01 - Vorwort bis einschl. Kapitel II (bis Seite 30)

Leserunde mit Tobias O. Meißner ab 06.09.2019: Evil Miss Universe [Gesellschaftskritische Romantic Comedy]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kiba.

  • Hallo ihr Lieben!


    Hier startet die Leserunde zu "Ist Shakespeare tot?" von Mark Twain.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu sagen oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Außerdem wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir zusammen bleiben und damit auf einem ähnlichen Stand spekulieren und diskutieren können. Als Faustregel gilt, nicht mehr als ein Abschnitt pro Tag.


    Die Abschnitte sind etwas kleiner als gewohnt, weil das Buch auch sehr dünn ist.


    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Hier könnt ihr zum Inhalt von Vorwort bis einschl. Kapitel II (bis Seite 30) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen (und sind sowieso nicht sehr sinnvoll bei diesem Buch)

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

  • Ohne vorpreschen zu wollen, heute morgen war ich um fünf Uhr wach und habe mich mit dem Vorwort beschäftigt. Ich bin der Meinung, es ist so schön geschrieben, es sollte nicht unter den Tisch fallen (und das kann man nun wirklich nicht von jedem Vorwort sagen)!


    Und keine Angst, ich habe wirklich nicht vor durchs Buch zu hecheln, es ergab sich einfach so. :winken:


    Vorab: ich habe weder Shakespeare, noch Mark Twain jemals gelesen. Aber schon sehr viel gesehen. Die Verfilmungen von Tom Sawyer habe ich als Kind geliebt. Mich wundert es selbst, dass ich es nie gelesen habe. Mit Shakespeare verhält es sich ähnlich, nur dass ich nicht sicher bin, ob ich es unbedingt lesen muss. Und so gefiel mir das Vorwort von Leander Haußmann auch ausgesprochen gut, hat es mich doch schon sehr auf das Buch eingestimmt.
    Ich liebe es, wenn Menschen aus dem Stegreif rezitieren können. Und gerade Shakespeare eignet sich ja ganz hervorragend dazu. Und besonders die Szene am Sterbebett des Großvaters Haußmann, mit drei Generationen Schauspielern – Großvater, Vater, Sohn – hat mich sehr beeindruckt.
    Heute sage ich Nein! Shakespeare ist nicht tot. Nicht, solange diese wunderbaren Geschichten erzählt, gespielt werden, er an Sterbebetten und in Treppenhäusern oder sonst wo, rezitiert wird.
    Am Ende des Buches sind wir vielleicht schlauer. Lassen wir überraschen, was Herr Zwain uns zu sagen hat.

    🐌

  • Mir ging es zunächst genauso mit dem Vorwort: eine schöne Einstimmung. Allerdings verblasst es doch gewaltig hinsichtlich Twains amüsant, beeindruckend und faszinierend erzählter Episoden. Einzig der Hinweis auf die Spaltung in zwei Lager - Stratfordianer und Baconisten -, was die Shakespeare-Forschung angeht (ich hoffe, ich trete nicht ins Fettnäpfchen, denn mit Shakespeare als Autor habe ich mich zuvor nie befasst), blieb für mich als wichtig übrig.


    Zu Twain: Er ist ein großartiger Unterhalter - und zwar im besten Sinne! Allein seine Sprache, wie er übertreibt, ausholt, akkumuliert, empfinde ich als pures Lesevergnügen. Wie intelligent er die Argumente seiner Streitpartner aushebelt, so dass denen nur noch bleibt, ihn als "Arschloch" (S.24) zu bezeichnen, ist bewundernswert, erst Recht unter Berücksichtigung seines damaligen Alters.


    Mit welchen Eindrücken ich noch zurück bleibe: So ganz weiß ich immer noch nicht, was mich erwartet. Und: Ich bekomme die Ausführungen zu den "Anmaßenden" nicht richtig in einen Zusammenhang.

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />

  • Ehrlich gesagt musste ich auch erstmal nachlesen, wer Bacon war. Aber die Erklärung fand ich überaus spannend.


    Die Geschichte mit dem vorlesenden Kapitän - ein Genuss. Doch - ich werde Twain lesen müssen. :breitgrins:


    Im Hinterkopf entwickelt sich, was Twain mit den Anmaßenden meint. Es ist ber noch nicht recht greifbar und in Worte zu fassen. Es geht in die Richtung "mehr Schein, als Sein".

    &#128012;

  • Das Vorwort hat mir richtig gut gefallen, weil der Schauspieler nicht nur auf die Shakespeare-Kontroverse eingegangen ist, sondern auch sein eigenes Verhältnis bzw. Aufwachsen mit Twain und Shakespeare verortet hat. Am amüsantesten fand ich den letzten Abschnitt des Vorworts über Shakespeares mehr als fragwürdig erhaltene Büste. Hausmanns Einführung ist gleichermaßen kritisch und feinsinnig.
    So geht er u.a. mit Twains Kritik an Shakespeares einfacher Herkunft hart ins Gericht, denn Twain stammt selbst nicht aus reichem Hause :-)


    Twain fabuliert auf den ersten Seiten ganz schön. Was er wohl mit "Anmaßenden" meint? Jedenfalls wirkt seine Sprache recht antiquiert. Nichtsdestotrotz sind seine Ausführungen interessant. Er bringt den etwas schwammigen Wissensstand über Shakespeares Leben sehr überzeugend rüber. Vielleichter und Möglichseiender - herrlich ironisch. Ich war selbst schon in Stratford-upon-Avon und habe Shakespeares Wohnhaus gesehen und diesen Art Museumsbereich besucht. Irgendwie war die Stimmung ganz speziell und sicherlich etwas geheimnisvoll und mythisch aufgeladen, weil wir damals Shakespeare gerade in Englisch durchgenommen hatten und ich ein Referat über ihn halten musste.
    Ob der Sprachduktus stark von der Rechtssprache beeinflusst ist, kann ich als Laie nicht so recht beurteilen, dahingehend habe ich seine Werke auch nie gelesen - ist aber ein spannender Aspekt.


  • Die Geschichte mit dem vorlesenden Kapitän - ein Genuss. Doch - ich werde Twain lesen müssen. :breitgrins:


    Ja, die Geschichte um Kapitän Brown, der Twain erstmals an Shakespeare herangeführt hat, fand ich auch witzig. Durch twains Ausführungen konnte ich mir des Kapitäns theatralische Einlagen sehr lebhaft vorstellen.

  • Twain fabuliert auf den ersten Seiten ganz schön. Was er wohl mit "Anmaßenden" meint? Jedenfalls wirkt seine Sprache recht antiquiert.


    Na ja, das Buch ist antiquiert. :winken:
    Aber nichts desto trotz ist das Thema ja durchaus, aktuell wäre jetzt zuviel gesagt, ich sage mal - nicht überholt.

    &#128012;

  • Ja, sprachlich ist das Buch ein Kind seiner Zeit, aber thematisch, da gebe ich dir Recht, ist's immer noch aktuell. Denn der Mythos "Shakespeare" ist alles andere als tot (s. Titel) ;-)

  • Jetzt krame ich gerade alles, was ich mal zu Shakespeare gelernt habe, wieder aus meinem Köpfchen hervor. Und es war nicht gerade wenig, wo ich in der Schule doch den Englisch-LK belegt hatte und wir Shakespeare natürlich einiges an Zeit gewidmet haben. Allerdings ist es jetzt auch schon acht Jahre her, seit ich mein Abitur gemacht habe... :rollen:
    Also diese Bacon-Theorie ist mir schon noch ein Begriff, aber viel mehr auch nicht mehr. Sprich: Ich kenn die These, aber nicht die Argumente. Ich denke, wir werden sicherlich aber noch einige kennen lernen.


    Das Vorwort von Leander Haußmann fand ich auch super, aber ich muss ich allerdings louzilla Recht geben, dass er nach Twains Ausführungen ein wenig herabsackt. Die Anspielung auf das Bild vorne fand ich allerdings super. Der Ohrring ist mir noch nie aufgefallen.


    Twains Sprache ist ein wahrer Genuß. Ähnlich ergeht es mir immer bei den Büchern von Erich Kästner, dessen Stil mein Herz auch immer höher schlägen lässt. Von Twain habe ich - glaube ich - nur Tom Sawyer und Huck Finn gelesen und erinnert mich daran, dass ich immer mal mehr lesen wollte, aber nun tue ich das ja auch gerade. :)


    Ich verstehe nicht so genau, warum ihr die anmaßend-Sache nicht versteht. Ich habe kurz in die Fußnoten geschaut und dann wurde recht schnell klar, was Twain meint. Oder steckt da noch viel mehr hinter und ich habe es gar nich verstanden?

  • In die Fußnoten hab ich schon auch geschaut, bin aber nicht dahinter gekommen, was die genannten Beispiele mit Shakespeare zu tun haben.


    Was mich auch noch die ganze Zeit beschäftigt: Was sind die 5 Fakten über den Teufel?


    Genial fand ich die Schlussfolgerung des kleinen Twains, dass Eva ziemlich gelassen sein müsse und das ein edler Zug sei.


    Die Sprache finde ich gar nicht so antiquiert, ich hätte Twain jetzt eher ein fulminantes Sprachvermögen zugeschrieben - jedenfalls ist's ein Genuss!
    Avila : Auch ich habe Erich Kästner als Kind geliebt!

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

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  • Anmaßend - war Skakespeare anmaßend? Hat er sich mit fremden Federn geschmückt?
    Wollte oder konnte sich jemand anderes als Urheber nicht kenntlich machen und hat Shakespeare um Hilfe bzw seinen Namen gebeten? Dânn wäre es nicht anmaßend, so wie ich es verstehe.
    Hätte er die Werke in seinem Namen veröffentlicht, weil z.B. seine Frau - als Frau - nicht in Erscheinung treten konnte, wäre es eine Form der Anmaßung. (Hatte er überhaupt eine Frau? Oder Schwester, Mutter, Freundin....so in die Richtung)
    Das sind so meine Gedanken - laienhaft in Worte gefasst.

    &#128012;

  • So, die Abschnitte sind ja relativ kurz.


    Vor kurzem sah ich zufällig eine Doku über Shakespeare im Fernsehen, in der es auch darum ging, ob dessen Werke nicht vielleicht auch von einer anderen Person geschrieben worden sein könnten. Und es hat halt auch damals schon die Gemüter erhitzt.
    Ich glaube, es wird wohl ewig im Dunkeln bleiben, ob die Bücher von ihm stammen oder nicht.


    Bis dato wusste ich nicht, das sich Mark Twain auch mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.



    Ja, die Geschichte um Kapitän Brown, der Twain erstmals an Shakespeare herangeführt hat, fand ich auch witzig. Durch twains Ausführungen konnte ich mir des Kapitäns theatralische Einlagen sehr lebhaft vorstellen.


    Die Geschichte hatte was, daher stammt also das Interesse für Shakespeare, schade, dass es bei den "Lesungen" immer wieder Störungen bzw. Unterbrechungen gab.



    Die Sprache finde ich gar nicht so antiquiert, ich hätte Twain jetzt eher ein fulminantes Sprachvermögen zugeschrieben - jedenfalls ist's ein Genuss!


    Ja, sprachlich gesehen finde ich das Buch schön, mir gefällt es bisher.

  • Hallo,


    auch ich habe den Abschnitt mit Begeisterung gelesen, mußte aber erstmal recherchieren wer Leander Hausmann ist.
    Ich habe sowohl Shakespeare als auch Twain schon mehrfach gelesen, sogar mehr von ersterem und ich bin nun gespannt was Twain zu schreiben bzw. sagen hat.


    Über die Theorie zu Sir Francis Bacon war mir bis dato nicht wirklich viel bekannt, aber zu Shakespeare kenne ich auch nur die Biografie von Bill Bryson - Shakespeare World as a Stage (in deutsch Shakespeare, wie ich ihn sehe).


    Ich mochte das Vorwort und die beschriebenen Verbindungen aber vor allem mochte ich Twains Einstieg und den Mississippi Dampfer. Nachdem er aufgezählt hat, wenn er alles als "anmaßend" empfindet frage ich mich, ist er nicht selbst anmaßend?! Eure Beschreibungen gehen aber in eine andere Richtung als mein Verständnis, vllt. werde ich mich damit nochmal beschäftigen.


    Viele Grüße
    schokotimmi

    Weltreise: 43/223 - 19,3%


  • Avila : Auch ich habe Erich Kästner als Kind geliebt!


    Dann kann ich ihn dir als Erwachsene auch nochmal voll empfehlen. Man entdeckt nun so viele (sprachliche) Kleinigkeiten, die einem vorher entgegangen sind und er hat außerdem wunderbare Erwachsenenroman geschrieben!



    Ich denke, dass es wohl auch nochmal nicht unerheblich ist, sich die Zeit von Shakespeare ins Gedächtnis zu rufen. Bücher in unserem heutigen Sinne gab es nicht. Seine "Bücher" sind ja eigentlich Theaterstücke und die wurden eher mündlich tradiert als schriftlich.



    Lustig fand ich die Stelle, in der Twain über seine ersten Shakespeare-Erfahrungen spricht und im Fließtext immer wieder Ruderkommandos eingebaut werden. Herrlich amüsant! totlach

  • Nachdem er aufgezählt hat, wenn er alles als "anmaßend" empfindet frage ich mich, ist er nicht selbst anmaßend?! Eure Beschreibungen gehen aber in eine andere Richtung als mein Verständnis, vllt. werde ich mich damit nochmal beschäftigen.


    Viele Grüße
    schokotimmi


    Da sagst du was. :breitgrins:
    Mich würde jetzt dein Verständnis zu anmaßend sehr interessieren, weil ich mit meiner Erklärung nicht richtig zufrieden bin und gerne einen anderen Ansatz hätte. :winken:

    &#128012;

  • Mit den "Anmaßenden" meint Twain Menschen, die irgendeinen haarsträubenden Mist behaupten und trotzdem viele Anhänger haben. Auf Twain trifft das, wie ich finde, nicht zu. Aber vielleicht auf Shakespeare oder diejenigen, die zu Shakespeare ebensolche haarsträubenden Theorien aufgestellt haben, die bar jeder Grundlage und nicht auszurotten sind.

    :lesewetter:&nbsp; &quot;Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit&quot; (Morpheus)<br />

    <br />[li]Anthony Powell: &quot;Bei Lady Molly&quot;[/li]<br />

  • Anmaßend bedeutet für mich, dass sich jemand für etwas hält oder etwas ausgibt oder sich etwas zuschreibt, was er eigentlich gar nicht ist. Im Duden wird es mit arrogant und überheblich beschrieben, was ich nicht voll zutreffend finde.


  • Anmaßend bedeutet für mich, dass sich jemand für etwas hält oder etwas ausgibt oder sich etwas zuschreibt, was er eigentlich gar nicht ist. Im Duden wird es mit arrogant und überheblich beschrieben, was ich nicht voll zutreffend finde.


    Genau so verstehe ich es auch. Darum meinte ich ja, mich würde @schokotimmis Interpretation dazu interessieren, wenn sie von unserer abweicht. :winken:

    &#128012;

  • Oh,


    da habe ich ja eine Diskussion ausgelöst. Ohne in den Duden zu schauen habe ich das Wort "anmaßend" mit überheblich bzw. "man nimmt sich etwas zu viel heraus" gleichgesetzt und genau dass war mein ersten Gefühl bei der Stelle, Twain nennt Personen die er anmaßend findet, einige davon vllt berechtigt, bei anderen laufen außer Konkurrenz und genau das finde ich anmaßend an Twain, schon die Tatsache andere als anmaßend zu bezeichnen, denn so stellt er sich ja über sie, was er ja anmaßend findet.


    Versteht ihr was ich meine - eigentlich ein Kreislauf, in dem sich Twain mit dieser Behauptung begibt. Trotzdem macht es dieser Einstieg spannend, warum steht Shakespeare in dieser Reihe von Personen...


    Wie er über Satan denkt, beschreibt er ja auch, aber ich muss erst weiterlesen um zu verstehen wie Satan und Shakespeare für Twain zusammenhängen.


    Grüße
    schokotimmi

    Weltreise: 43/223 - 19,3%


  • Na ja, das Buch ist antiquiert. :winken:


    Das empfinde ich nicht so. Für mich ist sein Stil ein Genuss, weil er sich von dem heute üblichen sprachlichen Einheitsbrei abhebt. Natürlich finden sich altmodische Ausdrücke, das ist der Entstehungszeit geschuldet. Aber genau das gefällt mir in Kombination mit seinen eleganten Satzkonstruktionen sehr gut. Wobei du natürlich nirgends sagst, dass dir der Stil nicht gefällt. Im Zusammenhang mit Büchern hat für mich persönlich der Ausdruck "antiquiert" einen leicht negativen Beigeschmack, warum auch immer. Daher die wohl etwas lang gewordenen Replik :zwinker:


    Auf alle Fälle beschreibt er seine Anekdoten sehr lebhaft. Wie Haußmann in seinem Vorwort schrieb, kann man den alten Seebären mit seinem jungen Adepten streiten sehen. Ich denke, Twain möchte ihm damit auch einen kleinen literarischen Nachruf schenken, da er spürt, wieviel er ihm bei allen Unzulänglichkeiten verdankt. Selbst wenn Ealer unterlegene Diskussionen mit einem "Arschloch" beendet, fordert er ihn heraus und fördert so - beabsichtigt oder auch nicht - den jungen Mark Twain im Hinterfragen, eigenem Denken und eigenen Schlüssen ziehen. Twain zieht ja selbst den Vergleich mit einem Reischristen.