Huntley Fitzpatrick - Mein Leben nebenan

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    Der 17jährige Tim ist bei seinen Eltern rausgeflogen und sein Vater hat ihm ein Ultimatum gesetzt, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.


    Zum Glück gibt es seinen besten Kumpel Jase, der ihm anbietet, im Appartement über der Garage seiner Familie unterzukommen. Und so zieht Tim bei den Garretts ein, die das totale Gegenteil seiner eigenen, ziemlich unterkühlten Familie sind. In der Großfamilie herrscht zwar immer ein gewisses Chaos, aber alle stehen füreinander ein und sind sich sehr nahe.


    Besonders zu Alice, der ältesten Tochter, fühlt sich Tim schon lange sehr hingezogen. Aber Alice ist so organisiert, so erwachsen, sie kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister, stellt ihr eigenes Leben hintenan, solange ihr Vater im Krankenhaus ist und hat somit genug eigene Probleme und Schwierigkeiten. Lässt sie wirklich einen Typ wie Tim an sich heran, der von der Schule geflogen ist, daheim rausgeworfen wurde, gerade mal ein paar Monate trocken ist und dem sich im Laufe des Buches noch eine weitere große Herausforderung stellt?


    Ich habe "Mein Sommer nebenan" vor einigen Jahren gelesen, aber ich muss gestehen, ich konnte mich nicht mehr an die Handlung erinnern. Das ist aber auch nicht schlimm, damals ging es ja um die Beziehung zwischen Jase und Samantha, die hier zwar auch beide wieder auftauchen, aber nur als Nebenfiguren. Der Fokus dieses Buches liegt auf Tim und Alice, die Geschichte wird abwechselnd aus ihrer beider Sicht erzählt. Mir waren die Wechsel teilweise etwas zu häufig, kaum war man in der einen Perspektive drin, kam schon wieder die andere dran. Wenn man sich aber mal darauf eingestellt hat, geht es doch ganz gut und ist dadurch auch ziemlich abwechslungsreich.


    Die Figuren sind fast alle sehr sympathisch dargestellt, bis auf Tims Eltern natürlich. Ich hätte mir etwas mehr Tiefgang geschildert, für mich blieben die Charaktere relativ eindimensional und die Motive und Gedanken bei manchen Personen wurden für mich zu wenig ausgearbeitet. Die Garretts sind sowieso fast schon zu gut, um wahr zu sein.


    Auch die Handlung bietet keine großen Überraschungen, was nicht heißen soll, dass das Buch langweilig ist, an ein paar Stellen empfand ich es zwar schon als etwas langatmig, an anderen hat es mich dann doch wieder gefesselt und insgesamt hat es mich gut unterhalten.


    Sommerliche Jugend-Lektüre ohne großen Tiefgang, trotz ernster Themen, die aber nur an der Oberfläche angekratzt werden und sich am Ende natürlich in einem Happy-End auflösen!


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

    Verlag: cbj (29. Februar 2016)

    ISBN-13: 978-3570172049

    empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

    Originaltitel: Boys Most Likely Too

    Übersetzung: Anja Galić

    Preis: 16,99 €

    auch als E-Book erhältlich


    Trotz vieler Probleme ein Wohlfühlbuch


    Inhalt:

    Der 17-jährige Tim kommt mit seinem Vater nicht klar - oder umgekehrt. Er ist von der Schule geflogen, hat verschiedene Jobs verloren und ist Alkoholiker, mittlerweile seit drei Monaten trocken. Doch das hält seinen Vater nicht davon ab, ihn rauszuwerfen und ihm ein Ultimatum zu setzen. Wenn er sein Leben bis Weihnachten nicht auf die Reihe gekriegt hat, verliert er sämtliche finanzielle Unterstützung. Tim findet Zuflucht bei der Familie seines Freundes Jase, den Garretts. In Alice Garrett ist er zudem hoffnungslos verliebt …


    Meine Meinung:

    „Mein Leben nebenan“ ist eine Art Fortsetzung von „Mein Sommer nebenan“, das ich vor Jahren mit Begeisterung verschlungen habe. Man muss es aber nicht unbedingt gelesen haben, denn diesmal sind die Hauptprotagonisten andere. Lediglich ein Detail aus dem 1. Buch spielt hier noch eine Rolle, und das wird erneut erwähnt, sodass auch neue Leser den nötigen Durchblick haben.


    In diesem Jugendroman jagt ein Problem das andere. Tim scheint das Unglück anzuziehen wie ein Magnet. Auch den Garretts geht es nicht gerade gut. Der Vater liegt nach einem schweren Unfall im Krankenhaus, die Mutter ist mit dem 8. Kind schwanger und der Baumarkt der Garretts muss am Laufen gehalten werden. Trotzdem ist das Leben in dieser Familie einfach wunderbar. Klar, die Kinder streiten sich wie andere auch, die älteren Geschwister und Eltern sind manchmal frustriert oder müde. Aber über allem liegt eine dermaßen liebevolle Atmosphäre, dass man sich wünscht, diese chaotische Familie wäre die eigene. Was auch passiert, nichts kann diese Menschen wirklich erschüttern.


    Ich habe es sehr genossen, ein paar Stunden an der Seite dieser wunderbaren Charaktere zu verbringen. Ich habe mit ihnen gelitten und gebangt oder mich mit ihnen gefreut. Ihr Leben folgt einem ständigen Auf und Ab, doch ist es auch immer durchzogen von einem steten Hoffnungsschimmer. Weder die Garretts noch Tim lassen sich unterkriegen, sondern versuchen das Beste aus allem zu machen.


    Trotz der vielen angesprochenen Probleme ist es eine locker-leichte Lektüre, sehr unterhaltsam, ohne allzu weit in die Tiefe zu gehen, dabei aber auch nicht oberflächlich oder banal. Für mich ein absolutes Wohlfühlbuch :-)


    ★★★★★