02 - Teil 2 Wolfsstunde / bis Kapitel 35 (Seite 107 bis 191)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Hier könnt ihr über den Inhalt von Teil 2 Wolfsstunde / bis Kapitel 35 (Seite 107 bis 191) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.

    LG, Dani


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  • Oh man in diesem Abschnitt ist so viel passiert, da fällt es schwer alles zusammen zu bekommen.


    Richtig genial finde ich, wie Simon immer mehr Vertrauen zu Caro fasst. Die ist aber auch toll wie sie ihm immer wieder Mut zuspricht und ihm klar macht, dass er so unnormal gar nicht ist. Und sie sind sich so ähnlich, dass er immer mehr Selbstvertrauen hat.


    Ansonsten gab es für mich zwei Gänsehautmomente. Ich fand es erstaunlich, dass sich Simon wirklich an die Unfallstelle gewagt hat. Das hätte ich mich nicht getraut, erst recht nachdem er erkennt, dass das was er immer im Traum sieht auch im echten Leben so ausschaut. Der zweite gruselige Moment war der im Hotel. Wer schleicht da rum? Ist es der Entführer von Leonie oder vielleicht Leonie selbst? Was stinkt da so im Zimmer 19? Ich habe erst an Leichengeruch gedacht, aber das scheint es dann ja doch nicht gewesen zu sein. :entsetzt:


    Zudem erfahren wir nun wie es zu Simons Suizidversuch gekommen ist. Das klang nun wirklich schlüssig, aber trotzdem krass, dass das in einem Krankenhaus möglich ist. Zum Glück wurde er schnell gefunden.


    Wie schätzt ihr eigentlich Richard Henning ein? Ich fand den bisher total toll, aber Simon scheint ihm so gar nicht zu trauen, weil die Netten meistens die Bösen sind. Hm ob sein Bauchgefühl da besser ist als meins?


    Mein Lieblingssatz: Caro sagt, dass solange jemand an einen denkt, dass derjenige dann auch nicht tot ist. Wirklich tolle Einstellung.


    In den Pool wäre ich ja auch direkt gehüpft, egal was für Keime da drin sein könnten... :redface:


    Was hat es wohl mit dem Bild des Ehepaars im Waldhotel auf sich? Woher kommen die Simon so bekannt vor?


    Mich macht eigentlich nur eins stutzig: Simon ist ja autistisch veranlagt und da hatte ich angenommen, dass man dann niemanden traut bzw. ewig braucht um Vertrauen zu fassen. Caro kennt er aber erst kurz und trotzdem vertraut er sich ihr an. Ist das realistisch?

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Richtig genial finde ich, wie Simon immer mehr Vertrauen zu Caro fasst. Die ist aber auch toll wie sie ihm immer wieder Mut zuspricht und ihm klar macht, dass er so unnormal gar nicht ist. Und sie sind sich so ähnlich, dass er immer mehr Selbstvertrauen hat.


    Ja, das finde ich auch toll! Die Beiden scheinen sich wirklich gut zu ergänzen.


    Ich fand Caros Satz: " Darum solltest du froh sein, dass du anders bist." gut. Sie akzeptiert Simon so, wie er ist und mag ihn mit allen Ecken und Kanten.



    Ansonsten gab es für mich zwei Gänsehautmomente. Ich fand es erstaunlich, dass sich Simon wirklich an die Unfallstelle gewagt hat. Das hätte ich mich nicht getraut, erst recht nachdem er erkennt, dass das was er immer im Traum sieht auch im echten Leben so ausschaut. Der zweite gruselige Moment war der im Hotel. Wer schleicht da rum? Ist es der Entführer von Leonie oder vielleicht Leonie selbst? Was stinkt da so im Zimmer 19? Ich habe erst an Leichengeruch gedacht, aber das scheint es dann ja doch nicht gewesen zu sein. :entsetzt:


    Die beiden Szenen fand ich auch sehr gruselig. Wer oder was ist in dem Hotel? Ist es wirklich eine Bedrohung für Simon? Auch die Beschreibung des Hotela an sich fand ich gelungen. Von außen Horrorhotel, dann stellenweise von innen aber sehr schön und romantisch.



    Wie schätzt ihr eigentlich Richard Henning ein? Ich fand den bisher total toll, aber Simon scheint ihm so gar nicht zu trauen, weil die Netten meistens die Bösen sind. Hm ob sein Bauchgefühl da besser ist als meins?


    Ich werde auch nicht schlau aus dem Verhalten von Herrn Henning. War die Einladung zum Rudern wirklich nur Freundlichkeit? Oder hat Simon recht mit seinem schlechten Gefühl?


    Was hat es wohl mit dem Bild des Ehepaars im Waldhotel auf sich? Woher kommen die Simon so bekannt vor?


    Dazu habe ich auch keine Idee leider. Und wer mag das "benutzte" Zimmer nutzen. Dass es vor kurzem genutzt wurde, ist ja offensichtlich.




    Mich macht eigentlich nur eins stutzig: Simon ist ja autistisch veranlagt und da hatte ich angenommen, dass man dann niemanden traut bzw. ewig braucht um Vertrauen zu fassen. Caro kennt er aber erst kurz und trotzdem vertraut er sich ihr an. Ist das realistisch?


    Meiner Meinung nach ist das schon realistisch. Autisten, die ich kenne, legen sich oftmals recht früh fest, ob sie jemanden mögen/vertrauen oder nicht, und inwieweit sie sich diesen Personen gegenüber öffnen. Es geht manchmal ganz schnell, manchmal dauert es etwas, aber als unrealistisch würde ich die Beziehung zwischen Caro und Simon nicht ansehen.

    Liebe Grüße<br />Tina<br /><br />Ich lese gerade: <br />Wulf Dorn: Die Nacht gehört den Wölfen<br />Marc Elsberg: Zero

  • Puuuuh, der Abschnitt hatte es echt in sich ...


    Als erstes war für mich sehr komisch, dass Richard Henning auftaucht um Simon mit zum Bootshaus zu nehmen... Fand ich irgendwie sehr, sehr seltsam.
    Stattdessen unternimmt er aber was mit Caro, was mir persönlich viel, viel besser gefällt. Schnell fällt den beiden auf, dass sie einige Gemeinsamkeiten haben. Caro wird mir immer sympathischer. Erst die Situation an der Unfallstelle, wo sie ihm zur Seite steht... Dann die Aussage: "Weißt du, dein größtes Problem ist, dass du dir selbst im Weg stehst. So verpasst man die besten Dinge im Leben. Irgendwann ist es zu spät, und dann muss man sich sagen: Ach hätte ich doch... Nur weil man sich etwas nicht getraut hat. Das willst du doch nicht oder?"
    "Ich bin eben ein bisschen anders."
    "Nein, du bist sogar sehr anders. Deshalb mag ich dich..."


    Ich frag mich ob es eine Bedeutung hat, dass an der Stelle, an der im Traum immer diese Tür kommt in der Realität die Bremsspuren sind!?


    Caro und Simon radeln zum alten Waldhotel. Sie entdecken Tierspuren. Aber von welchem Tier stammen sie? Stimmt Simons Verdacht mit dem Wolf?


    In diesem Abschnitt gab es einige unheimliche Stellen, z.B. die mit dem Tuch, welches sich bewegt und eine Gestalt darunter hervorkroch. Wer da wohl in dem Hotel ist?
    Auch in Zimmer 17 scheint jemand geschlafen zu haben... sie finden dort ein Höschen.
    Dann der Gestank aus dem nächsten Zimmer...


    Ich persönlich vermute, dass es hier mit Leonie zusammenhängt. Vielleicht kam der Gestank davon, dass dort eine Leiche liegt!? Und das Höschen könnte ja von ihr sein!?
    Und der Beobachter im Hotel wäre somit der Entführer!?


    Das Abschnittsende ist richtig fies... Ich bin gespannt, ob Simon seine Angst was das Auto angeht überwinden kann und ob Mike ihm damit einen Gefallen getan hat...

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.


  • Oh man in diesem Abschnitt ist so viel passiert, da fällt es schwer alles zusammen zu bekommen.


    Richtig genial finde ich, wie Simon immer mehr Vertrauen zu Caro fasst. Die ist aber auch toll wie sie ihm immer wieder Mut zuspricht und ihm klar macht, dass er so unnormal gar nicht ist. Und sie sind sich so ähnlich, dass er immer mehr Selbstvertrauen hat.


    Ich finde Caro auch toll... Irgendwie muss man sie einfach gern haben ...



    Ansonsten gab es für mich zwei Gänsehautmomente. Ich fand es erstaunlich, dass sich Simon wirklich an die Unfallstelle gewagt hat. Das hätte ich mich nicht getraut, erst recht nachdem er erkennt, dass das was er immer im Traum sieht auch im echten Leben so ausschaut. Der zweite gruselige Moment war der im Hotel. Wer schleicht da rum? Ist es der Entführer von Leonie oder vielleicht Leonie selbst? Was stinkt da so im Zimmer 19? Ich habe erst an Leichengeruch gedacht, aber das scheint es dann ja doch nicht gewesen zu sein. :entsetzt:


    Ähm warum scheint es dann doch nicht so gewesen zu sein??
    Ich dachte auch an Leichengeruch... Aber hab nichts gelesen, was dem widerspricht!?



    Zudem erfahren wir nun wie es zu Simons Suizidversuch gekommen ist. Das klang nun wirklich schlüssig, aber trotzdem krass, dass das in einem Krankenhaus möglich ist. Zum Glück wurde er schnell gefunden.


    In einem normalen Krankenhaus ist ja keine 1:1 Betreuung und meistens ziemlicher Personalmangel, von daher ist das gar nicht so abwegig... Aber trotzdem erschreckend, vor allem nach so einem Unfall sollte man psychologisch so betreut werden, dass man solche Stimmungen evtl. vorhersehen kann.



    Wie schätzt ihr eigentlich Richard Henning ein? Ich fand den bisher total toll, aber Simon scheint ihm so gar nicht zu trauen, weil die Netten meistens die Bösen sind. Hm ob sein Bauchgefühl da besser ist als meins?


    Ich muss ehrlich sagen, ich finde ihn auch unsympathisch... vor allem nach der Szene als er Simon abholen will... ist ja doch ungewöhnlich, dass der da einfach so auftaucht... War mir irgendwie nicht ganz geheuer...



    Was hat es wohl mit dem Bild des Ehepaars im Waldhotel auf sich? Woher kommen die Simon so bekannt vor?


    War da nicht die Rede von den Augen auf dem Bild?! Vielleicht sind das die, die er immer im Traum sieht!?



    Mich macht eigentlich nur eins stutzig: Simon ist ja autistisch veranlagt und da hatte ich angenommen, dass man dann niemanden traut bzw. ewig braucht um Vertrauen zu fassen. Caro kennt er aber erst kurz und trotzdem vertraut er sich ihr an. Ist das realistisch?


    Ja, das finde ich auch... aber Caro hat einige Veranlagungen, die er auch hat, z.B. mit dem Essen. Vielleicht hat sie auch eine autistische Veranlagung und deshalb vertrauen sie sich so...
    Ausserdem wird ja irgendwo einmal gesagt, dass er niemand hat und sie auch nicht. Das verbindet sie wahrscheinlich.

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.


  • Als erstes war für mich sehr komisch, dass Richard Henning auftaucht um Simon mit zum Bootshaus zu nehmen... Fand ich irgendwie sehr, sehr seltsam.


    Ich kann dir ja nur zustimmen. Ich finde ihn total unsympathisch, mag sein, dass sein Angebot vllt nett gemeint war, ich persönlich finde es ziemlich aufdringlich einfach bei jemanden, der noch kein Schüler ist, zuhause aufzutauchen. Seine Art und Weise scheint auch so aufgesetzt. Ziemlich undurchsichtig der Mensch !!


  • Mich macht eigentlich nur eins stutzig: Simon ist ja autistisch veranlagt und da hatte ich angenommen, dass man dann niemanden traut bzw. ewig braucht um Vertrauen zu fassen. Caro kennt er aber erst kurz und trotzdem vertraut er sich ihr an. Ist das realistisch?


    Ich kenne mich jetzt auch nicht so umfassend mit autistischen Störungen aus, allerdings gibt es ja verschiedene Arten von Symptomen und auch Autisformen. Ich habe einen Patienten, der das Aspergersyndrom hat. Bei ihm ist es auch weniger die Kontaktaufnahme, die sich schwierig gestaltet, sondern eher das Einschätzen von Reaktionen der Mitmenschen und er braucht ziemlich viel Struktur im Alltag. Am einfachsten ist es für ihn, wenn immer alles mehr oder weniger gleich abläuft und er sich nicht umstellen muss. Er war auch schnell offen mir gegenüber und sucht eher Körperkontakt, als berührt beispielsweise zur Kontaktaufnahme schon eher mal die Hände. Blickkontakt ist dagegen schwierig für ihn zu halten..

  • Mir gefällt es sehr gut, dass Caro und Simon sich anfreunden bzw. Kontakt zueinander aufbauen. Wie sich herausstellt, ist auch Caro "anders". Ihre Äußerung, dass normal sein langweilig und "anders" sein viel interessanter, finde ich total süß und sympathisch :-) Simon vertraut ihr auch einiges an, spricht mit ihr über seine Erinnerungen, seine Gefühle, die er mit dem Unfall verbindet. Auch als Caro ihn auf seine Narben an den Handgelenken anspricht, ist er ihr gegenüber sehr offen.
    Seine Reaktion auf die Nachricht, dass er alleine überlebt hat, kann ich auf der einen Seite irgendwie verstehen, er stand sicher auch wahnsinnig unter Schock und ist voller Trauer, dennoch ist sie schon ziemlich heftig. Ich kann und möchte aber nicht wissen, wie ich reagieren würde.. Heute schämt sich Simon für seine Reaktion.
    Caro nimmt ihn ernst und hört ihm zu, sie tut die Stimmen oder die Träume von ihm nicht als Spinnerei ab. Ich mag sie wirklich immer mehr.
    Die Szenen im Waldhotel fand ich schon ein wenig gruselig. Mich interessiert wer oder was da in dem Haus war? Warum es/er sich dort versteckt oder gar wohnt? Stehen die Ereignisse, im Zusammenhang mit Leonies Verschwinden?


  • Mir gefällt es sehr gut, dass Caro und Simon sich anfreunden bzw. Kontakt zueinander aufbauen. Wie sich herausstellt, ist auch Caro "anders". Ihre Äußerung, dass normal sein langweilig und "anders" sein viel interessanter, finde ich total süß und sympathisch :-) Simon vertraut ihr auch einiges an, spricht mit ihr über seine Erinnerungen, seine Gefühle, die er mit dem Unfall verbindet. Auch als Caro ihn auf seine Narben an den Handgelenken anspricht, ist er ihr gegenüber sehr offen.
    Seine Reaktion auf die Nachricht, dass er alleine überlebt hat, kann ich auf der einen Seite irgendwie verstehen, er stand sicher auch wahnsinnig unter Schock und ist voller Trauer, dennoch ist sie schon ziemlich heftig. Ich kann und möchte aber nicht wissen, wie ich reagieren würde.. Heute schämt sich Simon für seine Reaktion.
    Caro nimmt ihn ernst und hört ihm zu, sie tut die Stimmen oder die Träume von ihm nicht als Spinnerei ab. Ich mag sie wirklich immer mehr.
    Die Szenen im Waldhotel fand ich schon ein wenig gruselig. Mich interessiert wer oder was da in dem Haus war? Warum es/er sich dort versteckt oder gar wohnt? Stehen die Ereignisse, im Zusammenhang mit Leonies Verschwinden?


    Caro ist einfach nur süß, ich kann es nur immer wieder sagen, ich mag sie.
    Und Simon scheint echt Glück gehabt zu haben, dass er so schnell jemand gefunden hat, dem er sich öffnen und anvertrauen kann. Wer weiß was sonst passiert wäre...


    Ich fand es auch total gruselig. Mit soviel Spannung hab ich anfangs nicht gerechnet... Ich hatte direkt den Verdacht, dass es mit Leonie zusammenhängt... aber wer weiß...
    Wir werden es mit Sicherheit noch erfahren ;-)

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.


  • Ich vermute auch, dass es mit Leonie zusammenhängt. Vllt ist Leonie gezwungen worden sich auszuziehen?? Der Geruch von Verwesung würde glaube ich jeden zum Brechen bringen, oder? Denke eher es hat sich jmd übergeben oder konnte anderweitig nicht mehr an sich halten?? Möglicherweise war sie bewusstlos und dabei ist es passiert?? *grübel*

  • Ich denke auch es hängt mit Leonie zusammen, in welcher Weise auch immer... hoffe, dass wir das in Kürze erfahren werden.

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

  • Ich muss zugeben, dass mich der zweite Abschnitt eher gelangweilt hat. Irgendwie ist nicht wirklich viel passiert und ich habe nicht das Gefühl, in der Geschichte voran gekommen zu sein.


    Dieser Herr Henning ist mir suspekt. Warum steht der auf einmal vor der Tür? Meint er es wirklich gut mit Simon oder führt er irgendwas im Schilde? Grade auf einem Internat hätte er als möglicher Pädophiler ja viel Auswahl... Auch Simon scheint misstrauisch zu sein.


    Gut gefallen hat mir am Anfang der Vergleich, dass Katzen auch mehr brauchen, als nur Futter. Genau so geht es Simon. Die Tante hat sich zwar bemüht, was sein Frühstück und die unterteilten Plastikteller angeht, aber abschieben will sie Simon immer noch.


    Allerdings könnte das Internat für ihn wirklich besser sein, er kann sich ja auch dort einen geregelten Tagesablauf aufbauen und falls Caro real ist (wovon ich immer noch nicht überzeugt bin), hat er da schon mal eine Freundin. Caro ist sehr nett, aber außer Simon hat sie immer noch niemand gesehen. Er kann mit ihr offen reden, sie mag dasselbe Essen wie er, sie lässt ihn über Mathe reden - für eine reale Person fast zu perfekt.


    Ich fand es sehr mutig von Simon, zum Unfallort zurückzukehren und dann auch noch in das Waldhotel einzusteigen. Komisch fand ich, dass der Pool so sauber ist. Der müsste doch schon längst veralgt sein? Und dann die Wolfsspuren, die Gestalt unter dem Tischtuch... sehr unheimlich.


    Auch wenn mich dieser Teil eher an ein Abenteuerbuch für sehr junge Jugendliche erinnert und damit als Erwachsene etwas gelangweilt hat, bin ich gespannt, wie es weitergeht und ob Simon sich den Verfolger und Caro nur einbildet. Ob wohl die Schocktherapie von Mike im Hinblick auf Simons Autophobie funktioniert?


  • Mich macht eigentlich nur eins stutzig: Simon ist ja autistisch veranlagt und da hatte ich angenommen, dass man dann niemanden traut bzw. ewig braucht um Vertrauen zu fassen. Caro kennt er aber erst kurz und trotzdem vertraut er sich ihr an. Ist das realistisch?


    Falls Caro seine imaginäre Freundin ist, ist es realistisch :breitgrins:



    Ich persönlich vermute, dass es hier mit Leonie zusammenhängt. Vielleicht kam der Gestank davon, dass dort eine Leiche liegt!? Und das Höschen könnte ja von ihr sein!?
    Und der Beobachter im Hotel wäre somit der Entführer!?


    Möglich, aber die mit Chips und Schokolade gefüllte Minibar passt in meinem Kopf irgendwie nicht zu dem Entführungsszenario. Da halte ich es für wahrscheinlicher, dass sich in dem Hotel wirklich ein Pärchen aus dem Dorf getroffen hat, um ungestört zu sein.



    Ich dachte auch an Leichengeruch... Aber hab nichts gelesen, was dem widerspricht!?


    Aber eine Leiche riecht ja schon anders als Durchfall. Wobei...kommt vermutlich auf dem Verwesungsgrad an.



    Ich kann dir ja nur zustimmen. Ich finde ihn total unsympathisch, mag sein, dass sein Angebot vllt nett gemeint war, ich persönlich finde es ziemlich aufdringlich einfach bei jemanden, der noch kein Schüler ist, zuhause aufzutauchen. Seine Art und Weise scheint auch so aufgesetzt. Ziemlich undurchsichtig der Mensch !!


    Für mich klingt das ganz klar danach, dass er sich an Simon ranmachen will. Ein verängstigter, einsamer Schüler und ein pädophiler Lehrer mit einnehmendem Wesen - die Tante würde im Zweifelsfall eher dem Lehrer glauben... Ich hoffe, ich liege mit meiner Theorie falsch.




    BlueOcean , ich hätte eine liebgemeinte Bitte. :bussi: Könntest du vielleicht, wenn du auf mehrere Zitate eingehst, dies in einem gesammelten Beitrag tun? Diese vielen Einzelposts irritieren mich beim Lesen des Threads und erzeugen, wenn man den Abschnitt noch nicht gelesen hat und nur auf die Beitragszahl schaut, den Eindruck, dass schon sooo viel geschrieben wurde und dass man weit zurückhängt, obwohl das gar nicht der Realität entspricht.


  • Allerdings könnte das Internat für ihn wirklich besser sein, er kann sich ja auch dort einen geregelten Tagesablauf aufbauen und falls Caro real ist (wovon ich immer noch nicht überzeugt bin), hat er da schon mal eine Freundin. Caro ist sehr nett, aber außer Simon hat sie immer noch niemand gesehen. Er kann mit ihr offen reden, sie mag dasselbe Essen wie er, sie lässt ihn über Mathe reden - für eine reale Person fast zu perfekt.


    Das Caro nicht real sein könnte, hab ich so noch gar nicht gedacht, aber jetzt wo du es sagst... stimmt, bisher hat sie sonst noch niemand gesehen. Das wäre aber doof, wenn sie eine Einbildung wäre...

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  • Aber eine Leiche riecht ja schon anders als Durchfall. Wobei...kommt vermutlich auf dem Verwesungsgrad an.


    oder auf den Durchfall *herzhaftlachen*
    kleiner Scherz am Rande... Sorry :-)

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.


  • Wie schätzt ihr eigentlich Richard Henning ein? Ich fand den bisher total toll, aber Simon scheint ihm so gar nicht zu trauen, weil die Netten meistens die Bösen sind. Hm ob sein Bauchgefühl da besser ist als meins?


    :entsetzt: Bei dem Typen schrillen alle Alarmglocken bei mir! Gerade mit Hinblick auf Simons frühere Bemühungen, Menschen anhand ihrer Körpersprache besser einschätzen zu können, nehme ich es ihm sofort ab, wenn er Henning als wenig vertrauenswürdig empfindet. Jemand, der sich verstellt und nicht authentisch ist, sendet sicher gewisse Signale aus, die Simon misstrauisch machen. Ganz im Gegensatz zu seiner Tante, die Henning gleich um den Finger gewickelt hat...
    Ich habe sogar den Verdacht, dass es sich bei dem Sohn des Hotelbesitzers um Henning handelt. Caro hat erzählt, dass der Sohn als Schürzenjäger galt und kein Interesse daran hatte, das Hotel weiter zu führen. Später steht Simon vor dem Bild mit dem älteren Ehepaar (die ehemaligen Hotelbesitzer?) und fühlt sich an jemanden erinnert - Henning?
    Ich hoffe mal, dass es sich bei dem Entführer des Mädchens und dem eifersüchtigen Exfreund von Melina nicht auch um Henning handelt. Das wäre ein bisschen flach. Er hat aber definitiv "Dreck am Stecken". Dass Simon nach Hennings Spontanbesuch an den Ausspruch von Jessica über die "Wölfe im Schafspelz" denken muss, finde ich sehr bezeichnend. Gerade, weil bei Jessica der Wolf ein Symbol für Gewalt an Frauen und Mädchen ist.



    Das Caro nicht real sein könnte, hab ich so noch gar nicht gedacht, aber jetzt wo du es sagst... stimmt, bisher hat sie sonst noch niemand gesehen. Das wäre aber doof, wenn sie eine Einbildung wäre...


    Oh, das wäre ja gemein. Im Film "Ben X" kommt eine ähnliche Geschichte vor, aber ohne euren Kommentar wäre ich jetzt nie auf so etwas gekommen. Für mich wirkte Caro gleich so authentisch und lebensecht, dass ich sie sofort vor Augen gesehen habe. Ich hoffe ja doch für Simon, dass es so ein nettes Mädel wirklich gibt und nicht nur in seiner Vorstellung. :gruebel:


    Bin gerade bei Seite 116 und werde jetzt erst mal weiterlesen. Das verlassene Hotel fasziniert mich ohne Ende - so etwas hätte ich als Kind gerne entdeckt! (Ok, heute wäre ich immer noch sofort da drin, aber obwohl ich oft mit meinem Hund im Wald unterwegs bin, habe ich noch nie etwas Spannenderes gefunden als einen Tierschädel. :breitgrins:)

    Einmal editiert, zuletzt von Ruby Tuesday ()


  • Wieso ist da ein Spoiler? :gruebel:


  • Wieso ist da ein Spoiler? :gruebel:


    Ich hatte ein bisschen Bedenken, ob meine Spekulationen so früh im Buch schon richtig aufgehoben sind, also hab ich sie lieber mal in Spoilerform verpackt. Wenn sich alle einig sind, dass es unnötig ist, kann ich es auch noch mal ändern. :winken: Beim Lesen und Zitieren ist es schon unpraktisch, das stimmt.

  • Hm ... Henning ist mir zwar auch unsympathisch, aber ob er wirklich hinter allem stecken soll, weiß ich nicht. Die Entführung vielleicht... Aber auch der Ex von Melina?!


    Dieses Buch lässt uns echt viel Raum zum Diskutieren und Spekulieren ;-)

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  • Ich hatte ein bisschen Bedenken, ob meine Spekulationen so früh im Buch schon richtig aufgehoben sind, also hab ich sie lieber mal in Spoilerform verpackt.


    Wenn dir die Spekulationen und Ideen schon so früh im Buch kommen, dann sind sie doch genau hier angebracht. Ich spekuliere ja auch schon seit Abschnitt 1, dass Caro nicht real sein könnte :breitgrins:
    Ich dachte bei dem Spoiler erst, du würdest dich damit vielleicht auf etwas beziehen, was erst im nächsten Abschnitt erwähnt wird - wobei dann ja auch kein Spoiler sondern ein Post im nächsten Thread angebracht wäre. :zwinker: