Carsten Stromer - Das Leben ist ein wildes Tier

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Vollständiger Titel: Das Leben ist ein wildes Tier. Wie ich die Gefahr suchte und mich selber fand.


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    Inhalt
    Mit Anfang zwanzig fühlt sich Carsten Stromer wie in einer Falle. Er macht eine Ausbildung für einen Beruf, den er hasst. Sein Leben ist ein Kompromiss und ist ihm zu eng geworden. Er macht einen radikalen Schnitt, gibt alles auf und beginnt, zu reisen. Aber nicht irgendwohin. Er geht in die Krisengebiet der Welt. Je gefährlicher, desto besser. Bald wird aus dem Reisen ein Beruf und aus dem Beruf eine Berufung.


    Meine Meinung
    Zu Anfang wirkt Carsten Stromer wie unzählige andere Jugendliche. Ohne konkrete Pläne für seine berufliche oder sonstige Zukunft probierte er Verschiedenes aus, scheiterte jedes Mal an der ersten kleinen Hürde und entschied sich schließlich für die sichere, aber langweilige Option. Jetzt ist er gefangen in einem spießigen Job unter lauter Spießern und will nur eines: raus.


    Die Flucht gelingt ihm irgendwann und jedes Mal, wenn er von einer längeren Reise zurück kommt, gratuliert er sich innerlich dazu, dass er eben ganz anders ist als seine Freunde, sie außer Familie und ein paar kleinen Hobbies nichts haben. Diese Einstellung fand ich sehr arrogant, denn dadurch unterstellt er den Anderen, dass sie genau so passiv waren wie er. Dass sich jemand für ein Leben entscheidet, das in seinen Augen spießig ist, kann er nicht verstehen.


    Genauso arrogant, wie er sich seinen alten Freunden gegenüber verhält, benimmt er sich anfangs auch auf seinen Reisen in die Krisengebiete der Welt. Er glaubt, die Lösung für viele Probleme zu haben und handelt einfach, ohne zu hinterfragen. Dabei macht er mehr als einmal große Fehler, die die Lager schlimmer machen als sie vorher war.


    Es gab mehr als einen Punkt, an dem ich fast aufgehört hätte zu lesen. Die Beschreibungen von Gräueltaten wirkten wie eine Nacherzählung eines Films, seine Einstellung konnte ich nicht nachvollziehen und die Heldenverehrung der eigenen Person fand ich furchtbar. Aber plötzlich hat er mich gepackt. Auf einmal wurden die Berichte leiser, demütiger und ich habe gespürt, was er gesehen hat. Ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sein Weg mag nicht für jeden etwas sein und viele werden ihn auch nicht verstehen Aber ihm bei dieser Entwicklung zuzusehen, war etwas Besonderes.
    5ratten


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.