Richard Parks - The Heavenly Fox

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hallo ihr Lieben,


    ich komme in letzter Zeit gar nicht dazu, im Forum zu posten. :traurig: Gelesen habe ich dafür fleißig und dank SLW enthalte ich euch auch meine Eindrücke zu einem kleinen, eher unbekannten Büchlein nicht vor.


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    Inhalt:
    Ein Fuchs, der fünfzig Jahre alt wird, erhält die Fähigkeit sich in eine schöne Menschenfrau zu verwandeln. Ein Fuchs, der einhundert Jahre alt wird, kann sich entweder in eine schöne junge Frau oder einen schönen jungen Mann verwandeln, wnan immer er will. Jedoch ein Fuchs, der tausend Jahre alt wird, wird ein Heavenly Fox, unsterblich und mächtig und fähig, mit den Göttern selbst zu sprechen.


    Meine Meinung:
    Dieses wirklich sehr, sehr dünne Buch hat mich ziemlich beeindruckt. In nur drei Kapiteln wird die Geschichte von Springshadow erzählt. Die Füchsin ist zu Beginn des Buches schon 999 Jahre alt und muss noch die letzten drei Tage zur Unsterblichkeit überbrücken. Wir erfahren auch gleich, wie sie es geschafft hat, überhaupt so lange zu leben - und einfach war es nicht. :breitgrins: Um ihr eigenes Leben zu erhalten, muss Springshadow anderen (in der Regel menschlichen Männern) einen Teil ihrer Lebenskraft entziehen. Als Fuchs lässt es sich relativ kalt, welchen Schaden sie damit anrichtet. Was sind schon Menschenleben, wenn die Unsterblichkeit in greifbarer Nähe ist?


    Doch Springshadows Vorhaben bleibt nicht unbeachtet. Kurz vor ihrem tausendsten Geburtstag wird sie von der Göttin der Gnade, Guan Shi Yin, und dem Unsterblichen Wildeye besucht. Wildeye hat seine Unsterblichkeit durch cleveren Diebstahl erreicht - er hat die Pfirsiche des Himmels gestohlen und gegessen. Wenn ich nicht ganz falsch liege (mein Wissen über chinesische Mythologie hält sich leider in Grenzen) ist Wildeye der Affenkönig, Sun Wu Kong, und damit für mich immer gern gesehen. :breitgrins:


    Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass Springshadow ihre Unsterblichkeit erlangt. Denn das ist nur der Anfang. Als unsterbliche Füchsin... was soll sie mit ihrer Zeit anfangen? Mit ihrer neuen Macht? Mit ihren neun Fuchsschwänzen, die ständig im Weg sind? Es klingt jetzt vielleicht simpel, aber Springshadows Suche nach einem Sinn fürs Leben, besonders ein Leben als Gott, geht sehr philosophische Wege. Der Himmel ist leider der Erde viel zu ähnlich und so macht Springshadow sich auf, nach dem einzigen andere Fuchs zu suchen, der tausend Jahre alt wurde und dann plötzlich verschwand. Die Suche bringt sie bis in die Hölle und als sie Sunflash findet und seine Geschichte hört, muss Springshadow ihr Weltbild erneut in Frage stellen.


    Mir hat sehr gefallen, dass die Tiere hier wirklich wie Tiere agieren. Füchsen ist es egal, wenn ein Mensch irgendwo stirbt oder leidet, selbst wenn sie für dieses Leid verantwortlich sind. Aber das heißt nicht, dass Springshadow keine Empathie fühlen kann. Sunflashs Geschichte öffnet ihr die Augen zumindest so weit, dass sie andere Sichtweisen akzeptieren kann und für sich selbst überlegt, ob alles was sie tut immer richtig ist. Die Mischung aus Mythologie, Fabel und zeitloser Prosa hat mir sehr gefallen. Ich denke wenn ich etwas mehr über die Mythen gelesen habe, werde ich The Heavenly Fox noch einmal lesen. Meine Vermutung ist, dass ich viele kleine Dinge überlesen habe. Aber selbst ohne Vorwissen fand ich Springshadows Geschichte berührend und spannend.


    4ratten


    Liebe Grüße,
    Wendy

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