02 - Seite 99 bis 193 (Kapitel 4 - 7)

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 39 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von coco_90.

  • Hier könnt ihr zum Inhalt von Seite 99 bis 193 (Kapitel 4 - 7) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    LG, Dani


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  • Ich finde die Story bisher richtig toll.


    Tabitha Suzuma hat es einfach drauf, ihren Charakteren verschiedenen Emotionen und Gefühle einzuverleiben.
    Man spürt richtig Matheos inneren Kampf. Er will immer noch der sein, der er vorher war. Was ihm aber nicht wirklich gelingt.
    Genauso wie seine Beziehung zu Lola und seinen Freunden auf der Kippe steht. Er versucht zu verdrängen und stößt dabei seine Freundin und seine Freunde von sich fort.
    Diese ahnen etwas, aber er kann sich ihnen nicht wirklich öffnen.


    Toll fand ich die Szene zwischen ihm und seiner Mutter im Auto. Da hat sie endlich Gefühle gezeigt und ahnt, das etwas mit Matheo ist.
    ich hoffe sie bleibt dran.


    Sein Vater und Trainer sind echt. ich weiß auch nicht, aber wie kann man so einen jungen Mann so unter Druck setzen?
    Vor allem sein Vater. Soll der doch mal von einem 10m Brett springen und dabei irgendwelche Saltos usw. vollführen.


    Ich kenne mich mit Turmspringen nicht aus, aber ich finde es sehr gut recherchiert.
    Wie die Springer ihre Übungen einstudieren bevor sie springen, wie viel Zeit sie investieren, wie sie trainieren und vor allem wie die ganze Sprünge und Saltos heißen. Da hat sich die Autorin wirklich Mühe gegeben. Vor allem finde ich es auch nicht zu viel. Sie nimmt sich eine gewisse Zeit und geht auf das Thema ein, aber es wird nicht zerkaut.

  • Für mich ist in diesem Abschnitt die ganz ganz große Frage, was da eigentlich nach dem Wettkampf genau passiert ist? Obwohl es eigentlich ein Grund zu feiern wäre und er stolz auf sich und seine Leistung sein sollte/könnte, versinkt Matheo danach in einem riesigen Loch. Alleine die Beschreibung seines Zimmers und seinem eigenen körperlichen Zustand nach der durchzechten Nacht, hat mich ziemlich erschrocken. Er muss ja völlig außer sich gewesen sein, auf jeden Fall wütend ohne Ende. Er selbst scheint ja zunächst ein völliges Blackout zu haben? Oder verdrängt er das Geschehene nur, mehr oder weniger gut?
    Er durchläuft sowohl körperlich als auch emotional totale Achterbahnfahrten. Er hat Angst Lola zu verlieren, stößt sie aber von sich? Matheo hat das Gefühl an seinem ganzen Druck, der auf ihm lastet, zu ersticken, so denke ich jedenfalls. Er hält sich das Leben seiner Eltern vor Augen und beschließt, dass er genau so nicht enden will.
    Dieses Gefühlschaos was er durchlebt, erinnert mich ziemlich an eine Freundin die mal Panikattacken hatte. Die ganzen Symptome, die die Autorin hier so detailliert beschreibt, Atemnot, Herzrasen, Kopfschmerzen etc.. hatte sie auch immer während einer solchen Attacke :-(


    Lola versucht auf ihn einzugehen, aber selbst sie stößt er teilweise von sich, verletzt sie indem er sich zunächst nicht öffnet. Ich glaube, für sie ist es auch sehr schwer mit ihm umzugehen, auf ihn einzugehen. Was macht Matheo solche Angst?


    Oh und was mich besonders bewegt, ist die Frage, wie schlimm war der Unfall beim Turmspringen? Was ist dabei schiefgelaufen? :-(

    Einmal editiert, zuletzt von BlueOcean ()


  • Für mich ist in diesem Abschnitt die ganz ganz große Frage, was da eigentlich nach dem Wettkampf genau passiert ist?


    Die Frage stelle ich mir auch. Hast du schon eine Ahnung?



    Er selbst scheint ja zunächst ein völliges Blackout zu haben? Oder verdrängt er das Geschehene nur, mehr oder weniger gut?


    Ich habe das Gefühl beides. Ganz tief im inneren hat er vielleicht eine Ahnung, aber er ist vllt. noch nicht so weit um sich der Wahrheit zu stellen?!

  • Die Frage stelle ich mir auch. Hast du schon eine Ahnung?



    Ich habe das Gefühl beides. Ganz tief im inneren hat er vielleicht eine Ahnung, aber er ist vllt. noch nicht so weit um sich der Wahrheit zu stellen?!


    Ich habe die Befürchtung oder Vermutung, dass sie jemanden zusammengeschlagen haben könnten? Oder vllt, für mich noch schlimmer, eine Vergewaltigung? Anders kann ich mir die Verletzungen nicht erklären?? Das würde die Abwehrverletzungen im Gesicht erklären? Was meinst du??
    Es ist sicher eine Mischung aus beidem. Verdrängung funktioniert bis zu einem gewissen Grad ja schon recht gut.


  • Ich habe die Befürchtung oder Vermutung, dass sie jemanden zusammengeschlagen haben könnten? Oder vllt, für mich noch schlimmer, eine Vergewaltigung? Anders kann ich mir die Verletzungen nicht erklären?? Das würde die Abwehrverletzungen im Gesicht erklären? Was meinst du??
    Es ist sicher eine Mischung aus beidem. Verdrängung funktioniert bis zu einem gewissen Grad ja schon recht gut.


    An Vergewaltigung habe ich auch schon gedacht. Nur die Frage: Von wem?

  • Die Buchbeschreibung verrät es ja leider schon. Auch wenn ich die meist nur überfliege und Details schnell wieder vergesse, bleiben manche Schlagworte aber dann doch im Kopf, so dass ich hier nicht groß rätseln konnte.


    Wobei ich mich gefragt habe, ob er bei einer Vergewaltigung nicht Schmerzen am Anus haben müsste. Es werden überall Abschürfungen und Prellungen erwähnt, aber dazu kein Wort und das wäre ja recht eindeutig. Aber vielleicht verdrängt er diesen Punkt eben auch.


    @Dinchen
    Wenn du auf einen Beitrag direkt vor dir antwortest, musst du nicht alles zitieren. Diese Full-quotes blähen den Thread dann so auf :zwinker:

    LG, Dani


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  • Ich finde das Buch wird immer besser. Den 1. Abschnitt fand ich ja noch ziemlich langweilig und hatte etwas zu kämpfen aber der 2. Abschnitt gefällt mir um einiges besser.


    Ich bin total neugierig was es mit der Nacht nach den Meisterschaften auf sich hat. Ich habe ja schon so eine Ahnung aber die verrate ich noch nicht. Lasse mich einfach mal überraschen ob ich richtig liege.


    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Autorin schreibt wirklich toll und einfühlsam. Man kann sich gut in die Charaktere rein versetzten.


    Ich finde es gut wie sich die Geschichte entwickelt. Vorallem das wohl seine Mutter endlich mal auftaut und Gefühle zeigt. Ich hoffe ja das da noch mehr kommt und sie vielleicht dahinter kommt was mit Matheo los ist.


    Matheo´s Verhalten finde ich etwas sehr merkwürdig. Ok da ist was passiert was ihn belastet aber warum sagt er nicht einfach Lola das was passiert ist und gut ist? Sie kann ihn wahrscheinlich helfen es zu verarbeiten oder so. Meiner Meinung nach sollte er sich ihr anvertrauen und sie nicht immer zurück stoßen. Das hat sie und die anderen nicht verdient. Er merkt ja das sie sich Sorgen machen.
    Oder wie sieht ihr das?

  • Lola versucht auf ihn einzugehen, aber selbst sie stößt er teilweise von sich, verletzt sie indem er sich zunächst nicht öffnet. Ich glaube, für sie ist es auch sehr schwer mit ihm umzugehen, auf ihn einzugehen. Was macht Matheo solche Angst?


    Oh und was mich besonders bewegt, ist die Frage, wie schlimm war der Unfall beim Turmspringen? Was ist dabei schiefgelaufen? :-(


    Das mit Lola finde ich schon etwas blöd. Ich finde er sollte sich ihr gegenüber öffnen. Sie immer wieder weg zu stoßen finde ich total mist.



    Ich bin auch schon gespannt was bei dem Unfall passiert. Aber ich wollte erstmal schnell meine Meinung schreiben. Aber ich habe da schon so ne Ahnung was passiert ist.


  • Ich bin total neugierig was es mit der Nacht nach den Meisterschaften auf sich hat. Ich habe ja schon so eine Ahnung aber die verrate ich noch nicht. Lasse mich einfach mal überraschen ob ich richtig liege.


    Eine Leserunde ist doch zum gemeinsamen Spekulieren da, also lass uns an deiner Ahnung teilhaben :zwinker:


    Zitat

    Matheo´s Verhalten finde ich etwas sehr merkwürdig. Ok da ist was passiert was ihn belastet aber warum sagt er nicht einfach Lola das was passiert ist und gut ist? Sie kann ihn wahrscheinlich helfen es zu verarbeiten oder so. Meiner Meinung nach sollte er sich ihr anvertrauen und sie nicht immer zurück stoßen. Das hat sie und die anderen nicht verdient. Er merkt ja das sie sich Sorgen machen.
    Oder wie sieht ihr das?


    Ich denke, er verdrängt hier noch massiv und gesteht nicht einmal sich selbst ein, was passiert ist. Dementsprechend kann er auch nicht mit anderen darüber reden, er muss erstmal selbst die Erinnerung zulassen.

    LG, Dani


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  • Also erstmal denke ich das er vergewaltigt wurde oder er ein Mädchen/Frau vergewaltigt hat.



    Ja aber ich denke wenn er es Lola sagt das er sich dann wieder erinnern kann.

    Einmal editiert, zuletzt von nicky87 ()

  • macht nix. Für nicky gilt dasgleiche :zwinker:



    Ja aber ich denke wenn er es Lola sagt das er sich dann wieder erinnern kann.


    Aber es muss sich doch erst selbst erinnern, bevor er es Lola sagen kann. Er weiß es doch momentan selbst nicht.
    Und man kann ja schlecht sagen: mir ist irgendwas passiert, ich weiß nicht was, aber deswegen benehme ich mich so merkwürdig.

    LG, Dani


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  • Die Buchbeschreibung verrät es ja leider schon. Auch wenn ich die meist nur überfliege und Details schnell wieder vergesse, bleiben manche Schlagworte aber dann doch im Kopf, so dass ich hier nicht groß rätseln konnte.


    Wobei ich mich gefragt habe, ob er bei einer Vergewaltigung nicht Schmerzen am Anus haben müsste. Es werden überall Abschürfungen und Prellungen erwähnt, aber dazu kein Wort und das wäre ja recht eindeutig. Aber vielleicht verdrängt er diesen Punkt eben auch.


    Oh okay, ich hatte die Beschreibung bei Amazon gar nicht gelesen :-( wer verfasst denn sowas? Das verrät doch viel zuviel :-( Auf dem Buchrücken stehts nämlich nicht..
    Da gebe ich dir recht. Das würde er ganz sicher spüren. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Autorin vielleicht in diesem Fall nicht so detailliert auf Verletzungen eingehen wollte, weil es ein Jugendbuch ist? Ist aber reine Spekulation? Andere Dinge beschreibt sie ja äußerst detailliert. Oder wie siehst du das? Ich kann mir, so komisch das jetzt klingen mag, irgendwie nicht vorstellen, dass er das vor allem die Tage danach, so gar nicht merken kann.

  • Ich kann es mir nur so erklären, dass ihm alles wehtut und er deswegen diesen speziellen Schmerz im Gesamtschmerz quasi ausblendet, auch weil er einfach noch nicht eingestehen will, was ihm angetan wurde.

    LG, Dani


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  • Ich kann es mir nur so erklären, dass ihm alles wehtut und er deswegen diesen speziellen Schmerz im Gesamtschmerz quasi ausblendet, auch weil er einfach noch nicht eingestehen will, was ihm angetan wurde.


    Das wäre sicher auch eine Möglichkeit, hast du recht. Wenn der ganze Körper weh tut, spürt man die Stellen vllt nicht so im Einzelnen.

  • Jetzt geht es endlich da weiter, wo der für mich sehr spannende Prolog aufgehört hat - mit dem "Morgen danach", nach dem großen Sieg. Selbst wenn die Inhaltsangabe schon verrät, was grob passiert ist, kann ich die zertrümmerten Gegenstände und die vielen Verletzungen von Matt dem Ganzen noch nicht richtig zuordnen. Und offenbar hat er auch jemanden geschlagen?


    Matts Gefühle auf der Straße waren für mich richtig greifbar. Alles wirkte so übertrieben und sinnlos, fast wie in einem Alptraum. Apropos Alptraum: Was hat es wohl mit diesem Traum auf sich? Hat eventuell der Vergewaltiger ihm gedroht, sollte Matt etwas sagen, würde er Lola ertränken?


    Matt hat wirklich gute Freunde, aber das scheint ihm momentan nicht wirklich bewusst zu sein. Lola versucht immer wieder auf ihn zuzugehen und auch Hugo will helfen. Aber sie wissen natürlich nicht wie, weil Matt selbst nicht weiß, was los ist. Ich denke, es würde ihm vielleicht schon helfen, wenn er das wenige, an das er sich erinnert, mit jemandem besprechen würde. Dass er jetzt so tut, als wäre er der alte Matt wird langfristig nichts bringen.


    Loic tut mir immer noch Leid, bei solchen Eltern aufzuwachsen, ist sicherlich nicht leicht. Schade, dass Matt nicht mehr Zeit mit ihm verbringen kann.


    Nachdem ich mich leider auch in diesem Abschnitt mehrfach gelangweilt habe und mich dabei ertappte, dass ich anfing, teilweise die Sätze nur noch zu überfliegen, gab es dann zumindest ein cooles Cliffhanger-Ende. :breitgrins: Matt wird wohl nicht tot sein, auch wenn alles sehr danach klang. Vielleicht kann er jetzt auch nicht mehr springen, weil er eine mentale Blockade hat?


    Ich bin einerseits gespannt, wie es weitergeht, wie alles herauskommen wird und vor allem was denn nun eigentlich in dieser Nacht passiert ist - andererseits fürchte ich, dass auch in der zweite Hälfte des Buches einige langatmige Szenen und Beschreibungen zu finden sein werden.


  • Vor allem sein Vater. Soll der doch mal von einem 10m Brett springen und dabei irgendwelche Saltos usw. vollführen.


    Dafür ist er vermutlich schon zu alt :zwinker: Wer weiß, vielleicht wollte er früher selbst Sportler werden, aber eine Verletzung kam ihm dazwischen und jetzt versucht er sich über seinen Sohn zu verwirklichen... sowas hört man ja leider immer wieder.



    Die Buchbeschreibung verrät es ja leider schon. Auch wenn ich die meist nur überfliege und Details schnell wieder vergesse, bleiben manche Schlagworte aber dann doch im Kopf, so dass ich hier nicht groß rätseln konnte.


    Jep, das finde ich hier auch etwas schade. Wobei ich zugeben muss, dass ich das Buch ohne die Beschreibung total uninteressant gefunden hätte. Allerdings hatte ich gehofft, dass man dem Beschreibungstext schnell voraus ist und dass es mehr um das "danach" geht.
    Der Klappentext auf dem Buch klingt mehr nach einem Thriller, muss ich sagen :breitgrins:


  • Tabitha Suzuma hat es einfach drauf, ihren Charakteren verschiedenen Emotionen und Gefühle einzuverleiben.
    Man spürt richtig Matheos inneren Kampf. Er will immer noch der sein, der er vorher war. Was ihm aber nicht wirklich gelingt.


    Das finde ich auch, das lässt einen richtig mit den Charakteren mitfiebern, und auch hatte es Einfluss auf meine Stimmung beim lesen des Buches.

  • Dieses Gefühlschaos was er durchlebt, erinnert mich ziemlich an eine Freundin die mal Panikattacken hatte. Die ganzen Symptome, die die Autorin hier so detailliert beschreibt, Atemnot, Herzrasen, Kopfschmerzen etc.. hatte sie auch immer während einer solchen Attacke :-(


    Daran musste ich auch gleich denken, an Panikattacken und auch Angstpatienten zeigen ähnliche Symptome, da spielt sich auch so viel im Unterbewusst sein ab, das muss ganz ganz schrecklich sein. :sauer: