04 - Seite 294 bis Ende (ab Kapitel 14)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 44 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von coco_90.

  • Ich hatte nun einige Tage Zeit, das Gelesene sacken zu lassen.


    Leider war für mich die gesamte Geschichte sehr vorhersehbar. Insbesondere, dass Jerry der Täter ist, war mir von Beginn an klar. Etwas schade finde ich, dass die Autorin erst sehr viel über ihn schrieb und ihn nach einigen Seiten komplett fallen lies. Ich hatte beinahe das Gefühl, dass sie sich dachte "So. Jetzt muss ich mich Jerry nicht mehr widmen, denn sicherlich habe ich nun jeden Leser überzeugt wie toll und lieb er doch ist." Das hat mich sehr gestört.


    Lolas Selbstmord hab ich zwar nicht erwartet, doch auch mit dieser Entwicklung bin ich leider überhaupt nicht glücklich. Und das hat nichts das damit zu tun, dass ich mir ein Happy-End gewünscht hätte. Viel mehr habe ich mir für "Broken" ein Ende zwischen "überdramatisiert" und "Happy End" gewünscht. Lolas Tod konnte mich leider nicht berühren, da ich hier das Gefühl hatte, dass die Autorin noch ein bisschen mehr Drama in die Geschichte packen möchte. Nachdem sie Matheos Geschichte so einfühlsam und gefühlvoll beschrieben hat, ist das Buch an der Stelle von Lolas Tod leider doch ins "Überdrama" abgerutscht.


    Außerdem fand ich das Ende sehr plötzlich, kurz und abrupt. Hier hätte ich gerne noch etwas mehr über Matheos Gedanken, Lolas Gefühle und vor allem Jerry gelesen. Mir ging das alles leider viel zu schnell.


    Kurz: Mir hat das Ende leider überhaupt nicht gefallen :(


  • Mir hat das Ende nicht gefallen. Ich hasse Selbstmord in Jugendbüchern.


    Ich hasse es, wenn mit Selbstmord um sich geworfen wird um noch ein bisschen mehr Drama zu erzeugen. Wenn es gefühlvoll beschrieben und angemessen behandelt wird, finde ich das Thema (auch in Jugendbüchern) sogar wichtig.



    Vor allem ging das so schnell. Von ihrer absoluten Weigerung, ihm zu glauben, dann ihre "Flucht" nachhause und dann findet er sie schon tot auf. Für mich klingt das stark nach einer Kurzschlusshandlung ihrerseits und so was kann ich nicht gutheißen.


    Ja, viel zu schnell :/



    Ich finde es toll, dass Matt danach sein Leben ändert und halbwegs auf die Reihe bekommt, aber ich glaube dennoch, sie hätten es vielleicht auch zusammen schaffen können.

    Den Part habe ich ehrlich gesagt nur noch halbherzig gelesen, weil ich mich so geärgert habe...



    Warum steht Jerry da so nervös vor dem Gebäude, wo doch jeder sehen kann, dass er mit Matt weggeht? Ist er nun betrunken gewesen oder nicht? Warum bringt er ein Messer mit, wenn er doch denkt, dass Matt es auch will? Und dann diese klischeehaften Drohungen, er werde Lola etwas antun. Und Loic. Und überhaupt. Sorry, ich fühle mich selbst total schlecht, dass ich bei diesem ernsten Thema so denke, aber ich war wirklich enttäuscht von der "Auflösung".


    Das mit dem Messer hatte ich mich auch gefragt. Sehr seltsam. Und schlecht fühlen brauchst du dich nicht, finde ich. Es ist ja kein echter Fall und auch ich fand die Stelle nicht besonders authentisch.


    Nein, und das finde ich klasse. Es ist nicht immer die gleiche Story die man aus vielen anderen Büchern kennt.
    Es gibt auch noch ein Buch, in dem ein Junge sich ins Ballett flüchtet. Das klingt auch super spannend.


    "A note of madness" klingt wirklich interessant. Allerdings weiß ich nicht, ob ich von der Autorin noch ein Buch lesen mag. "Forbidden" habe ich auch von der WuLi gekickt.


  • Das solltest du nicht - "Forbidden" ist ein superschönes Buch mit einem angemessenen Ende und überhaupt nicht mit "Broken" vergleichbar :winken:


    Da muss ich Zank zustimmen. Forbidden ist wirklich ein ganz bemerkenswerter Roman den man lesen sollte.
    Ich werde definitiv auch weitere Romane der Autorin lesen. :smile:


  • Das solltest du nicht - "Forbidden" ist ein superschönes Buch mit einem angemessenen Ende und überhaupt nicht mit "Broken" vergleichbar :winken:



    Da muss ich Zank zustimmen. Forbidden ist wirklich ein ganz bemerkenswerter Roman den man lesen sollte.
    Ich werde definitiv auch weitere Romane der Autorin lesen. :smile:


    Hmm...dann vertraue ich euch mal und packe das Buch wieder drauf ;)