Leonie Faber - Die Zeitenbummlerin

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Jaqui.

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    Kurzbeschreibung:


    Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht, je älter Sie werden? Die Journalistin Josefine, 53 Jahre alt und frisch verlassen, soll erfolgreiche Aussteiger für einen Artikel über Entschleunigung interviewen. Sie selbst fühlt sich von ihrem durchgeplanten Alltag zunehmend gehetzt und beschließt spontan, mit dem Rad zu ihren Terminen zu fahren. Die Tour von Berlin über die Ostseeküste bis nach Norwegen wird zum Abenteuer und Extremtrip und belohnt sie schließlich mit etwas ganz Besonderem: der Begegnung mit sich selbst.



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 13.05. eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 29.04. Wer mag noch mitlesen?

  • Nach 18 Jahren Zusammensein trennt sich Robert von Josefine. Für sie ist es viel schwerer als für ihn. Hat er doch jetzt eine neue, jüngere Frau und fängt einfach noch einmal von vorne an. Josefine hingegen fühlt sich irgendwie ausgetauscht, „alt“ und hat Mühe, ins Leben zurückzufinden. Vergeht doch die Zeit irgendwie immer schneller und ehe man sich versieht, ist mal schon in den Fünfzigern und blickt zurück.


    Wie passend, dass ihr Auftraggeber einen Artikel von ihr möchte über Achtsamkeit, Entschleunigung, Dankbarkeit. Mehr aus einer Laune heraus beschließt sie, die Reise zu den Interviewpartnern per Rad zu unternehmen. Und damit kommt sie sich selbst wieder näher, lernt sich besser kennen und weiß letzten Endes auch besser, wer sie ist und wie sie sein möchte.
    Auf ihrer Reise lernt sie die unterschiedlichsten Personen kennen und kann sich von ihnen allen die unterschiedlichsten Erkenntnisse mitnehmen. Ja, die Tour ist strapaziös. Aber: sie lohnt sich!


    Ein Buch, welches ich nach dem ersten Lesen schon gleich sehr mochte. Sicherlich, man könnte es einfach so durchlesen. Aber ich glaube, man sollte sich hier doch die Zeit nehmen und zwischendurch mal innehalten und nachdenken. In unserer heutigen Zeit hat man doch oftmals das Gefühl, dass alles immer schneller wird (werden muss?) und man selbst einfach immer nur mitläuft. Von daher habe ich hier einige Denkanstöße gefunden.
    Aber auch der Humor kommt hier nicht unbedingt zu kurz. Es gibt sie, die leisen, lustigen Stellen, die mich schmunzeln lassen. Und die mich auch daran denken lassen, dass man nicht alles immer so ernst nehmen muss. Denn mit Humor lässt sich vieles öfter besser ertragen und muss nicht immer so schwer sein.
    Alles in allem also ein Roman, mit dem man selbst auch einmal versuchen kann zu entschleunigen und sich bewusst zu machen, was eigentlich wichtig ist im eigenen Leben.

  • Leonie Faber hat ein wunderbares Buch über die Entdeckung der Langsamkeit und die Entschleunigung geschrieben. Man sollte sich an Josefine ein Beispiel nehmen, wie sie es schafft aus dem Alltag auszubrechen und sich einfach treiben zu lassen.


    Nach 18 Jahren Ehe trennt sich Robert von seiner Frau Josefine und das ausgerechnet wegen einer Jüngeren. Wen würde das nicht aus der Bahn werfen. Da trifft es sich gut, dass ihre Auftraggeberin einen Artikel zum Thema "Glück der Langsamkeit" haben will. Zu diesem Zweck schnappt sich Josefine kurzerhand ein Rad und radelt von Deutschland nach Norwegen und trifft dabei ihre Interviewpartner. Dabei lernt sie sich, die Umgebung und die Menschen besser und näher kennen und findet letztendlich wieder zu sich selbst.


    Hin und wieder sollte man sich wirklich ein Beispiel an Josefine und vor allem ihren Gesprächspartner nehmen. Ist es wirklich so wichtig ständig online zu sein? Ständig die neuesten News auf Facebook zu checken? WhatsApp Nachrichten sofort zu beantworten? Nein, ist es sicher nicht, aber wir leben in einer Zeit in denen man um diese Dinge nicht mehr herum kommt. Aber hin und wieder sollten wir diese Dinge beiseite schieben und uns wieder mehr mit uns und unserer Umgebung befassen.


    Besonders beeindruckt hat mich dabei Muna, auch wenn ihr ewiges "Feier das und feier dies"-Gerede nicht mehr hören konnte, so fand ich es toll, dass sie einfach ihr Handy irgendwo vergessen hat und weiter nach Norwegen fuhr. Irgendwann wird sie es schon wieder bekommen und wenn nicht ist es auch okay.


    Alles in allem ein sehr tolles Buch, dass ich sehr gernr weiterempfehle.