen gesellschaftlichen Schlingen (Verlobung mit Bram usw.) wieder herauskommen soll. Dass sie am Schluss so ein großes Maß an persönlicher Freiheit gewonnen hat und ihre eigenen Wünsche verfolgen kann, hat mich sehr gefreut. Wenn man betrachtet, in welcher Lage Jo zu Beginn der Geschichte war, habe ich damit absolut nicht gerechnet. Aber so ging es mir ja bei "A gathering light/Das Licht des Nordens" auch schon... :zwinker:
    Gut gelöst fand ich, dass Fay und Mad Mary am Ende zusammen fliehen - ein stimmiger Schluss. Immerhin haben Eleanors Eltern sie in die Psychiatrie gesteckt, weil sie unverheiratet und schwanger war; eine große Versöhnungsszene samt Enkelin Fay - hurra, eine Taschendiebin in der Familie! - hätte ich der Autorin nicht abgekauft.


    Eddie blieb für mich als Person etwas blass; die Nebenfiguren wie Fay, Oscar und Bram fand ich deutlich interessanter. Apropos Bram: Einerseits fand ich es enttäuschend, dass er die Verlobung mit Jo so schnell gelöst hat; andererseits ist das schon wieder bezeichnend für seine Lebenssituation. Letztendlich wäre Jo eher mit Grandma verheiratet gewesen, die im Hintergründ die Fäden in der Hand hält. Bram ist eine ihrer Marionetten, aber wenigstens ist es ihm bewusst, auch wenn er nicht wie Jo den Mut hat, etwas daran zu ändern.
    Jo wiederum hatte in meinen Augen am Ende mehr Glück als Mut; während sie noch überlegt, wie es mit ihrer Zukunft weitergehen soll überschlagen sich die Ereignisse und bringen sie am Ende in eine Situation, wo es kein Zurück mehr in ihr "altes Leben" gibt. Die Freiheit, die sie am Ende gewinnt wird durch Jo's Handlungen herbeigeführt und ihre Suche nach der Wahrheit, weniger durch eine bewusste Entscheidung für einen bestimmten Lebensstil.


    Jo's Onkel ist ja ein herrlich böser Charakter! Mir war er gleich nicht so recht geheuer, und ich war froh meine Vermutungen bestätigt zu sehen. Jo's Mutter wiederum war eine besonders interessante Person, die sich nicht so leicht in eine bestimmte Schublade stecken lässt. Ich musste ich Verlauf der Geschichte mehrmals meine Meinung über sie revidieren. Letztendlich gewinnt sie durch Jo auch an Freiheit, indem sie durch Jo's Beispiel sieht, dass es möglich ist, sich den Normen der Gesellschaft zu widersetzen. Sie hat erkannt, dass einige Dinge, an die sie felsenfest geglaubt hat, nur schöner Schein waren und dass ein gesellschaftlicher Wandel ansteht.


    Insgesamt merkt man schon, dass es trotz historischem Setting ein moderner Roman ist, aber die Unstimmigkeiten (zu schnelle Entwicklung der Protagonistin zur unerschrockenen Heldin) waren nicht zu massiv, so dass es dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan hat.



    Wenn man bedenkt, dass die Geschichte 1890/1 spielt, kann ich mir auch nicht so recht vorstellen, dass eine Zeitung eine Frau als Reporterin eingestellt haben könnte (Ich weiß, ich bin da sehr pingelig :breitgrins: )


    Einerseits gab es sicher Vorreiterinnen wie die oft erwähnte Nellie Bly, die Jo den Weg geebnet haben. In erster Linie wird sie ihren neuen Job allerdings bekommen haben, weil sie DIE Jo Montford ist, die eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung der spektakulären Mordfälle und der miesen Geschäfte der Reederei gespielt hat.


    Das eher offene Ende hat mir sehr gut gefallen. Durch die gemeinsame Arbeit ist klar, dass es zukünftige Begegnungen zwischen Jo und Eddie geben wird, aber der Rest ist der Phantasie des Lesers überlassen. Das ist meine liebste Art von Happy End!! :klatschen:

  • Also hat Kinch nicht Selbstmord begangen, sondern der Pfleger Francis Mallon steckt als Mörder dahinter. Ich denke aber, dass Eddie in einer Sache vollkommen irrt. Dieser Pfleger hat nicht alleine gehandelt. Ich denke, dass der Überfall auf den Onkel von Jo nur vorgetäuscht war. Ihr Onkel und dieser Mallon stecken unter einer Decke und ihr Onkel hat nur so getan, dass der Überfall ihm galt.


    Dieser Anhänger, den sie bei Kinch finden, wird noch von großer Bedeutung sein. Jo sollte besser nicht mit ihrem Onkel über Mallon sprechen und ihm den Anhänger zeigen.


    Wenn Eddie die ganze Wahrheit schon zu diesem Zeitpunkt wüsste, dann würde er nicht zulasssen, dass sich Jo ihrem Onkel anvertraut. Es ist viel gefährlicher, als mit Mallon Kontakt aufzunehmen. Der Abschied von Jo und Eddie wird nicht endgültig sein.


    Dass Bram auf der Straße scheinbar als Retter in der Not auf der Straße erscheint, wird sich noch zum Nachteil für Jo erweisen.
    Nach dem Gespräch mit ihrem Onkel lügt dieser wie gedruckt und stellt Behauptungen auf, die einfach falsch sind. Kein Wunder, dass sich Jo aufregt. Dies nutzt aber ihr Onkel aus, um sie nach Darkbriar bringen zu können.


    Jo kommt schnell dahinter, dass ihr Onkel nicht glaubt, dass sie verrückt geworden ist. Er will sie nur aus dem Weg schaffen. Zum Schein und weil sie Angst um ihr Leben hat, spielt sie mit. Er darf nicht wissen, dass sie Bescheid weiß.


    Hat ihr Onkel außer diesem Pfleger alle Angestellten bestochen, dass sie die Augen zumachen? Zum Glück gelingt es Jo zu fliehen, wird zwar von ihrem Onkel und Mallon wieder geschnappt, erhält aber unerwartete Hilfe von Fay. Ihr Onkel gesteht die ganze Geschichte und der Überfall auf ihn war tatsächlich fingiert.


    Bram macht seinen Fehler wieder gut. Es ist nicht entschuldbar, dass Philipp Montfort wegen des Sklavenhandels wahnsinnig geworden ist und während seines Gespräches mit seinem Bruder eine Waffe gezogen hat und diesen kaltblütig erschossen hat. Auch bei der Sache mit Jo hat er eiskalt gehandelt und ist meiner Meinung nach voll schuldfähig.


    Ich denke, dass Jo ihre Sache als Reporterin gut machen wird und dass es eine Zukunft für sie und Eddie geben wird.


    Strasse der Schatten von Jennifer Donelly hat mich von der ersten Seite an gefesselt, die Protagonisten wurden nicht nur in Gut und Böse eingeteilt. Vielmehr wurde aufgedeckt, welche Beweggründe sie hatten. Aber Philipp Montfort und dieser Pfleger sind für mich die Bösewichte in dieser Geschichte, die ihre gerechte Strafe verdient haben. Rezension folgt. Obwohl in sich abgeschlossen, wünsche ich mir eine Fortsetzung von Straße der Schatten. Das Ende knüpft aber an den Prolog an. Ich verstehe dass so, dass Jo mit ihren Sätzen Sie wollte an einer Geschichte arbeiten. Und ihre eigene schreiben, den Roman quasi in einer Rückblende erzählt.

  • Das könnte ich nicht, das nimmt doch die ganze Spannung :breitgrins:


    Nee, manchmal halte ich die Spannung einfach nicht aus und kann das Buch dann gar nicht genießen, weil ich mir so große Sorgen um die Protagonisten mache. :breitgrins: Wenn ich weiß, dass alles gut ausgeht, kann ich entspannt weiterlesen.

  • Im vorherigen Abschnitt hatte ich ja fast schon Angst, dass wir irgendwo im Kitsch landen, aber dann endet das Buch dann doch noch unheimlich spannend. Auf die ein oder andere Auflösung wäre ich gewiss nie gekommen, so dass ein paar Überraschungen dabei waren.


    Ich finde es gut, dass es kein Friede- Freude- Eierkuchen- Ende geworden ist und dass Jo und Eddie nicht gleich ein Paar werden, heiraten, etc. Hier kann man sich die Geschichte selber weiterspinnen. Mir war wichtig, dass Jo ihren Traum als Journalistin verwirklicht und das tut sie ja dann auch.


    Am meisten hat mich wohl Bram überrascht, dass er gar nicht entsetzt ist, dass es nun nicht zur Hochzeit kommt. Er scheint eher erleichtert zu sein, dass er den gesellschaftlichen Zwängen entkommt. Für mich war hier spürbar, dass seine Generation bereits anders denkt als seine Eltern. Das macht auch wieder das Flair des Romans aus, dass die Zeit authentisch dargestellt ist.


    Mir hat das Buch gut gefallen.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Dass es sich bei Mad Mary um Eleanor handelt, habe ich tatsächlich nie vermutet und dass dann Fay auch noch ihre Tochter ist, damit hatte ich echt nicht gerechnet. Lese eindeutig zu wenig Krimis. ;-)


    Diese Auflösung hat mich auch überrascht.


    Ich fand die eingestreuten Krimielemente hier echt gut. Ich hatte so etwas gar nicht erwartet.


    Übrigens habe ich ganz vergessen zu erwähnen, dass ich bestimmte Namen irgendwie toll finde, denn die Waisenkinder beim Tailor heißen ja auch so wie sie selber sind oder wo sie gefunden wurden. So Namen wie Snow für ein Mädchen, das fast erfroren wäre, das hat schon was, oder?

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Dass der Onkel der Mörder seines Bruders ist hatte ich die ganze Zeit schon vermutet.
    ...
    Wie der Onkel gegen die zwei Mädels verliert. Überrascht hat mich, dass er plötzlich doch noch gestanden hat.


    Den Onkel hatte ich auch die ganze Zeit aufm Schirm. Eigentlich war das schon früh klar, aber eben doch nicht eindeutig.


    Ich hatte ja angenommen, dass er irgendwie davon kommt ohne Strafe. Nie im Leben hätte ich mit einem Geständnis gerechnet.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Nee, manchmal halte ich die Spannung einfach nicht aus und kann das Buch dann gar nicht genießen, weil ich mir so große Sorgen um die Protagonisten mache. :breitgrins: Wenn ich weiß, dass alles gut ausgeht, kann ich entspannt weiterlesen.


    Du bist ja süß. :bussi:


    Ich könnte das nicht, denn wenn ich weiß was dann passiert, dann habe ich gar keine Lust mehr die fehlenden Teile noch zu lesen...


    Schön, dass du beim Lesen so emotional dabei bist. :klatschen:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Am meisten hat mich wohl Bram überrascht, dass er gar nicht entsetzt ist, dass es nun nicht zur Hochzeit kommt. Er scheint eher erleichtert zu sein, dass er den gesellschaftlichen Zwängen entkommt.


    Er entkommt aber ja nicht wirklich. Er heiratet zwar nun nicht die erste Wahl seiner Großmutter, aber sein Leben wird ihm dennoch ziemlich diktiert und er hat im Gegensatz zu Jo nicht den Mut, sich wirklich dagegen aufzulehnen und sein eigenes Ding durchzuziehen.

    LG, Dani


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  • Schön, dass du beim Lesen so emotional dabei bist. :klatschen:


    Zumindest ist das so bei Büchern, die mir gefallen. Wenn ich merke, dass es mir ziemlich gleichgültig ist, was mit den Protagonisten passiert, dann hat mich das jeweilige Buch nicht "gepackt". Dann quäle ich mich ganz linear von vorne nach hinten durch :breitgrins:.

  • Einerseits gab es sicher Vorreiterinnen wie die oft erwähnte Nellie Bly, die Jo den Weg geebnet haben. In erster Linie wird sie ihren neuen Job allerdings bekommen haben, weil sie DIE Jo Montford ist, die eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung der spektakulären Mordfälle und der miesen Geschäfte der Reederei gespielt hat.


    So habe ich das auch empfunden. Wenn die ganze Geschichte nicht gewesen wäre und in der Zeitung nicht so breitgetreten worden wäre, dann hätte ich es auch eher seltsam gefunden, aber so fand ich doch auch, dass sich das ganze gut zusammen fügt.



    Ich muss sagen, dass ich ohne diese Leserunde auf diese Auflösung erst spät gekommen wäre. Aber dennoch fand ich das alles doch recht logisch und es hat Spaß gemacht, dem ganzen langsam auf die Spur zu kommen. Ein wenig überrascht hat mich am Ende dann doch die Grausamkeit des Onkels. Nicht dass er darin verstrickt war, sondern welchen Hass er in sich hatte und wie weit er tatsächlich bereit war zu gehen...



    Bram fand ich am Ende auch nochmal richtig klasse, wie er dann doch zu Jo hält und sie schließlich ja für ihren Mut bewundert. Er ist anscheinend auch nicht so glücklich über die gesellschaftlichen Zwänge!


    Für mich war auch ein toller Charakter, von vorne bis hinten, von Anfang bis Ende. Es gibt eigentlich keine Szene, in dem ich mich über ihn geärgert habe. Wie er am Schluss Jo bewundert und zugibt, dass er auch gerne ausbrechen würde, aber er nicht den Mut hat, das fand ich toll. Ich hoffe, dass die Beiden sich irgendwann nochmal sehen werden und dass Bram seinen Weg im Leben finden wird.

  • Er entkommt aber ja nicht wirklich. Er heiratet zwar nun nicht die erste Wahl seiner Großmutter, aber sein Leben wird ihm dennoch ziemlich diktiert und er hat im Gegensatz zu Jo nicht den Mut, sich wirklich dagegen aufzulehnen und sein eigenes Ding durchzuziehen.


    Ja das stimmt, aber Bram sieht durch Jo, dass es auch anders gehen würde, wenn er sich nur trauen und seinen Kopf durchsetzen würde. Es liegt ja nun an ihm, dass er sich der Großmutter nicht widersetzt.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Bram gibt ja irgendwie schon nochmal mehr auf als Jo. Er bekommt sein Leben zwar schon auf vordiktiert, aber hat auch nochmal mehr Spielraum als Jo, weil er einfach ein Mann ist. Ich denke, dass es da nochmal krasser ist auszubrechen und Jo hat es im Endeffekt ja auch eher wegen der Umstände geschafft. Wer weiß, wenn es nicht zu diesem Skandal gekommen wäre, vielleicht wäre sie dann jetzt an Brams Seite.