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Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 33 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Miramis.

  • Hallo ihr Lieben!


    Hier startet die Leserunde zu "Das Traumbuch" von Nina George.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu sagen oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Außerdem wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir zusammen bleiben und damit auf einem ähnlichen Stand spekulieren und diskutieren können. Als Faustregel gilt, nicht mehr als ein Abschnitt pro Tag.
    Bitte beachtet auch die Hinweise zur Aktivität und Qualität.


    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.
    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.



    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 82 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    LG, Dani


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    Einmal editiert, zuletzt von Dani79 ()

  • Ich bin noch gar nicht durch mit dem ersten Abschnitt und wil noch gar nicht viel zum Inhalt schreiben, aber eines muss ich gleich mal los werden: der Schreibstil ist ja Hammer! Ich hab schon einige Bücher von Nina George gelesen ("Das Lavendelzimmer", "Die Mondspielerin") und hab auch da schon ihren Stil genossen, aber in diesen ersten paar Kapiteln kommt mir die Sprache noch sehr viel ausgereifter vor, als ich das von ihr kannte. Da sind Sätze dabei, die ich zweimal lese, weil sie mir so gut gefallen (wahrscheinlich werde ich deswegen doppelt so lange brauchen für das Buch... :breitgrins: ).


    Wie gehts euch damit? Seit ihr auch so geflasht wie ich? Mehr gibts dann wenn ich auf Seite 82 angelangt bin.

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen

  • Der erste Abschnitt des Buches hat mich schon regelrecht gefangen genommen.
    Ich mag es, wenn die Geschichte aus der Sicht der unterschiedlichen Charaktere erzählt wird.
    Henri, Sam und auch Eddie sind mir allesamt sehr sympathisch! Und ich finde, dass es gut gelungen ist, dass man alleine schon an den Unterschieden der Sprache bemerken kann, um welche der Personen es sich handelt.
    Irgendwo habe ich schon mal über Synästhetiker gelesen, kenne aber leider kennen. Denn interessieren würde mich das sehr, wie es geht, Zahlen, Gefühle und Begriffe in Farben auszudrücken. Wie man dann „empfindet“. Spannend!
    Dass es sich beim Eintrag im Krankenhaus-Besuchs-Buch um eine Frau handelt, bei Ed Tomlin, hatte man schon vermuten können. Ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren, warum Henri Eddie nie gesagt hat, dass er sie liebt; ja, dass er ihr sogar gesagt hat, dass er sie nicht liebt. Was ist zwischen ihnen vorgefallen? Denn Eddie scheint ja sehr verliebt in Henri gewesen zu sein – und ist es schließlich immer noch ein bißchen. Sie muss doch merken, dass Henri sie auch liebt/geliebt hat, wenn er sie in seiner Patientenverfügung als Kontakt angegeben hat?
    Henris Gefühle und Eindrücke, als er in der „Zwischenwelt“ ist, haben mir sehr gefallen. Irgendwie sind sie so, wie man sich das Leben nach dem Tod vorstellen könnte. Ein „nach-Hause-kommen“ zu den Lieben, ein prasselndes Feuer im Kamin, alles ist gut… Das hat etwas sehr beruhigendes (wenn man daran glauben kann). Trotzdem wünsche ich mir, dass Henri zurückkehrt. Alleine, um seinen tollen Sohn, der mir sehr gefallen hat, kennenzulernen. Und natürlich auch, um Eddie endlich zu sagen, dass er sie liebt!


  • Ich bin noch gar nicht durch mit dem ersten Abschnitt und wil noch gar nicht viel zum Inhalt schreiben, aber eines muss ich gleich mal los werden: der Schreibstil ist ja Hammer! Ich hab schon einige Bücher von Nina George gelesen ("Das Lavendelzimmer", "Die Mondspielerin") und hab auch da schon ihren Stil genossen, aber in diesen ersten paar Kapiteln kommt mir die Sprache noch sehr viel ausgereifter vor, als ich das von ihr kannte. Da sind Sätze dabei, die ich zweimal lese, weil sie mir so gut gefallen (wahrscheinlich werde ich deswegen doppelt so lange brauchen für das Buch... :breitgrins: ).


    Wie gehts euch damit? Seit ihr auch so geflasht wie ich? Mehr gibts dann wenn ich auf Seite 82 angelangt bin.


    Ja!! Mir geht es genauso! Bisher kannte ich nur "Das Lavendelzimmer" (und fand es schon grandios). Aber der Schreibstil hier ist einfach umwerfend! (ich komme mir so klein vor, wenn ich jetzt hier meine Beiträge schreibe... :redface:)
    Manche Sätze sind wirklich wunderschön! Die muss man einfach des öfteren lesen. Und vor allem finde ich, dass das ein Buch ist, welches man gar nicht "in einem Rutsch lesen" kann (oder besser soll).
    Das muss man irgendwie genießen, auskosten, langsam voran gehen lassen; oder?


  • Das muss man irgendwie genießen, auskosten, langsam voran gehen lassen; oder?


    Ja, das empfinde ich auch so. Kein Buch zum Weginhalieren, eher eines zum Innehalten und nachdenken.


    Ich hab nun den ersten Abschnitt auch beendet und bin nach wie vor fasziniert von der Sprache. Nina George benutzt viele intensive Sprachbilder, um ihre Geschichte zu erzählen. Ganz viele Abschnitte handeln gar nicht von der Realität, sondern von einer anderen, gedanklichen Welt, in der sich die Protagonisten befinden.


    Sehr anspruchsvoll finde ich, dass wir bisher drei verschiedene Perspektiven haben, und alle drei in der Ich-Perspektive. Durch die Kapitelüberschriften ist sicher gestellt, aus welcher Sicht gerade erzählt wird; aber ich denke, ich würde die Identität des Erzählers auch an der Sprache und am Inhalt erkennen. Durch die Ich-Perspektive fühle ich mich den Figuren sehr nahe, ihre Gedanken und Vorstellungen werden unweigerlich offen gelegt.


    Es geht ganz banal zusammengefasst darum, dass Henri auf dem Weg zu einem ersten Treffen mit seinem Sohn war, dabei verunglückte und im Koma landete; nun sind wir im Krankenhaus und warten gemeinsam mit Sam, dem Sohn, und der Exfreundin Eddie darauf, dass Henri wieder erwacht. Aber wie das Ganze ausgearbeitet ist, das ist einfach phänomenal.


    Die Besonderheit, dass Sam ein Synästhetiker und dazu noch hochintelligent ist, bringt noch eine ganz besondere Note in die Handlung. Ich finde das absolut faszinierend, wie er die Welt wahrnimmt und wie die Verknüpfungen seines Gehirns funktionieren. Aber auch Eddies Innenleben ist hochinteressant und nimmt mich gefangen. Von Henri erfahren wir innerhalb seines Nahtoderlebens vor allem Geschehnisse aus seiner frühen Vergangenheit, aber da ich aus dem Klapptentext weiß, dass er Kriegsberichterstatter ist, interessiert mich natürlich auch dieser Teil seiner Geschichte; mal sehen ob dazu noch etwas kommt - ich bin mir da ziemlich sicher.


    Eine wirklich außergewöhnliche Lektüre - ich bin überrascht im positiven Sinne und klebe an den Seiten, versuche das Buch nicht zu verschlingen, sondern mir noch Raum zum Nachdenken und Nachspüren zu lassen.

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen


  • Irgendwo habe ich schon mal über Synästhetiker gelesen, kenne aber leider kennen. Denn interessieren würde mich das sehr, wie es geht, Zahlen, Gefühle und Begriffe in Farben auszudrücken. Wie man dann „empfindet“. Spannend!


    Ich hab davon noch nie gehört - Sams Gedankenwelt finde ich auch absolut spannend. Dass eine ruhige, souveräne Stimme (die von Eddie) für ihn eine grüne Acht ist, seine eigene schrille Stimmbruchstimme eine gelbe Vier - ich bin total geplättet, dass es so etwas gibt.



    Dass es sich beim Eintrag im Krankenhaus-Besuchs-Buch um eine Frau handelt, bei Ed Tomlin, hatte man schon vermuten können.


    Echt? Ich hab Eddie für einen Mann gehalten und musste in ihrem ersten Abschnitt erstmal zurück blättern, weil ich plötzlich nicht mehr durchgeblickt habe, mit welchem Geschlecht wir nun zu tun haben. :breitgrins:



    Ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren, warum Henri Eddie nie gesagt hat, dass er sie liebt; ja, dass er ihr sogar gesagt hat, dass er sie nicht liebt. Was ist zwischen ihnen vorgefallen? Denn Eddie scheint ja sehr verliebt in Henri gewesen zu sein – und ist es schließlich immer noch ein bißchen. Sie muss doch merken, dass Henri sie auch liebt/geliebt hat, wenn er sie in seiner Patientenverfügung als Kontakt angegeben hat?


    Das wird noch eine spannende Fragestellung. Ich hoffe ja, dass sich die beiden nicht wegen irgendeines dummen Missverständnisses getrennt haben.... Das ging ja dann doch sehr schnell nach Henris kurzer, aber unverblümter Antwort.



    Henris Gefühle und Eindrücke, als er in der „Zwischenwelt“ ist, haben mir sehr gefallen. Irgendwie sind sie so, wie man sich das Leben nach dem Tod vorstellen könnte. Ein „nach-Hause-kommen“ zu den Lieben, ein prasselndes Feuer im Kamin, alles ist gut… Das hat etwas sehr beruhigendes (wenn man daran glauben kann).


    Mir ging es auch so, dass ich mich trotz der wirklich dramatischen Ausgangssituation sehr wohl mit dem Abschnitt gefühlt habe.



    Trotzdem wünsche ich mir, dass Henri zurückkehrt. Alleine, um seinen tollen Sohn, der mir sehr gefallen hat, kennenzulernen. Und natürlich auch, um Eddie endlich zu sagen, dass er sie liebt!


    Das wünsche ich mir auch. Gerade für Sam wäre es doch sehr tragisch, wenn er gar nicht erst die Chance bekommt, seinen Vater wenigstens einmal kennen zu lernen. Erschütternd fand ich übrigens auch den Moment, als Sam realisiert, dass sein Vater auf dem Weg zu ihm war, als er verunglückte. Auch wenn es nicht logisch ist, aber ich kann gut verstehen, dass er Schuldgefühle hat.


    Übrigens gefällt mir Scott auch sehr gut. :breitgrins: Ein echter Freak und eine erfrischende Belebung der Geschichte. Hoffentlich kommt er auch später nochmal vor.

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen

  • So ich bin hier nun auch durchgestartet und es wird hier mega schwer werden nur einen Abschnitt pro Tag zu lesen, denn das Buch ist der Hammer. :klatschen:


    Die Wahl der drei Ich- Perspektiven finde ich interessant. Es ist schon sehr ungewöhnlich, aber so können wir in die Köpfe der Protagonisten gucken.


    Über unseren Komapatienten Henri wissen wir bislang am wenigsten.


    Mir geht am meisten der 13 jährige Sam nahe, der seinen Vater so das erste Mal erlebt wie er da hilflos im Krankenhaus liegt. Sam ist mit seiner Synästhesie ja schon etwas Besonderes. Das klingt total spannend, dass er Farben sehen kann bei Buchstaben und Co, aber ich denke, dass einen das sehr belasten kann, weil andere das nicht verstehen.


    Krass finde ich, dass Henri Eddie als Notfallkontakt hat, obwohl sie bereits 2 Jahre keinen Kontakt mehr hatten und er ihr gesagt hat, dass er sie nicht liebt. Dennoch scheint sie so viel für ihn zu empfinden, dass sie den Weg ins Krankenhaus gewagt hat. Ich glaube so etwas machen nur Frauen, Männern wäre die Ex wahrscheinlich egal...


    Als besonderen Moment empfand ich das Aufeinandertreffen von Sam und dem Mädchen Madelyn, dass im Krankenhaus mit offenen Augen schläft. Das hatte etwas Mysteriöses. Irgendwie wünsche ich mir, dass er sie regelmäßig besucht. :redface:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Ich hab nun den ersten Abschnitt auch beendet und bin nach wie vor fasziniert von der Sprache. Nina George benutzt viele intensive Sprachbilder, um ihre Geschichte zu erzählen. Ganz viele Abschnitte handeln gar nicht von der Realität, sondern von einer anderen, gedanklichen Welt, in der sich die Protagonisten befinden.


    Ja das sind wirklich Worte, die unter die Haut gehen. Mich hat am meisten beeindruckt das Ende des Leseabschnittes, wie Henri am liebsten zu seinem Vater und seinem Großvater will, dann wäre er endlich mit Frieden gesegnet. Aber nein da hört er Stimmen (von Eddie und Sam) und hält inne. Hach da habe ich richtig Gänsehaut bekommen, weil ich immerzu dachte: Nein geh nicht in diese tolle Welt, dein Sohn braucht dich. Aber ich hätte es verstanden, wenn er dennoch durch die Tür gegangen wäre.



    Sehr anspruchsvoll finde ich, dass wir bisher drei verschiedene Perspektiven haben, und alle drei in der Ich-Perspektive. Durch die Ich-Perspektive fühle ich mich den Figuren sehr nahe, ihre Gedanken und Vorstellungen werden unweigerlich offen gelegt.


    Ja durch die Perspektivwahl bekommt man sehr schnell Zugang zu den Figuren und jede Person berührt auf ihre Weise, auch wenn wir von Eddie und Henri noch nicht so viel wissen, außer dass sie beide ihren Vater verloren haben und damit sehr zu kämpfen haben.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)


  • Als besonderen Moment empfand ich das Aufeinandertreffen von Sam und dem Mädchen Madelyn, dass im Krankenhaus mit offenen Augen schläft. Das hatte etwas Mysteriöses. Irgendwie wünsche ich mir, dass er sie regelmäßig besucht. :redface:


    Madelyn, wie konnte ich diese Figur vergessen zu erwähnen??? Ja, eine echte Gänsehautszene zwischen den beiden. Habt ihr es übrigens auch so verstanden, dass Henri sie bei seiner Reise übers Meer sieht?

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen


  • Das wird noch eine spannende Fragestellung. Ich hoffe ja, dass sich die beiden nicht wegen irgendeines dummen Missverständnisses getrennt haben.... Das ging ja dann doch sehr schnell nach Henris kurzer, aber unverblümter Antwort.


    Ja! Das hoffe ich auch. Obwohl ich mir auch vorstellen könnte, dass Henri sich selbst evt. als "nicht-liebenswert" einstuft oder denkt, dass er aufgrund seines gefährlichen Jobs niemandem zumuten möchte, ihn zu lieben und dann verletzt zu werden...?



    Scott gefällt mir auch sehr gut! Und Fossy eigentlich auch. Allerdings muss ich da dann immer an die Muppet Show denken... :zwinker:


  • Madelyn, wie konnte ich diese Figur vergessen zu erwähnen??? Ja, eine echte Gänsehautszene zwischen den beiden. Habt ihr es übrigens auch so verstanden, dass Henri sie bei seiner Reise übers Meer sieht?


    Oh! Nein. Da hatte ich mir über "das Mädchen", welches er sieht, keine Gedanken gemacht. Aber es könnte natürlich sein!


  • Als besonderen Moment empfand ich das Aufeinandertreffen von Sam und dem Mädchen Madelyn, dass im Krankenhaus mit offenen Augen schläft. Das hatte etwas Mysteriöses. Irgendwie wünsche ich mir, dass er sie regelmäßig besucht. :redface:


    Das könnte gut passieren, denn Sam fühlt sich ja in einer besonderen Weise von ihr angesprochen und kann ihr in die Augen sehen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er noch öfter hingehen wird. Wenn denn seine Mutter nicht herausbekommt, dass er (verbotenerweise) ins Krankenhaus geht und es ihm verbietet.


  • Madelyn, wie konnte ich diese Figur vergessen zu erwähnen??? Ja, eine echte Gänsehautszene zwischen den beiden. Habt ihr es übrigens auch so verstanden, dass Henri sie bei seiner Reise übers Meer sieht?


    Ich habe an das kleine Mädchen gedacht, das er gerettet hat, denn da hat man ja auch nichts gehört, ob sie das überlebt hat oder was mit ihr ist.


    Deine Idee klingt aber deutlich logischer, das könnte wirklich sein. Ich muss heute unbedingt weiterlesen. :lesen:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Ich habe den ersten Abschnitt auch gelesen, es fällt mir aber total schwer, darüber zu schreiben.
    Ich bin ja so ein überhaupt nicht mystisch veranlagter Mensch, glaube nicht an ein Leben nach dem Tod und habe auch keine allzu engen familiären Bindungen :redface:


    Dennoch finde ich es sehr spannend und berührend geschrieben.


    Meine Lieblingsfigur ist auf jeden Fall Sam, ich finde es so toll und bewundernswert, wie er sich um seinen Vater "kümmert".
    Eddie ist auch sympathisch, mit ihr kann sich auch der "Normalleser" wie ich gut identifizieren :zwinker:


    Bei der Rettungsszene am Anfang hätte ich das filmende Pärchen ja schütteln mögen! Schon als Henri mit dem Mädchen aus dem Wasser kommt, hatte ich erwartet, dass ihn da schon Hilfe, im besten Fall ein Rettungswagen erwartet, aber nix da, er muss die Kleine erst noch zurücktragen. Das Schlimmste ist, dass ich das durchaus für realistisch halte, dass alle gucken und fotografieren/filmen, aber eher Bilder und Videos ins Internet stellen, bevor sie mal auf die Idee kommen, den Notruf zu wählen :rollen:

    LG, Dani


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  • Ich hab davon noch nie gehört - Sams Gedankenwelt finde ich auch absolut spannend. Dass eine ruhige, souveräne Stimme (die von Eddie) für ihn eine grüne Acht ist, seine eigene schrille Stimmbruchstimme eine gelbe Vier - ich bin total geplättet, dass es so etwas gibt.


    Ich habe in den letzten Jahren schon einige Bücher gelesen, in denen dieses Phänomen vorkam, daher war es für mich nicht ganz neu. Aber immer wieder spannend.


    Überhaupt scheint Sam so einige Fähigkeiten zu haben, die über "normale" Hochbegabung hinausgehen. Er sieht ja auch Auren.
    Aber er ist schlau genug, so was niemandem zu erzählen, um nicht als völlig verrückt zu gelten. Irgendwie auch traurig, dass er sich in seinem Alter schon über so was Gedanken machen und sich entsprechend zurückhalten muss.

    LG, Dani


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  • Bei der Rettungsszene am Anfang hätte ich das filmende Pärchen ja schütteln mögen! Schon als Henri mit dem Mädchen aus dem Wasser kommt, hatte ich erwartet, dass ihn da schon Hilfe, im besten Fall ein Rettungswagen erwartet, aber nix da, er muss die Kleine erst noch zurücktragen. Das Schlimmste ist, dass ich das durchaus für realistisch halte, dass alle gucken und fotografieren/filmen, aber eher Bilder und Videos ins Internet stellen, bevor sie mal auf die Idee kommen, den Notruf zu wählen :rollen:


    Ich denke leider auch, dass das heutzutage nur zu realistisch ist! Irgendwann musste ich mal in einer Vollsperrung auf der Autobahn halten, da der Rettungshubschrauber landen musste. Der Herr im Fahrzeug vor mir meinte dann aussteigen und das ganze filmen zu müssen. Da fehlen mir die Worte !


  • Ich habe in den letzten Jahren schon einige Bücher gelesen, in denen dieses Phänomen vorkam, daher war es für mich nicht ganz neu. Aber immer wieder spannend.


    Kannst du uns da ein, zwei Buchtipps geben? Das Thema würde ich gerne weiter vertiefen, literarisch zumindest.



    Überhaupt scheint Sam so einige Fähigkeiten zu haben, die über "normale" Hochbegabung hinausgehen. Er sieht ja auch Auren.
    Aber er ist schlau genug, so was niemandem zu erzählen, um nicht als völlig verrückt zu gelten. Irgendwie auch traurig, dass er sich in seinem Alter schon über so was Gedanken machen und sich entsprechend zurückhalten muss.


    Ja, das finde ich auch. Alles war außerhalb der "Norm" ist, macht so viel Wellen, dass er sich lieber angepasst verhält und so wenig Wind wie möglich um seine ganz besondere Wahrnehmung macht.


    Ich denke leider auch, dass das heutzutage nur zu realistisch ist! Irgendwann musste ich mal in einer Vollsperrung auf der Autobahn halten, da der Rettungshubschrauber landen musste. Der Herr im Fahrzeug vor mir meinte dann aussteigen und das ganze filmen zu müssen. Da fehlen mir die Worte !


    Die Sensationslust der Menschen, ein trauriges Thema.... Und hier sehr zielsicher heraus gearbeitet, genauso könnte es gewesen sein. Hauptsache Kamera drauf und nachher im Internet glänzen, der Rest ist nicht so wichtig.

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen


  • Kannst du uns da ein, zwei Buchtipps geben? Das Thema würde ich gerne weiter vertiefen, literarisch zumindest.


    Ohje, mein Gedächtnis :sauer:
    Wulf Dorn, Mein böses Herz
    Julie Leuze - Der Geschmack von Sommerregen
    Melanie Lahmer - Knochenfinder


    Die Forumssuche spuckt noch einige weitere Ergebnisse aus, die ich nicht gelesen habe, einfach mal nach "Synästh" suchen :zwinker:

    LG, Dani


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  • Vielen Dank, Dani - ich finde, dein Gedächtnis funktioniert hervorragend. :breitgrins: :bussi:

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen

  • Die Forumssuche funktioniert :breitgrins: Von allein wäre mir spontan kein einziger Titel eingefallen.


    Noch dazu: Stephanie Fey "Die Verstummten"

    LG, Dani


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