Lucinda Riley - Die Sturmschwester

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Vorleser.

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    Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
    Verlag: Goldmann Verlag (9. November 2015)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3442313953
    ISBN-13: 978-3442313952
    Originaltitel: The Storm Sister


    Inhaltsangabe:


    Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...


    Autoreninfo:


    Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman "Das Orchideenhaus" stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.


    Meine Meinung:


    Titel: Gelungene Fortsetzung der "Sieben Schwestern" - Reihe...


    Nachdem mir der erste Teil namens "Die sieben Schwestern" gut gefiel, in dem es um Maia ging, so war ich doch sehr gespannt auf die Fortsetzung der Reihe. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, die mir gut gefielen, weshalb ich mit großen Erwartungen in die Lektüre einstieg.


    In diesem Band geht es um die Seglerin Ally, die nach dem Tod ihres Adoptivvaters wieder nach Hause zurückkehrt. Genau wie ihre Schwester Maia soll es nun darum gehen ihre Herkunft zu erfahren, denn Pa Salt hat Hinweise hinterlassen. Was wird Ally herausfinden? Wird das ihr bisheriges Leben verändern.


    Der Roman startet identisch dem Vorgänger, denn Ally erfährt vom Tod ihres "Vaters" und trifft in dessen Zuhause auf ihre Schwestern. Hier fand ich interessant, dass es der Autorin gelingt etwas, was wir bereits in Band eins gelesen haben, aus einer anderen Perspektive und doch irgendwie anders widerzugeben. Dabei ergaben sich für mich neue Erkenntnisse.


    Während mir der Zugang zu Maia im ersten Buch unheimlich leicht fiel, hatte ich bei der kühlen Ally erst so meine Probleme. Erst im Verlauf der Geschichte wurde ich wirklich mit ihr warm.


    Die Hinweise, die Pa Salt gestreut hat, führen den Leser nach Norwegen. Ich finde dieses Land unheimlich spannend und habe schon einige tolle Romane dazu gelesen, weshalb ich mich sehr freute dorthin entführt zu werden. Klassische Musik ist zwar nur bedingt meins, aber Frau Riley hat das sehr gut mit der Geschichte verknüpft.


    Normalerweise mag ich bei Romanen, die sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit spielen, eher den historischen Part, aber hier habe ich mich mehr bei Ally wohlgefühlt. Ich schätze mal, dass das in erster Linie mit dem Bauernmädchen Anna zu tun hatte, die mir aufgrund ihres mangelnden Selbstbewusstseins nicht so recht gefiel. Ich mag starke Frauenpersönlichkeiten und für meinen Geschmack wurde sie unnötig schwach und teilweise auch naiv dargestellt, so dass irgendwann die Sympathie flöten ging.


    Zum Glück sind alle anderen Charaktere deutlich besser gezeichnet, so dass man als Leser schon den ein oder anderen finden wird, den man mag. Das Buch endet wie zu erwarten war offen, so dass ich jetzt schon gespannt bin auf die Fortsetzung.


    Auch wenn der Roman etwas schwächer ist als sein Vorgänger, so wurde ich dennoch gut unterhalten. Lucinda Rileys Schreibstil ist einfach so fesselnd, dass man Zeit und Raum um sich vergisst. Zudem gelingt es ihr einfach ihre fiktive Geschichte in die damalige Zeit einzubetten, dass man ihr das alles abkauft.


    Fazit: Eine gute Fortsetzung, die hoffen lässt, dass die folgenden fünf Bände auch noch klasse werden. Ich spreche eine Leseempfehlung für dieses Buch aus.


    Bewertung: 4ratten



    Titel an Forumskonventionen angepasst, Grüße illy

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

    Einmal editiert, zuletzt von illy ()

  • Die Autorin (Quelle: Buecher.de)
    Lucinda Riley hat viele Jahre ihrer Kindheit in Bangkok verbracht. Sie liebt es zu reisen und ist auch heute noch ganz besonders dem Fernen Osten verbunden. Nach einer erfolgreichen Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley nun ganz auf das Schreiben. Sie lebt in Norfolk im Osten Englands.


    • Produktdetails (Quelle: Buecher.de)
    • Die sieben Schwestern Bd.2
    • Verlag: Goldmann
    • Seitenzahl: 576
    • 2015
    • Ausstattung/Bilder: 2015. 576 S. 215 mm
    • Deutsch
    • Abmessung: 226mm x 135mm x 50mm
    • Gewicht: 779g
    • ISBN-13: 9783442313952
    • ISBN-10: 3442313953
    • Best.Nr.: 43455071



    Allys Suche


    Über das Buch
    Als Ally erfuhr, dass Pa Salt gestorben war, befand sie sich gerade bei Theo. Ihn hatte sie beim Segeln kennen und lieben gelernt. Und auf seinem Schiff befand sie sich, als Pa Salt auf See bestattet wurde. So wurde ihr auf jeden Fall erzählt….


    Wie auch ihren Schwestern hatte Pa Salt auch ihr die Koordinaten ihres Herkunftsortes hinterlassen. Doch Ally wollte zunächst die Regatta mit Theo bestreiten. Aber nachdem Theo sie von Bord geschickt hatte geschah etwas Furchtbares…


    Ally raffte sich auf und beschloss nun doch ihrer Herkunft nachzuforschen. Doch das von Pa Salt erwähnte Buch war in norwegischer Sprache. Sie musste es übersetzen lassen. Und bei dieser Übersetzung tauchte sie ein in die Welt von Anna und Jens Halvorsen, und ihren Nachkommen. In Bergen lernte sie einen Mann kennen, der ihr näherstand als sie ahnte….


    Sie hörte eine Geschichte über Hitlers Judenverfolgung…


    Und sie erfuhr, wer mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ihr Vorfahre war….


    Warum erfuhr Ally erst so spät von Pa Salts Tod? Warum hatte Theo sie von Bord geschickt? Was geschah, das so furchtbar war? Wer waren Anna und Jens Halvorsen, und wer ihre Nachkommen? Wer war der Mann in Bergen und wie nahe stand er ihr? Was hatte die Judenverfolgung Hitlers damit zu tun? Und wer war nun wirklich der Vorfahre von Ally? Alle diese Fragen und noch viel mehr beantwortet dieses Buch.


    Meine Meinung
    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Der Schreibstil ist unkompliziert, es tauchen keine Fragen auf, was die Autorin mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade gemeint hat. In der Geschichte war ich sehr schnell drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Ich freute mich mit ihr, als sie Theo fand und bekam einen Schrecken, als das Furchtbare geschah. Und doch fragte ich mich immer wieder, ob Pa Salt wirklich tot ist. Denn ich fragte mich warum die Titan, von der Pa Salt der See übergeben worden sein soll, praktisch flüchtete und keine Antwort gab, als sie von Theos Yacht angefunkt wurde! Doch warum sollte er seinen Tod vortäuschen? Und genau weil ich das wissen möchte, warte ich ungeduldig auf das nächste Buch. Dieses Buch hat mich so gefesselt, dass ich es so schnell gelesen habe, wie es mir möglich war. Es hat mir super gefallen.
    Von mir volle Punktezahl!

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

    Einmal editiert, zuletzt von Lerchie ()

  • Der erste Teil >>Die sieben Schwestern<< der Serie von Lucinda Riley hat mir wirklich gut gefallen, um so mehr habe ich mich gefreut das es endlich mit dem nächsten Buch weiter geht. Hier geht die Geschichte um die Seglerin Ally, die nach dem Tod von Pa Salt auch wieder nach Hause gekommen ist und nun bereit dafür ist mehr über ihre Herkunft in Erfahrung zu bringen. Pa Salt hat auch ihr in seinen letzten Brief an sie, ein paar Hinweise hinterlassen und wo sie die suche hinführt, das bleibt ziemlich offen.
    Was wird sie machen, wenn sie mehr über ihre Vergangenheit erfährt und wird es ihr bisheriges Leben verändern?


    Der Roman startet fast so wie der Vorgänger und Ally erfährt vom Tod ihres geliebten Vaters Pa Salt und fährt nach Hause in das Familien Domizil an den Genfer See. Hier erfahren wir warum sie so schlecht zu erreichen war und warum sie die letzte war, die von dem Tod des geliebten Vaters erfahren hat. Da wir hier alles aus Allys Sicht erfahren, konnte man doch ein paar neue Dinge entdecken und neben bei auch noch eine kleine Liebesgeschichte lesen.


    Ally war für mich die etwas kühlere und sie hatte es nicht ganz so leicht mein Herz zu erobern wie Maia. Aber nach einiger Zeit mochte ich auch sie wirklich gerne.


    Der Roman spielt nicht nur in der Gegenwart, er lässt uns auch den eher historischen Part aus der Vergangenheit lesen um den Wurzeln von Ally näher zu kommen. Die historischen Geschichten aus der Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen und es war fast so, wie wenn Lucinda noch mal zwei Geschichten in ihrem Roman versteckt hat, die auch noch toll geschrieben waren. Der Schreibstil von Lucinda hat mir ja auch schon in einigen anderen Büchern sehr gut gefallen und es lässt sich wirklich schön lesen. Immer wieder verpackt sie ein paar Geheimnisse, die natürlich auch nicht alle aufgeklärt werden und damit wir uns auf die Fortsetzung freuen können.


    Ich kann auf jeden Fall eine Leseempfehlung geben, da mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Das Buch ist Spannend und immer wieder gibt es was neues, aber das iTüpfelchen hat mir dennoch gefehlt.


    4ratten

  • Die Sturmschwester ist der zweite Teil um die sechs Adoptivschwestern, die am Genfer See gemeinsam ihre Kindheit und Jugend verbracht haben. Nun, als alle Erwachsen sind und ihrer Wege gehen, stirbt ihr Adoptivvater "Pa Salt" und hinterlässt jeder Schwester die Koordinaten, die sie auf die Suche ihrer jeweiligen Herkunft bringen können. Dazu gab es für jede einen persönlichen Abschiedsbrief, die es ihr freistellt diesem Hinweis nachzugehen.
    Im ersten Buch durften die Leser Maia nach Brasilien begleiten, nun geht die Reise mit Ally (Alkyone) nach Norwegen.
    Nachdem nicht nur ihr Vater, sondern nur zwei Monate später ihr Geliebter Theo verstirbt, begibt Ally sich auf die Suche nach ihrer Herkunft. Schnell merkt sie durch die Übersetzung einer alten Biografie, dass ihre Herkunft in Norwegen zu finden ist. Dort trifft sie auf viele Menschen, die ihr weiterhelfen können und tatsächlich auch mit ihr in einem verwandtschaftlichen Verhältnis stehen.
    Dabei erfährt der Leser sehr viel über die historische Geschichte von Allys Ahnen, die sehr eng mit dem norwegischen Komponisten Edvard Grieg in Zusammenhang stehen. Besonders sein Werk "Peer Gynt" nimmt sehr viel Raum in diesem Buch ein.


    Die Autorin hat es geschafft mich direkt in den zweiten teil hinein zuziehen. Gerade die kurze Wiederholung vom Tod des (Adoptiv)Vaters und die eigene Sicht, die Ally auf die Geschehnisse hat, haben mir diesen Einstieg erleichtert.
    Das Buch ist flott und zügig, weil logisch zu lesen. Spannung wird besonders dadurch aufgebaut, dass es verschiedene Handlungsstränge zum einen in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit gibt. Sie verleiten immer wieder zum interessierten Weiterlesen.
    Auch der Ausblick auf Buch 3 am Ende "Der Sturmschwester" hat mir gefallen und er veranlasst mich natürlich dazu, auf dieses dritte Buch zu warten.


    Ich vergebe gerne
    5ratten

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    „Die Sturmschwester“ ist der zweite Teil einer Reihe von Lucinda Riley. Sie handelt von sechs jungen Frauen, die als kleine Kinder von „Pa Salt“ adoptiert und am Genfer See aufwuchsen. So wie es mir scheint, hat jedes Mädchen seine eigene, besondere Geschichte, die um ihre Talente und Begabungen herum erzählt wird.
    Teil 2 erzählt Allys Geschichte.
    Gleich am Anfang des Buches (jeden Buches der Reihe?) stirbt Pa Salt. Unter mysteriösen Umständen, wie mir scheint. Er vermacht jedem Mädchen Hinweise auf ihre jeweilige Herkunft und dies scheint die Grundlage des jeweiligen Buches zu sein.
    Zum Zeitpunkt seines Todes hat Ally gerade ihre große Liebe, den Segelprofi Theo, kennen gelernt und war daher nicht zu erreichen, was ihr sehr zusetzt.
    Im Verlaufe des Buches und nach einem weiteren, schweren Schicksalsschlag macht sich Ally zögerlich, auf den Weg ihre Herkunft zu ergründen.
    Pa Salts Hinweis ist ein norwegisches Buch, welches in die Rahmenhandlung einbettet, erzählt wird. Wir erfahren die Geschichte von Anna und Jens und ihrer Nachfahren bis in die heutige Zeit.
    Dieses „Buch im Buch“ ist so fesselnd, dass man Ally’s Geschichte während des Lesens beinahe vergisst.
    Alles in allem ein wunderbar kurzweiliges Buch, dass man einfach so weglesen kann. Es hat mir Spaß gemacht, in die Leben dieser zwei Frauen einzutauchen. Von Einblicken in die Profi-Segelei, bis hin zur wunderbaren Musik eines Edvard Grieg reicht die Bandbreite. Mit Höhen und Tiefen, Liebe und Leid, Spannung und Gemütlichkeit hat dieses Buch alles, was ein schöner Schmöker haben kann.
    Es hat mich animiert, mal wieder eine CD von Edvard Grieg einzulegen und die Musik während des Lesens wirken zu lassen. Auch standen mir Bilder Norwegens deutlich vor Augen. Wunderbar!
    Teil 1 dieser Reihe kenne ich noch nicht, werde ich mir aber demnächst zulegen. Und ich freue mich schon auf die Geschichten der anderen fünf Schwestern.


    Von mir sehr gerne
    4ratten

    &#128012;

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    Lucinda Riley – Die Sturmschwester
    Original: The Strom Sister
    Aus dem Englischen: Sonja Hauser


    Zum Inhalt:
    Ally ist eine leidenschaftliche Seglerin und hat bei diesem Sport Theo kennen und lieben gelernt. Gerade als das Paar das erste Mal sich alleine besser kennenlernt, erhält Ally die Nachricht, dass ihr Adoptivvater Pa Salt verstorben ist. Nachdem sie Hals-über-Kopf gefahren ist, erhält sie die Koordinaten von ihrem Herkunftsort und ein Buch, das auf norwegisch geschrieben wurde, das sie zunächst übersetzen lassen muss. Nachdem sie ein weiterer Schicksalsschlag ereilt, beginnt ihre Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit.


    Der erste Satz:
    Nie werde ich vergessen, wo ich war und was ich tat, als ich hörte, dass mein Vater gestorben war


    Meine Meinung:
    Der zweite Teil der “Sieben Schwestern” – Reihe von Lucinda Riley reiht sich mühelos an den vorangegangenen Teil an. Hier ist der Fokus der Erzählung zunächst auf der zweitältesten Schwester Alkyone, die von allen Ally genannt wird. Die Autorin entführt einen zunächst in die Welt der Segler und schafft es auch den Laien von der Faszination des Segelns anzustecken. Ally ist ganz anders als die nachdenkliche und ruhige Maia, die im ersten Teil die Protagonistin war, sie ist abenteuerlustig und geht optimistisch durch das Leben. Im Verlaufe der Geschichte lernt man sie immer besser kennen, sodass der Zugang zu ihr, mir recht leicht fiel. Ihre Recherche nach ihrer Herkunft ist spannend und macht Lust auf klassische Musik aus Norwegen aus dem 19. Und 20. Jahrhundert.


    Auch in diesem Band entführt die Autorin den Leser durch einen zweiten bzw. einen dritten Handlungsstrang in die Vergangenheit. Der Wechsel aus dem 20. Jahrhundert in das ländliche norwegische 19. Jahrhundert war zunächst gewöhnungsbedürftig, da es so anders ist. Jedoch war es spannend mit Anna das städtische Leben in Norwegen zu der Zeit kennenzulernen und zu ergründen, welche Verbindung zwischen ihr und Ally besteht.


    Spannend war, dass einige Fragen aus dem ersten Teil der Reihe beantwortet worden sind, jedoch sind auch einige neue Fragen aufgetaucht, da wie zu erwarten war, es relativ offen endet. Beim Lesen haben mich zu jeder Zeit gut unterhalten gefühlt und konnte ich mich, wahrscheinlich weil ich die groben Gegebenheiten bereits kannte, gut auf das Geschehen einlassen.


    Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen, der den ersten Teil mochte, die Bücher von Lucinda Riley gerne mag oder gerne Romane liest, die Familiengeheimnisse aus zwei zeitlichen Perspektiven erzählen.


    5ratten


    Die Sieben Schwestern - Reihe:
    1. Die Sieben Schwestern
    2. Die Sturmschwester

    Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner<br /><br />SLW 2016 9/30

  • Zum Inhalt:


    Ally d'Aplièse ist die zweitälteste der Schwestern aus Lucinda Rileys 'Die Sieben Schwestern' Romanreihe.


    Wir erleben aus ihrer Perspektive wie sie mit der Nachricht vom Tod ihres geliebten Pa Salt umgeht.


    Eigentlich hatte sie sich gerade frisch verliebt, und war glücklich, aber die Nachricht, die sie nach Hause ruft, ändert zunächst mal alles.


    Auch sie bekommt kryptische Hinweise auf ihren Ursprung, und letztendlich entschließt sie sich, ihre Herkunft zu erforschen.


    Dazu reist sie nach Norwegen, wo sie tatsächlich der Vergangenheit auf die Spur kommt.


    Das Leben ihrer Vorfahren führt uns zunächst ins ausgehende 19. Jahrhundert, nimmt den zweiten Weltkrieg mit, und endet schließlich im Norwegen des Jahres 2007.




    Meine Meinung:


    Wie schon in im ersten Band Die Sieben Schwestern, gelingt es Lucinda Riley, einen sofort in den Bann zu schlagen.
    Ihre Beschreibung der Trauer beim Verlust eines geliebten Menschen ist sehr einfühlsam. Da ich kürzlich selbst den Verlust eines geliebten Menschen erfahren musste, hat es mir arg zugesetzt, denn es fühlte sich sehr real an.


    Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass es sich hier um Fiktion handelt. Ich vermute, dass die Autorin wohl schon mal selbst so etwas erlebt hat, denn sonst könnte sie vielleicht nicht so treffend darüber schreiben.




    Die beschriebenen Schicksale sind sehr verschieden, aber sie alle berühren einen sehr. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, und die Recherchen müssen sehr intensiv gewesen sein (was auch aus der Danksagung am Ende des Buches hervorgeht).


    Zugegeben, am Ende weiß man als Leser schon früher als Ally, was los ist, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Mir persönlich hat der Schluss sehr gut gefallen, auch wenn es vielleicht ein bisschen zuviel der glücklichen Fügungen ist -- aber nach all den Schicksalsschlägen, die ich im Buch mit den Charakteren durchlebt habe, kam mir das gerade recht. Ich mag es, wenn etwas positiv und hoffnungsvoll endet. Man bekommt auch einen kleinen Einblick wie und mit welcher Schwester es im nächsten Buch weitergehen wird, und ich freue mich schon darauf.


    Vielleicht werde ich das nächste Buch aber im Original lesen, denn wie schon im ersten Band taucht hier beständig das Wort 'Schmunzeln' auf, und ehrlich gesagt hat es mich genervt. Im heutigen Sprachgebrauch ist es doch eher selten anzutreffen, und wenngleich wir im deutschen nicht so viele Synonyme haben wie die englische Sprache sie aufweist, hätte man doch etwas variieren können. Wieder einmal frage ich mich, ob die Autorin auch nur immer ein und das selbe Wort benutzt, aber das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
    Das ist aber der einzige Tropfen der das Lesevergnügen etwas getrübt hat. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.


    Wie schon der erste Band, ist auch dieser in sich abgeschlossen, und man braucht kein Vorwissen zu haben, um zu verstehen, was vor sich geht. Ich kann allerdings den ersten Band sehr empfehlen.


    Wer gerne gute Unterhaltung mag, ein bisschen was historisches, ein bisschen was fürs Herz und Gemüt, und Spannung ohne Mord- und Totschlag, sollte sich das Buch auf jeden Fall besorgen. Es ist absolut empfehlenswert.


    5ratten

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.&nbsp; - Albert Einstein

    Einmal editiert, zuletzt von Vorleser ()

  • Lucinda Riley - Die Sturmschwester - Goldmann


    Der 2.Teil aus Allys Sicht, getauft nach Alkyone, eine der Schwestern im Siebengestirn, bekannt auch als die Plejaden.
    Genfer See, 2007
    Die Schwestern folgten immer gerne einer Einladung nach Atlantis, aber das es einmal eine Zusammenkubft geben würde, wo kein Lachen durch das beliebte Domizil am Genfer See schallt, hätten sie nie für möglich gehalten, ihrer aller Adoptiv-Vater hat das Zeitliche gesegnet und niemand kann sich von ihm verabschieden, ein Bleisarg versenkt, ins griechische Meer, die letzte Fahrt auf seiner großen Yacht..
    6 Schwestern, alle verschiedenen Blutes, vom gleichen Mann adoptiert, gefunden auf allen Erdteilen, benannt nach dem Siebengestirn: Maia, Alkyone, Asterope, Kelaino, Taygete und Elektra. Sechs von Sieben, der Plejaden. Merope wurde nie gefunden.. Aus aller Welt kommen sie angereist um das Leben ihres Vaters, genannt Pa Salt, zu feiern, er hatte viele Talente und viele Geheimnisse. Jetzt nach seinem Tod, fordert er, die zu Frauen herangewachsenen Schwestern auf, nach ihren Wurzeln zu suchen, die er behutsam in seinen Händen hielt.
    Jede von ihnen bekommt einen Brief, der dabei helfen soll, ihr Wesen zu vervollständigen, mit mysteriösen Hinweisen gespickt, weit in die Vergangenheit reichend. Maia, die inzwischen ihr Glück in Brasilien gefunden hat machte den Anfang, jetzt ist Ally an der Reihe..
    Während sich alle schon auf Atlantis versammelt haben, erlebt Ally schöne Liebesnächte auf einer Yacht in der Ägäis, die Profisegler Ally und Theo sind frisch verliebt, traumhafte Tage und Sternennächte in ihrem Liebesnest auf einer kleinen Insel. Alles wäre perfekt, bis Ally ihr Handy wieder einschaltet, alle Schwestern haben versucht sie zu erreichen, der Anruf von CeCe bringt Klarheit, Pa Salt ist tot. Mit Schuldgefühlen fliegt Ally nach Genf.
    Wie im ersten Teil bekommt jede Tochter einen Brief mit Koordinaten und Hinweisen ihrer Herkunft. Da Pa Salt schon auf jeden Kontinent heimisch war, sind diese weitgestreut.
    Allys Geschichte startet, als sie die Übersetzung eines geheimnisvollen Buches erhält, das sie von Pa Salt erhalten hat, wenig später macht sie sich auf nach Norwegen, eine lange Linie von Halvorsens bestückte Norwegens beste Komponisten und Musiker. Das Buch hat den Titel: "Grieg, Solveig und ich." Im "Grieg-Museum" trifft sie auf Thom Halvorsen, er verspricht zu helfen den es betrifft auch seine Vorfahren..
    Zusammen mit Thom recherchiert sie und erfährt Unglaubliches. Könnte es wirklich noch lebende Verwandte von Ally geben?
    Auch aus ihrer Vergangenheit nimmt sie etwas mit in die Gegenwart, der einzige Weg zeigt nach vorn, in die Zukunft, mit tapferen Schritten geht Ally darauf zu.
    Große Gefühle, dramatisch, und spannend, gute Unterhaltung mit Lucinda Riley, die sich hiermit erneut ihr eigenes "Siebengestirn" schafft.
    Der "Trip" in die griechische Mythologie macht ein wahres "Spekulationabenteuer" daraus.
    :zwinker:
    Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!


    5ratten

    Einmal editiert, zuletzt von SABO ()

  • Inhalt


    Nachdem im ersten Buch der Serie die Geschichte von Maia im Mittelpunkt stand, geht es nun um die zweite Tochte Ally. Auch sie macht sich nach dem Tod ihres Vaters auf die Suche nach ihrer Herkunft.


    Meine Meinung


    Da mir bereits der erste Teil sehr gut gefallen hat, musste ich auch den zweiten unbedingt lesen. Anfangs war ich etwas enttäuscht, weil sich doch sehr viel aus dem ersten Band wiederholt. Ally erfährt vom Tod ihres Vaters und kehrt nach Hause zurück. Somit liest der Leser zum zweiten Mal wie es dann für die Schwestern weitergeht, erst als Ally sich wieder auf den Weg macht, beginnt auch für den Leser ein neues Abenteuer.
    Mich persönlich hat das schon etwas gestört, weil es mich auch gelangweilt hat. Es hat aber natürlich auch den Vorteil, dass man der ersten Teil nicht zwingend gelesen haben muss. Man kann den zweiten Teil ohne Probleme als eigenständiges Buch lesen.


    Abgesehen vom etwas schwierigen Einstieg hat mir das Buch dann aber sehr gut gefallen. Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal wird Ally in der Gegenwart begleitet und zusätzlich wird ein Blick zurück in die Zeit des Nationalsozialismus geworfen. Beides wird sehr gut beschrieben und ich war sofort im Bann und konnte mich in beide Geschichten gut einfinden. Der Wechsel zwischen den beiden Ebenen ist manchmal nicht ganz einfach, aber mich hat das nicht gestört.


    Ein Buch, das viele Themen behandelt - Verlust, Trauer, Liebe, Freundschaft, Familie, Narionalsozialismus, Musik, Kultur - und das ich so schnell sicher nicht vergessen werde. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Band 3 erscheint am 14. November: Die Schattenschwester


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    Zitat

    Star d'Aplièse ist eine sensible junge Frau und begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Seit sie denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe, aus deren Schatten herauszutreten ihr nie gelang. Als ihr geliebter Vater Pa Salt plötzlich stirbt, steht Star jedoch unversehens an einem Wendepunkt. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung sowie den Hinweis, dort nach einer gewissen Flora MacNichol zu fragen. Während Star diesen Spuren folgt, eröffnen sich ihr völlig ungeahnte Wege, die sie nicht nur auf ein wunderbares Anwesen in Kent führen, sondern auch in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert. Und ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt ...

    LG, Dani


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