Clemens J. Setz - Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

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Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Doris.

  • Danglard

    Das ist natürlich auch nur eine Überlegung und muss nicht so sein. War auch ein bissl in Anlehnung an Lykantrophin die ja oben Vermutungen dazu äußert.


    Zur Pause: Ich kann mich erinnern das ich für die Frequenzen damals auch länger gebraucht habe und selbst für Indigo, das im Vergleich dünn daher kommt, hab ich auch länger gebraucht. Bisher hab ich keines der Bücher noch mal gelesen. Allerdings ist die Lektüre schon lange her und ich traue mich nicht so recht, ein Reread zu wagen. :lachen:

  • Allerdings ist die Lektüre schon lange her und ich traue mich nicht so recht, ein Reread zu wagen.

    Befürchtest du, sie könnten dir nicht mehr gefallen?

    Ich lese eigentlich fast keine Bücher nochmals. Nehme es mir zwar immer wieder vor, aber dann gibt es so viele neue, die ich auch noch lesen möchte (siehe meinen SUB). Jetzt bin ich ja beschäftigt, ich werde sicher auch länger brauchen. Mich würde mal interessieren, wie lange ein Autor an so einem Buch schreibt, wenn wir schon beim Lesen Pausen brauchen. :err:

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Danglard Ja tatsächlich. Vor allem was die Darstellung von Männern und Frauen in der Interaktion angeht, bin ich ziemlich kritisch geworden. Vor allem bei Rollenklischees aller Art.

    Ich liebe es normalerweise sehr, Bücher noch einmal zu lesen. Hier ist es zumindest bei den Frequenzen aber sicher auch die Länge :lachen: die mich abschreckt.

  • HoldenCaulfield Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass du eher eine Schnellleserin bist. Irgendwann kommt bestimmt der richtige Zeitpunkt, dann kannst du gar nicht mehr anders als die alten Schinken wieder hervorzukramen. :breitgrins:

    Morgen mache ich jedenfalls mit dem Buch weiter, heute brauche ich noch was Leichteres.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Danglard

    Damit könntest Du recht haben :err: aber dadurch bin ich manchmal auch ein bisschen ungeduldig. Am liebsten mag ich Bücherlängen zwischen 400 und 600 Seiten. Klar geht auch dicker, aber da hab ich grade bei Setz dann gerne das Gefühl, ich komme nicht voran.

  • HoldenCaulfield das mit dem "ungeduldig" unterschreibe ich jetzt einfach mal so ;-) Aber ich lese durchaus auch dickere Bücher, die mir nicht so viel Mühe bereiten wie diese Stunde. Die hat sich schon sehr gezogen.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Es hat sich heute ein kleines Wunder ereignet. Ich habe tatsächlich über 300 Seiten weiter gelesen, quasi am Stück. Rückblickend finde ich das beinahe so verstörend, wie einige Ereignisse im Roman. :lachen:

    Nach wie vor finde ich, das der Autor sich bestimmte wirklich eklige Szenen hätte sparen können. Und auch die Darstellung von Nathalie finde ich nach wie vor an ein paar Punkten schwierig. Ehrlich gesagt merkt man manchmal, das hier ein Mann schreibt und einfach keine Ahnung davon hat, wie es ist, in unserer Gesellschaft eine Frau zu sein.


    Was ich wiederum gelungen finde ist die ganze Situation auf Nathalies Arbeit. Die seltsame Atmosphäre zwischen ihrem Patienten und dessen wöchentlichem Besuch. Ich kann mir schon in etwa denken, was wohl weiter passieren wird. Aber ich finde es interessant, zu sehen, wie Nathalie darauf reagieren wird.


    Zu meiner eigenen Überraschung werde ich das Buch wohl tatsächlich nicht abbrechen. 8|

  • Ehrlich gesagt merkt man manchmal, das hier ein Mann schreibt und einfach keine Ahnung davon hat, wie es ist, in unserer Gesellschaft eine Frau zu sein.

    Da hast du recht. Allerdings muss man dem Autor zugute halten, dass er sich mit Nathalie auch keine einfache Person ausgesucht hat, um sie darzustellen.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Kirsten

    Das stimmt zwar, aber das ist für mich keine Entschuldigung ;) ;)


    Ich hab dann noch mal so um die vierzig Seiten weiter gelesen und dann die Lektüre gewechselt. Ich glaube nach Setz Roman brauche ich auf jedenfall Fantasy :lachen:

  • Es hat sich heute ein kleines Wunder ereignet. Ich habe tatsächlich über 300 Seiten weiter gelesen, quasi am Stück. Rückblickend finde ich das beinahe so verstörend, wie einige Ereignisse im Roman. :lachen:

    Wahnsinn, da muss ich mich jetzt ja ranhalten, um dir folgen zu können ;) Freut mich, dass du jetzt Freude und Interesse an der Lektüre gefunden hast. Ich habe bei dem Buch aber auch das Gefühl, dass es besser ist, dranzubleiben statt immer nur ein paar Seiten zu lesen (wie ich es momentan mache). Wenn ich mein zweites Buch auf dem Reader beendet habe, werde ich mich auch wieder voll und ganz Nathalie und Konsorten widmen.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Naja von Freude würde ich so nicht sprechen. Ich weiß noch immer nicht ob es mir wirklich gefällt. Aber es ist auf jedenfall interessant genug, das ich mich weiter damit beschäftigen möchte.

  • :lachen: Ja es hilft wirklich mal mehr als nur ein paar Seiten zu lesen. Trotzdem finde ich das der Roman an manchen Stellen einfach zu lange ist. Ich sehe richtig vor mir, was ich alles wegkürzen würde. Vieles ist einfach überhaupt nicht nötig, um die Handlung voranzutreiben.

  • Ich rege mich grade tierisch auf. Im Buch kommt Endomitriose vor. Und der Autor macht einen dermaßen großen Quark aus dieser Krankheit, da könnte ich kotzen (sorry aber genauso empfinde ich das). Es regt mich tierisch auf, das er sich meiner Meinung nach nicht richtig informiert hat und einfach nur Schrott erzählt nur um damit eine der Figur seltsam wirken zu lassen. Und eine medizinisch ausgebildete Fachkraft (Aka Nathalie) plappert den Quatsch auch noch nach und benutzt ihn später in der Handlung um ihrerseits einer Person damit Angst zu machen.

    Da ich eine Freundin habe, die diese Krankheit hat und deshalb große Schmerzen während ihrer Tage hat und auch sonst ein paar körperliche Probleme damit hat, bin ich vermutlich auch deshalb so sauer. Auf mich wirkt es, als habe der Autor das Ganze benutzt weil es zufällig toll klang. :cursing:

    Aber mich ärgert es auch generell, wenn medizinische Audsdrücke nicht vernünftig recherchiert werden. Sogar der Wikipediaartikel ist informativer, als der Absolute Bullshit den der Autor hier verzapft hat. Sorry ich rege mich da jetzt ehrlich gesagt wirklich auf. Es wissen eh schon zu wenige Menschen und auch Ärzte*innen darüber vernünftig bescheid, da muss das nicht auch noch in einem Roman so ein Unfug betrieben werden.

  • Abschluss:

    Ich glaube ich habe mich schon lange nicht mehr so gefühlt. Ich hab das Gefühl ich hätte ein Buch im Kampf bezwungen :lachen: Quasi ein SUB-Endgegner.

    Vor allem ist der Roman eines... mindestens 300 Seiten zu lang. Eigentlich hätte alles auf weniger als der Hälfte der Seiten erzählt werden können. Das meiste ist eigentlich eher unwichtig. Interessant an einigen Stellen, vor allem weil die verstörenden Ereignisse von den meisten Fi guren nicht hinterfragt werden. Ich habe mich mehr als einmal gefragt welche Motivationen da so dahinterstecken könnten. Aber leider braucht es eben eeeeewig, bis mal mehr als nur ein paar Andeutungen im Raum stehen. Zu Mal eigentlich vieles auch sehr vorhersehbar ist.


    Anstrengend ist auch die Tatsache, das wirklich alle Figuren (egal wie oft sie auftauchen) sehr überzeichnet sind und eigentlich große Probleme haben. Es soll, denke ich einfach skurril wirken, aber ich fand es vor allem sehr nervtötend. Man kann ihnen nicht entkommen. Es ist wohl am ehesten mit dem Gefühl vergleichbar, das eben alle verrückt sind in dieser Welt und das man dieser verrückten Welt eh nicht entkommen kann. Schön- diese Erkenntnis hatte ich schon lange bevor ich diesen Roman gelesen habe. :rolleyes:


    Hinzu kommt die Tatsache das der Autor einfach keine Ahnung hat, wie es ist heut zu Tage eine Frau zu sein. All zu oft merkt man das einfach sehr genau. Hinzu kommen so einige Fantasien, die eindeutig eher aus einem heterosexuellen Porno entsprungen sind oder eher in die Fetischkategorie gehören( z.B. Nathalie und das Sperma, Nathalies lesbisch-erotisches Abenteuer und eine Fantasie die sie hat...).

    Alles in allem bin ich froh das ich mir hier im Thread alles von der Seele reden konnte und werde diesen Roman sicher so schnell wie möglich in ein offenes Buchregal befördern. Ich möchte es nicht mehr in meiner Wohnung haben :lachen:


    Normalerweise hätte ich so ein Buch schon lange abgebrochen.


    Daher 2ratten

  • Es regt mich tierisch auf, das er sich meiner Meinung nach nicht richtig informiert hat und einfach nur Schrott erzählt nur um damit eine der Figur seltsam wirken zu lassen.

    Das kommt leider öfter vor, als ich mir vorstellen möchte. Meistens fällt es nicht auf, weil man selbst die Kenntnisse nicht hat. Ärgerlich ist es allemal.

    Alles in allem bin ich froh das ich mir hier im Thread alles von der Seele reden konnte und werde diesen Roman sicher so schnell wie möglich in ein offenes Buchregal befördern. Ich möchte es nicht mehr in meiner Wohnung haben :lachen:

    Das habe ich auch erst neulich mit einem Buch gemacht. Ich war mir nicht sicher, ob ich es wirklich jemand anders antun möchte, aber in die Papiertonne packen wollte ich es auch nicht.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.

  • Auf mich wirkt es, als habe der Autor das Ganze benutzt weil es zufällig toll klang. :cursing:

    Na herzlichen Glückwunsch :grmpf: Was behauptet er denn über die Krankheit?

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Valentine

    Das die betroffenen Frauen überall Gebärmuttergewebe bekommen. Er lässt das dann einfach so stehen. Da die Hauptfigur Nathalie aus dem medizinischen Bereich kommt, hätte man die betreffende Szene auch anders gestalten könne. z.B Das sie das Ganze richtig stellt oder Ähnliches.


    Wie gesagt, wenn er es irgendwo noch erläutert hätte, okeee. Aber so, wird einfach eine Krankheit unter der die betroffenen Frauen eben auch zum Teil echt leiden, grundlos ins Lächerliche gezogen und noch zusätzlich mit solchen Falschinformationen bestückt. Zum Glück wird wohl hoffentlich niemand, der diesen Roman liest auf die Idee kommen, das könnte stimmen...

    Die Krankheit selbst kann zwar auch an anderen Stellen im Körper vorkommen - aber das ist eben etwas anderes, als das was der Autor da verzapft.