Fantasy-Autor gesucht! Wer kann mir helfen?

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Es gibt 36 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Twilight.

  • Hallo zusammen!


    Ich bin neulich mit einer Hausmeisterin ins Gespräch gekommen bezüglich Fantasy-Autoren. Ich habe Ihr erzählt, dass ich seit langem gute Fantasy suche - aber keine Lust auf ellenlange Serien und Sagas habe.


    Irgendwie muss sie das verletzt haben. Sie hat mir zwar noch einen Namen gegeben, mich aber dann an die frische Luft gesetzt. Jetzt habe ich ihre Adresse verloren, aber vielleicht könnt ihr mir helfen.


    Wenn ich mich richtig erinnere, muss es sich um einen Mann gehandelt haben, dessen Nachname mit "Mc" beginnt und der offenbar keine (oder nicht nur) Serien geschrieben hat. Kennt jemand so einen Autor?


    Wenn ja: Was hat er geschrieben? Wie ist er so?


    Dankbar für jede Antwort


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Hallo!


    Danke für die schnelle Antwort. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob er einer von der Liste ist. Allerdings muss ich gestehen, dass mich von den dort vorgestellten Autoren / Titeln jetzt keiner interessiert.


    Vielleicht hat mich die Gute zum Narren gehalten, vielleicht habe ich meine Interessen nicht klar genug 'rübergebracht :sauer: .


    Trotzdem: nochmals danke!


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Hallo,


    vielleicht war es Lois McMaster Bujold?
    Sie hat wohl zuerst Science Fiction geschrieben, dann (angeblich sehr gute) Fantasy. Ich habe aber selbst noch nichts von ihr gelesen.


    Gruß
    Seoman

  • Hallo sandhofer,


    muss es unbedingt Mc sein oder kann es vielleicht auch Mac heißen?


    Dazu fällt mir George MacDonald ein. Ein Zeitgenosse von C.S. Lewis, der auch Fantasy oder Märchen(?) geschrieben hat.


    Gruß
    yanni

  • Hallo zusammen!


    Zitat von "Seoman"

    vielleicht war es Lois McMaster Bujold?


    Bingo! Weiss jemand mehr über sie?


    yanni: George MacDonald und Zeitgenosse von C. S. Lewis klingt aber auch interessant. Was müsste man über diesen Mann wissen?


    Grüsse


    Sandhofer
    (der dieses Forum wieder mal heiss und innig liebt :smile: !)

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Also wirklich, sandhofer *ggg*


    Von Bujold habe ich noch nichts gelesen, aber ich hadere gerade, ob das was für Dich ist ;-)


    Kennst Du Terence Hanbury White - Das Schwert im Stein? Ich könnte mir vorstellen, dass das Fantasy für Dich sein könnte.


    Evtl. sogar Die Brautprinzessin von William Goldman.


    Aber probiers ruhig mal mit Bujold und sag' mir, wie es Dir gefallen hat (bei mir subben die Bücher von der Autorin nämlich noch :breitgrins:)


    Liebe Grüße
    nimue

    "Vor ein paar Jahren hätte ich Ihnen geantwortet: Wir sind nicht die Weimarer Republik. Aber wenn ich mir die Entwicklungen in der letzten Zeit so ansehe, dann muss ich antworten: Ja, ich mache mir ernsthaft Sorgen um unsere Demokratie." (Ein Experte für Rechtsextremismus wird in der Dokumentation "Rechts. Deutsch. Radikal")

  • Hallo zusammen!


    Ich habe gerade mal bei Wikipedia nachgelesen ...


    Zitat von "nimue"

    Von Bujold habe ich noch nichts gelesen, aber ich hadere gerade, ob das was für Dich ist ;-)
    Aber probiers ruhig mal mit Bujold und sag' mir, wie es Dir gefallen hat (bei mir subben die Bücher von der Autorin nämlich noch :breitgrins:)


    Über ihre Fantasy habe ich so auf die Schnelle nichts gefunden. Ich habe aber herausgefunden, dass ich sogar mal was von ihrer SF gelesen habe, die ersten zwei oder drei Kapitel eines ihrer Bücher um diesen zu kurz geratenen Aristokraten auf irgend so einem Planeten. Ich fand die Idee mit einem Helden, der an der Glasknochenkrankheit leidet, sehr interessant. Beim Herumwühlen im Internet musste ich dann allerdings feststellen, dass sie ihrem Helden diese Knochen offenbar sehr bald austreibt. Und auf eine 08/15-Space Opera hatte ich keine Lust. Denn so richtig vom Hocker gehauen hatte mich nun dieser Winzling auch nicht. Ausserdem mag ich keine Serien, auch keine Pseudo-Serien à la Scheibenwelt. Und das heisst nicht, dass ich Leute verurteile die solches mögen; aber ich mag nun einmal nicht.


    Zitat von "nimue"

    Kennst Du Terence Hanbury White - Das Schwert im Stein? Ich könnte mir vorstellen, dass das Fantasy für Dich sein könnte.


    Geh ich nachher gleich mal kucken.


    Zitat von "nimue"

    Evtl. sogar Die Brautprinzessin von William Goldman.


    Dito.


    George MacDonald, den ich auch bei Wikipedia gefunden habe, ist übrigens doch eher eine Generation vor C. S. Lewis, gleichzeitig mit Lewis Carroll. Scheint christlich angehaucht zu sein, aber seine Lilith habe ich mir mal geistig notiert. Andere seiner Werke sind als "Kinderbuch" markiert, aber das ist Alice in Wonderland ja auch ...


    Und vielleicht nehme ich ja nochmals einen Anlauf mit Meyrinks Golem. Hatte ich letzthin in Händen :zwinker: , hat mich aber irgendwie dann doch nicht gereizt.


    Anyway: Nochmals Danke!


    Grüsse


    Sandhofer


    EDIT: War gerade kucken. ... Tut mir leid, das habe ich vergessen: Kein Artus. Nachdem ich seinerzeit die schönen mittelhochdeutschen Epen von Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach gelesen habe, kann ich den neuen Versionen nichts mehr abgewinnen.


    Goldman hingegen klingt interessant.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Hallo Sandhofer,


    ich würde dir gerne John Myers Myers "Die Insel Literaria" von 1949 ans Herz legen.
    Dorthin verschlägt es einen Schiffbrüchigen, der auf dieser Insel allerlei Gestalten begegnet, die einem Leser nicht unbekannt sein dürften (wenn es bei der Fülle auch so gut wie unmöglich ist alle zu kennen).
    Der Weg des Schiffbrüchigen über die Insel teilt sich in drei Teile: Der erste ist vom Zufall bestimmt, der zweite durch eine Wahl und der dritte durch Orakelspruch und endet zünftig mit einer Höllenfahrt mit einem Begleiter namens Faustopheles.
    Leider nur noch gebraucht zu bekommen.

  • Versuch's mal mit Guy Gavriel Kay.


    Tigana
    A Song for Arbonne
    The Lions of Al-Rassan
    The Last Light of the Sun


    Das sind alles standalones, und bis auf das letzte (da bin ich mir nicht sicher) sind die auch alle übersetzt. Frag' mich nur nicht nach den deutschen Titeln. :breitgrins:


    Sailing to Sarantium/Lord of Emperors ist eine Duology, nur die Fionavar Tapestry gehört zu den von Dir so verabscheuten Trilogien. :zwinker:


    Ansonsten finde ich keine Einzelbände in meinen Fantasy-Regalen, ich mag nämlich diese 3-5 Bücher Serien. Nur bei so richtig endlosen wie Robert Jordan passe ich, das wird einfach auf die Dauer langweilig.

    Alamir

  • Hallo zusammen!


    Nochmals vielen Dank!


    Die Links zu George MacDonald, yanni, sind sehr interessant. Er ist definitiv auf meiner Liste. Im Moment hat mein SUB allerdings die astronomische Höhe von fast 20 Büchern, und ich halte mich noch zurück. Der Autor ist aber registriert.


    @Perdonaris: Auch Myers klingt gut. Leider finde ich Silverlock, wie das Original offenbar heisst, im Moment nur in amerikanischen oder kanadischen Antiquariaten. Da sind mir die Versandkosten dann doch ein bisschen zu hoch ... Die Übersetzung ist bei Bastei-Lübbe erschienen, und ich traue dem Verlag ehrlich gesagt nicht in Bezug auf Bearbeitung / Kürzung.


    Alamir: Guy Gavriel Kay orientiert sich, wenn ich Wikipedia richtig verstehe, sehr stark an realen geschichtlichen Ereignissen. Ist dem so? A Song for Arbonne könnte mich interessieren, da die Provence zu meinen Lieblingslandschaften gehört - die Kreuzzüge und gar die Albigenserkreuzzüge allerdings nicht zu meinen Lieblingsthemen. :sauer:


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Hallo Sandhofer,


    ah, ich wußte nicht, dass du auch im Original liest.
    "Silverlock" ist sowohl in der NESFA-Ausgabe (die enthält den Reader's Companion in dem alle erwähnten literarischen Anspieleungen aufgeführt sind) als auch als ACE-Taschenbuch erhältlich.

  • Zitat von "sandhofer"

    Alamir: Guy Gavriel Kay orientiert sich, wenn ich Wikipedia richtig verstehe, sehr stark an realen geschichtlichen Ereignissen. Ist dem so? A Song for Arbonne könnte mich interessieren, da die Provence zu meinen Lieblingslandschaften gehört - die Kreuzzüge und gar die Albigenserkreuzzüge allerdings nicht zu meinen Lieblingsthemen. :sauer:


    Grüsse


    Sandhofer


    Natürlich spielt eine Fantasy-Version religiöser Konflikte im Hintergrund mit hinein, aber A Song for Arbonne ist kein Kreuzzugsroman, auch nicht in Fantasy-Verkleidung à la Peter Berling. Kay selbst hat Arbonne als "love song for the Provence" bezeichnet, and Kunst und die Rolle von Künstlern in der Gesellschaft ist eins der zentralen Themen. Es ist ein relativ ruhiges Buch das auf epische Schlachten verzichtet, aber es ein Liebeslied an die Provence/Arbonne ist es auf jeden Fall, und weit entfernt von den typischen Fantasy-Clichés, die es selbst mir schwermachen, die interessanten Bücher aus dem ganzen Wust zu fischen. ;)


    Ich weiß nicht, wie gut die Übersetzung ist, und da Kay eine sehr schöne Sprache schreibt, empfehle ich das Original falls Dein Englisch ausreicht.


    Meiner Meinung nach hat Tigana mehr Schwung, Lions of Al-Rassan und die Sarantium Bücher sind künstlerisch ausgereifter und in sich geschlossener, während The Last Light of the Sun stilistisch und thematisch mehr experimentell ist, aber Arbonne hat seinen berechtingten Platz in Kays Werken. Es sind Bücher, die ich immer mal wieder lese.

    Alamir

  • Hallo!


    Zitat von "Alamir"

    Kay selbst hat Arbonne als "love song for the Provence" bezeichnet, and Kunst und die Rolle von Künstlern in der Gesellschaft ist eins der zentralen Themen.


    Klingt höchst interessant. Ist ebenfalls auf meinem imaginären Merkzettel gelandet. Danke!


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • sandhofer: Gibt es eigentlich ein bestimmtes Subgenre, das du bevorzugst? Und - warum eigentlich keine "ellenlangen Sagas"? Gerade dieser epische Stil macht doch eigentlich den Reiz der Fantasy aus. Wenn du vor einer gewissen Langatmigkeit nicht zurückschreckst, könnte ich dir den "Osten Ard" - Zyklus von Tad Williams empfehlen. Der ist ja auch "nur" vier Bände lang.


    In jüngerer Zeit werden ja massenweise Fantasyromane auf den Markt geworfen, ich denke da an diese (Mach-)Werke von Bernhard Hennen und Konsorten. Die ignoriere ich allerdings - vielleicht kann ein anderes Forenmitglied was dazu sagen?

  • A propos Provence, da fällt mir noch ein Tipp ein: Wolf von Niebelschütz - Die Kinder der Finsternis.
    Spielt in einer sagenhaften Provence des 12. Jahurhunderts hier Kelgurien genannt. Dreht sich um den Schäfer Barral, der später in den Balladen als Schäferkönig erscheint und der ein Ahnherr des guten Königs René ist.
    Wunderbares knarziges wuchtiges Deutsch.


    Hier der Anfang:
    Es lag ein Bischof tot in einer Mur am Zederngebirge fünf Stunden schon unter strömenden Wolkenbrüchen. Die Mur war hinabgemalmt mit ihm und seinem Karren und seinen Maultieren und seiner Geliebten, unter ihm fort, über ihn hin, als schmettere das Erdreich ihn in den Schlund der Hölle, kurz vor Anbruch der Nacht.
    Fünf Stunden donnerten die Gießbäche, Felsen und Schuttlawinen; die Bergflanke bebte. Fünf Stunden kauerte die Geliebte neben dem Gehaßten, unverletzt, naß bis zur Haut, frierend, obwohl es warm war. Fünf Stunden schrien und keilten hufoben die Mulis und rüttelten durch das verknäulte Geschirr den Wagenkasten, der ohne Räder hintüber auf dem Steinmeer saß, bedeckt von grauenvoller Dunkelheit.

  • Hallo zusammen!


    Zitat von "Kringel"

    sandhofer: Gibt es eigentlich ein bestimmtes Subgenre, das du bevorzugst?


    Öhm ... Subgenre ... was muss ich mir darunter vorstellen?


    Zitat von "Kringel"

    Und - warum eigentlich keine "ellenlangen Sagas"? Gerade dieser epische Stil macht doch eigentlich den Reiz der Fantasy aus.


    Weil es mich langweilt, über Tausende von Seiten mit denselben Typen dieselben Abenteuer zu erleben. Ich habe als Jugendlicher die Pseudo-Serie um Old Shatterhand bzw. Kara ben Nemsi verschlungen und ich lese Karl May noch heute gern. Aber auch er konnte die Qualität seiner Schreibe nicht über Tausende von Seiten beibehalten. Das kann wohl niemand.


    @Perdonaris: Der Ausschnitt klingt mir jetzt ein bisschen allzu gesuchtes Imitations-Barock-Deutsch, allzu preziös. Ich mag aber an und für sich skurrile Gestalten, sei es als Autor, sei es als erfundene Figur. Ich warte mal ab.


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Und was ist, wenn viele verschiedene Hauptfiguren ganz unterschiedliche und teils recht ungewöhnliche Abenteuer erleben? Wenn dir das gefallen würde, wäre "Osten Ard" durchaus was für dich.


    Zu den Fantasy-Subgenres: Siehe Wikipedia, wobei ich nicht wie dort von "Low Fantasy", sondern eher von "Heroic Fantasy" sprechen würde, wenn es um Conan, Kane und Co. geht.