Elizabeth George - Doch die Sünde ist scharlachrot/Careless in Red

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 113 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von SABO.

  • Am Ende des 18. Kapitels trifft ja schon eine Vermutung ein, Daidre und Santo.
    Wer mir schon von Anfang an suspekt war, ist dieser Jago, bei dem läuft alles zusammen, er hat immer ein offenes Ohr, aber auch den Überblick.
    Srgt Nulty mag zwar in Beas Augen ein Plempi sein, aber er hatte den richtigen Fischer, sein Surf-Wissen enttarnt Jago als Lügner und wohl auch Betrüger.
    Man erfährt mehr Infos über die Parsons und diesen Vater scheint der Tod seines Jungen total aus der Bahn geschmissen zu haben, er hat alles versucht, Ben verantwortlich zu machen, ohne Ergebnis. Ich habe die Theorie, das er dieser Jago ist, also höchstwahrscheinlich Santos Mörder ist. Er war auch 18.
    Ich bin am Grübeln wegen Dellen, hat sie Parsons in die Hohle gelockt? Mit voller Absicht? Sagt Bens Vater deswegen, sie sei daran schuld?


    Haha, Lynley putzt Kirchenbänke, Wilkie meint, die Beatles sind an allem schuld und Lynley meint ernsthaft er kenne sich in der Popkultur der 70ger nicht aus? Aber er hat eine Spur. Ich Frage mich, was ist es, dass er Daidre so verteidigt und was hat Havers ihm da vor Augen geführt, das er mit: "Oh mein Gott" antwortete. Havers rückt ihn gerade, notfalls mit Sanftheit. Das Bea ernsthaft wissen wollte, ob sie in ihren Chef verliebt sei, ist auf den ersten Blick unmöglich. Ich glaube schon, das sie ein bisschen für ihn schwärmt, aber auf einer anderen Ebene. Das wäre wirklich dämlich von ihr..

  • So Gedanken..
    Bea Hannaford hat doch gefragt, ob Daidre auch gesehen wurde, oder ob es bloß angenommen wurde..es war ja auch ihr Haus..muss also nicht sein..
    Santo konnte natürlich einen Schlüssel gehabt haben und in Daidres Abwesenheit Damen eingeladen haben. Wenn er gesagt hat "anomal", tippe ich auf eine nahe Verwandte, falls also Daidre seine Halbschwester ist, wie kann er davon gewusst haben? Doch die Mutter?
    Wenn er mit Daidre ein Verhältnis hatte, warum ist diese dann nicht irgendwie traurig? Versteckt sie es so gut, das nur Lynley es entdeckt hat, weil ihm auch der Partner geraubt wurde?


    To be continued..

  • :winken:
    Ein wunderbares Buch, der beste Lynley seit langem, ich habe schon längst aufgehört zu spekulieren, denn kurzzeitig hatte ich sogar schon mal Bea in Verdacht (sie trieb sich ja viel in Datingbörsen herum) ich lasse mich jetzt treiben, der Showdown beginnt.
    Ich hatte Havers gar nicht als so "bunt-schmuddelig" in Erinnerung, aber etwas anderes fällt mir auf: Warum kommt immer wieder die Frage, ob Barbara in Lynley verliebt ist? Trahair ist mir immer noch ein Rätsel.


  • Ich hatte Havers gar nicht als so "bunt-schmuddelig" in Erinnerung, aber etwas anderes fällt mir auf: Warum kommt immer wieder die Frage, ob Barbara in Lynley verliebt ist? Trahair ist mir immer noch ein Rätsel.


    Wieso Daidre so überaus fasziniert von Lynley als Person ist, habe ich auch nicht so ganz verstanden.


    Darauf, dass Barbara in ihn verknallt sein könnte, kann man aber schon kommen, da sie die ganze Zeit voll auf seiner Seite war, selbst als er sich (für Außenstehende) merkwürdig benommen hat. Wahrscheinlich hat sich Daidre da irgendwas Romantisches zusammengereimt, vielleicht gerade, weil Havers und Lynley so enorm unterschiedlich sind.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • :winken:
    Bea wollte es doch wissen, oder? Nach all den Fällen, die ich mit Lynley und Havers gelöst habe, streifte mich freilich schon mal der Gedanke, aber selbst wenn es so war - Havers hat Lynley ja schon vergöttert - hat es sich doch mehr in Treue und Respekt gewandelt.
    Ich sage es mal so, wie Barbara es ausdrücken würde: "Ich weiß, wo ich hingehör', Sir!" Das sieht man daran, dass sie sich nicht dazu durchringen konnte, ihn "Tommy" zu nennen, aber doch voller Unschuld auf seinem Bett Platz nahm. Sie bewundert ihn sehr und er weiß ihre Freundschaft wohl zu schätzen, ich mag ihre Beziehung zueinander. Ihr traue ich sogar zu, dass sie sich extra nachlässig kleidet und Distanz wahrt, damit er ja nicht auf "unbequeme" Gedanken kommen könnte, sie staucht ihn lieber zurecht und in diesem Roman, passt sie auf in auf, so, wie ein Freund es tun würde. Ich glaube, sie ist eine sehr schlaue Person - ich liebe sie heiss und innig - ihr ist die Freundschaft wichtiger. Auch die zu ihrem pakistanischen Nachbarn finde ich schön, wisst ihr noch, die kleine Hadiyah? (Der Name ging mir gleich ins Ohr, er ist so schön, ob er jetzt richtig geschrieben ist, weiß ich nicht.)
    Also, ja, natürlich kommt man auf sowas, ganz automatisch. ☺
    Das Rätsel um Trahair wurde heute Nacht gelöst, wow, habe ich mir gedacht, was für eine Nebengeschichte, die Kinder der Udys haben mich sehr gedauert, was für ein hartes Schicksal, es hat mich mehrfach schlucken lassen. Lynley wollte es ja unbedingt wissen, da bekam er die niederschmetternde Antwort.

  • Daidres persönliche Geschichte fand ich auch sehr traurig. Gut, dass wenigstens sie sich aus diesem Elend befreien konnte.


    Ich glaube nicht mal, dass hinter Barbaras nachlässiger Aufmachung Absicht steckt. Es ist ihr schlicht und ergreifend vollkommen unwichtig, wie sie aussieht. Ihre Loyalität finde ich auch toll. Sie weiß, dass sie Lynley vertrauen kann.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Loyalität! Das ist das Wort, das ich gesucht habe! Danke
    Ja, höchstwahrscheinlich denkt sie sich nichts dabei.. Stimmt, es ist ihr unwichtig, trotzdem wird es witzigerweise in den Romanen immer wieder erwähnt.


    Ich freue mich, das ich tatsächlich auf der richtigen Fährte war,dank McNultys Surferkentnissen. Jago ist Parsons. Großartig, wie Jago sdine "Vermutungen". Dargelegt hat, ohne sich selbst zu beschuldigen und großartig wie Ben reagiert hat. Obwohl dieser Effekt vielleicht gar nicht seine Absicht war, er ist einfach nur abgeklärt, es hat gedauert aber im gleichen Aufwasch hat er auch Dellen "Good Bye" gesagt. "Er ist nicht mein Sohn!"
    Noch ca 40 Seiten..


  • Ich freue mich, das ich tatsächlich auf der richtigen Fährte war,dank McNultys Surferkentnissen. Jago ist Parsons.


    Ja, da hattest du echt schon früh den richtigen Riecher - ich musste die ganze Zeit auf den Fingern sitzen, weil wir ja nichts verraten durften :breitgrins:

    Liebe Grüße

    Karin

  • hihi..das denke ich mir.
    Das Einzige, was jetzt irgendwie unnötig war, war Selevans Familie, die habe ich sehr diffus wahrgenommen.
    Schön, dass es bei Hannaford und ihrem Ex weitergeht, 3 Labradore und ein Junge im Teeniealter, das verbindet..aber auch so, glaube ich, das die beiden zusammengehören, die zwei hatten eine ehrliche "Nicht-Beziehung" und so muss jetzt keiner groß beichten und es kann weitergehen.
    Jago mochte ich gleich nicht. Was will man zu Dellen schon sagen, die Griechin war ja auch sehr speziell.. Überhaupt hatten die Frauen in diesem Buch eine starke "Rolle", Trahair, Bea auch und Barbara sowieso und über Helen hat Thomas sehr schöne Dinge gesagt.
    Viele kleine oder größere Sozialstudien waren auch eingebaut, irgendwie habe ich das Gefühl, das E.George, dafür ein Faible für diese "Nischen" hat.
    Das ist ihr Markenzeichen, sie rollt die Fälle von ganz unten auf, sie hat ein Gespür für Täter.
    Ich würde sagen, einer der besten "Lynley/Havers-Romane". Das ich euer Tempo nicht mithalten konnte habt ihr sicher gemerkt, aber für mein Lieblingskrimigespann muss ich mir einfach Zeit lassen. Schön, das ich endlich wieder einen Grund hatte, weiterzulesen, das Buch hatte ich ja neu geschenkt bekommen, aber Helens Tod hat mich einfach gelähmt. Auch beim nächsten Roman würde ich gerne als "Ghostreader" fungieren, wenn ich darf.
    Ich glaube, es geht um den Tod einer Politikerin. Ich habe gestern die ersten Seiten schon mal angelesen, es beginnt wieder mit einer "Fall/Sozial-Studie".
    :smile:
    Vielen Dank und auf Bald! :bussi:


    P.S. Ich meine, mich zu erinnern, dass Havers, Lynleys Lieblingsbentley zu Schrott gefahren hat, das muss wahre Freundschaft sein.


  • P.S. Ich meine, mich zu erinnern, dass Havers, Lynleys Lieblingsbentley zu Schrott gefahren hat, das muss wahre Freundschaft sein.


    Jepp, den hat sie am Ende des vorherigen Bandes geschrottet.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen






  • diffus wahrgenommen.
    Schön, dass es bei Hannaford und ihrem Ex weitergeht, 3 Labradore und ein Junge im Teeniealter, das verbindet..aber auch so, glaube ich, das die beiden zusammengehören, die zwei hatten eine ehrliche "Nicht-Beziehung" und so muss jetzt keiner groß beichten und es kann weitergehen.


    Das hat mich auch gefreut, dass die beiden sich doch noch zusammenraufen.



    Viele kleine oder größere Sozialstudien waren auch eingebaut, irgendwie habe ich das Gefühl, das E.George, dafür ein Faible für diese "Nischen" hat.


    Ja, den Eindruck habe ich auch. Und wie du schreibst, im nächsten Buch ist das auch wieder ganz speziell.



    Das ich euer Tempo nicht mithalten konnte habt ihr sicher gemerkt, aber für mein Lieblingskrimigespann muss ich mir einfach Zeit lassen. Schön, das ich endlich wieder einen Grund hatte, weiterzulesen, das Buch hatte ich ja neu geschenkt bekommen, aber Helens Tod hat mich einfach gelähmt. Auch beim nächsten Roman würde ich gerne als "Ghostreader" fungieren, wenn ich darf.


    Aber klar doch, ich freue mich, auch später noch Kommentare zu lesen. Und mir ging es wie dir, ich habe es auch gescheut, die Romane, die nach Helens Tod kamen, zu lesen. Und wahrscheinlich hätte ich immer noch einen Bogen um sie gemacht, wenn nicht dieses Projekt hier ins Leben gerufen worden wäre.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Es freut mich sehr, dass unser Projektchen Euch zum Weiterlesen animieren konnte! :klatschen:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Es ist ein klasse Projekt, ich glaube, ich habe mich dafür gleich nach meiner "Entdeckung" dafür gemeldet, musste nur den aktuellen Band noch abwarten.
    Danke, das gibt mir ein Stück "Buch-Heimat" zurück! :rudelknuddeln: