Elizabeth George - Doch die Sünde ist scharlachrot/Careless in Red

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 113 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von SABO.

  • Ich bin bis Kapitel 19 gekommen.


    Mittlerweile kenne ich also Bens Geheimnis. Aber was ist da genau passiert? War Dellen die Schuldige, oder Ben und seine Freund oder war es nur ein Unfall? auf jeden Fall war in der Vergangenheit der beiden ziemlich viel los und langsam frage ich mich, ob das Kind mit dem Dellen damals bei Ben aufgetaucht ist wirklich von ihm war. Und was ist mit dem Vater des verunglückten Jungen? Damals hat er sich nicht mit den Ergebnissen der Ermittlungen abfinden können. Hat er sich etwa durch Santos Tod an Ben gerächt?


    Beas junger Assistent ist vielleicht doch nicht so unfähig, wie sie denkt. Ein bisschen erinnert er mich an Barbara, der anfangs auch niemand etwas zugetraut hat. Vielleicht braucht er einfach nur einen Vorgesetzen, der ihn ein wenig anleitet. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass Bea die Richtige ist. Sie kommt mir sehr ungeduldig vor: wenn man nicht vor dem ersten Mal versteht was sie will, hat man direkt verloren. Eine zweite Chance gibt es nicht, das muss auch ihr Ehemann erfahren. Ob er mit Jago recht hat?


    Barbara passt dieses Mal nicht so ganz dazu. Sie will helfen, aber auf ihre unnachahmliche Art macht sie die Situation nur schlimmer. Wahrscheinlich weiss sie nicht, wie sie mit Thomas umgehen soll. Wenigstens beschützt sie ihn vor Beas Hartnäckigkeit.


    Dairdre scheint wirklich mehr zu verbergen, als anfangs klar war. Mir kommt es so vor, als ob sich ihre Notlüge vom Anfang verselbständigt hat und sie jetzt nicht mehr aus der Situation heraus kann. Aber ob sie wirklich mit Santo ein Verhältnis hatte? Ich hätte eher auf ihre Freundin getippt.


    Es bleibt also spannend.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Männo, ich hinke hinterher :rollen:


    Bis Kapitel 10


    Das ist ja ein Ding, Ben Kerne war früher selber begeisterter Surfer und holt jetzt noch ein letztes (?) Mal sein Brett hervor. Sehr merkwürdig, das alles. Irgendwas hat es wohl mit seiner seltsamen Frau zu tun, aber was? Sein Vater ist ja auch ein reizender Typ ... was für eine komplett verkorkste Familie!

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Bis einschl. Kapitel 24:


    Kirsten hatte recht, was Santos weiteres Verhältnis neben Madlyn angeht. Du liebe Güte, das geht ja zu in Cornwall, die Damen bekommen den Hals nicht voll, was willige Männer angeht, und die Väter wollen alle ihre Söhne so hinbiegen, wie sie sich das vorstellen :breitgrins:


    Und jetzt kommt auch wieder Max Priestley ins Spiel.


    Jetzt haben wir es amtlich: an Jamies Tod war damals tatsächlich etwas faul, aber Ben hat nichts damit zu tun. Falls wirklich Jamies Vater etwas mit dem Tod von Santo zu tun hätte, dann wäre das ganz schön tragisch. Dass Dellen aber Ben bei dem alten Parsons angeschwärzt hat, ist ja allerhand - ich würde spätestens jetzt die Frau hochkant rauswerfen.


    Allmählich glaube ich, Kerra besser verstehen zu können, warum sie so dagegen war, dass Alan bei Adventures Unlimited einsteigt und warum sie überhaupt so abweisend in letzter Zeit reagiert hat: sie hatte Angst, dass Alan tatsächlich was mit ihrer Mutter hatte bzw. diese überhaupt ihr ihre Freunde ausspannt. Wenn man sich das mal vorstellt, dass man als Tochter Angst haben muss, dass die eigenen Partner der Mutter auf den Leim gehen - das ist so verletzend, kein Wunder, dass Kerra dann lieber schnell auf Abstand geht. Aber Alan hat Dellen nicht rumgekriegt; raffiniert, dass er es von Anfang an vermieden hat, mit Dellen alleine zu sein. Nachdem Kerra sich und Alan eingesteht, dass ihr doch etwas an ihm liegt, kommen die beiden vielleicht wieder zusammen.


    Barbara und Bea harmonieren ja perfekt zusammen :breitgrins: Blöd nur für Barbara, dass sie zwischen den Stühlen sitzt, da hat Bea schon recht. Aber Bea sollte sich mal nicht zu sehr auf Daidre einschießen, sondern wirklich alle Spuren verfolgen.


    Als McNulty das mit den Surfern Foo und Moriarty und damit Jagos falsche Aussage herausbekommt, habe ich aufgehorcht. Allerdings hat es mich gewundert, dass Jago das nicht gewusst hat, denn mit dem Surfen muss er ja zu tun gehabt haben, ansonsten wäre er doch kein so guter Boardschleifer. Aber scheinbar hat er damit nur die Polizei testen wollen.
    Überrascht hat mich, dass Madlyn schwanger war und eine Fehlgeburt hatte. Darum drehten sich also Bens Vorwürfe gegenüber seinem Sohn.


    Was hat es mit dem Familienfoto auf sich, das sich Lynley von Niamh Triglia ausleiht? Warum fragt er nach den Töchtern? Mir kam der Gedanke, ob er womöglich Daidre darauf erkannt hat, aber warum sollte Niamh sie damals weggegeben haben? Oder handelt es sich bei den Trahairs um Verwandte von Niamh? Falls Daidre tatsächlich eine der Parsons-Töchter wäre, wäre klar, warum sie keinen Wert darauf legt, dass das irgendwer weiß. Auch nicht die Polizei, denn damit würde sie direkt in den Fokus der Ermittlungen geraten, da sie ein Motiv haben könnte, nämlich die Rache von Jamies Tod. Der Tod ihres Bruders könnte auch erklären, warum sie sich so für Lynley und Helen interessiert.


    Solche Situation, wie bei Niamh, dass Lynley gefragt wird, ob er verheiratet ist, werden immer wieder passieren.


    Wer jetzt aber Santos Mörder ist, habe ich immer noch keine heiße Spur.

    Liebe Grüße

    Karin

  • :winken:
    Ich bin nicht ganz so schnell, wie ihr, irgendwie genieße ich gerade meinen ersten "Linley" seit ein paar Jahren..
    Zu 6:
    Ich mag die Hannafords, eine Chaosfamilie mit Charme..
    Sie zum Gerichtsmediziner: "Was gibt es neues an der Datingfront?" Er: "Wenn sie erfahren, was ich mache.."
    Die Nicknames ihrer zwei eingetragenen Dates sind mehr als grenzwertig. Ja klar, Papa hat einen Porsche zu pflegen, aber der Sohnemann soll die billigsten Sneaker bekommen.. Ray bereut, das seine Ehe schiefgegangen ist, kockettiert er nur, oder meint er es wirklich so?
    Hannafords ist klasse, sie zieht doch tatsächlich Lynley hinzu, der immer noch nur Thomas sein will, aber trotzdem in die Ermittlungen einsteigt.
    Ich habe das Gefühl, das sie es auch für ihn tut, aber zusammen sind sie natürlich ein gutes Team. Was voll heraussticht, wenn Linley vorher schon bescheiden war, so ist er jetzt der Underdog schlechthin. Aber das Understatement war schon immer sein Begleiter.


    Ja, wenn ich es so betrachte, stimmt es schon, ich hätte Linley auch gegoogelt, aber sie betreibt eine ganz schöne Geheimniskrämerei, wenn es nicht ihre ganz persönliche Art ist, macht sie das auf jeden Fall verdächtig. Ich verstehe auch nicht so recht, warum sie meint, dass das, was sie in der Kneipe unter Zeugen gesagt hat, niemand weitererzählt. Die Leute haben doch gehört, das sie Santo erwähnt hat. Sie hat sogar Linley um Stillschweigen gebeten.
    Das kann doch nicht funktionieren. Irgendwie hat sie eine verschobene Wahrnehmung.

  • Ich stecke im Kapitel 15.


    Allmählich kann ich die verschiedenen Familien, Väter, Söhne, Töchter... auseinanderhalten. Wurde auch Zeit. :zwinker: Santos Tod soll also angeblich mit einem Ereignis aus der Vergangenheit zusammen hängen. Lynleys Besuch bei Santos Großeltern hat da einiges an Einblicken gebracht, auch in das Verhältnis Ben-Dellen. Aber ob die Ursache für den Mord tatsächlich dort zu suchen ist? Ich sage mal, Elizabeth George hat da wieder einmal eines ihrer groß angelegten Ablenkungsmanöver gestartet. :breitgrins:


    Ben ist für mich im Moment die interessanteste Figur von allen. Seine Vergangenheit nebulös und skandalträchtig, die Ehe mit dieser unsäglichen nymphomanischen Dellen und nun der Tod des Sohnes. Ganz stark fand ich die Szene, als er nachts nach vielen Jahren sein Surfbrett heraus holt und mal eben eine Welle abreitet. Die Surferszene ist für mich eh eine ganz besondere Welt. Kennt ihr den Film "Gefährliche Brandung" mit Patrick Swayzee und Keanu Reeves? Einfach nur faszinierend... So ein bisschen von dem Feeling hab ich auch beim Lesen, wenn es ums Surfen geht.


    Was mir natürlich absolut gefällt: dass jetzt offenbar Barbara Havers mit ins Spiel kommt :klatschen: :klatschen: Die Szene, als Bea Hannaford sie sieht und relativ kurz angebunden anspricht, fand ich klasse. Ich bin gespannt, was Barbara an Informationen im Gepäck hat.


    Lynley scheint mir mehr und mehr zu alter Form zurück zu kehren. Er ist charmant und dennoch sehr zielgerichtet, um mehr über Daidre zu erfahren. Was ist wohl ihre Rolle? Ist sie eine Art "Rächerin"? Hat sie mit dem in der Vergangenheit verunglückten Jungen Jamie zu tun? Vielleicht die Schwester? Ich spekuliere einfach mal munter vor mich hin.

    :lesen: Charlotte Link - Die Suche


  • Bis Kapitel 10


    Das ist ja ein Ding, Ben Kerne war früher selber begeisterter Surfer und holt jetzt noch ein letztes (?) Mal sein Brett hervor. Sehr merkwürdig, das alles. Irgendwas hat es wohl mit seiner seltsamen Frau zu tun, aber was? Sein Vater ist ja auch ein reizender Typ ... was für eine komplett verkorkste Familie!


    Ja, das beschäftigt mich auch. Die Surfszene ist irgendwie bezeichnend, ich weiß aber noch nicht, für was.



    Bis Kapitel 9
    Tammy hat offenbar wirklich so eine Art religiösen Wahn, gegen den Hunger in der Welt kämpfen zu müssen :gruebel: Und ihr Opa hat was gegen Lesben. Was diese beiden Figuren mit dem Fall zu tun haben, erschließt sich mir noch nicht so ganz, abgesehen von der Unterhaltung zwischen Selevan und Jago, bei der der ungeschickte Ratschlag, "den Kerl umzubringen", ans Licht kommt. Aber Madlyn als Täterin aus Eifersucht oder enttäuschter Liebe wäre mir etwas zu einfach.


    Ich kann mit Tammy und ihrem Großvater im Moment auch noch nicht viel anfangen. Sie hochgradig verkorkst durch ihren Afrika-Aufenthalt, er total überfordert mit der Situation - wobei, so schlecht macht er sich ja gar nicht. Aber sie ist sehr hartnäckig in ihrem religiösen Streben.


    Madlyn kann ich mir auch nicht als Täterin vorstellen, aber vielleicht lenkt Elizabeth George wieder mal nur ab und hat die einfachste aller Varianten gewählt, Mord aus Eifersucht und verschmähter Liebe. Wir werden sehen.

    :lesen: Charlotte Link - Die Suche

  • Lynley scheint mir mehr und mehr zu alter Form zurück zu kehren. Er ist charmant und dennoch sehr zielgerichtet, um mehr über Daidre zu erfahren.


    Das ging mir ein bisschen schnell. Anfangs ist er der trauernde Witwer, der durch die Gegend wandert um zu vergessen und dann zack- ist er wieder der Ermtitler bei Scotland Yard. Ganz nehme ich ihm das nicht ab.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Das ging mir ein bisschen schnell. Anfangs ist er der trauernde Witwer, der durch die Gegend wandert um zu vergessen und dann zack- ist er wieder der Ermtitler bei Scotland Yard. Ganz nehme ich ihm das nicht ab.


    Ja, das ging mir auch so (hätte ich vielleicht gleich noch dazu schreiben sollen... ). Vom Landstreicher zum smarten Lord-Ermittler ging es doch sehr flott.


    Aber zwischendurch kommt immer wieder mal Helen zum Vorschein, und wenn es "nur" ihr Bild in der Brieftasche ist. Nach diesen Abschnitten bin ich mir aber sicher, Lynley packt das und kehrt nach angemessener Trauerzeit zurück in den Polizeidienst.

    :lesen: Charlotte Link - Die Suche


  • Aber zwischendurch kommt immer wieder mal Helen zum Vorschein, und wenn es "nur" ihr Bild in der Brieftasche ist. Nach diesen Abschnitten bin ich mir aber sicher, Lynley packt das und kehrt nach angemessener Trauerzeit zurück in den Polizeidienst.


    Das denke ich auch. Ja, es geht recht flott bei Lynley, aber hätte die Autorin hier etwas mehr Zeit verstreichen lassen sollen.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Dass Lynley so relativ schnell wieder unter die Lebenden zurückkehrt, fand ich jetzt gar nicht mal so merkwürdig. Nach dem Leichenfund kann er sich nicht einfach der Realität verschließen. Er reagiert hier mehr, als dass er agiert, das finde ich schlüssig.

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    Leonard Cohen






  • Ja, das ging mir auch so (hätte ich vielleicht gleich noch dazu schreiben sollen... ). Vom Landstreicher zum smarten Lord-Ermittler ging es doch sehr flott.


    Aber zwischendurch kommt immer wieder mal Helen zum Vorschein, und wenn es "nur" ihr Bild in der Brieftasche ist. Nach diesen Abschnitten bin ich mir aber sicher, Lynley packt das und kehrt nach angemessener Trauerzeit zurück in den Polizeidienst.


    Ihr habt recht, das ging ziemlich schnell. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass er zuvor schon sechs Wochen auf Wanderschaft war. Es ist also für ihn schon relativ viel Zeit seit Helens Tod vergangen, in der er an sie denken und ihren Tod verarbeiten konnte. Vielleicht ist für ihn jetzt der richtige Moment für etwas Ablenkung da. Beim Trauern ist es so, dass es immer wieder Momente gibt, in denen man sich normalen Alltagsdingen ganz normal widmen kann. Und je mehr Zeit vergeht, desto länger werden diese Abschnitte. Plötzlich ertappt man sich dabei, wie man über etwas lacht und gerade gar nicht an den Verstorbenen denkt... ich denke, Lynley ist sich darüber klar, dass sein Leben weitergeht. Sonst wäre er längst von irgendeiner Klippe am Wanderweg gestürzt.
    Hinzu kommt, dass er ein englischer Adliger ist. Ich kenne ja keinen von denen persönlich, aber heißt es nicht immer, dass sie so erzogen sind, dass sie in jeder Situation Haltung bewahren? So lässt er sich eben nichts anmerken und tut, was seine Pflicht ist, also bei den Ermittlungen helfen. Immerhin ist es ein Krimi und als Leser erwartet man auch etwas in der Richtung.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Bis einschließlich Kapitel 18


    Dass Barbara Havers jetzt dabei ist, finde ich gut und auch, wie sie mit Bea Hannaford zusammenarbeitet. Da haben sich zwei Unikate gefunden, dachte ich an der Stelle, als sie Madlyn mit unterschiedlichen Fragen bombardierten. :breitgrins:


    Was aus Madlyns Aussage herauszuhören ist, ist mir nicht ganz klar. Hat sie nun Santo mit Daidre zusammen beim Sex gesehen oder nicht? Das hätte ich gerne noch ein wenig klarer. Warum Hannaford sich da mit Andeutungen zufrieden gibt, verstehe ich nicht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Daidre ein Verhältnis mit Santo hatte... dann schon eher diese Aldara.


    Auch, was genau Dellens Rolle beim Tod dieses Jungen Jamie damals war, wird mir aus dem Gespräch zwischen ihr und Ben nicht ganz klar. Bisher sind das alles nur Bens Mutmaßungen.


    Interessant, wie anders Bens Vater erscheint aus Bens Sicht bei seinem Besuch dort, als aus dem Blickwinkel der bisherigen Ereignisse und nach dem Gespräch mit Lynley.


    Dass mit diesem Kollegen von Daidre, Paul, etwas nicht stimmt, und sie das Wunder für sich selber brauchte, vermutete ich ja schon. Es gibt Paul also gar nicht, Daidre hat ein zweites Mal gelogen, aber warum? Die Unklarheiten ihrer Vergangenheit sind auch verdächtig, ebenso das ständige Erwähnen von Zigeunerwagen usw. Wobei das alles auch eine bewusste Irreführung des Lesers sein kann, wie wir sie von E.George kennen und letztlich klärt sich alles ganz harmlos auf.


    Cool fand ich übrigens auch, wie Jago Cadan den Kopf zurechtgerückt hat. Ich hoffe mal, Cadan ist dadurch zur Vernunft gekommen.

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  • Bis Kapitel 13


    Du lieber Himmel, Tammys religiöses Gedöns nimmt ja schon fast nonnenartige Ausmaße an.. Kein Wunder, dass ihr Opa damit ziemlich überfordert ist. Dass sie glaubt, Gottes Stimme zu hören, ist entweder ein Fall von übergroßer Religiosität oder aber schon ein Fall für den Psychiater ... ich bin mir relativ sicher, dass sie irgendwas Traumatisches erlebt hat, was sie jetzt zu verarbeiten versucht.


    Die Darts-Szene mit Tommy und Daidre war lustig :lachen: Kann es wirklich sein, dass ein Engländer nicht weiß, wie man Darts spielt? Das mit dem Roller-Derby hatte ich noch im Hinterkopf. So was Körperlich-Ruppiges passt gar nicht zu der Daidre, die ich vor meinem geistigen Auge habe. Und sie hat Wunder gegoogelt? Ich hatte kurz darauf getippt, dass sie sich bei Partnerbörsen rumtreibt. Lourdes und Co., Wallfahrtsorte, an denen Wunder geschehen sein sollen - besteht da irgendeine Querverbindung zu Tammy oder steckt was anderes dahinter? Ich wüsste zu gern, was Dr. Trahair verbirgt!


    Dass Barbara jetzt schon ins Spiel kommt, hat mich überrascht und gefreut, da hat mich meine Erinnerung, dass sie erst viel später eine Rolle spielt, getrogen.


    Santo war stärker in die Surferszene involviert, als ich angenommen hätte, wenn er nicht nur (wegen Madlyn oder schon vorher?) gerne surfte, sondern auch in Angarracks Surfbrettwerkstatt gearbeitet hat. Das und seine T-Shirt-Designs hätte ihm womöglich eine recht erfolgreiche Karriere in der Szene bescheren können. Auffällig ist, dass auch hier wieder die Rede davon ist, dass Santo viele Mädchengeschichten hatte.


    Alans Vermieterin ist ja niedlich irgendwie :breitgrins: Aber Cadan und Dellen? :entsetzt: Uhhhh ...

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    Leonard Cohen





  • Fertig:


    Ich rechne es Bea an, dass sie zwar einerseits wütend auf Ray und die Anderen ist, weil die erhoffte Verhaftung ausbleibt, aber innerlich weiß sie ganz genau, dass sie nicht ganz unschuldig daran ist, da sie sich zu sehr auf Daidre konzentriert hat. Diese hätte das aber auch verhindern können, wenn sie ein wenig Licht in ihre Herkunft gebracht hätte. Auch wenn ihr das alles unangenehm ist, so dramatisch ist das doch auch nicht, dass man deswegen lieber zu den Verdächtigen zählt und damit die Aufmerksamkeit der Polizei noch mehr auf sich zieht.


    Ansonsten geht dieser Roman aber doch recht positiv zu Ende: Selevan lässt Tammy gewähren, obwohl er weiß, dass das Ärger mit ihren Eltern bedeutet - die Idee, das Kloster erstmal zur Probe zu besuchen, finde ich sehr gut. Es wird demnächst eine Hochzeit geben und die eine oder andere Vater-Sohn-Beziehung kommt auch langsam in Ordnung. Besonders freut mich auch, dass Bea sich und Ray nochmal eine Chance geben wird. Und dass Lynley es nicht mehr kategorisch ablehnt, nach London zurückzukehren.


    Mir hat dieser Fall wieder gut gefallen und freue mich jetzt auf den nächsten Band.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ich habe jetzt Kapitel 19 gelesen, und alles bleibt schön unklar.


    E. George hält den Leser schön hin mit vagen Andeutungen und wenn man meint, gleich etwas Wichtiges zu erfahren,wechselt der Schauplatz. :rollen: Langsam nervt das ein wenig.


    Dellen scheint vermutlich nun doch nichts mit Alan zu haben, sondern dahinter steckt etwas anderes. Daidres Vergangenheit ist nach wie vor unklar, altersmäßig könte sie in die Familie des ertrunkenen James passen, doch wie passt das zum Zigeunerwagen? Und sie kommt mir auch nicht vor wie jemand, der längst vergangenes Familienunrecht an Unschuldigen rächt.


    Barbara Havers ist bislang nicht sehr hilfreich, wie sie immer mit Bea Hannaford mitdackelt. Gibt es keine eigenen Aufgaben für sie, oder traut Bea ihr ebensowenig wie Lynley? Auf dessen Intuition war ja meistens Verlass, ich bin gespannt ob er diesmal wieder richtig liegt.



    und langsam frage ich mich, ob das Kind mit dem Dellen damals bei Ben aufgetaucht ist wirklich von ihm war.


    Ist sie mit einem Kind bei ihm aufgetaucht? Ich habe mich in diesem Kapitel tatsächlich auch gefragt, ob Kerra wirklich Bens Tochter ist. Aber ist Kerra schon fast 30? (Ich dachte, die James-Geschichte ist 30 Jahre her, und Kerra ist jünger, aber vielleicht habe ich da etwas überlesen).

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    Einmal editiert, zuletzt von kaluma ()

  • Ja, sie hat wohl auf ihren Bauch gezeigt und gemeint "es ist deins". Aber sie hat auch einige Abtreibungen hinter sich, deshalb ist mir nicht ganz klar, ob sie das Kind behalten hat oder nicht.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.


  • Ja, sie hat wohl auf ihren Bauch gezeigt und gemeint "es ist deins". Aber sie hat auch einige Abtreibungen hinter sich, deshalb ist mir nicht ganz klar, ob sie das Kind behalten hat oder nicht.


    Das klärt sich in einem der nächsten Kapitel auf.


    Bis einschl. Kapitel 24:



    Dass Dellen aber Ben bei dem alten Parsons angeschwärzt hat, ist ja allerhand - ich würde spätestens jetzt die Frau hochkant rauswerfen.


    Oh ja, das fand ich auch ein starkes Stück... ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum Ben so abhängig von Dellen ist. Was an dieser Frau ist so anziehend?



    Aber Alan hat Dellen nicht rumgekriegt; raffiniert, dass er es von Anfang an vermieden hat, mit Dellen alleine zu sein. Nachdem Kerra sich und Alan eingesteht, dass ihr doch etwas an ihm liegt, kommen die beiden vielleicht wieder zusammen.


    Darüber war ich auch hocherfreut, dass Alan offenbar doch nicht Dellen auf den Leim gegangen ist. Hätte auch nicht zu ihm gepasst. Und Kerra wünsche und gönne ich einen ehrlichen Partner, nach dem ganzen Stress mit ihrer Mutter.



    Als McNulty das mit den Surfern Foo und Moriarty und damit Jagos falsche Aussage herausbekommt, habe ich aufgehorcht. Allerdings hat es mich gewundert, dass Jago das nicht gewusst hat, denn mit dem Surfen muss er ja zu tun gehabt haben, ansonsten wäre er doch kein so guter Boardschleifer. Aber scheinbar hat er damit nur die Polizei testen wollen.


    Ich frage mich, ob an Jagos Falschaussage nicht doch noch etwas mehr dran ist. Überhaupt sollte man vielleicht mehr auf die alten Männer (Jago und Sevelan) achtgeben. Nicht dass einer von denen mehr mit dem Mord zu tun hat, als bisher vermutet?



    Was hat es mit dem Familienfoto auf sich, das sich Lynley von Niamh Triglia ausleiht? Warum fragt er nach den Töchtern? Mir kam der Gedanke, ob er womöglich Daidre darauf erkannt hat, aber warum sollte Niamh sie damals weggegeben haben?


    Irgendjemanden wird er darauf erkannt haben, aber wie Daidre da hineinpassen soll, verstehe ich immer noch nicht ganz. Zwar könnte sie die jüngste Tochter sein. Aber wenn Niamh Triglia (auch wieder so ein seltsamer Name :rollen:) ihre Töchter weggegeben haben sollte, oder eine davon, dann hätte das doch in dem Gespräch mit Lynley zur Sprache kommen müssen? :confused:


    Es war also doch Aldara, die ein Techtelmechtel mit Santo hatte. Und nicht Daidre. Gut so. Aber warum das zuerst so verwirrend sein musste, verstehe ich nicht. Hinhaltetaktik von E. George? Manchmal finde ich, ihre Bücher könnten gut 300 Seiten kürzer sein.


    Zitat


    Wer jetzt aber Santos Mörder ist, habe ich immer noch keine heiße Spur.


    Ich auch nicht.


    Schmunzeln musste ich übrigens über Südpol/Sao Paulo, Haie und Petermännchen, und über einige Bemerkungen von Barbara Havers. Schön, dass sie dabei ist.


    Und die Sattelschuhe musste ich tatsächlich googeln. Hat aber nichts mit Reiten zu tun. Wieder was dazugelernt.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.


  • ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum Ben so abhängig von Dellen ist. Was an dieser Frau ist so anziehend?


    Das kapiere ich auch nicht.



    Ich frage mich, ob an Jagos Falschaussage nicht doch noch etwas mehr dran ist. Überhaupt sollte man vielleicht mehr auf die alten Männer (Jago und Sevelan) achtgeben. Nicht dass einer von denen mehr mit dem Mord zu tun hat, als bisher vermutet?


    Hm, ich sehe bei den beiden kein Motiv, aber trotzdem hast du recht, vielleicht wissen sie mehr über Jamies Tod damals und könnten so irgendwie involviert sein, wie auch immer.



    Aber wenn Niamh Triglia (auch wieder so ein seltsamer Name :rollen:) ihre Töchter weggegeben haben sollte, oder eine davon, dann hätte das doch in dem Gespräch mit Lynley zur Sprache kommen müssen? :confused:


    Das ist es, was für mich auch nicht so recht passte, zumal Niamh offenherzig mit den Informationen war, da hatte ich nicht den Eindruck, dass sie etwas zu verbergen hätte.



    Es war also doch Aldara, die ein Techtelmechtel mit Santo hatte. Und nicht Daidre. Gut so. Aber warum das zuerst so verwirrend sein musste, verstehe ich nicht. Hinhaltetaktik von E. George?


    Ja, meinetwegen hätte der Aldara-Strang ebenfalls fortfallen können, irgendwie passt der nicht hier rein.



    Schmunzeln musste ich übrigens über Südpol/Sao Paulo, Haie und Petermännchen, und über einige Bemerkungen von Barbara Havers. Schön, dass sie dabei ist.


    Hier musste ich auch grinsen :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ich bin bis Kapitel 13 gekommen und habe mich erst mal sehr gefreut, dass Barbara anscheinend doch in diesem Band auftaucht, wenn auch bisher nur kurz am Telefon.


    Schade finde ich, dass Lynley sich nicht dagegen wehrt, Daidre zu bespitzeln. Denn die hat zwar anscheinend auch ein Geheimnis, kommt mir aber im Vergleich zu so manch anderer Figur (Santos Mutter z.B. :rollen:) relativ normal vor. Anscheinend ist Lynley da doch zu sehr Polizist, selbst in dieser Situation. Da Dairde ja aber nicht dumm ist, wird sie schon nur erzählen, was sie für unbedenklich hält.


    Seltsam, dass sie im Internet nach Wundern sucht, mir kam da zuerst auch irgendeine Verbindung zu Tammy in den Sinn, wobei die ja eher Gottes Stimme hört oder sie zumindest gerne hören würde. Am Anfang hatte ich nicht ganz verstanden, warum ihr Großvater sich solche Sorgen um sie macht, aber jetzt kann ich es verstehen. Ihre Religiosität wurzelt schon sehr tief und passt so gar nicht zu einem jungen Mädchen. Ich bin gespannt, ob man erfährt, was sie in Afrika erlebt hat.


    Ihr schlechtes Gewissen hat sie nun doch auf die Polizeidienststelle getrieben und so wie es aussieht, hatte Santos nach (oder neben?) Madlyn jemanden am Start und anscheinend war diese Beziehung sehr außergewöhnlich. Wer könnte es sein? Ein Mann? Eine viel ältere Frau? Seine Mutter? (Ok, das ist vielleicht übertrieben, aber ich finde seine Mutter wirklich extrem seltsam! Dieses Gespräch mit Cavan... :vogelzeigen:)


    Ich muss gestehen, dass mir Bea ziemlich unsympathisch ist, sie ist mir zu herrisch und keiner kann es ihr Recht machen, dabei hat sie den Fall bisher nun auch nicht gerade weitergebracht. Auch wie sie Lynley als Spitzel missbraucht, gefällt mir nicht. :sauer:


    Bisher liest sich dieser Band aber sehr gut und ich bin wirklich froh, die Reihe jetzt doch noch weitergelesen zu haben!

    :lesen: Anthony Powell - The Kindly Ones <br /><br />Mein SUB<br />Meine [URL=https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/32348.msg763362.html#msg763362]Listen

  • Ihr habt recht, das ging ziemlich schnell. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass er zuvor schon sechs Wochen auf Wanderschaft war. Es ist also für ihn schon relativ viel Zeit seit Helens Tod vergangen, in der er an sie denken und ihren Tod verarbeiten konnte. Vielleicht ist für ihn jetzt der richtige Moment für etwas Ablenkung da. Beim Trauern ist es so, dass es immer wieder Momente gibt, in denen man sich normalen Alltagsdingen ganz normal widmen kann. Und je mehr Zeit vergeht, desto länger werden diese Abschnitte. Plötzlich ertappt man sich dabei, wie man über etwas lacht und gerade gar nicht an den Verstorbenen denkt... ich denke, Lynley ist sich darüber klar, dass sein Leben weitergeht. Sonst wäre er längst von irgendeiner Klippe am Wanderweg gestürzt.
    Hinzu kommt, dass er ein englischer Adliger ist. Ich kenne ja keinen von denen persönlich, aber heißt es nicht immer, dass sie so erzogen sind, dass sie in jeder Situation Haltung bewahren? So lässt er sich eben nichts anmerken und tut, was seine Pflicht ist, also bei den Ermittlungen helfen. Immerhin ist es ein Krimi und als Leser erwartet man auch etwas in der Richtung.


    Ich habe mir auch kurz gedacht, ob Lynley nicht allzu schnell wieder ins Leben zurückkehrt, bei einer Ermittlung hilft, Kontakte zu einer jungen Frau knüpft usw. Aber wie Kaluma geschrieben hat, hat er sich ja anscheinend fürs Leben entschieden, sonst wäre er schon gar nicht mehr am Leben. Und er hat Helen ja sicher nicht ganz vergessen und wird das sicher auch nie.
    Außerdem hatte er in den fast sieben Wochen Wanderschaft ja Zeit, sich mit nichts anderem als ihrem Tod auseinanderzusetzen. Wäre er am Anfang der Wanderschaft über Santos Leiche gestolpert, hätte er sich sicher nicht so leicht von der Trauer "ablenken" lassen. So aber war es vielleicht gerade der richtige Zeitpunkt, auch wenn es natürlich schade ist, dass dafür ein junger Mann sterben musste.

    :lesen: Anthony Powell - The Kindly Ones <br /><br />Mein SUB<br />Meine [URL=https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/32348.msg763362.html#msg763362]Listen