Chajm Guski - Badatz!

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  • Chajm Guski - Badatz!


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    OA: 2013
    166 Seiten
    ISBN: 978-3735722621


    Inhalt:
    »Badatz!« das sind 44 Geschichten. Geschichten die zunächst, zum Teil in gekürzter Form, in der Reihe »Neulich beim Kiddusch« in der Jüdischen Allgemeinen erschienen sind.


    Wir treffen Juden aus London, Antwerpen, dem Ruhrgebiet, Israel und irgendwie von nebenan. Wir begegnen nichtjüdischen Besuchern in Synagogen, Super-Orthodoxen, Konvertiten, Naa-zis, Zionisten und Anti-Zionisten. Eiskalten Frauen und freundlichen Frauen.


    Natürlich sind einige der Figuren stereotypisch, aber offensichtlich so stereotypisch, dass sich Menschen wiedererkannt haben. Menschen, die dem Autoren niemals begegnet sind.


    für Nichtjuden:
    Jüdische Familien haben die gleichen Sorgen, Probleme und Kopfschmerzen wie ihre übrige Nachbarschaft – nur eben koscher und natürlich sehr viel liebenswerter und kuscheliger.
    Dazu sind sie aus tiefstem Herzen religiös. Dass sie Klezmer hören, versteht sich von selbst.
    Wenn Sie das glauben, ist dieses Buch genau das richtige für Sie.
    Falls Sie das nicht annehmen: Überprüfen Sie Ihre progressive Haltung anhand dieses Buches.



    für Juden:
    Es ist schon doch abgedroschen, wenn man schreibt, dass die hitzigsten Debatten im ukrainischen oder italienischen Parlament gegenüber einer Gemeindeversammlung wirken, wie Kindergeburtstage mit Kindern die man mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt hat.
    Dabei steht die Gemeindeversammlung noch hinter einer Familienfeier. Der einzige Unterschied scheint zu sein, dass man nach der Familienfeier hinterher trotzdem noch etwas gemeinsam trinkt.
    Kleine Geschichten davon erzählt dieses Buch.


    Eigene Meinung:
    Ich las dieses Buch mit einem Schmunzeln. Chajm Guski hat den Kern des jüdischen Gemeindelebens getroffen und während der Lektüre überlegt man schon das ein oder andere mal, ob eben jener Autor nicht doch mal in der eigenen Gemeinde saß und seine Erlebnisse dort zu Papier brachte.
    Vieles kennt man aus eigener Erfahrung, anderes klingt zwar skurril, aber man ist sofort dazu bereit zu glauben, was man liest, denn man kennt ja seine Pappenheimer.
    Eine nettes Buch, in welchem der Autor dem Leser ein wenig den Spiegel vor Augen hält, sich dabei aber selbst ein wenig auf die Schippe nimmt und dies gepaart mit einem liebevollen Lächeln.
    Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

  • Das klingt ja mal richtig interessant. Ich habe gerade eine Vorliebe für kurze Geschichten entdeckt und das dürfte sehr gut zu meinem Interessenspektrum passen. :daumen:


    Allerdings finde ich, daß dieses Buch doch eher nicht in dieses Unterforum passt. Unter "Zwischen Himmel und Erde" stelle ich mir hier immer eher spirituelle und religiöse Dinge vor.
    Aber vielleicht passt es ja doch hier hin??

  • ich habe ewig mit mir gerungen, aber ich wusste beim besten Willen nicht, wo ich dieses Buch thematisch parken konnte. :smile:

  • Da es im wesentlichen um das Judentum (=Religion) und spezifische Phänomene in jüdischen Gemeinden geht, passt das hier schon. Zwischen Himmel und Erde gibt es ja nicht nur Esoterik ;)

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • :winken:
    Danke! Dann passt es ja. Ich hab das Thema wohl eher immer etwas zu eng gesehen. Unter Zeitgenössisches hätte es sicher auch gepasst, so vom Gefühl her. :smile:
    Wenn ich es gelesen habe, bin ich dann auch schlauer. :zwinker: